29 November 2005
Die Frauen des Hauses Wu - CHN 2000
OFDB-LinkGenre(s): Drama
Laufzeit: ca. 111 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
China, 1938: Madame Wu hat ihrem Ehemann und Herrn 26 Jahre lang treu gedient, ohne jemals etwas für sich selbst zu verlangen. Doch nun, an ihrem 40. Geburtstag, will sie ihrem Sklavendasein im goldenen Käfig ein Ende bereiten. Kurzerhand kauft sie einer Heiratsvermittlerin deshalb die junge Chiuming ab, die fortan die Rolle der Liebesdienerin übernehmen soll. Von den sexuellen Wünschen des Herrn Wu überfordert und von ihm gedemütigt, interessiert diese sich jedoch schon bald mehr für Fengmo, den Sohn der Wus. Fengmo empfindet zwar Gefühle für Chiuming und ist der kommunistischen Partei beigetreten, doch ein vollkommener Bruch mit den Traditionen ist für ihn undenkbar. So fügt er sich in sein Schicksal und bereitet sich auf eine Ehe mit einer Frau vor, der er schon vor seiner Geburt versprochen wurde, die er aber nicht liebt.
Da die Eltern seiner Braut eine westliche Ausbildung von Fengmo verlangen, wird nun sogar der Priester und Arzt André ins Haus geholt, um ihn zu unterrichten. Auch Frau Wu nimmt an den Unterrichtsstunden teil und ist mehr und mehr fasziniert von Pater André. Als eines Tages dessen Waisenhaus abbrennt, rettet sie ihn unter Einsatz ihres eigenen Lebens aus den Flammen und bietet ihm ihr Haus als Unterkunft für die elternlosen Kinder an. Chiuming versucht unterdessen, sich das Leben zu nehmen, und André verlangt daraufhin von Frau Wu, das Mädchen gehen zu lassen. Doch Frau Wu steckt in einem Zwiespalt: Würde sie Chiuming gehen lassen, wäre sie wieder das Opfer der Begierden ihres Mannes. Als dann auch noch japanische Truppen in die Stadt einmarschieren, das Haus der Wus zerstören und einen großen Teil der Bevölkerung massakrieren, spitzen sich die Ereignisse zu. Wird Frau Wu vor diesem Hintergrund einen Weg finden, mit den Traditionen des alten China zu brechen?
Kritik:
Solide Verfilmung fürs TV. Vermittelt einen schönen Einblick in die chinesische Gesellschaft vor der kommunistischen Revolution.
Wer sich in diesem Zusammenhang mal einen sehr guten Film zum Thema Konkubinen/Mehrfrauen-Ehe anschauen will, der sollte sich die Rote Laterne ansehen.
Screenshots:


angeschaut am: 27.11.2005
Normale Wertung: 4 von 10 Punkten
28 November 2005
Assault on Precinct 13 - USA 2005
OFDB-LinkGenre(s): Action / Thriller
Laufzeit: ca. 104 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Chicago, an einem stürmischen Neujahrabend: Der berüchtigte Gangsterboss Marion Bishop (Laurence Fishburne) wurde gerade verhaftet und soll in ein Hochsicherheitsgefängnis überführt werden. Doch durch einen Schneesturm wird die Mannschaft mit den Gefangenen gezwungen, im nahegelegenen Polizeirevier 13 Unterschlupf zu suchen. Kurz darauf wird die Station überfallen, und nur mit Not kann der Angriff abgewehrt werden. Der diensthabende Officer Sergeant Jake Roenick (Ethan Hawke) begreift jedoch, dass ein weit stärkerer Angriff droht. Der Versuch, von anderen Bezirken Verstärkung zu bekommen, scheitert, da die Telefonleitungen gekappt wurden. So müssen die wenigen, unerfahrenen Leute sich auf die drohende Gefahr vorbereiten...
Kritik:
Es handelt sich hierbei um ein Remake des John Carpenter Films Assault on Precinct 13 aus dem Jahre 1976. Dieser Film ist mMn ein weiteres Meisterwerk von Carpenter. Alleine der Soundtrack bleibt einem unvergessen. Ebenso die Härte und Bedrohlichkeit, die den Action-Thriller schon fast im Horror-Bereich ansiedeln lassen.
Nun wurde also ein Remake gemacht. Dazu wurden verschiedene Dinge umgeändert. Aus der Jugendgang von damals sind korrupte Polizisten geworden. Diese sind auch lang nicht mehr in den Massen vertreten, wie die Gangmitglieder damals. Dafür haben sie das beste Equipment: Nachtsichtgeräte, MPs mit Laserpointern und Scharfschützengewehre.
Umso peinlicher finde ich es dann auch, dass sie so erfolglos das Revier belagern.
Generell hat die Story mit den korrupten Polizisten meiner Ansicht nach auch ein Logikproblem. Warum zB haben sie nicht den Gefangenentransport gestoppt und Bishop getötet? Wieso töten sie ihn nicht beim ersten Eindringen? Gelegenheit wäre dazu da.
Ähnlich wie im Original sieht man die Bösen fast nie unmaskiert, was aber im Gegensatz zum Original nicht Horror-mässig wirkt. Dazu trägt auch ihr Anführer bei, der wenig bedrohlich wirkt und unmaskiert ist.
Um es abzukürzen: Wir haben hier einen reinrassigen Actionfilm. Die Besetzung ist erstaunlich gut und an den Schauspielern gibt es nichts auszusetzen. Auch ohne das Original zu kennen ist der Film relativ vorhersehbar. Man erkennt zwar das Remake, aber es ist doch eigenständig geworden. Wer auf harte Action steht sollte sich das nicht entgehen lassen.
Die Härte zeigt sich auch in der hohen Zahl der Kopfschüsse - 7 Tote durch Headshot habe ich bewusst gezählt. Und das wird durchaus explizit gezeigt.
Screenshots: Sergeant Jake erledigt als Zivilfahnder einen Bösen per Kopfschuss.

