31 Oktober 2005
Mr. & Mrs. Smith - USA 2005
OFDB-LinkGenre(s): Action / Komödie
Laufzeit: ca. 120 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
Nach außen sind Mr. John (Brad Pitt) und Mrs. Jane Smith (Angelina Jolie) ein ganz normales Ehepaar mit Häuschen in einer typischen amerikanischen Vorstadt - und augenscheinlich eher langweiligem Leben. Aber der Schein trügt, denn beide haben ein Geheimnis, das sie sogar voreinander verbergen: Es handelt sich bei ihnen tatsächlich um die zwei gefährlichsten Auftragskiller der Welt, die für konkurrierende Organisationen arbeiten. Eines Tages werden sie beide aufeinander angesetzt.
Kritik:
Pitt & Jolie - Damit steht eine echte Traumpaarung gemeinsam vor der Kamera. Und für Männlein wie Weiblein gibt es im Film was anzuschmachten.
Beide sind enorm sexy und passen auch wunderbar zusammen. Man spürt, wie es zwischen ihnen knistert.
Da verblasst die Handlung zur echten Nebensache. Obwohl die sogar recht intelligent aufgeteilt ist. So steht am Anfang mehr die Beziehungskomödie im Mittelpunkt, wobei beide ziemlich geniale Geheim-Missionen erledigen, ohne dass der andere davon weiss. Jolie ist als Domina zu sehen!
Die unterschwelligen Beziehungs-Probleme der beiden eskalieren dann, als sie aufeinander angesetzt werden. Dann stellen sie sogar den Rosenkrieg in den Schatten. Dies leitet uns zum 2. Teil des Films, der auf totale Action ausgelegt ist, über.
Bis sie feststellen, dass sie sich doch lieben wird das komplette Haus zerlegt. Danach geht es gemeinsam gegen ihre Gegner. Die Dialoge dabei bleiben bissig und witzig.
Mich hat der Film ehrlich positiv überrascht, da ich anhand der Handlung mit nichts gutem gerechnet hatte. Aber man merkt dem Film an, dass die Beteiligten Spass hatten. Es gibt keine Längen, es bleibt stets unterhaltsam.
Die gezeigte Action ist erste Sahne, hier habe ich nur etwas mehr Härte vermisst, aber man wollte sich wohl die Alterseinstufung nicht versauen.
Vor allem den Waffensound möchte ich hervorheben, der richtig geil rüberkommt - es wird auch eine breite Palette an Waffen verwendet.
In seiner Paraderolle als "Frauenversteher" ist Vince Vaughn zu sehen, der super zu dem Film passt.
Kurzum richtig tolles Popcorn-Kino - 2 Std. prima Unterhaltung. Und bei einem Angelina Jolie Film gebe ich gern eine gute Wertung von 7 Punkten, die beim zweiten Anschauen sicher noch steigerungsfähig ist.
An das Vorbild von True Lies, wo Schwarzenegger und Jamie Lee Curtis sich als Ehepartner und Geheimagenten begegnen, reicht man zwar nicht heran, aber der ist auch schon ein Klassiker.
Screenshots: Es kriselt in der Ehe, wenn man mit solchen Kalibern aufeinander losgeht.

Darunter sollten aber die guten Ming-Vasen nicht leiden müssen.

Letztendlich wird das schöne Haus aber doch dem Erdboden gleichgemacht.

Angelina Jolie ist einfach nur heiss... *lechz*

angeschaut am: 28.10.2005
Normale Wertung: 7 von 10 Punkten
30 Oktober 2005
Godzilla: Final Wars - JAP 2004
OFDB-LinkGenre: Action / SciFi
Laufzeit: ca. 124 Min.
Meine Altersempfehlung: FSK 12
Bemerkung: Japanische Originalfassung mit englischen Untertiteln
Inhalt & Kritik:
Eine alternative Zukunft: Die Erde hat mit verschiedensten Monstern zu kämpfen und deshalb die Earth Defence Force (EDF) und ein spezielles Mutantencorps gegründet. Gleichzeitig tauchen an verschiedenen Orten viele Monster auf, richten Zerstörungen an und verschwinden plötzlich wieder. Sie wurden von Aliens weggebeamt, die der Erde ihre Hilfe anbieten, da sich angeblich auch noch ein Riesen-Meteor nähert. Schnell ist aber klar, dass die Aliens ein falsches Spiel treiben und die Erde unterjochen wollen. Als die EDF Widerstand leistet lassen die Aliens sämtliche Monster los, um die Zivilisation zu zerstören. Ausserdem vernichten sie die EDF Spezialschiffe, die die Monster bekämpfen können. Bis auf eines: Gotengo, gesteuert vom furchtlosen Captain Gordon. Dieser hat dereinst Godzilla im Südpol unter Eis begraben, doch nun setzt er zu seiner Befreiung an. Denn nur Godzilla kann gegen die gesammelten Monster bestehen.
Anlässlich des 50 jährigen Jubiläums von Godzilla kam dieser Film in die Kinos, immerhin schon Godzilla-Film Nummer 28! Da scheue ich natürlich nicht vor dem Anschauen zurück.
Vorweg: Ich bin kein Godzilla-Experte, kann also auch seine diversen Gegner nicht beim Namen nennen, bis auf die Riesen-Motte Mothra, die besonders bei weiblichen Godzilla-Fans beliebt sein soll.
Die meisten von uns haben in der Kinderzeit sicher die Godzilla-Filme im TV gesehen, die in meiner Kindheit noch um 20:15 Uhr im ZDF ausgestrahlt wurden. Selbst damals haben die "Tricks" keinen mehr wirklich beeindrucken können und es war stets ersichtlich, dass ein kleiner Mann im Gummianzug das Godzilla-Monster spielte.
1998 hat Roland Emmerich dann Godzilla auch nach Hollywood portiert. Vorbei war es mit dem Typ im Gummianzug - CGI war angesagt. Damit ging auch das gewisse Flair dieser Filme verloren. Mal abgesehen davon fand ich den Film auch nicht besonders.
Nun ist der Mann im Gummianzug wieder dabei und als Godzilla das erstemal auftauchte und seinen unverkennbaren Schrei ausstiess, habe ich mich gefreut und an früher erinnert.
Doch zum eigentlichen Film. Wie schon erwähnt, marschieren in der Jubiläumsauflage natürlich alle Gegner von Godzilla nochmal auf und er erledigt sie einen nach dem anderen. Das ist anfänglich noch unterhaltsam, wird aber nach einiger Zeit doch ziemlich ermüdend. Dazu wird man ständig mit Explosionen, Monsterschreien und einem heroischen Soundtrack beschallt. Man kriegt also die volle Ladung.
Die Effekte, die grösstenteils immer noch aus dem Zerstören von Modellbauten bestehen, sind gut gemacht und unterhaltsam. Die schauspielerischen Leistungen sind auch einigermassen gut, und Cpt. Gordon hat immer einen coolen Spruch auf Lager.
Die Handlung muss sich natürlich der Prämisse unterordnen, dass in Godzilla-Filmen immer ordentlich zerstört wird. So werden natürlich auch hier etliche Metropolen in Schutt und Asche gelegt, bis das Happy-End kommen darf. Der Handlungsstrang um den Mini-Godzilla kann ich dabei bestenfalls als "ungewöhnlich" bezeichnen, aber wie erwähnt fehlt mir auch ein fundierter Background.
Alles in allem reicht es einem danach wieder für etliche Jahre mit Godzilla. Doch hat der Film die schwierige Aufgabe, das altmodische Monster in unsere filmische Gegenwart zu übertragen, gut gelöst und bietet auch für Godzilla-Unkundige gute Unterhaltung.
Screenshots: Godzilla ist wieder da!

Das Mutantencorps im Einsatz.

Einer von Godzillas Gegnern ist eine Riesen-Spinne.

Capt. Gordon stellt sich den Aliens (in leckerer menschlicher Verkleidung).

Und tschüss, Godzilla...

Eine absolute tolle ausführliche Kritik, vom deutschen Splatter-Urgestein Jörg Buttgereit (Nekromantik) persönlich verfasst, findet ihr hier.
angeschaut am: 16.9.2005
Normale Wertung: 6 von 10 Punkten
Promille-Wertung: 8 von 10 Punkten
Labels: Asien, Japan, Originalsprache
28 Oktober 2005
Hooligans - USA 2005
OFDB-LinkGenre(s): Drama
Laufzeit: ca. 104 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Matts (Elijah Wood) Journalismusstudium findet ein jähes Ende. Völlig überraschend und ohne erkennbaren Grund wird er von der Eliteuniversität Harvard geworfen. Er beschließt spontan, seine Schwester Shannon (Claire Forlani) in London zu besuchen und steigt in den nächsten Flieger. Sein Schwager bringt ihn in Kontakt mit der „Green Street Elite“. Es handelt sich dabei um eine geheime Fanorganisation des Westham United FC, die im Untergrund agiert. Matt wird mit einer Welt voller Brutalität konfrontiert, die andererseits aber auch ihre Reize hat. Die enge Verbundenheit innerhalb der Organisation spricht ihre eigene Sprache
Kritik:
Nach The Football Factory der zweite Film, den ich mir dieses Jahr zum Thema Hooligans ansehe. War ersterer noch eine rein britische Produktion, so waren jetzt wohl die Amerikaner federführend, was man auch an der Rolle von Elijah Wood sieht. Dieser steigt nämlich nach seinem Rauswurf aus Harvard bei den Hooligans ein. Hier wirds auch zum ersten Mal schon sehr unglaubwürdig, wenn der Hänfling "Frodo", der laut eigener Aussage noch nie eine Prügelei hatte, nach einem eingesteckten Schlag richtig durchstartet und Hiebe verteilt. Im Nu schwingt er sich zum in der Szene anerkannten "Yankee" auf. Aber ok, über solche Unglaubwürdigkeiten kann man in einem Film schon mal hinwegsehen.
Mein Problem mit diesem Film ist, dass er im Gegensatz zu The Football Factory die Hooligans glorifiziert. Der Yankee erzählt uns dass "wenn man erstmal ein paar Schläge eingesteckt hat" man Spass an der Gewalt kriegt und Lust auf mehr. Als allerdings am Ende des Films ein dicker Freund tot, ein anderer schwerverletzt und die Familie seiner Schwester dadurch zerstört ist, da schwenkt der Yankee immer noch nicht um. Im Gegenteil: Zuhause in USA tritt er dem Grund für seinen Rauswurf aus Harvard in Form eines reichen Snobs erstmal in den Arsch und trällert danach das Hooligan-Lied. Die Botschaft: Gewalt ist ok, solange man der Gute ist.
Bei einem amerikanischen Film könnte man das jetzt sogar politisch interpretieren, aber das lasse ich mal...
Überhaupt die Gewalt: Man sieht die "Helden" zwar alle paar Minuten bluten, aber das ist gleich vergessen. Üblere Verletzungen, die vielleicht auch mal einen Krankenhausaufenthalt nötig machen, gibt es nicht. Und das sicher nicht nur, weil sich der Film auf die beiden Hauptdarsteller konzentriert. Solche Folgen werden mit keinem Wort erwähnt.
Ich bin sicher keiner, der bei jedem Film eine klare moralische Botschaft erwartet, aber hier wird das Hooligantum als Spass unter Männern, eine europäische Fight Club Version dargestellt, wo noch Ehre und Kameradschaft herrschen. Und dass kommt in den anderen Hooligan-Filmen eben ganz anders rüber. Dort zeigt man nämlich auch die grossen Schattenseiten dieser Untergrundbewegung.
Hier wird typisch amerikanisch unterteilt in die guten Hools, die aufhören wenn jemand am Boden ist oder einer Dame in der U-Bahn den Platz anbieten, und die bösen Hools, denen sowas egal ist. Als nach dem Schlusskampf einer tot am Boden liegt, da gucken dann alle ganz betreten, als wäre sowas unmöglich bei einer kleinen Auseinandersetzung mit diversen Schlagwaffen.
Der Schluss ist sowieso totaler Blödsinn, als die Hools sich an einem geheimen Ort prügeln und auf einmal die Schwester des Yankee's vorbeigefahren kommt.
Für meine Begriffe hat man es hier auf jeden Fall gewaltig übertrieben. Es kommt mir auch so vor, als wäre der Film für den amerikanischen Markt gemacht, wo die Zuschauer Hooligans nur vom Hörensagen kennen. Hierzulande kann ich auf jeden Fall nur zu dem sehr guten The Football Factory raten.
Darstellerisch fand ich Elijah Wood wie gesagt eine Fehlbesetzung und wenig überzeugend. Charlie Hunnam als Anführer der GSE war ok, hätte aber auch durch diverse andere britische Darsteller ersetzt werden können.
Weiters fand ich die Musikauswahl bescheiden. Die wenigen Nummern, die gespielt werden passen überhaupt nicht zum Gezeigten. Am Übelsten ist der "Feengesang" zum Schluss, wohlbekannt aus diversen Historienfilmen. Und dann eine Ballade zur Schlussprügelei... nein da wäre viel mehr dringewesen. Gibt es doch so herrliche, britische Mucke, die zu Schlägereien passt... auch hier verweise ich auf The Football Factory.
Ich muss mich aufgrund der zweifelhaften Moral des Films ehrlich über die Freigabe ab 16 wundern, da wurden früher ganz andere Entscheidungen getroffen.
Fazit: Ein solide inszenierter Film, der mir allerdings aus oben genannten Gründen sauer aufstösst. Deswegen nur 4 Punkte.
Wenn ihr euch an einer simpel konstruierten Geschichte, die in einem moralisch sehr fragwürdigen Schluss endet, nicht stört, dann könnte euch der Film besser gefallen.
Screenshots: Matt (Elijah Wood) hat nach dem ersten Kampf Blut geleckt.