Die ersten beiden maskierten Eindringlinge.

Headshot-Opfer gibt es auch auf Seiten der Guten.

Drea de Matteo als Polizei-Sekretärin gerät unabsichtlich in die Belagerung, ...

...genauso wie Maria Bello als Therapeutin des Sergeants.

angeschaut am: 13.11.2005
Normale Wertung: 6 von 10 Punkten
27 November 2005
Tatsächlich...Liebe - GB 2003
OFDB-LinkGenre(s): Komödie / Liebe / Romantik
Laufzeit: ca. 129 Min.
Alterseinstufung: FSK 6
Inhalt:
In der Vorweihnachtszeit schlagen die Gefühlswellen hoch. So verspürt etwa Englands Premier eine unziemliche Zuneigung zu einer Mitarbeiterin, zwei Pornodarsteller müssen ihre Schüchternheit überwinden und ein verstörter Schriftsteller findet erst in der Ferne sein Glück. Eine junge Werberin trifft in Beziehungsdingen immer die falschen Entscheidungen, während eine frischgebackene Ehefrau die Liebe des besten Freundes ihres Mannes entfacht und ein trauriger Witwer die Liebe erst (wieder) lernen muss.
Kritik:
Bekommt man sonst als Zuschauer häufig eine dünne Story und muss sich mit einem Star begnügen, so gehts hier völlig anders zur Sache. Ein (Super-)Star nach dem nächsten wird hier aufgefahren und diverse Episodenhandlungen über die Liebe geschickt miteinander verknüpft. Daneben tauchen noch etliche bekannte Gesichter in Kurzauftritten auf und geben dem Film noch mehr Kick, so z.B. Claudia Schiffer, Denise Richards, Elisha Cuthbert und Rowan Atkinson.
Trotz des Weihnachtshintergrundes und der geballten Anzahl an Liebesgeschichten wirkt der Film dabei keineswegs übermässig kitschig, wie man befürchten könnte, sondern schafft es tatsächlich einem die Figuren ans Herz wachsen zu lassen.
Die Werbung mit der "ultimativ romantischen Komödie" ist zwar übertrieben, aber ich gebe gerne zu, dass der Film schon stark in diese Richtung geht. Er könnte sich zumindest zu einem Weihnachts-Klassiker entwickeln, wenn er denn mal ins TV gelangt ist.
Also ein riesiges Kompliment an Regie und Drehbuch, dass sie die Handlungen so geschickt verwoben haben und genau die richtige Balance halten, damit der Film nicht ins kitschige abrutscht.
Und schon wieder 8,5 Punkte - ich bin in letzter Zeit öfters unentschieden gewesen. Hier müsste ein wiederholtes Ansehen des Films Klarheit bezüglich der Wertung bringen.
Screenshots: Hugh Grant als britischer Prime Minister.

Unsere Heike Makatsch spielt auch mit (und ist gut).

Martine McCutcheon als Natalie.

Keira Knightley...

angeschaut am: 11.11.2005
Normale Wertung: 8,5 von 10 Punkten
26 November 2005
Andromeda - Tödlicher Staub aus dem All - USA 1971
OFDB-LinkGenre(s): Drama / SciFi / Thriller
Laufzeit: ca. 125 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
Unter der Regie von Oscar®-Gewinner* Robert Wise entstand ein fesseInder FiIm über die erste bioIogische Krise der Welt, der aIs einer der reaIistischsten Science Fiction-ThriIler aIIer Zeiten giIt. Nachdem eine verirrte Weltraumsonde in der Nähe eines entIegenen Dorfes in New Mexico auf der Erde zerschelIt ist, entdeckt die Rettungsmannschaft, dass aIle Bewohner eines grausamen Todes gestorben sind - mit Ausnahme eines SäugIings und eines aIten Mannes. Die ÜberIebenden werden in ein hochmodernes, fünf Stockwerke tiefes unterirdisches Labor gebracht, wo Wissenschaftler in einem Rennen gegen die Zeit die Beschaffenheit des tödIichen Organismus erforschen, bevor dieser auf der ganzen WeIt verheerendes UnheiI anrichtet. Mit bahnbrechenden Spezialeffekten und grossartigen FilmkuIissen ausgestattet, basiert ‘Andromeda - Tödlicher Staub aus dem AIl’ auf Michael Crichtons Bestseller-Roman, der wegen seiner AktuaIität zur Zeit der ersten MondIandung eine nationale Panik auslöste.
Kritik:
Eine Thematik, die heute mittlerweile den meisten bekannt ist, nämlich die mögliche Bedrohung durch Killerviren, wird in diesem Klassiker behandelt. Der Film basiert auf einem Buch von Michael Crichton, der ja auch Jurassic Park geschrieben hat, und gerne viel Wissenschaft in eine spannende Handlung einfliessen lässt. Der grösste Teil des Films geht dabei für die Nachbildung der wissenschaftlichen Untersuchungen drauf. Ein topmodernes Labor steht den Forschern zur Verfügung, über dass man heute schmunzeln kann. Vor allem über die Kosten von lächerlichen 90 Millionen Dollar, die der unterirdische Bau gekostet haben soll.
Folge sind aus heutiger Sicht einige Längen im Film.
Der Spannungsbringer, nämlich das Verhindern der Selbstzerstörung der Anlage, ist von Anfang an absehbar und ganz ok gemacht, wobei da schon einige Unglaubwürdigkeiten dabei sind.
Vor allem aus dem Schluss hätte man meines Erachtens nach noch mehr machen können, das Happy End kommt etwas zu abrupt.
Fazit: Ein Klassiker, der mittlerweile aber nicht mehr konkurrenzfähig ist.
Screenshots: Die Wissenschaftler bei der Arbeit.

Super-Modernes Gerät...

...und Computer der 70er Jahre.

angeschaut am: 21.11.2005
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten
25 November 2005
The Grudge - Der Fluch - USA 2004
OFDB-LinkGenre(s): Horror / Thriller
Laufzeit: ca. 87 Min. (Kinofassung)
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Die Krankenschwester Karen (Sarah Michelle Gellar) wird in das Haus einer alten Frau gerufen. Vom ersten Moment an hat sie das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Erst sind es nur seltsame Geräusche. Doch als sie einen kleinen Jungen, der unerklärlicherweise in einem Schrank eingesperrt ist, entdeckt und die alte Frau plötzlich stirbt, weiß sie, dass sie in Lebensgefahr schwebt. Obwohl sie es schafft, das Horror-Haus zu verlassen, merkt sie schnell, dass der Schrecken noch nicht vorbei ist. Sie und alle, die je mit dem Haus in Kontakt waren, werden von einer übermächtigen, bösen Macht heimgesucht, die wie ein Fluch auf dem Gebäude lastet. Karens einzige Chance ist, das tödliche Rätsel um das Haus zu lösen und den bösen Bann zu brechen.
Kritik:
Nach The Ring erneut ein Hollywood-Remake eines japanischen Horrorthrillers. Hier kannte ich sogar die original japanische Version, die mir aber nicht so sehr gefallen hat. Ganz anders das Remake, welches ich extrem furchterregend fand.
Meisterlich wird hier der Spannungsbogen hoch gehalten und die Gruselszenen durchgezogen. Auch wenn man als Zuschauer meistens weiss, dass jetzt was kommt, ist man doch immer wieder aufs neue verschreckt.Die Erzählweise ist auch geschickt gemacht, so dass sich erst zum Schluss ein komplettes Bild ergibt.
Schauspielerisch ist der Film gut besetzt mit "Buffy" aka Sarah Michelle Gellar in der Hauptrolle. Aber auch die Nebenrollen sind mit Bill Pullman und Clea DuVall sehr gut besetzt.
Die eigentliche Hauptrolle haben ja wieder die Geister in diesem Film...
Viele schimpfen ja über die Remakes, ich kann dem in diesem Fall aber nur widersprechen. Klar wurde im Original mehr gesplattert als hier, dafür wurde hier die Gruselatmosphäre aufs Maximum getrieben. Ausserdem fand ich den Film auch von der Erzählweise verständlicher und man konnte sich gut in die Amerikaner hineinfühlen.
Fazit: Wer The Ring gut fand, der dürfte auch bei diesem Film voll auf seine Kosten kommen.
Screenshots: Karen wird nach den Vorkommnissen von der Polizei verhört.

Jennifer Williams (Clea DuVall) beim Einkaufen.

Was hat Peter Kirk (Bill Pullman) mit den Vorgängen zu tun?

angeschaut am: 24.11.2005 im KellerKino
Normale Wertung: 8,5 von 10 Punkten
Promille-Wertung: 9 von 10 Punkten
24 November 2005
So was wie Liebe - USA 2005
OFDB-LinkOriginaltitel: A lot like love
Genre(s): Drama / Liebe / Komödie
Laufzeit: ca. 103 Min.
Alterseinstufung: FSK 0
Inhalt:
Oliver (Ashton Kutcher) und Emily (Amanda Peet) lernen sich auf einem Flug von Los Angeles nach New York kennen. Zwar verstehen sich die beiden außerordentlich gut, dennoch benötigen sie zur Entwicklung ihrer Freundschaft ganze sieben Jahre, in denen sie sich gelegentlich treffen. Aus der zufälligen Begegnung wird eine Freundschaft, aus der Freundschaft wird... vielleicht doch mehr?
Kritik:
Diese sporadischen Begegnungen der beiden über die 7 Jahre werden mit Zeitsprüngen überbrückt. Dazwischen bleibt leider zu wenig Zeit, um die Entwicklung der Charaktere ausreichend nachvollziehbar darzustellen.
So ist Emily am Anfang eine Rockerin in New York, um 2 Jahre später ihr Glück als Schauspielerin in LA, an der Seite eines schnöseligen Drehbuchschreibers zu probieren. Das alles wird nur kurz angerissen, wäre aber sicher recht interessant gewesen.Der grosse Pluspunkt des Films sind die beiden Hauptdarsteller, die ihre Charaktere sehr sympathisch spielen, und denen man die Liebe auch glaubt. Beide dürften für das jeweils andere Geschlecht auch optisch äusserst ansprechend sein - ich finde Amanda Peet (siehe Screenshot rechts) auf alle Fälle absolut top.
Und Ashton Kutcher beweist wieder einmal mehr sein Schaupiel-Talent, welches man ihm auf den ersten Blick kaum zutraut. Ich bin schon gespannt, wann er sich mal an eine richtig ernsthafte Rolle wagt - obwohl er den netten Jungen von nebenan perfekt drauf hat.
Kurzum, ein Film, den man Romantikern nur empfehlen kann.
Screenshots: Anfangs können die beiden sich noch nicht so richtig leiden.