Gemeinsam stürmen die GSE auf den Feind zu...

...mit dem sie sich zum gemeinsamen "Sportfest" verabredet haben.

Immer mitten in die Fresse rein...

angeschaut am: 26.10.2005
Normale Wertung: 4 von 10 Punkten
27 Oktober 2005
The Necro Files - USA 1998
OFDB-LinkGenre: Splatter-Trash
Laufzeit: ca. 71 Min.
Alterseinstufung: SPIO/JK (FSK 18)
Bemerkung: englische Originalfassung, Uncut
Inhalt:
Durch ein Satansritual auf einem Friedhof wird ein Verstorbener wahnsinniger Vergewaltiger und Frauenmörder zu neuem Leben erweckt. Als Zombie mit einem überdimensionalem Penis begibt er sich von nun an auf einen perversen Vergewaltigungsmarathon. Doch auch er hat einen Verfolger: Ein ebenfalls wiedererwecktes Zombie-Baby als Frucht einer seiner vielen Vergewaltigungen.
Kritik:
Dieser Amateur-Splatterfilm ist so richtig abgedreht. Wie man der Inhaltsbeschreibung entnehmen kann setzt er auf wirklich sehr ausgefallene Elemente, die so übertrieben sind, dass man aus dem Schmunzeln nicht mehr rauskommt. Das Amateurhafte ist dabei sehr unterhaltsam. Wenn die "Schauspieler" z.B. wiederholt mit einem Plastikbaby kämpfen müssen, dann kommt einfach Freude auf.
Die Splattereffekte sind für einen Amateurfilm wirklich gut geworden.
In Anerkennung dessen gibt es zwei Punkte, allerdings sollte man sich den Film im Rahmen einer Party mit guten Freunden und Bier ansehen.
Screenshots: "Gwar" opfern ein Baby um den Vergewaltiger zu erwecken.

Kaum wieder da, frisst er schon einen der Beschwörer.

Das fliegende, untote Baby (erinnert mich übrigens sehr an Ally McBeal) attakiert von nun an diverse Leute.

Der Zombie-Vergewaltiger hat ein Oper in der Mangel...

Zum Schluss wird nochmal ordentlich gesplattert.

Oleg the Bum meint: "2 Punkte, für den Spassfaktor und gute Makeup-Effekte bei geringem Budget."
Noch mehr Screenshots gibt es hier.
angeschaut am: 16.10.2005
Normale Wertung: 2 von 10 Punkten
Promille-Wertung: 5 von 10 Punkten
Labels: 1990er
26 Oktober 2005
Legion of the Dead - BRD 2000
OFDB-LinkGenre: Horror
Laufzeit: ca. 88 Min.
Alterseinstufung: FSK 18
Bemerkung: englische Originalfassung, Uncut
Inhalt:
Jeff und William trampen durch die USA. In einer abgelegenen Kleinstadt verliebt sich William in Imbiss-Kellnerin Gina. Was William nicht weiss: Gina ist ein guter Geist - ein positiver, menschenfreundlicher Dämon. Derweil treibt in der gleichen Gegend die Legion ihr Unwesen: Ein Trupp untoter Toter, negativer, böser Dämonen. Sie werben zum einen neuen Mitglieder an, was in der Regel durch Erschießen oder Erstechen der Bevölkerung geschieht, zum anderen sind sie auf der Suche nach Gina (siehe Screenshot rechts unten), um das Gute endgültig auf dieser Erde auszurotten. In Ginas Frittenbude kommt es zum Show-Down.
Kritik:
Der deutsche Regisseur Olaf Ittenbach, der mir mit dem Splatter-Meisterwerk Premutos von 1997 das erstemal aufgefallen ist, ist inzwischen in Amerika und bei höherer Professionalität angelangt, wenn es ums Filmedrehen geht. Professionelle Schauspieler und gute Kameraarbeit gibt es zu sehen.
Die Splattereffekte sind leider zurückgegangen im Vergleich zu früher, dafür nimmt die Story jetzt mehr Raum ein. Das ist auch das grosse Problem dieses Films, denn wir (Kollege Oleg und ich) haben die Handlung leider nicht wirklich verstanden. Meine Vermutung ist dass die eher simple Story unnötig verkompliziert wurde um sie komplexer erscheinen zu lassen. Oder Ittenbach wollte einfach mehrere Ideen unterbringen, hat aber leider vergessen sie zu verbinden.Sei's drum, uns blieb nach dem Ansehen die Ratlosigkeit. Leider ist der Humor auch nicht besonders ausgeprägt, bis auf ein oder zwei Lacher, was sich aber sicher mittels Alkoholkonsum noch steigern liesse. Die beiden Rekrutierer der "Legion", die wohl hauptsächlich als Humorfaktor gedacht sind, da sie sich ständig selbst verletzen und miteinander streiten, nerven dabei mehr als sie witzig sind.
Die Effekte sind gut geraten, bis auf eine billige CGI-Vision, als einer der Helden einer Dämonin unter den Rock guckt.
Fazit: Ein ordentlicher Partyfilm, der für eine nüchterne Betrachtung einfach zu wenig Sinn macht und bei dem zu wenig gesplattert wird.
Screenshots: Anfangs gibt es die Nachwirkungen eines biblischen Gemetzels zu sehen.

Das Teil ist die einzige Waffe, die die Dämonen töten kann. Der Typ ist übrigens der Ober-Bösewicht, ich glaub er soll sogar Satan sein, bin mir da aber nicht sicher...

Die beiden arbeiten für ihn. Sie sind Untote, die andere Leute umbringen um sie der "Legion" einzuverleiben. Nebenbei schiessen sie sich schon mal gegenseitig ins Bein.

Der erwähnte (grottenschlechte) CGI-Effekt.

Man beachte den abgetrennten Kopf auf dem Tisch.

Gina hat wohl auch nicht so recht verstanden, worum es eigentlich geht.

Unsere beiden "Helden"...

Oleg the Bum meint: "2 Punkte für die guten Effekte."
angeschaut am: 16.10.2005
Normale Wertung: 2 von 10 Punkten
Promille-Wertung: 5 von 10 Punkten
Labels: Deutschland
25 Oktober 2005
Flightplan - USA 2005
OFDB-LinkGenre(s): Thriller
Laufzeit: ca. 98 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
Kurz nach dem tragischen Tod ihres Ehemannes bemerkt die erfolgreiche Karrierefrau und Mutter Kyle Pratt (Jodie Foster) mitten auf dem Flug von Berlin nach New York zu ihrem großen Entsetzen das spurlose Verschwinden ihrer sechsjährigen Tochter Julia (Marlene Lawston). Fast noch mehr aber beunruhigt sie, das niemand von der Crew bis zum Sitznachbarn etwas von einem Kind in ihrer Begleitung bemerkt haben will ...
Kritik:
Flightplan ist wieder mal so ein Film, über den man am besten gar nichts weiss, wenn man ihn anschaut. Sonst wirken die "Überraschungen" weniger. Deswegen solltet ihr lieber nicht weiterlesen, wenn ihr ihn noch sehen wollt.
Ähnlich wie neulich bei Red Eye setzt der Film auf die Stress-Situation im Flugzeug. Hier wird sie allerdings umgedreht. Kann man normalerweise nirgendwohin entfliehen, so verschwindet Jodie's Tochter hier spurlos. Daraufhin wird Jodie sehr hysterisch und versucht alle zu überzeugen, dass ihre Tochter wirklich existiert, und nicht ihrer Einbildung entsprungen ist.
Die Rolle als nervender Passagier bzw. besorgte Mutter kriegt sie wirklich prima hin, so gut dass sie mich beim Ansehen genervt hat.
Problematisch ist, dass wir eine ähnliche Situation schon bei The Forgotten gesehen haben. Deswegen befürchtete ich schon ziemlich früh, dass Jodie natürlich Recht hat mit ihren abstrusen Theorien. Und so kommt es dann auch - sie ist Teil eines Komplotts. Doch als sie dahinterkommt durchkreuzt sie in Action-Manier die Pläne der Bösewichte.
Das Finale passte meiner Meinung nach deswegen auch nicht so wirklich zum vorhergehenden Teil. Jodie's Wandlung von der Hysterikerin zur toughen Heldin kann ich nur mit dem Motto "Mutter kämpft wie eine Löwin um ihre Tochter" nachvollziehen.
Kurzum, wieder mal ein Film mit einem extrem konstruierten Plot, der diverse Logiklöcher hat. Zum Beispiel kann man vom Dach des Bordklos zum Elektronik-Raum klettern und dort mal eben diverse Kabel umstecken.
Nichtsdestotrotz gut gespielt und gar nicht mal so unspannend. Deswegen auch durchschnittliche 5 Punkte.
Screenshots: Jodie Foster als Mutter wird von der Crew argwöhnisch beäugt...