Ein Erinnerungsfoto der besonderen Art schiesst Emily da gerade...

Emily, einige Zeit später, mit ihren Freundinnen.

angeschaut am: 7.11.2005
Normale Wertung: 6 von 10 Punkten
23 November 2005
Elektra - USA 2005
OFDB-LinkGenre(s): Fantasy
Laufzeit: ca. 96 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
Elektra (Jennifer Garner) ist die perfekte Kampfmaschine. Seit frühester Kindheit hat sie ihre Martial-Arts- und Messerkünste geschult, nur ihre Ungeduld und Unbeherrschtheit kommen ihr manchmal in die Quere. Deshalb verließ sie auch die Ausbildung ihres blinden Senseis Stick (Terence Stamp). Elektra verdient sich ihre Brötchen nun als hochbezahlte Auftragskillerin, ist aber mental völlig abgestumpft und auf der Suche nach sich selbst.
Ihr aktueller Job bringt sie in eine schwierige Lage. Die Kampfamazone soll ihren neuen Nachbarn Mark (Goran Visnjic) und dessen Tochter Abby (Kirsten Prout) eliminieren. Da sie die beiden bereits kennen gelernt hat, macht sich plötzlich ihr verloren geglaubtes Gewissen bemerkbar und sie entwickelt sich stattdessen zu Marks und Abbys Beschützerin. Das Verbrechersyndikat „The Hand“ hat es auf die beiden abgesehen und will sie unbedingt umbringen...
Kritik:
Elektra war ja bereits im Film Daredevil ein sehr interessanter Charakter, der nun einen eigenen Film bekommen hat. Im Gegensatz zu Daredevil ist dieser Film aber eher dem Genre Fantasy zuzuordnen. So wird zB bei den Guten, angeführt von Sensei Stick (Terence Stamp) eine Meditations-Technik gelehrt, mit der man als Meister sogar Tote wiederbeleben kann. Bei der bösen Organisation namens "Die Hand" wiederum gibt es eine Kämpferin namens Typhoid, die ihren Gegnern die Lebenskraft rauben kann.
Alles ist hier fernöstlich geprägt. Die Gegner kommen als Ninjas daher und lösen sich bei ihrem Tod in grünen Rauch auf.
Ich erwähne dies alles, weil man sich dessen bewusst sein sollte. Elektra scheint mir nämlich ein Film zu sein, der einem entweder gefällt oder nicht. Den Kritikern gefiel er nicht besonders. Mir dagegen sehr.Ich finde vornehmlich den Charakter Elektra extrem cool. Jennifer Garner (siehe Screenshot rechts) spielt die kampfstarke, aber emotional unsichere Figur sehr gut, wie ich finde.
Andererseits sind ihre Gegner total unterschiedlich und sehr fantasievoll. Zum einen die bereits erwähnte Typhoid, dann ein Kerl namens Tattoo, der aus den Tattoos an seinem Körper Geisterwesen entspringen lassen kann. Der Oberbösewicht ist extrem schnell und scheint auch nicht von dieser Welt zu sein.
Es gibt leider recht wenige, dafür aber sehr gute Actionsequenzen zu sehen, die sehr stilvoll inszeniert sind. Überhaupt die Optik ist hervorragend und hebt diesen Film von anderen ab.
Problemkind ist das Drehbuch. Es scheint unausgegoren. So wird eine Liebesgeschichte angedeutet, aber nicht konsequent weiterentwickelt. Man hat manchmal das Gefühl, dass man auf einen zweiten Teil gesetzt hat, um manches zu vertiefen. Dieser wird aber wohl nicht kommen, dafür waren die Einspielergebnisse zu schlecht. Letztlich ist die Handlung für eine Comic-Verfilmung aber ausreichend.
Screenshots:
Die Bösewichter von "Die Hand"

Abby wird von guten Ninjas beschützt.

Ein ausgefallener "Assassinen"-Bogen...

Elektra und ihr Gegenspieler kennen sich bereits von früher...

Typhoid saugt Elektra die Lebenskraft aus.