...während sie nicht nur sich, sondern das ganze Flugzeug, in Panik versetzt.

angeschaut am: 23.10.2005
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten
23 Oktober 2005
Die City Cobra - USA 1986
OFDB-LinkGenre(s): Action
Laufzeit: ca. 83 Min.
Alterseinstufung: FSK 18
Bemerkung: ungekürzte Fassung aus der Schweiz
Inhalt:
Marion Cobretti, genannt "Cobra", ist als Bulle in Los Angeles für seine harte Gangart bekannt und wenig geschätzt. Man übergibt ihm den Fall des "Schlitzers", der es vor allem auf Frauen abgesehen hat. Cobra macht eine Zeugin ausfindig, das Model Ingrid, und bereitet sich mit deren Hilfe darauf vor, bei Schlitzers nächstem Angriff zuzuschlagen.
Kritik:
Wieder ein sagenumwobener Film aus den 80ern, den es in Deutschland nicht ungeschnitten auf DVD gibt. Hier bespreche ich die ungekürzte Version aus der Schweiz.
Der Film selber ist weniger spektakulär, sondern sehr einfach gestrickt. Stallone spielt den extrem coolen Bullen, für den Vorschriften und Gesetze nur Behinderung bei seinem täglichen Umgang mit dem Verbrecherabschaum sind. Aus heutiger Sicht ist seine Darstellung so übertrieben (allein schon das ständige Streichholz im Mund), dass man sich das Schmunzeln nicht verkneifen kann. Die Dialoge zwischen ihm und den Gangstern strotzen vor Lächerlichkeit (vor allem beim Finale) - Stallone zeichnet auch für das Drehbuch mitverantwortlich.
Schon bald gerät Brigitte Nielsen (siehe Screenshot rechts) als Model Ingrid in das Visier des "Schlitzers", der, wie Cobretti natürlich richtig vermutet, nicht nur ein Mann, sondern eine ganze Bande ist. Was diese Bande motiviert erfährt man nur ganz kurz, nämlich die "Ausrottung der Schwachen". Zu diesem Zweck treffen sich die Mitglieder dieses "Kults" und zelebrieren sich durch das Hochhalten und Aneinanderschlagen von Äxten.Cobretti kämpft natürlich auch mit seinen Vorgesetzten, denen seine brutale Vorgehensweise nicht passt. Aber dieses "Böser Chef"-Problem haben wohl 99% aller Film-Cops.
Infolgedessen muss sich Cobretti auch alleine mit Dutzenden Gegnern herumschlagen, die einzige Unterstützung die er kriegt, stellt sich als "Doppelagentin" heraus.
Actionmässig gibt es Verfolgungsjagden mit seinem getunten Auto (was damals sicher sehr spektakulär war) und diverse Shootouts, die mich teilweise an Mad Max erinnert haben, wenn Dutzende auf Motorrädern und Jeeps daherkommen und abgeschossen werden. Die dabei gezeigte Gewalt fand ich nicht wirklich besonders krass - am ehesten noch das Ausmass an Tötungen. Aber nichts, was man jetzt schneiden müsste. Aber da ist wohl in den 80ern noch anders verfahren worden. Heutzutage sieht man in FSK 16 Filmen ähnliche Mengen an Gewalt.
Erwähnenswert eigentlich nur noch Cobrettis Bewaffnung, der für einen Zivil-Polizisten eine erstaunliche Menge an Granaten und eine Maschinenpistole mit Laservisier hat.
Fazit: Ein mit 80 Minuten kurzer, hirnloser Film aus den 80ern, als die Helden noch über-cool sein durften. Ideales Partyfutter.
Screenshots: Cooler als Cobretti gehts kaum noch...

Brigitte Nielsen als Model Ingrid, bei einem Fotoshooting.

Cobretti nimmt mit seinem getunten Auto eine kleine Abkürzung.

Der Anführer der Schlitzer wird zum Schluss am Haken aufgehängt und verbrannt. Das ist in Deutschland gekürzt worden.

angeschaut am: 16.10.2005
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten
Promille-Wertung: 8 von 10 Punkten
19 Oktober 2005
Samurai Resurrection - JAP 2003
OFDB-LinkGenre(s): Action / Fantasy
Laufzeit: ca. 106 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
In Japan ist gerade Frieden eingekehrt, da taucht der geheimnisvolle Amakusa Shiro (Yôsuke Kubozuka) auf. Er ist ein Meisterkämpfer und berüchtigter Zauberkrieger, der Jahre zuvor getötet wurde. Er verfügt über gewaltige Kräfte, und zusammen mit mehreren verstorbenen und von ihm wiedererweckten Samurai will er nun den Shogun stürzen und eine Herrschaft des Schreckens errichten. Nun ist es an Yagyu Jubei (Koichi Sato) dies zu verhindern. Er ist der berühmteste Samurai des Landes. Doch wird es ihm gelingen, allein gegen die Mächte der Finsternis anzukommen?
Kritik:
Was herauskommt, wenn ein aufrechter Samurai sich satanistischen Dämonen stellen muss, kann man in diesem Film erfahren. Dabei sollte man die Handlung aber eher weniger beachten, denn die ist stellenweise etwas verwirrend (ob der japanischen Namen und Gesichter) und andererseits auch sicher kein Meisterwerk.
Was geboten wird ist sehr schöne Schwertkampf-Action, ohne "Herumgefliege". Jubei und seine Truppe müssen sich immer wieder den Reikarnationen berühmter Kämpfer stellen, die als Dämonen auf der Erde wandeln. Das alles ist wirklich gut gefilmt, mit schönen Landschaften, authentischen Kostümen und viel Aufwand.
Nicht nur bei den Kämpfen, sondern auch bei dämonischen Ereignissen geht es für FSK 16 dabei sehr hart zur Sache. Da werden auch mal Gliedmassen abgetrennt. Die Kämpfe sind stilvoll gemacht und sehr unterhaltsam. Vor allem die Idee, dass die legendären Kämpfer durch die Opferung eines Mädchens wieder auf die Erde geholt werden, wobei die Kämpfer in dem Mädchenkörper wachsen und diesen dann aufsprengen, fand ich sehr einfallsreich und gut gemacht.
Auch die CGI-Effekte bei den Dämonen sind sehr gut gelungen.
Alles in allem super Unterhaltung für alle Fans von Samuraifilmen, die auch dem Fantasygenre nicht abgeneigt sein sollten. Wegen einiger Längen in den 106 Minuten gibt es in der Erstwertung 7 Punkte - das könnte sich beim zweiten Ansehen aber noch steigern.
Screenshots: Was man da (leider unscharf) wegfliegen sieht ist ein Kopf.

Für die Geburt der Dämonen braucht man junge Mädchen...

Weibliche Schwertkämpferinnen sind in Samurai-Filmen sonst eher selten, hier sind einige dabei.

Jubei muss sich langsam bis zum Oberbösewicht vorkämpfen.

"Pieks mich ruhig, ich bin ein Dämon!"

angeschaut am: 12.10.2005
Normale Wertung: 7 von 10 Punkten
17 Oktober 2005
Herbie Fully Loaded - USA 2005
OFDB-LinkGenre(s): Komödie / Action
Laufzeit: ca. 102 Min.
Alterseinstufung: FSK 0
Inhalt:
Die junge Maggie gehört bereits zur dritten Generation der Rennfamilie Peyton, doch ihr übervorsichtiger Vater hätte es lieber, wenn sie einen Job beim Fernsehkanal ESPN anfängt. Dann aber muss Ray ein Versprechen einlösen und Maggie darf sich ein Auto aussuchen. Dabei verliebt sie sich ausgerechnet in einen Käfer aus den sechziger Jahren, der zwar mit wenig Pferdestärken, dafür umso mehr Persönlichkeit aufwartet. Bald sind Maggie und Herbie unzertrennlich - und auf dem besten Weg, die (Motor-)Welt zum Staunen zu bringen.
Kritik:
Im Zuge der Fortsetzungen bzw. Remakes von 70er Jahre Erfolgsfilmen hat man auch den guten alten Herbie wieder ausgekramt. Zusammen mit Shooting-Star Lindsay Lohan (siehe Screenshot unten) steht Herbie diesmal vor der Kamera. Obwohl sich der Film sicher an eine jüngere Zielgruppe richtet, die eventuell die alten Herbie-Filme nicht mal kennen, habe ich mir den Film angesehen.
Allerdings fand ich ihn eher enttäuschend.Zuerst einmal stellte sich für mich keine besondere Beziehung zwischen Herbie und Fahrerin Maggie her. Erst zum Schluss des Films wird daran etwas gearbeitet, aber viel rauskommen tut dabei nicht. Dann wirkte Lohan auf mich relativ lustlos in ihrer Rolle. Was wahrscheinlich damit zusammenhängt, dass während der Dreharbeiten bereits ein regelrechter Superstar-Hype um ihre Person begann.
Ausserdem konnte man lesen, dass die Dreharbeiten teilweise unterbrochen werden mussten, weil sie nicht am Set erschien. Angeblich wegen zu vieler Parties. Da scheint wohl jemand der Ruhm zu schnell zu Kopf zu steigen...
Sei's drum... es fehlt auf jeden Fall ein authentisches Feeling, wie in den alten Filmen, als Fahrer und Auto eine Einheit bildeten. Herbie's Spässe beschränken sich auf Öl spritzen oder Motorhauben aufklappen. Da hatte der alte Herbie auch mehr drauf.
Der Plot ist ziemlich blödsinnig und vorhersehbar, was bei einem, primär auf Kinder ausgelegten Film, auch irgendwo normal ist. Die Emanzipations-Aussage mit Lohan als erster Siegerin eines Nascar-Rennens fand ich ebenfalls ziemlich schwach, da ja die eigentliche Arbeit allein von Herbie vollbracht wird.Schauspielerisch gut ist Matt Dillon als fieser Nascar-Fahrer, der Lohan total an die Wand spielt. Ausserdem in Nebenrollen Jimmi Simpson und Jill Ritchie (siehe Screenshot rechts), die bereits bereits bei Spy Girls (Review folgt bald) mit Regisseurin Angela Robinson erfolgreich zusammengearbeitet haben.
Gut gelungen ist die Auswahl des Soundtracks - allerdings auch keine einzigartige Leistung, da man auf altbekannte Stimmungshits von den Beach Boys, "Born to be wild" oder "Jump" von Van Halen setzt.
Die CGI-Effekte bei Herbies Aktionen sind allesamt sehr, sehr billig gemacht und ziemlich beschämend für ein grosses Studio wie Disney. Vor allem wenn man folgendes liest:
Eine teure Überarbeitung muss nun der neue “Herbie”-Film von Disney erfahren. Denn die Brüste der Hauptdarstellerin Lindsay Lohan war einigen Eltern bei der Testvorführung zu groß und definitiv zu sexy für einen Kinderfilm. Daraufhin wurden weite Teile des Films bearbeitet und Lindsay um zwei Körbchengrößen erleichtert. Außerdem wurde der Ausschnitt ihres T-Shirts nach oben verschoben. Die heutigen Möglichkeiten der digitalen Technik können eben auch negative Folgen haben. (Quelle: cinefacts)
So wird mein Blick als Zuschauer immer wieder auf Lohans Brüste gelenkt, und ob sich dort etwas in der Grösse verändert. Aufgefallen ist mir nichts, also wurden die Effekte dort professioneller gemacht.
Aber peinlich ist es schon, dass einem das als Einziges von diesem Film in Erinnerung bleibt.
Das Zusammenspiel aller Charaktere bleibt steril und unglaubwürdig - aus der möglichen Romanze zwischen Lohan und ihrem Mechaniker wird auch nichts gemacht.
Fazit: Unterer Durchschnitt, der hinter den alten Herbie-Filmen zurückbleibt. Eine Fortsetzung, die es nicht gebraucht hätte und der man anmerkt, dass die Beteiligten wenig Interesse daran hatten.
Screenshots: Matt Dillon als fieser Nascar-Profi Trip Murphy, mit eigenem Parfum...

Zwischen Maggie und ihrem Mechaniker deutet sich eine Romanze an.