Eine unangenehme Begegnung mit Schlangen, gesteuert von Tattoo.

angeschaut am: 2.11.2005 im KellerKino (insgesamt 2 mal gesehen)
Normale Wertung: 8,5 von 10 Punkten
22 November 2005
The Fog - Nebel des Grauens - USA 1979
OFDB-LinkGenre(s): Grusel / Horror
Laufzeit: ca. 86 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Bemerkung: Uncut-Version
Inhalt:
Ein alter Seebär erzählt Kindern eine gruselige Geschichte: Die Besatzung eines vor 100 Jahren vor der Küste des Fischerdorfes im dichten Nebel gesunkenen Schiffes werde wiederkommen und Rache nehmen. Während der Alte erzählt, erhält die Sprecherin der Radiostation im Leuchtturm die Mitteilung, daß eine dichte Nebelbank auf die Küste zutreibt. Die Legende wird Wirklichkeit.
Kritik:
Passend zu Halloween haben wir uns diesen Klassiker des Horrorgenres angesehen.
Regisseur John Carpenter zeigt hier wie man es machen sollte. Mit einer Reihe verschiedener Personen, die schliesslich durch den Nebel zusammengeführt werden, erzählt er ruhig diese klassische Geistergeschichte. Langsam wird die Spannung aufgebaut und eine tolle Atmosphäre erzeugt. Dies gelingt mit simplen Mitteln - der Nebel ist einfach aber effektiv als Mittel um Angst zu erzeugen. Die Untoten sind nur schemenhaft zu sehen.
Am besten ist, wie immer, Carpenters Soundtrack dazu. Dieser trägt enorm dazu bei, eine Gruselatmospäre zu erzeugen.
Zum Schluss wird es dann auch extrem spannend, wenn es darum geht, wen die Untoten als letztes Opfer holen werden.
Übrigens: Auch dieser Film wurde von einem Remake nicht verschont...
Fazit: Ein Gruselklassiker, der auch heute noch gut funktioniert.
Screenshots: Jamie Lee Curtis als Tramperin.

Adrienne Barbeau als Radiomoderatorin (die übrigens nur grauenhaften Jazz spielt).

Die Untoten tauchen aus dem Nebel auf.

Mein Kollege Oleg the Bum meint: "5 Punkte für die tolle Gruselatmospäre in diesem Klassiker."
Teil 2 unsers Halloween-Double-Features.
angeschaut am: 31.10.2005
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten
Promille-Wertung: 6 von 10 Punkten
21 November 2005
Dr.Chopper - USA 2005
OFDB-LinkGenre(s): Horror
Laufzeit: ca. 84 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Dr. Chopper war einst ein angesehener Schönheitschirurg, der das Abtrennen von Körperteilen zu seiner Passion gemacht hat. Unterstützt durch zwei kannibalische Krankenschwestern fährt er auf einem Motorrad durch einsame Wälder und versenkt sein Messer in unvorsichtige Jugendliche. Frische Körperteile halten ihn und seine Gehilfinnen am Leben, eine abgelegene Hütte dient als Operationssaal. Die ständigen Transplantationen haben ihn nicht nur grausam entstellt, sondern auch zu einem sadistischen Wahnsinnigen gemacht. Wenn Dr. Chopper auftaucht, liegt Tod in der Luft... niemand kann seinem Skalpell entkommen!
Kritik:
Die obige Inhaltsangabe hört sich um einiges besser an, als der Film letztendlich ist. Es ist wieder mal ein Horrorfilm aus der C-Liga, der mit sichtlich kleinem Budget gedreht wurde.
Interessant finde ich die Freigabe ab 16, die zeigt, dass mittlerweile tatsächlich eine Evolution in Sachen FSK stattgefunden hat. Solch trashige Horrorfilme werden nicht mehr so hart beurteilt wie früher. Denn ernstnehmen kann das niemand, auch kein 16-jähriger.
Splattereffekte sind dünn gesät und beschränken sich auf etwas Kannibalismus und abgetrennte Gliedmassen.
Schauspielerisch gehts auf gutem Laienspielniveau zur Sache. Positiv zu erwähnen ist sicher, dass die gecasteten Babes allesamt hübsch anzusehen sind, sich aber leider nicht nackig machen.
Handlungstechnisch gibt es sogar eine überraschende Wendung in einem ansonsten sinnfreien aber typischen Plot.
Die deutsche Synchronisation ist übrigens auf demselben niedrigen Niveau, wie der ganze Film.
Screenshots: Mein Lieblings-Babe...

Seine eifrigen Schwestern kümmern sich um eine Patientin.

Eine Hand im Topf...

Warum schaut sie wohl so böse....?

Mein Kollege Oleg the Bum meint: "3 Punkte, wegen der durchweg attraktiven Babes und einer einigermassen professionellen Produktion."
Teil 1 unseres Halloween-Double-Features.
angeschaut am: 31.10.2005
Normale Wertung: 2 von 10 Punkten
Promille-Wertung: 3 von 10 Punkten
20 November 2005
Die Hölle von Dien Bien Phu - FRA 1992
OFDB-LinkGenre(s): Drama / Krieg
Laufzeit: ca. 115 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
Der Anfang vom Ende der französischen Kolonialpolitik, dargestellt an der Kesselschlacht von Dien Bien Phu in Indochina. In eine Rahmenhandlung eingebettet und in drei Erzählstränge aufgefächert, berichtet der Film von einer unnötigen Schlacht für eine verlorene Sache. Auch wenn einige Szenen der Faszination des Kriegsgeschehens zu erliegen scheinen und dem Leid kein individuelles Gesicht verliehen wird, verzichtet der Film auf jede Emotionalisierung und beschreibt nüchtern die Mechanik des Krieges. Videotitel: "Die Schlacht von Dien Bien Phu"
Kritik:
Interessant macht diesen Film, dass man ja meist nur aus Sicht der Amerikaner von ihrem Vietnamkrieg erfährt. Doch die Franzosen hatten das Problem ja vorher schon.
Der Film vermittelt gut das Gefühl, dass die Soldaten für eine verlorene Sache kämpfen. Zaghaft werden die Truppen verstärkt, doch ohne eine echte Chance gegen die Angreifer.
Mißfallen hat mir, dass man zuwenig Einblick in die Situation bekommt. Hier wäre ein kleiner Strategieteil mit Karten und Truppenstärke hilfreich gewesen.
Die Identifikationsfiguren sind auch etwas dünn gesät, aber wie gesagt liegt das Hauptaugenmerk darauf die Stimmung zu dieser Zeit zu vermitteln.
Die Action beschränkt sich hauptsächlich auf Bombardierungen und gelegentliche Verteidigungsaktionen.
In einer (für mich total nervenden) Nebenrolle übrigens Donald Pleasence als amerikanischer Reporter, der sozusagen für die (noch) neutrale Seite in diesem Krieg steht.
Kurzum eher ein Film für Genrefans, definitiv keine Unterhaltung a la Hollywood.
Screenshots:


angeschaut am: 5.11.2005
Normale Wertung: 4 von 10 Punkten
Labels: 1990er
19 November 2005
James Bond 007 - Stirb an einem anderen Tag - GB 2002
OFDB-LinkGenre(s): Action
Laufzeit: ca. 127 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
Durch einen Verräter in den eigenen Reihen gerät James Bond für über ein Jahr in die Gefangenschaft des nordkoreanischen Militärs. Gegen einen feindlichen Agenten wird er schließlich freigekauft, doch seine Dienste sind nicht weiter verlangt. So ermittelt er auf eigene Faust, und reist nach Kuba, wo er seinen Gegenspieler Gustav Graves vermutet, der mit seiner Diamantmine ein Imperium aufgebaut hat. Dort begegnet er der hübschen Jinx, die ihrerseits ein Hühnchen mit Graves zu rupfen hat. Als Indizien auftauchen, die einen Verdacht erhärten, dass Graves einen nordkoreanischen Putsch unterstützen will, darf 007 wieder offiziell für den MI6 ermitteln - und bekommt Graves PR-Beraterin Miranda Frost zur Seite gestellt, die ebenfalls für den Geheimdienst arbeitet...
Kritik:
Der, wie wir inzwischen wissen, letzte Bond-Film mit Pierce Brosnan ist auch schon wieder knapp 3 Jahre alt. Grund genug ihn nochmal anzusehen.

Meine ursprünglichen Kritikpunkte aus dem damaligen Kinobesuch sehe ich zwar etwas lockerer, doch bleibe ich dabei: Zu viel Action - zu unglaubwürdig.
Realismus und Bond waren schon immer kein gutes Paar, aber diesmal wurde es doch sehr übertrieben.
Wie Bond z.B. aus dem Eis-Racer in Windeseile eine Kite-Ausrüstung fabriziert und zwischen den Eisschollen über den Mini-Tsunami gleitet war schon sehr übertrieben. Ganz zu schweigen von der Schlusssequenz in dem sich auflösenden Flugzeug. Ich sehe ja ein, dass es spannend sein soll, doch irgendwo gibt es Grenzen.
Die Story ist sicher keine der besten, vor allem wegen dem Nordkorea-Hintergrund. Ich habe leider nicht wirklich verstanden, woher der Fiesling so viel Geld hat um sich die Superschurken-Ausrüstung zu kaufen, aber das ist ja auch nebensächlich.
Positiv gefiel mir der Anfang, als Bond im Alleingang unterwegs war. Diese persönliche Rachegeschichte hätte man durchaus noch konsequenter umsetzen können.
Das Beste am ganzen Film ist aber ganz klar Halle Berry als Jinx (siehe Screenshot rechts). Nicht nur das sie Erotik pur verströmt, sie passt auch wunderbar zu James Bond, als sein weibliches Gegenstück. Es war ja unmittelbar nach dem Filmstart ein Spin-Off für Jinx im Gespräch und ich kann nur hoffen, dass es irgendwann dazu kommt.
Das zweite Bond-Girl ist Rosamund Pike, die aber, genau wie der Superschurke, eher blass bleibt. Die Nacht zwischen ihr und Bond diente ja wohl nur dazu um ihn hinters Licht zu führen, denn sie wirkte auch relativ unmotiviert. Zum Schluss macht sie zwar eine gute Figur, wenn sie (extra für uns) im Bikini-Top einen Schwertkampf mit Jinx anfängt, doch sie wirkt kaum richtig gefährlich.
Die Bond-Filme haben mit dieser 20.Ausgabe gezeigt, dass sie ein Story-Problem haben. Alles war schonmal da und läuft immer wieder auf dieselbe Superschurken-Story hinaus. Mal abwarten ob der nächste Bond, der 2006 gedreht wird, daran etwas ändert. Angeblich soll es ja wieder "back to the roots", als Ian Flemings Romanvorlagen, gehen.
Mehr gibt es auch nicht zu sagen, da es sich um Popcorn-Kino handelt. Wenn man mit dieser Einstellung den Film sieht, dann wird man gut unterhalten und von Jinx verzaubert...
Screenshots: Madonna hat eine Nebenrolle als Fechtlehrerin.