Jimmi Simpson (links) als Manager von Trip Murphy.

angeschaut am: 16.10.2005
Normale Wertung: 3 von 10 Punkten
16 Oktober 2005
Into the Blue - USA 2005
OFDB-LinkGenre(s): Abenteuer / Action
Laufzeit: ca. 110 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
Beim Tauchurlaub auf den Bahamas entdecken vier junge Amerikaner durch Zufall das Wrack eines vor Jahrhunderten gesunkenen Goldschiffs und, in direkter Nachbarschaft dazu, das abgestürzte Kurierflugzeug einer Dealerbande, komplett mit versiegelten Koka-Päckchen. Während die eine Hälfte des Quartetts vorsichtig nach einem Weg sucht, etwas Gold für den Lebensabend zu bergen, nimmt die andere Kontakt zu Gangstern auf.
Kritik:
Nach Blue Crush beschäftigt sich der Regisseur John Stockwell erneut mit der Thematik "Schöne Menschen im Meer" darzustellen. Mit Jessica Alba hat er dabei einen der heissesten jungen Hollywoodstars dabei. Ihren Traumkörper braucht er auch dringend um den Zuschauer von der schwachen Handlung abzulenken und fast zwei Stunden zu fesseln.
Während Alba die Nette spielt, gibt es auch einen biestigen Gegenpart, verkörpert durch Ashley Scott (siehe Screenshot rechts), die schon The Rock in Walking Tall erfolgreich den Kopf verdrehte.Um es vorwegzunehmen: Die beiden Mädels haben für mich den Film gerettet. Es macht einfach Spass ihren Traumkörpern im Wasser und an Land zuzusehen. Der Regisseur kostet das auch reichlich aus. Auch für die weiblichen Zuschauer ist mit Paul Walker was geboten.
Grobe Handlung: Gute, aber arme Leute, versuchen das grosse Geld zu machen, geraten dabei an Gangster und handeln sich viel Ärger ein. Das haben wir schon in vielen Filmen gesehen. Insofern sind auch die Charaktere einfach und nach Klischees gestrickt.
Obwohl mit wenig Action versehen hat mich die erste Hälfte mehr gefesselt als die zweite, wo es dann auch mal kracht. Dort kommt die übliche Verfolgungsjagd und ein Finish, bei dem Jessica Alba gerettet werden muss.
Actiontechnisch geht es wegen FSK 12 eher mässig zur Sache, d.h. man sieht nie besonders detailreiche Gewaltdarstellungen. Sex ist demzufolge leider auch nicht zu sehen.
Spannung wollte sich bei mir nicht wirklich einstellen, da es den ganzen Film über zu offensichtlich war, dass die beiden Guten überleben werden.
Kurzum ein Film, der sicher Pflicht für Jessica Alba Fans ist (zwei der vier Punkte vergebe ich nur für ihren Part), den andere sich an einem verregneten Nachmittag anschauen können, der einem aber nicht im Gedächtnis bleiben wird.
Blue Crush, der auch nichts besonderes ist, gefiel mir da von der Handlung noch besser.
Screenshots: Jessica Alba ist klar DER Blickpunkt des Films

Die vier Schatzsucher auf ihrem Boot

angeschaut am: 15.10.2005
Normale Wertung: 4 von 10 Punkten
14 Oktober 2005
Kaal - IND 2005
OFDB-LinkGenre(s): Abenteuer / Horror
Laufzeit: ca. 121 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt (offiziell):
In einem indischen Naturschutzgebiet kommt es innerhalb weniger Wochen wiederholt zu Attacken von Tigern auf Menschen. Biologe Krish und seine schöne Freundin Riya wollen allen Warnungen zum Trotz dem ungewöhnlichen Phänomen auf den Grund gehen, und auch eine Gruppe abenteuerlustiger Teenager, die nichts von den Vorfällen gehört hat, befindet sich auf dem Weg ins Herz des Nationalparks. Als beide Gruppen aufeinander treffen und Ärger mit den Tigern bekommen, kann nur der geheimnisvolle Oberförster Kali helfen.
Inhaltsangabe und Kritik:
Hiermit wende ich mich zum ersten Mal dem indischen Kino, was man gemeinhin als Bollywood bezeichnet (das B steht dabei für Bombay). Bollywood verfügt über einen Filmaustoss, der locker den von Hollywood in den Schatten stellt. Mittlerweile gelangen einige Filme auch zu uns nach Deutschland. Also scheue ich nicht zurück und stelle mich dieser neuen Herausforderung.
Kaal habe ich mir zum Start ausgesucht, da der Film aus dem Genres Abenteuer/Horror stammen soll, also einem Bereich der mir schon liegt. Hier also meine Zusammenfassung des Films, damit ihr euch 2 Stunden eures Lebens sparen könnt:
Zu den Anfangscredits gibt es erst mal eine Tanznummer, was ich zwar einerseits recht ungewöhnlich finde, doch der Musikclip sieht gut aus und geht ins Ohr.

Danach startet der eigentliche Film und wir sehen zwei Leute, die nachts im Dschungel einem Tiger auf die Pelle rücken. Sie gehen immer näher ran, bis sie von dem Tier gefressen werden. Sehr intelligent. Zwei Monate später sehen wir die beiden Gruppen, die sich in den Dschungel begeben. Zum einen die Teenager, die ihren neuen Geländewagen ausprobieren wollen, zum anderen der Journalist/Biologe Krish und seine Frau. Diesen sieht man das erstemal, als er durch den Dschungel rennt (halbnackt um seinen Body zu präsentieren), wie er sich dann auf eine ahnungslose Riesenschlange wirft und sich mit ihr einwickelt. Hier kamen mir bereits erste Ängste, auf was ich mich da eingelassen hatte. Seine Frau kommt dazu und wirkt auch etwas ratlos, ob der Schlangenaktion. Dann klingelt das Telefon und er bekommt den Auftrag zu einer neuen Reportage.
Die Teenager rasen derweil mit dem neuen Auto über schlechte Strassen und erzählen haufenweise Bullshit. Es kommt wie es kommen muss und das Auto hat ne Panne. Doch glücklicherweise kommt ein zwielichtiger Typ vorbei und offeriert eine Mitfahrgelegenheit. Seinem Angebot einer illegalen Naturschutz-Dschungel-Rundfahrt können sie nicht lange widerstehen und so geht es auf. Kurze Zeit später treffen sie Krish, dessen Jeep auch eine Panne hatte und so vereinen sich die Gruppen. Mittlerweile dürfte ca. eine halbe Stunde vergangen sein, ohne dass nennenswertes passiert ist. Es wird immer wieder die Furcht vor Tigern geschürt, die im Herzen des Dschungels auch Menschen fressen sollen.
Ich kürze mal ein wenig ab an dieser Stelle. Es wird ein Fahrer gefressen, ebenso ein Scout und einer der Teenager verliert seinen Kopf. Sehen tut man dabei fast nichts (ist ja FSK 12).Nach 60 Minuten ist die Gruppe auf einem einsamen Dschungelweg unterwegs, als der Wagen steckenbleibt und sie schieben müssen. Prompt tauchen einige Tiger auf, die jedoch von einem mysteriösen Typ mit riesigen Wanderstock vertrieben werden.
Ich kürze weiter ab bis zu der Stelle als der Typ ihnen seine Dienste anbietet um den Dschungel, der ihnen mittlerweile zu gefährlich ist, zu verlassen.
Er erzählt ihnen eine Geistergeschichte von einem bösen Führer, der arglose Touristen zum Spass ins Unheil führte, bis er von den Anwohnern erschlagen wurde. Angeblich spukt sein Geist noch heute herum und führt Touristen in den Tod. Spätestens hier ist wohl jedem halbwegs intelligenten Zuschauer klar, dass der Typ genau dieser böse Geist ist, von dem er erzählt. Die Gruppe jedoch folgt weiter seinem Rat.
Und so wollen sie eine morsche Brücke überqueren, die über einen reissenden Fluss mit hungrigen Krodkodilen führt. Zu diesem Zweck quetschen sich alle 6 Personen auf den Jeep und fahren rüber. Auf die Idee, dass man das Gewicht vielleicht verteilt und man erst zu Fuss rübergeht kommen sie nicht. Es kommt natürlich dazu, dass die Brücke nachgibt. Alle springen aus dem Wagen und gehen weiter, bis auf den Fahrer, der einen Panikanfall kriegt. Nachdem er ein paarmal geschriehen hat, dass er nicht rauskommt fängt das Auto an zu brennen. Auf einmal geht es doch, er springt auf und will fliehen. Doch zu spät - er wird von der Explosion in den Fluss geschleudert. Seine Freunde fangen das Heulen an, weil er ja jetzt tot sein muss, doch er steht auf einmal auf und hat kaum was. Dann explodiert der Jeep und in einer physikalisch unmöglichen Bewegung fliegt ein mit schlechtester CGI animiertes Fahrzeugteil auf ihn und enthauptet den Typ. Wiederum recht zurückhaltend gefilmt wegen FSK 12.
Fertig von seinem Tod machen sich die Leute auf zu einer Hütte, wo Krish's Frau sich nachts im Seil des Wassereimers vom Brunnen verheddert und in den Brunnen gezogen wird. Von einem kleinen Eimer voll Wasser! Herr, schmeiss Logik vom Himmel! Danach geht einem der Teenies ein Licht auf und er sieht sich die Digicam-Aufnahmen des Fahrers an, worauf man erkennt, dass der mysteröse Führer nicht zu sehen ist, nur zu hören. Hui, ein Geist!
Daraufhin schicken sie den Geist in den Dschungel zum Holz holen und nutzen seine Abwesenheit zu Flucht. Er lässt noch ein paar Bäume auf sie fallen und eine Hütte explodieren bis sie letztlich auf der nächsten Strasse von Parkrangern aufgelesen werden. Die Schlußszene gehört dann wieder dem Geist, der sich der nächsten Teenie-Gruppe zuwendet. ENDE.Für diese ausufernde Handlung braucht der Film zwei Stunden. Die meiste Zeit wird dabei rumgefahren und sinnlos gelabert. Als Zuschauer wünscht man sich eine Bollywood-typische Tanznummer mittendrin, um die Langeweile aufzulockern. Man kann sich teilweise zwar über die absolute Dummheit der Akteure freuen, gegen die die typischen Horror-Teenager so vernünftig wie Nobelpreisträger agieren. Da wird z.B. von allen vor den bösen Tigern gewarnt, die jeden fressen, der das Auto verlässt. Im nächsten Moment steigt einer aus, um sich im Dschungel zu erleichtern! Letztendlich bleibt eine dermassen dünne Handlung, die total unspannend ist, dass man eigentlich verzeifelt. Und ein riesiges Logikloch, bei der Überführung des Geistes mit der Kamera. Schliesslich hat vorher jemand den Geist gefilmt, ohne dass es auffiel, dass dieser nicht zu sehen ist.
Auch wenn es Bollywood-mässig hauptsächlich darum geht schöne Menschen zu präsentieren erwarte ich mir schon ein wenig mehr von einem Film. Schauspielerisch bewegen sich alle auf dem Niveau von Soap-Darstellern, d.h. manchmal gut, und manchmal furchtbar - aber immer schön anzuschauen. Auch nach Strapazen immer gut geschminkt.
Das grosse Problem ist, dass alle relativ unsympathisch sind, deshalb will man sich als Zuschauer nicht mit ihnen identifizieren und ihr Schicksal lässt einen völlig kalt.
Atmospäre versucht der Film durch diverse Tieraufnahmen aufzubauen, ausserdem durch teilweise Schockmusik, die aber sämtlichst völlig unpassend ist. Ausserdem dürfen alle Männer mal ganz düster gucken, so als würden sie was im Schilde führen. Im Dschungel wird immer dasselbe Soundtrack Lied mit Beschwörungssound abgespielt. Und es gibt einige Kameraeinstellungen, wo das Seitenverhältnis verzerrt wurde. Das soll wohl eine Geisterperspektive darstellen, ist aber nur total bescheuert und lässt die Schauspieler fett aussehen.
Die deutsche Synchronisation ist gut, was angesichts dieses Blödsinns positiv erstaunt.
Die gezeigten Schauspieler sind allesamt sehr attraktiv, hier kriegen sowohl männliche wie weibliche Zuschauer genug zum hingucken.
Wer sichs nicht anschaut, der stelle sich einen Videoclip vor, der zwei Stunden dauert. Man versucht über versch. Kamera-Einstellungen Stimmung zu erzeugen, aber nach einiger Zeit wiederholt sich alles. Technisch wirkt dabei alles ziemlich professionell und das Bild ist auch gut.
Alles in allem kann ich trotz viel Wohlwollens nicht mehr als einen Punkt vergeben. Den gibts für die Tanznummer am Anfang, die nichts mit dem Film zu tun hat, die attraktiven Babes und die Trashigkeit des Drehbuchs. Abschliessend kann ich nur sagen, dass viele vor dem japanisch/koreanischen Kino zurückschrecken - lasst euch gesagt sein, dass das noch Welten über diesem Kino liegt. Aber ich werde Bollywood natürlich noch weitere Chancen geben...
Screenshots: Das Beste ist die Tanzszene am Anfang.

Krish "vergewaltigt" eine arglose Riesenschlange.

Die beiden Gruppen treffen sich im Dschungel.

Splatterszene 1: Geier fressen aus einem mit Fleisch gefüllten Hemd (soll eine Leiche darstellen).

Dave und seine Freundin - im Hintergrund der Geisterführer Kali.

Dave und seine Freundin Lara Dutta (Miss Universe 2000 !) müssen den Tod ihres Kumpels mitansehen.

Krish's Frau macht ein Nickerchen neben einer Leiche...

...was zu Splatterszene 2 führt. Das Makeup ist gar nicht mal schlecht gemacht.

Eine Kritik von einem Bollywood-Experten findet ihr hier.
angeschaut am: 14.10.2005
Normale Wertung: 1 von 10 Punkten
13 Oktober 2005
Daredevil (Director's Cut) - USA 2003
OFDB-LinkGenre(s): Action / Fantasy
Laufzeit: ca. 128 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Als junger Mensch wurde Anwalt Matt Murdock (Ben Affleck) mit einer radioaktiven Substanz vergiftet und erblindete. Doch das Gift hinterließ Murdock auch einige erstaunliche Kräfte und stattete ihn obendrein mit einer Art Fledermaus-Radar aus, der ihn nun besser "sehen" lässt als so manchen gesunden Menschen. Solchermaßen gewappnet, kümmert sich der äußerlich unauffällige Jurist nach vollbrachtem Tagwerk als mysteriöser "Daredevil" um jene faulen Früchtchen, denen das Justizsystem auf legalem Wege nicht beikommt.
Kritik:
Und wieder eine Comicverfilmung aus dem Hause Marvel, diesmal mit einer sehr interessanten Hauptfigur. Denn Daredevil ist blind - er muss diesen Sinn also durch verbesserte andere Sinne ausgleichen. Wiederholt gibt uns der Regisseur einen Einblick, wie Daredevil seine Umbegung wahrnimmt, das ist anfangs noch verwirrend, aber später wirklich sehr atmosphärisch und glaubwürdig umgesetzt und unterscheidet diesen Film von den üblichen Superhelden-Geschichten. Denn Daredevil ist durch seine geschärften Sinne nicht nur überlegen, sondern hat zum Beispiel bei Lärm auch einen deutlichen Nachteil, was sich seine Gegner auch zunutze machen. Hierbei kommt besonders der 5.1 Sound sehr erfolgreich zum Einsatz, der ja bei vielen Filmen kaum genutzt wird.
Dies ist übrigens die Director's Cut Version, die ca. eine halbe Stunde länger als die Kinoversion läuft. Das wirkt sich wohltuend auf den Film und den Handlungsaufbau aus, der ruhig und gut nachvollziehbar erzählt wird. Es bleibt Zeit eine einigermassen glaubwürdige Liebesgeschichte zwischen Daredevil und Elektra aufzubauen. Ich bin kein Ben Affleck Fan, aber er spielt hier durchweg solide. Blickfang des Films ist natürlich Jennifer Garner als Elektra (siehe Screenshot rechts), deren weitere Geschichte ja auch vor kurzem im Kino lief.Jon Favreau als Daredevils Anwaltskollege übernimmt die Rolle des Sidekicks, der das ganze auflockern darf. Die Bösen werden von dem bärenhaften Michael Clarke Duncan und Colin Farrell als "Bullseye" gemimt. Letzterer ist ein wirklicher cooler Bösewicht, der gut zum Daredevil Universum passt. Brüllerszene ist hierbei der Flug nach Amerika, wobei er eine lästige Sitznachbarin elegant zum Schweigen bringt.
Wie immer bei Comicverfilmungen ist es natürlich sehr problematisch, dass man die zugrundeliegende Comicreihe nicht kennt. In unserem Falle war es etwas unglaubwürdig, wie Daredevil sich z.B. von Gebäuden stürzte. Dies wirkte für eine Figur, die keine körperlichen Superkräfte hat, übertrieben.
Der Soundtrack ist sehr rockig ausgefallen und wird geschickt eingesetzt.
Letzendlich gefällt mir der Director's Cut gut. Ein solide gemachter Film, der einen ungewöhnlichen, relativ tiefgründigen Helden zeigt und mit Elektra eine Topheldin vorstellt, deren eigener Film noch besser ist. Eine Comicverfilmung, wie ich sie mir vorstelle.
Screenshots: Daredevil wacht über sein Viertel "Hell's Kitchen"

Zuerst tragen Matthew und Elektra einen kleinen Kampf aus....

... bevor sie sich endlich näher kommen.

Bullseye, der fiese Bösewicht trifft (fast) immer.

Um das Kräftegleichgewicht herzustellen muss Daredevil auf Listen zurückgreifen.

angeschaut am: 13.10.2005 im KellerKino
Normale Wertung: 8 von 10 Punkten
11 Oktober 2005
Enter the Dragon - USA 1973
OFDB-LinkGenre(s): Eastern / Action
Laufzeit: ca. 98 Min.
Alterseinstufung: FSK 18
Bemerkung: englische Originalfassung, Special Edition Uncut
Inhalt:
Der Geheimdienstmann Braithwaite (Geoffrey Weeks) heuert den Shaolin-Schüler Lee (Bruce Lee) an, um die Festung von Han (Shih Kien) zu infiltrieren. Han ist von den Idealen der Shaolin abgefallen und hat auf seiner Privatinsel eine Kung-Fu-Schule eröffnet. Nebenbei handelt er mit Drogen und Mädchen. Lee soll ohne Waffen zur Insel reisen und dort am alle drei Jahre stattfindenden Martial-Arts-Turnier teilnehmen. Er willigt ein, auch, weil er mit Han eine persönliche Rechnung offen hat: sein Bodyguard Oharra (Robert Wall) hat Lees Schwester Su Lin (Angela Mao) getötet. In Hongkong trifft Lee auf zwei weitere Turnier-Teilnehmer, beide aus Amerika: Roper (John Saxon) und Williams (Jim Kelly). Lee freundet sich mit ihnen an, doch auf der Insel wird Williams bald von Han erledigt. Lee nimmt Kontakt mit der Undercover-Agentin Mei Ling (Betty Chung) auf und stösst in Hans geheime Unterwelt vor. Doch der Bösewicht ist ihm längst auf der Spur...
Kritik:
Mit Bruce Lee's letztem Film vor seinem Tod wende ich mich auch erstmals dem Martial-Arts Genre zu, obwohl es sich bei diesem Film mehr um eine Art asiatische James Bond Version handelt. Wer sich für das sehr interessante Leben von Bruce Lee interessiert, der sollte sich unbedingt den Film Dragon anschauen, dort erfährt man mehr, auch über die mysteriösen Umstände seines Todes. Trotz der wenigen Filme, die er vor seinem frühen Tod drehen konnte, gilt er bis heute als einer der bekanntesten Martial Arts Virtuosen überhaupt.
Enter the Dragon besticht vor allem durch sein wunderbares 70er Jahre Flair, was alleine schon sehenswert ist. Die Story ist, wie schon erwähnt, eine Art asiatische James Bond Geschichte, mit Lee als Undercover-Agent, der einem Drogenbaron das Handwerk legen soll. Dieser hat dann stilecht eine weisse Siamkatze im Arm und verfügt über eine künstliche Hand, an die später diverse Kampfaufsätze geschraubt werden können.
Das Karate-Turnier auf seiner Insel ist die ideale Tarnung um Lee einzuschmuggeln. Dieser kann dabei seine überragende Körperbeherrschung zeigen. Die Kämpfe selber sind nach heutigen Maßstäben zwar nicht mehr besonders krass, aber die Schnelligkeit, mit der Bruce Lee zuschlagen kann ist nach wie vor eine Klasse für sich. Die Kämpfe bleiben dabei durchweg realistisch hart, ohne Herumgefliege und andere Spässe.
Die Vorstellung der drei Helden ist sehr gut gelungen. Lee will seine Schwester rächen, die sich, angesichts einer drohenden Vergewaltigung durch den Leibwächter des Drogenbarons, selber das Leben nahm. Der weisse Amerikaner Roper ist ein Lebemann, der ständig pleite ist und sich auch schon mal auf dem Golfplatz mit seinen "Gläubigern" prügeln muss, während der schwarze Amerikaner Williams von der Polizei grundlos schikaniert und nach Widerstand gesucht wird.
Wenn sie nicht kämpfen müssen lassen es sich die Karate-Profis gut gehen, dazu gehören ausgelassene Parties und Zugriff auf den Mädchen-Service des Drogenbarons. Die beiden Amerikaner greifen hier gerne zu, der Schwarze nimmt es gar mit vier Mädchen gleichzeitig auf. Hervorheben möchte ich hier die Leiterin des "Harems" Ahna Capri (siehe Screenshot rechts oben), die sehr hübsch ist.Der Film selber ist relativ vorhersagbar, die Story standardgemäss. Aber durch die professionelle Produktion entsteht eine tolle Atmospäre, die einen den Film geniessen lässt. Die gezeigte Brutalität hält sich meines Erachtens in Grenzen, trotzdem ist der Film in Deutschland ab 18 freigegeben.
Auffallend ist der Mix an Hautfarben, der für einen Film aus den frühen 70ern sicher nicht unbedingt selbstverständlich ist, und wie die Akteure zusammenhalten. Der gegenseitige Respekt der Gegner beim Kampfsport spielt hier sicher eine Rolle.
Das Anschauen in der Originalversion bringt den Vorteil mit sich, dass man Bruce Lee's akzentgeprägtes Englisch geniessen kann, was sicher ein Grund ist, dass seine Sprechparts eher klein gehalten wurden.Wunderbar zum Film passt der Soundtrack, der alleine schon wert ist sich den Film anzusehen.
In der Nebenrolle als Lee's Schwester kann Angela Mao (siehe Screenshot links) überzeigen, eine der ersten weiblichen Martial Arts Filmgrössen und Legende des Hong Kong Kinos.
Enter the Dragon hat damals eine Welle an Martial Arts Filmen losgetreten und wäre sicherlich Bruce Lee's Ticket für eine grosse Filmkarriere gewesen, ähnlich zu Jackie Chan heute (der witzigerweise in diesem Film auch einen Auftritt hat), insofern ist es ein Pflichtfilm, der aber auch viel Spass beim Anschauen macht.
Promilletechnisch gibts einen kleinen Zuschlag, weil man dann die ausgefallene 70er Atmosphäre noch lustiger findet.
Screenshots: Lee nutzt das Turnier um sich für den Tod seiner Schwester zu rächen.

Roper (John Saxon) kriegt auf dem Golfplatz Besuch von Schuldeneintreibern.

Harems-Chefin Tania (Ahna Capri, links) und ein paar ihrer Mädels.
(Man beachte das Jimi Hendrix Poster im Hintergrund)

Han beaufsichtigt das Turnier.

Bruce Lee kriegts gleich mit dem Muskelpaket zu tun...

Der Amerikaner Williams gespielt von Jim Kelly.

Han, mit der künstlichen Kampf-Hand.