Halle Berry als Jinx.

Der Bösewicht mit den Diamanten-"Piercings".

Jinx beim Endkampf im Flugzeug.

angeschaut am: 12.11.2005
Normale Wertung: 6 von 10 Punkten
18 November 2005
Dirty Harry - USA 1971
OFDB-LinkGenre(s): Action / Thriller
Laufzeit: ca. 98 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Mit einem gezielten Schuss tötet ein unbekannter Killer vom Dach eines Wolkenkratzers aus ein ahnungsloses Mädchen. Der Täter droht mit weiteren Morden und fordert Lösegeld. Schliesslich entführt er ein 14-jähriges Mädchen und begräbt es lebendig: 200.000 Dollar oder das Mädchen wird ersticken. Harry erhält den Auftrag, das Lösegeld zu übergeben. Ein verzweifelter Kampf gegen die Zeit und gegen einen bestialischen Killer beginnt.
Kritik:
Harry Calahan (Clint Eastwood) ist der Inbegriff des harten Cops. Seit dieser Film 1971 erschien hat er viele Nachahmer gefunden, die nach derselben Masche gestrickt sind.
Deswegen muss man dem Film aus heutiger Sicht natürlich einen gewissen Bonus geben.
Natürlich dreht sich alles um die Hauptfigur, die auch heute noch unheimlich cool rüberkommt. Bestes Beispiel ist am Anfang seine Mittagspause, die er kurz unterbrechen muss, um nebenan einen Bankraub zu vereiteln. Ohne viel Federlesen knallt er die 4 Bankräuber ab. Der Einzige, der in dem Chaos ruhig bleibt ist "Dirty" Harry.
Was sich im Laufe des Films herauskristallisiert ist, dass Harry sich gar nicht so sehr von seinen Gegenspielern unterscheidet - er scheint genau wie die Kriminellen aus einer vergangen Epoche zu stammen, wo man sich mit Faustrecht durchgesetzt hat. Das zeigt sich immer wieder, wenn seine Vorgesetzten und Kollegen den Buchstaben des Gesetzes folgen und sich Callahan darüber hinwegsetzt - natürlich für einen guten Zweck. Deswegen ist der Film auch vieldiskutiert. Denn was man als legitim empfindet ist eben nicht auch legal, und das sollte besonders ein Polizist natürlich wissen.
Callahan ist aber trotzdem unverzichtbar, denn ausser ihm scheint niemand die Drecksarbeit machen zu wollen oder zu können. Insofern nimmt man einige Übertretungen in Kauf.
Sein Gegenpart verblasst gegenüber Callahan. Besonders aus heutiger Sicht ist er nur einer der unzähligen irren Verbrecher, die erst aufgeben, wenn sie ihren letzten Atemzug getan haben.
Der Film selber wird ruhig erzählt, aus heutiger Sicht wohl zu lang. Es gibt wenige Action-Szenen, die dafür aber sehr stilvoll und gut gemacht sind. Callahan bleibt dabei immer glaubwürdig menschlich, was ihn wohltuend von den diversen Übermenschen-Helden abhebt.
Die 70er Atmosphäre fand ich einfach nur gut, auch die Musik-Untermalung.
Die Story fand ich ziemlich schwach - trotz einiger Nebenhandlungen passiert einfach zu wenig. Auch dass man bei vielen Nachtszenen, vor lauter Dunkelheit kaum was sieht war nicht so gut.
Fazit: Ein Pflichtfilm für Cineasten. Ich vergebe 6 Punkte - denn mit heutigen Filmen kann er aus den oben genannten Gründen einfach nicht mehr ganz mithalten.
Screenshots: Harry Calahan (Clint Eastwood) bei der Arbeit am Boden...

...und auf dem Dach eines Schulbusses.

Ein Messer im Bein des Bösewichts.