Bruce Lee hat Blut geleckt...

angeschaut am: 24.9.2005
Normale Wertung: 8 von 10 Punkten
Promille-Wertung: 9 von 10 Punkten
10 Oktober 2005
The Brothers Grimm - GB 2005
OFDB-LinkGenre(s): Fantasy / Komödie / Horror
Laufzeit: ca. 119 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
Die Brüder Will und Jake Grimm (Matt Damon und Heath Ledger) gaunern sich Anfang des 19. Jahrhunderts durch ungastlichen Hinterwald, indem sie vor staunendem Landvolk Spuk inszenieren und diesen anschließend unter allerhand Brimborium exorzieren. Als jedoch ein General der napoleonischen Besatzungsmacht die Brüder zwingt, die Behörden bei der Suche nach vermissten Mädchen zu unterstützen, muss man erstaunt feststellen, dass draußen im dunklen Tann tatsächlich Hexen, Ungeheuer und Zauberer ihr Unwesen treiben.
Kritik:
Regisseur Terry Gilliam ist ja bekannt für ungewöhnliche Filme und auch hier erwartet uns etwas, das doch abseits des Mainstream liegt. Er hat sich der Gebrüder Grimm angenommen, und damit zum Teil auch der Märchen, die aus ihrer Feder stammen. Denn während ihrer Exorzismen schreiben die Brüder an diesen Volksmärchen. Man sieht viele Figuren, die dann für ein Märchen verwendet werden.
Den generellen Filmansatz möchte ich am ehesten mit Sleepy Hollow vergleichen - ein Horrorfilm mit viel (schwarzem) Humor, aber auch simplen Albernheiten. Das ist dann leider auch das Problem des Films, denn in beiden Bereichen geht es eher mittelmässig zur Sache. Leider endet so ein Genremix ja leider oft unbefriedigend.Genial sind auf alle Fälle die Franzosen, die zu der Zeit diesen Teil Deutschlands besetzt haben, und immer für einen Lacher ob der Klischees gut sind. Ein Highlight des Films ist dabei sicherlich der Handlanger der Franzosen, der Italiener Cavaldi (Peter Stormare). Der ist fürs Foltern zuständig und setzt die Brüder ganz schön unter Druck. Gleichzeitig sorgt er mit einem abenteuerlichen Dialekt und großspurigem Getue für viele Lacher.
Was einem in Erinnerung bleibt ist sicherlich Großmutter Kröte, die man ablecken muss, damit sie einem den Weg nach Hause zeigt. Und uns Splatterfreunden sicher die Folterszene, als Cavaldi von einer Katze erschreckt wird.
Die Horror-Atmosphäre ist, wenn denn eine Szene kommt, sehr gut, ähnlich wie bei Sleepy Hollow. Da werden Figuren wie das Lebkuchenmännchen auf einmal ziemlich unheimlich, um im nächsten Moment (leider) wieder lächerlich gemacht zu werden. Wie gesagt, ist der Genremix nicht so gut gelungen. Die Effekte sind dabei ganz ok, könnten aber auch besser sein. Es gibt vor allem viel Krabbelgetier zu sehen und rumtapsende Bäume.
Die Schauspieler machen ihre Sache gut, wie erwähnt allen voran Peter Stormare als Folterexperte.
Babetechnisch sind wir gut versorgt mit der Jägerin Angelika (Lena Headey) und der Hexe (Monica Bellucci, siehe Screenshot rechts oben).
Brothers Grimm ist ein Film, den man schwer beschreiben kann. Man muss ihn sehen, um sich selbst ein Urteil bilden zu können. Dabei sollte man sich mehr auf eine skurille Komödie als einen Horrorfilm einstellen. Ich fand es war genug Unterhaltung und skurille Einfälle geboten, um sich nicht zu langweilen, aber mehr als eine Durchschnittsnote ist leider ob der genannten Schwächen nicht drin.
Screenshots: Die Gebrüder Grimm

Der italienische Folterexperte Cavaldi

Die Jägerin Angelika (Lena Headey)

Will Grimm und "Großmutter Kröte"

angeschaut am: 9.10.2005
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten
09 Oktober 2005
7 Sekunden - ROM 2005
OFDB-LinkGenre: Action-Thriller
Laufzeit: ca. 96 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Captain John Tuliver (Wesley Snipes) ist ein Meisterdieb und ehemaliges Mitglied der Delta Force. Er hat den Plan, in der rumänischen Hauptstadt Bukarest einen Geldtransporter zu überfallen, der die Einnahmen mehrerer Banken mit sich führt. Tuliver hatte alles aufs Genauste geplant, doch dann läuft so einiges schief: Eine fremde russische Gang tötet einige seiner Komplizen und nimmt ihm das Geld ab. Mit einem Koffer, in dem sich ein echter Van Gogh befinden soll, kann er entkommen, doch seine beste Freundin wird entführt. Der Boss der Gangster-Bande will mit ihm einen Tausch eingehen - Frau gegen Koffer. Aber Tuliver macht seine eigenen Pläne.
Kritik:
7 Sekunden ist erneut ein straight-to-video Action-Thriller, doch diesmal einer, der mich nicht enttäuscht hat. Generell muss man sich zwar schon wundern, dass Wesley Snipes ausserhalb der Blade-Serie in Hollwood keine Rolle zu spielen scheint. Doch ist das kein Nachteil für diesen Film, der sicher mit kleinem Budget in Rumänien entstanden ist. Denn hier ist Action angesagt.
Vor allem die ersten 30 Minuten sind sehr rasant inszeniert mit den Überfällen, wo es zu Schiessereien und danach zu einer sehr guten Verfolgungsjagd kommt. Danach wird es dann etwas ruhiger als die Nato-Militärpolizistin Sgt. Anders (Tamzin Outhwaite, siehe Screenshot rechts) ihre Ermittlungen aufnimmt. Sie handelt allein und ohne Wissen ihrer Vorgesetzten, was wie das meiste an Handlung in diesem Film ziemlich blödsinnig ist. Aber dies ist ein typischer No-Brainer, also gar nicht erst gross über die Handlung nachdenken.Dieb und Polizistin telefonieren denn auch öfters und flirten dabei miteinander und zum Schluss steht sie ihm bei, wenn es gilt sich an dem Gangsterboss zu rächen.
Die Gewalt hält sich in den Grenzen von FSK 16. Natürlich ist die gezeigte Action nicht mit einem Blockbuster zu vergleichen, aber für einen B-Film eindeutig sehr gut gelungen.
Kurzum: Ein idealer Film für einen langweiligen Nachmittag oder Abend, wenn mal wieder Action angesagt sein soll. Mit ein paar Bier intus wirken bestimmte Elemente, wie der durchgeknallte Gangsterboss, sicher noch witziger.
Screenshots: Es gibt eine sehr gute Verfolgungsjagd...

...durch Bukarest zu sehen.

Tamzin Outhwaite als Militärpolizistin Sgt. Anders

Der irre Gangsterboss, sehr gut gespielt von Martin Wheeler.

Sgt. Anders und Tuliver machen sich bereit zur Erstürmung.

angeschaut am: 9.10.2005
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten
Promille-Wertung: 8 von 10 Punkten
08 Oktober 2005
Sag kein Wort - USA 2001
OFDB-LinkGenre: Thriller
Laufzeit: ca. 113 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Die achtjährige Tochter des Psychiaters Dr. Nathan Conrad wird entführt. Statt Lösegeld zu fordern, verlangen die Kidnapper jedoch eine sechsstellige Tresorkombination, die Conrad einer seiner Patientinnen entlocken soll. Nun muss er die traumatisierte, abwechselnd katatonische und gewalttätige Elisabeth mit Engelszungen überreden, ihr Wissen preiszugeben, um somit die Entführer in den Besitz eines wertvollen Diamanten zu bringen. Aus Angst um Jessie wächst der Therapeut bei der Arbeit mit seiner neuen "Patientin" über sich selbst hinaus.
Kritik:
Trotz hervorragender Darsteller hat dieser Film ein Problem, und zwar seine Grundidee. Gangster, die einen bzw. zwei Psychiater erpressen, damit die einer Geistesgestörten eine Zahl entlocken? Und das auch noch innerhalb weniger Stunden? Ist meiner Meinung nach sehr an den Haaren herbeigezogen.
Doch lasse ich das erstmal beiseite und bewerte dies als einen soliden Thriller, der vor allem am Anfang recht spannend ist, wenn die Tochter entführt ist und man den Psychiater in Panik sieht. Schauspielerisch ist Michael Douglas gewohnt gut, wie immer sehr gut auch Brittany Murphy, der man die Geisteskranke voll abnimmt. Famke Janssen hat leider nur eine kleinere Nebenrolle, in der sie wieder mal hauptsächlich ihr gutes Aussehen präsentieren darf, während Jennifer Esposito als Polizistin (ohne Partner - sehr ungewöhnlich) ihr gutes Aussehen eher versteckt.
Sean Bean mimt den üblichen Bösewicht von der Stange.
Der Schluss gefiel mir nicht so sehr. Es wird wieder mal eine 180° Drehung vollzogen, um ein Happy-End zu erreichen. Die Gangster, die vorher so überlegen waren, werden auf einmal nachlässig und lassen sich einfach beseitigen, obwohl der Psychiater sich um die üblichen Gutmenschen-Fehler bemüht. Soll heissen: Wenn ein Typ meine Tochter entführt und gerade noch meine Ermordung angeordnet hat, dann schiesse ich doch bei erster Gelegenheit... nicht so der Gutmensch hier.
Naja, egal, wie gesagt ein solider Thriller. Nichts besonderes, aber ganz unterhaltsam.
Screenshot: Der Seelendoktor und seine Patientin

angeschaut am: 8.10.2005
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten
07 Oktober 2005
Slipstream - USA 2004
OFDB-LinkGenre: SciFi
Laufzeit: ca. 83 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Der Wissenschaftler Stuart Conway (Sean Astin) befindet sich im Besitz eines PDA, mit dem man die Zeit um exakt 10 Minuten zurück drehen kann. Es handelt sich um einen streng geheimen Prototypen, und Stuart plant, das Gerät zur Mehrung seines Vermögens zu nutzen, indem er immer wieder ein und den selben Scheck einlöst. Schwerverbrecher Winston Briggs (Vinnie Jones) unterbindet diesen Plan, denn er überfällt die Bank ausgerechnet in dem Moment, in dem Stuart seine Scheckidee umsetzen möchte. Undercover-Agentin Sarah Tanner (Ivana Milicevic), die Briggs observiert, ist mit der Situation ein wenig überfordert. Als sie jedoch mit allen Anwesenden um 10 Minuten zurückversetzt wird, kommt ihr die Idee, den Überfall zu verhindern, was leider auch nach hinten losgeht. Es kommt zum Eklat.
Kritik:
Eine nette Idee mit der handlichen Zeitmaschine liegt dem Film zugrunde und anfangs ist das Ganze auch interessant anzusehen. Doch dann spielen die nervigen Bankräuber, die dermassen klischeehaft übersteigert sind, eine zu grosse Rolle. Und es schleichen sich immer mehr Logikfehler ein, die vom Finale dann schliesslich noch übertroffen werden. Erzählt uns der Wissenschaftler vorher dauernd, dass nicht mehr als 10 Minuten Zeitsprünge möglich sind ("Alle Laborraten sind gestorben, wenn es mehr war!"), so wird zum Schluss um mehrere Stunden gesprungen und alles geht gut.
Damit sucht der Regisseur den leichtesten Weg aus dem Schlamassel, in den er den Film hineinmanövriert hat. Die Charaktere verhalten sich grösstenteils ziemlich unlogisch und unglaubwürdig, deshalb sehnt man ab der Hälfte des Films das Ende herbei. Und das bei nichtmal 90 Minuten Laufzeit. Grade an den Zeitlupeneffekten bei den Zeitsprüngen hat man sich beim zweiten Mal schon sattgesehen, dann wirken sie nicht mehr.
Was einen zu den Schusswechseln bringt, die furchtbar lächerlich sind. Was da wieder mal daneben geschossen wird geht auf keine Kuhhaut.
Dass der Film fürs amerikanische Kabelfernsehen gemacht wurde, merkt man auch deutlich. Die deutsche Synchronisation ist auch deutlich unteres Niveau.
Alles in allem nichts was man gesehen haben muss.
Screenshots: Die Bankräuber sind extrem gut ausgerüstet...

Stuart Conway (Sean Astin) und FBI-Agentin Sarah Tanner (Ivana Milicevic)

Ein Flugzeug wird in Zeitlupe gecrasht - billige CGI-Effekte...

angeschaut am: 6.10.2005
Normale Wertung: 2 von 10 Punkten
06 Oktober 2005
The Woodsman - USA 2004
OFDB-LinkGenre: Drama
Laufzeit: ca. 87 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
Nach zwölf Jahren Gefängnis kehrt Walter (Kevin Bacon) in seine Heimatstadt zurück. Das Verbrechen, für das er lange gebüßt hat, heißt Pädophilie. Er ist ein gebrandmarkter Mann. Seine eigene Familie hält Walter für ein Monster, abgesehen von seinem Schwager, der Walter eine Wohnung und einen Job in einer Holzfabrik verschafft. Dort lernt er Vickie (Kyra Sedgwick) kennen, die die Einzige zu sein scheint, die über seine Vergangenheit hinwegsehen kann. Sie verlieben sich. Doch der Blick auf den Spielplatz gegenüber der Wohnung droht ihm zum Verhängnis zu werden.
Kritik:
Dieser Film nimmt sich eines Tabuthemas an, nämlich dem Schicksal eines Pädophilen. Es ist eine Charakterstudie, die, ohne irgendwelche Sympathien wecken zu wollen, einen Mann zeigt, der mit einer "Krankheit" umzugehen versucht.
Man erlebt, wie sich Walter mit Vorurteilen herumschlagen muss, während er einfach nur ein ruhiges Leben führen will. Als Zuschauer ist man teilweise schon in der Versuchung mit ihm mitzufühlen, wenn da nicht sein Verbrechen wäre. Denn seien wir ehrlich: Wer hätte schon gerne etwas mit einem verurteilten Pädophilen zu tun? Wer möchte so jemand in der Nachbarschaft wohnen haben?
Noch dazu stellt sich bald heraus, dass die Neigung zu kleinen Mädchen immer noch in ihm steckt.
So kam mir der Film auch mehr als ein Hinweis auf den versteckten Mißbrauch vor, der sich in der Familie ereignet. Dies wird aus Sicht von zwei Personen gezeigt. Insofern scheint der verurteilte Pädophile Walter nur die Spitze eines Eisbergs zu sein.
Ein äusserst schwieriges Thema wurde in diesem Film aufgegriffen und gut rübergebracht. Hervorragend und sehr mutig ist Kevin Bacon als Walter.
Welcher Star hätte sich an so eine Rolle getraut?
Sein einfühlsames Spiel, dass einen zerrissenen Mann zeigt, zwischen der Ablehnung der Gesellschaft, seiner eigenen Schuld und seiner schwer kontrollierbaren Begierde ist absolut sehenswert.
Ebenso erfreulich war Kyra Sedgwick als Vickie, die nicht nur optisch überzeugen kann, sondern auch in ihrer Rolle.
Anspruchsvolle Unterhaltung, die zum Nachdenken anregt.
Screenshots: Vickie (Kyra Sedgwick) ist die Einzige, die sich auf Walter einlässt...

...und ihm die Einsamkeit vertreibt.

Walter kann es nicht lassen und nähert sich dem kleinen Mädchen.

angeschaut am: 2.10.2005
Normale Wertung: 8 von 10 Punkten
05 Oktober 2005
Belly Of The Beast - CAN 2003
OFDB-LinkGenre: Action
Laufzeit: ca. 88 Min.
Alterseinstufung: FSK 18
Inhalt:
Nach einer fehlgeschlagenen Geheimdienstaktion hat CIA-Agent Jake Hopper (Steven Seagal) den Dienst quittiert. Zehn Jahre später werden seine Tochter und die eines US-Senators an einem Bergsee in Thailand von Terroristen entführt, die Gefangene freipressen wollen. Ohne zu zögern reist Jake in sein altes Operationsgebiet, um die beiden jungen Frauen zu retten. Zwar lässt ihn die eigene Regierung im Stich, aber auf seinen alten thailändischen Kampfgefährten Sunti Sunti (Byron Mann) ist immer noch Verlass. Aus dem Dickicht des thailändischen Urwalds führt eine Spur direkt in das Dickicht der Politik – ins Zentrum einer bösen Macht...
Kritik:
Mit Alarmstufe Rot von 1992 hatte Steven Seagal den Durchbruch zu den Grossen im Action-Kino geschafft. Doch es folgte leider nur ein stetiger Ausfluss von immer schlechter werdenden Filmen. Die Budgets wurden geringer und die Filme kamen nur noch straight-to-video. Aber der Markenname Seagal blieb und so spielt er auch heute noch in vielen Produktionen mit. Bei diesem Film allerdings hat man den Eindruck, dass Steven Seagal allmählich zu alt wird, um noch glaubhaft zu sein.
Hier hat er ein aufgeschwemmtes Gesicht, einige Kilo zuviel auf den Rippen und macht keinen sonderlich begeisterten Eindruck mitspielen zu dürfen. Man muss schon recht wohlwollend sein, um das als Teil seiner Rolle eines in die Jahre gekommenen CIA-Agenten abzutun.
Uns erwartet eine, wie üblich, ziemlich bescheidene Story um seine entführte Tochter, die es aus den Händen thailändischer Fieslinge zu befreien gilt. Dabei kommt es zu den üblichen Fights, abwechselnd Martial Arts und Schusswaffen. Die gezeigte Action ist dabei nicht übermässig brutal - FSK 18 wohl eher wegen der mangelnden Alternative zur Gewalt...
Zugute halten möchte ich dem Film die teilweise schönen Aufnahmen von Thailand und das man das Gefühl hat, es werde etwas auf die Thai-Kultur eingegangen. Babetechnisch gibt es die sehr hübsche Asiatin Monica Lo (siehe Screenshot rechts) zu sehen.Negativ ins Gewicht fällt zum Schluss des Films eine Magie-/Voodoo-/Religions-Komponente, die rein gar nicht zum vorher gezeigten passt. Soll wohl nur dazu dienen, die Überlegenheit Seagals etwas zurückzustutzen, um dadurch Spannung zu erzeugen. Geht aber völlig in die Hose.
Kurzum ein Film, den man sich anschauen kann, der aber nichts besonderes bietet.
Screenshots: Viele Einschüsse pro Mann gibt es zu sehen...

Lulu (Monica Lo) verliebt sich in Jake Hopper (Steven Seagal)

angeschaut am: 2.10.2005
Normale Wertung: 3 von 10 Punkten
Promille-Wertung: 5 von 10 Punkten
04 Oktober 2005
The Hole - GB 2001
OFDB-LinkGenre: Thriller
Laufzeit: ca. 102 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
An einem englischen Nobelinternat verschwinden vier Teenager spurlos. Zwei Wochen später, längst suchen Polizei und Bevölkerung nach den Vermissten, taucht eines der Mädchen, die junge Liz wieder auf. Ihre Freunde Mike, Geoff und Frankie können indes nur noch tot aus jenem Bunker geborgen werden, in den die vier Teenager 14 Tage eingeschlossen waren. Liz berichtet der Kriminalpsychologin Dr. Horwood, dass ein gemeinsamer Freund sie dort lebendig begraben habe. Der Verdächtige stellt die Sache anders dar...
Kritik:
Der Film startet mit Liz, die total fertig aussieht und eine Strasse entlangschlurft. Man sieht ihr an, dass sie Schreckliches hinter sich hat. Am Notruftelefon schafft sie auch nur noch einen einzigen Schrei, bevor sie zusammenbricht.
Sowas ist doch mal ein prima Anfang. Doch dann kommt der Rückblick. Liz erzählt der Pychologin ihre Version, die sich über die erste Hälfte des Films erstreckt. Wie sie auf Mike steht und es arrangiert, dass sie übers Wochenende mit ihm und 2 Freunden in einen Bunker gesperrt wird. Aus den vereinbarten drei Tagen werden aber plötzlich viel mehr, nachdem niemand kommt um sie freizulassen. Nach ihrer Schilderung sieht aber alles nach Abenteuerurlaub aus, bis es Liz dann gelingt sich zu befreien.
Diese Geschichte hat leider einen grossen Haken, da man als Zuschauer ja weiss, dass zum Schluss nicht alles prima war, man hat ja schliesslich am Anfang die fertige Liz gesehen. Man wundert sich also, was diese Erzählung soll und wird schnell misstrauisch. Und warum sagt keiner der anderen drei etwas bei der laufenden Ermittlung aus?
Leider reimt man sich als Zuschauer schnell zusammen, dass Liz lügt und etwas völlig anderes passiert ist. In der zweiten Hälfte erfährt man dann auch, dass sie selbst die anderen und sich eingesperrt hat, um Mike dazu zu bringen, sie zu lieben.
Dass es nach einigen Tagen ohne Nahrung und Wasser zu Verzweiflungstaten im Bunker kommt, überrascht den Zuseher nicht wirklich. Insofern ist das Spannungselement so gut wie nicht vorhanden. Einzig der Schluss ist konsequent und gut geworden.
Schauspielerisch tut sich nicht allzuviel. Die Charaktere bleiben in ihren vorgefertigten Klischees. Es ist schön, dass Keira Knightley mitspielt und sich auch mal oben ohne zeigt.
Trotz allem bleibt aber nur ein unterdurchschnittlicher Film, der zu leicht vorhersagbar ist und zu wenig spannend.
Screenshot: Die vier vor dem Abstieg in den Bunker

angeschaut am: 3.10.2005
Normale Wertung: 3 von 10 Punkten
03 Oktober 2005
Dead or Alive 1 - JAP 1999
Genres: Action / DramaLaufzeit: ca. 100 Min.
Alterseinstufung: FSK 18
Bemerkung: japanische Originalfassung mit engl. Untertiteln
Inhalt:
Der skrupellose Ryuichi (Riki Takeuchi), Sohn chinesischer Einwanderer, sucht Macht und Geld in der Unterwelt des Tokyoter Vergnügungsdistriktes Shibuya. Als Kopf einer kleinen, schlagkräftigen Gang, deren Morde und Raubüberfälle die alteingesessenen japanischen Yakuza und die chinesischen Triaden provozieren, steht er schnell im Mittelpunkt eines blutigen Bandenkrieges.
Der unterbezahlte Cop Jojima (Show Aikawa) soll in diesem Chaos der Kriminalität für Ordnung sorgen. Auch in seinem Privatleben könnte es besser laufen: seine Frau ist ihm fremd geworden, vermutlich weil beider Tochter sterbenskrank ist. Nur noch eine teure Operation kann ihr helfen.
Auch Ryuchi hat eine schwache Seite: seinen aus den USA zurückgekehrten Bruder, der erst jetzt realisiert, wie sein Auslandsstudium finanziert wurde.
Der Kampf um Macht und Moral eskaliert, bis der Yakuza und der Cop sich am Ende gegenüberstehen, aber nicht mehr dieselben sind...
Kritik:
Regisseur Takashi Miike, der zwei Jahre später das kranke Meisterwerk Ichi the Killer drehte, präsentiert uns hier schon einen kleinen Vorgeschmack auf seine perversen Einfälle, die bei Ichi perfektioniert wurden.
Der Film startet mit einer furiosen Anfangssequenz, die wie ein Videoclip sehr schnell geschnitten wurde und die brutale Gang von Ryuichi vorstellt. Dabei gibt es unter anderem zu sehen, wie jemand die längste Koks-Line der Welt schnupft oder ein schwuler Gangster, der grade auf dem Klo einen Typ vergewaltigt, wie ein Schwein abgestochen wird. Jemand der mehrere Becher Nudelsuppe gegessen hat, kriegt mit der Pumpgun einen Bauchschuss und man sieht die Nudelsuppe aus dem Bauch rausspritzen. Das alles vor dem Hintergrund eines Stripclubs.
Kurzum, es geht heftig zur Sache. Dieses Tempo ist aber so mörderisch, dass Miike dann schlauerweise auf die Bremse tritt. Danach wird viel Zeit verwendet, um die beiden Hauptcharaktere und ihr Umfeld vorzustellen. Faszinierend sind die absolut perversen Details, die so nebenbei eingebaut werden. So hat der Cop z.B. einen Informanten, der in seiner Wohnung Tierpornos herstellt. Der bittet dann während des Gesprächs mit dem Cop seinen Kollegen "dem Hund einen runterzuholen", bevor der ziemlich widerwillig auf einer Frau plaziert wird. Später foltern die Yakuzas eine Frau und ertränken sie schlussendlich in einem Bad ihrer eigenen Exkremente, die sie durch vorherige, stundenlange Einläufe gewonnen haben (siehe Screenshot rechts).Absolut krank, was quasi nebensächlich in den Yakuza-Film eingebaut wurde. Da fallen die üblichen Sachen wie russisches Roulette, was schiefgeht, oder ein Massaker im Restaurant kaum auf.
Das Finale ist dann schon ähnlich wie bei Ichi nicht mehr realistisch, sondern bewusst übertrieben. Die beiden Hauptdarsteller machen sich im Stile eines Comics fertig.
Beide spielen übrigens hervorragend, ich habe selten einen cooleren Charakter als Ryuichi gesehen.
Der Cop hat es schwer und wird dementsprechend zurückhaltend gespielt, im Stile eines Al Pacino z.B. bei Heat.
Ein Film der definitiv im Gedächtnis bleibt und sogar uns Abgebrühte beeindruckt. Es gibt noch zwei Fortsetzungen, die ich bei Gelegenheit ansehen werde. Kaum zu glauben, dass dieser Film ungekürzt im Free-TV gezeigt wurde.
Screenshots: Der Bauchschuss bringt die Nudelsuppe wieder hervor.

Die Tötung des homosexuellen Vergewaltigers...

Riki Takeuchi spielt Ryuichi als absolut coolen Gangster (Mitte).

Seine Gangmitglieder sind keinesfalls zimperlich.

Cop Jojima (Show Aikawa) hat zuhause Probleme mit seiner Familie.

Ryuichi's hübsche Spitzelin bei den anderen Yakuzas ist enttarnt...

angeschaut am: 23.9.2005
Normale Wertung: 7 von 10 Punkten
Promille-Wertung: 8 von 10 Punkten
Labels: 1990er, Asien, Japan, Originalsprache
02 Oktober 2005
Batman Begins - USA 2005
OFDB-LinkGenre(s): Action
Laufzeit: ca. 140 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
Nachdem er als kleiner Junge die Ermordung seiner Eltern mitansehen musste, führte das Schicksal den seither vor Rachedurst überquellenden Bruce Wayne (Christian Bale) bis nach Ostasien. Dort macht ihn ein weiser Ninja-Häuptling mit dem kleinen Einmaleins des One-Man-Guerillakriegs vertraut. Zum Kampf fertig ausgebildet kehrt Wayne zurück ans familiäre Anwesen in der Nähe von Gotham City und sucht die Konfrontation mit den profiliertesten Schwarzwesten der Stadt.
Kritik:
Es ist schon äusserst erstaunlich, welche Wandlungen die Batman-Filmreihe mitmacht. Hiess es vor einiger Zeit noch, dass die ersten beiden Teile von Tim Burton zu düster seien, wurden sie von zwei grellbunten Teilen abgelöst. Nun ist man wieder zur Düsternis zurückgekehrt und übertrifft das bisherige dabei locker. Dieser Batman, dessen Entstehung sich dieser Film widmet, könnte mit seiner Figur aus Batman & Robin von 1997 wohl gar nichts anfangen. Dieser Batman taucht auch erst nach einer knappen Stunde auf. Vorher begibt sich Bruce Wayne, um den es diesmal als Mensch mit grossen Ängsten und Problemen geht, nach Asien, um dort eine Ninja-Ausbildung zu absolvieren.
Regisseur Christopher Nolan, dessen Film Memento recht bekannt ist, setzt in diesem Teil alles auf eine dichte Atmosphäre. Er stellt Batman nicht comicmässig dar, sondern lediglich als Bruce Wayne mit haufenweise Supertechnik, die er gegen die Unterwelt einsetzt. In den Gruselszenen, wenn eine Furchtdroge freigesetzt wird, wirkt der Film am besten. Doch muss ich leider sagen, dass sich der Regisseur hier leider zu sehr reingesteigert hat. Zuerst mal gibt es kaum Actionszenen oder gute Kämpfe, wie man sie heutzutage in jeder Comicverfilmung bekommt. Die zwei Actionsequenzen (Verfolgungsjagd mit Batmobil und in der Schwebebahn) die dann vorkommen passen nicht so recht zu dem vorher Gezeigten, da wären ein paar heftige Nahkämpfe besser gewesen.
Dann ist die Story des Films totaler Blödsinn. Es geht um eine Verschwörung mittels einer Mikrowellenwaffe die Wasservorräte Gothams zu verdampfen und dabei eine Psyochodroge freizusetzen, damit die Bewohner sich gegenseitig umbringen. Hier fehlt ein Oberbösewicht, wie sie in Batman Filmen und Comics immer vorkamen. Sein Gegenspieler Liam Neeson ist lediglich der Vorsteher einer Geheimorganistation und taucht auch erst spät auf. Zudem erinnert er am Anfang als Ninja-Lehrmeister sehr stark an seine Rolle als Jedi-Lehrmeister.
Düster ist der Film, aber nicht bei der Gewalt. FSK 12 ist nie in Gefahr, wenn gekämpft wird, was ich schade finde. Batman wirkt viel zurückhaltender als noch seine Vorgänger.
Dies zeigt sich z.B. auch bei der Ermordung von Bruce Wayne's Eltern am Anfang, die so wichtig für die Entstehung Batmans ist. Das ist nicht wirklich gut gemacht und ging viel zu schnell und beiläufig über die Bühne.
Kurzum, der Film ist ok, er gibt der Figur viel mehr Tiefe als die bisherigen Filme, aber trotzdem hätte die Batman Reihe etwas anderes verdient, denn hier wird Batman praktisch völlig vom Comic-Image losgelöst und das funktioniert meines Erachtens nicht wirklich.Schauspielerisch gibt es nichts zu beklagen. Die Starbesetzung mit Christian Bale als Batman agiert sehr gut. Die süsse Katie Holmes (siehe Screenshot rechts) als seine Sandkastenliebe ist das bisher glaubhafteste "Bat-Liebchen", wenn man das so nennen darf. Obwohl sie viel zu jung ist, um als Staatsanwältin durchzugehen repräsentiert sie sehr gut den schönen Teil seiner Kindheit und man fiebert mit, wenn es daran geht sie vor Bösem zu bewahren.
Erwähnen möchte ich noch dass der Abspann mit 8:40 Minuten (!) eine neue Rekordlänge erreicht.
Mir brennt der Vergleich zur Comicverfilmung Elektra auf der Seele, die ebenfalls asiatisch / Ninjamässig geprägt ist. Ich persönlich finde Elektra, welcher leider nicht gut bei Publikum und Kritik ankam, um einiges besser als dieses 140 Mio. Dollar (!) Machwerk. Aber nachdem der Film schon in den amerikanischen Kinos mehr als 200 Mio. eingespielt hat, ist wohl mit weiteren Batman Filmen dieser Couleur zu rechnen.
Screenshots: Batman rettet seine Jugendfreundin, die engagierte Staatsanwältin

Bruce Wayne absolviert seine Lehrzeit bei den Ninjas.

angeschaut am: 1.10.2005
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten
01 Oktober 2005
Boa Vs. Python - USA 2004
OFDB-LinkGenre: Horror
Laufzeit: ca. 87 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Eine gewaltige Python mit großem Appetit auf frischen Mensch, eingeführt in die USA von veranwortungslosen Geschäftsläuten zum Zwecke des exotischen Jagdvergnügens, entweicht bei erster Gelegenheit in die Kanalisation Philadelphias und stiftet Blutzoll unter nichtsahnenden Wasserwerkern. Das FBI leiht sich daraufhin beim Schlangenexperten Dr. Steven Emmett (David Hewlett) dessen zahme Rieseboa aus und setzt die gute auf die böse Schlange an. Ein weiteres Problem bei der Vernichtung der Bestie sind die zahlreichen Hobbyjäger, die auf eine außergewöhnliche Trophäe hoffen. Doch sie unterschätzen ihr vermeintliches Jagdopfer auf fatale - und letale - Weise...
Kritik:
Wer die Inhaltsangabe liest kann sich schon denken, das einen hier kein Meisterwerk erwartet. Wer käme ernsthaft auf die Idee eine Riesenschlange mit einer anderen zu jagen? Wir haben es also mit einem B-Film zu tun, der auch fürs amerikanische Kabelfernsehen, bzw. den Videothekenmarkt gemacht wurde. Angeblich gibt es sogar Vorgängerfilme, wo die beiden Schlangen bereits aufgetaucht sind, aber die kenne ich nicht. Aber dieses Filmkonzept habe ich in der Form schon des öfteren gesehen. Ob nun als Riesenwurm, der eine arktische Forschungsstation befällt oder in Octalus als Riesenkrake auf dem Luxusliner.
Es sind immer computeranimierte Wesen, die über irgendwen herfallen. Da die Animation das teuerste bei diesen Filmen ist, wird sie nur spärlich eingesetzt, in unserem Fall leider sehr spärlich. Man sieht die Schlangen also eher selten. Das bürdet der restlichen Story und den Schauspielern auf, dass sie interessant genug sind, um durchzuhalten.
In diesem Fall gibt es zwei Ex-Playmates, die uns optisch bei der Stange halten sollen. Für die weiblichen Zuschauer haben wir ein "Unterhosenmodel" als Bösewicht, der sich im Verlauf des Films immer mehr auszieht. Was nun die eigentliche Action angeht ist leider nicht viel los. Langeweile macht sich breit, da die Schlangen zwar Leute fressen, man aber dabei kaum was sieht, ausser das jemand ins Dunkel weggezogen wird.
Überhaupt dauert es ewig lange, bis der Filmtitel in Erfüllung geht und die beiden miteinander "kämpfen". Das gestaltet sich sehr lahm und ist im Nu vorbei.
Highlights im Film sind mehr Nebensächlichkeiten, wie ein absolut überspitzter Nachrichtenmann, der Al Quaida hinter allem vermutet, oder ein Pärchen, bei dem der Fellatio vollziehende Junge gefressen wird und das Mädchen die Schlangenzunge für ihn hält...
Oder schwarzhumorige Sprüche, z.B. am Tatort voller Leichenteile wie "Sie haben da etwas Leber am Kinn".
Splattermässig geht kaum was ab, ist ja auch ab 16, und angesichts der schlappen Schlangenanimationen wünscht man sich auch die guten alten Filme zurück, als sowas noch von Hand animiert wurde.
Wer also einen guten Film mit CGI-Monstern sehen will, der sollte sich den oben erwähnten Octalus anschauen, wo gesplattert wird und der Humor auch nicht zu kurz kommt.
Screenshots: Playmate #1 Angel Boris als Gespielin des bösen Großwildjägers

Playmate #2 Jaime Bergman als Meeresbiologin, hier beim Biersaufen am Pool.

Leider darf sich nur Angel Boris einmal nackig machen...

...bevor sie von der Riesenschlange zu Tode gequetscht wird.

Eine sehr ausführliche und lustige Filmkritik könnt ihr hier nachlesen.
angeschaut am: 30.9.2005
Normale Wertung: 2 von 10 Punkten
Promille-Wertung: 4 von 10 Punkten