PS: Habe hier noch eine ausführliche (fast schon wissenschaftliche) Kritik gefunden.
angeschaut am: 17.11.2005
Normale Wertung: 6 von 10 Punkten
17 November 2005
Carolina - USA 2003
OFDB-LinkGenre(s): Drama / Liebe
Laufzeit: ca. 97 Min.
Alterseinstufung: FSK 6
Inhalt:
Carolina Mirabeau (Julia Stiles) arbeitet für die TV-Kuppel-Show "Perfect Date". Doch ausgerechnet, als Kandidat Heath Pierson (Edward Atterton), ein reicher Schönling aus England, auftaucht, geht der Job schief, und sie wird gefeuert. Zum Trost entwickelt sich eine Liäson mit Heath, sehr zum Missfallen ihres besten und bisher platonischen Freundes Albert Morris (Alessandro Nivola), der unter dem Pseudonym Daphne St. Claire Schnulzenromane schreibt und sich seiner Gefühle für Carolina mit dem neuen Rivalen allmählich bewusst wird. Die Beziehung zwischen Carolina und Heath wird auf eine Nagelprobe gestellt, als er beim Weihnachtsfest auf ihre Familie trifft: Ihre Großmutter Mirabeau (Shirley MacLaine), die kein Blatt vor den Mund nimmt, ihre schrägen Schwestern, die schwangere Georgia (Azura Skye) und Nesthäkchen Maine (Mika Boorem), zu schlechter Letzt dann noch Vater Ted (Randy Quaid), der seine 30-tägige Trockenphase bei den Anonymen Alkoholikern feiert...
Kritik:
Gute Liebesfilme sind ja eher selten, doch dieser gehört dazu. Nicht nur die klassische Geschichte um Carolina und ihren Nachbarn, der total in sie verliebt ist, aber es ihr nie gestehen kann bzw. sie es auch nie merkt, sondern auch die Geschichte um Carolina's skurrile Familie ist toll umgesetzt und sehenswert.Ich fand die Charaktere jedenfalls sehr glaubwürdig und liebenswert - allesamt gut gespielt, wobei man natürlich Shirley MacLaine hervorheben muss.
Natürlich ist die Liebesgeschichte von Anfang an vorhersehbar, aber seien wir ehrlich, das sind fast alle Liebesfilme.
Julia Stiles (siehe Screenshot) spielt die Carolina, ähnlich wie ihre früheren Rollen, einfach toll. Sympathisch, witzig, glaubwürdig. Und dabei ist sie noch extrem süss anzusehen. Etwas schwach ist, dass am Anfang ihre Arbeitslosigkeit bzw. das leere Bankkonto noch thematisiert wird, danach aber kaum noch eine Rolle spielt, bis sie (Monate später) einen anderen Job hat. Gut fand ich dagegen ihr Coming-of-Age, wie sie realisiert, was ihre Familie und ihr Freund ihr bedeuten.
Fazit: Ein richtig netter Liebesfilm, den man nur empfehlen kann.
Screenshots: Julia Stiles als Carolina I

Carolina und "Mr. Right"

Julia Stiles als Carolina II

angeschaut am: 7.11.2005
Normale Wertung: 7 von 10 Punkten
16 November 2005
Resident Evil: Apocalypse - BRD 2004
OFDB-LinkGenre(s): Action / Horror
Laufzeit: ca. 94 Min.
Alterseinstufung: FSK 18
Inhalt:
Gerade noch konnte Alice (Milla Jovovich) Zombie-Dobermännern und anderen Scheußlichkeiten im Silo der Umbrella Corporation entrinnen, da geht für sie der Kampf schon wieder weiter. Denn Major Cain (Thomas Kretschmann) plant, die gesamte verseuchte Stadt in bälde von der Erdoberfläche zu beseitigen. Um vorher noch zu entkommen, muss die inzwischen genmanipulierte Alice mit ihren verzweifelten Mitstreitern nicht nur eine Armee von Zombies umpflügen, sondern auch ein Wiedersehen mit einem zur gewaltigen Mordmaschine mutierten, alten Kumpel überleben.
Kritik:
Resident Evil zählt zu meinen Lieblingsfilmen, insofern hatte ich hohe Erwartungen, aber auch Wohlwollen gegenüber dieser Fortsetzung. Was ich sehr mutig und gelungen finde ist, dass der Film ganz anders als der erste Teil ist. Setzte dieser viel auf Horror-Atmospäre und relativ wenig Action, so ist RE Apocalypse eindeutig action-orientierter Horror.
Dazu lässt man verschiedene Gruppen aufeinandertreffen.

Zum einen natürlich haufenweise Zombies, dann die Polizeieinheiten, allen voran die Eliteeinheit S.T.A.R.S., ausserdem noch die genetisch verbesserten/mutierten Kämpfer Alice und Nemesis.
Die Charaktere sind klar den Videospiel-Vorbildern angepasst und sehr zweckmässig.
Die Story wird rasant erzählt und macht einigermassen Sinn.
Getragen wird der Film wieder durch die Figur Alice, grandios von Milla Jovovich gespielt. Aber auch die anderen Charaktere wirken sympathischer und tiefer als die Truppe aus Teil 1.
Highlights sind für mich die aus Teil 1 bekannte tolle Optik - man fühlt sich in einem realistischen RE-Universum zu Gast - und ein hervorragender Schluss, der einen unheimlich auf Teil 3 gespannt macht.
Alles in allem ein würdiger Nachfolger zu Teil 1, der erfrischend anders inszeniert ist. Nicht ganz so atmospärisch, dafür sehr actionlastig.
Screenshots: Nemesis gibt den S.T.A.R.S. Zunder...

Milla Jovovich als Alice.

Carlos Olivera (Oded Fehr) und Jill Valentine (Sienna Guillory).

Alice ist auch mit erhobenen Armen gefährlich...

Ich freue mich schon auf Teil 3!

angeschaut am: 29.10.2005 (insgesamt 5x gesehen)
Normale Wertung: 8,5 von 10 Punkten
Labels: 2004, Deutschland
15 November 2005
Jungfrau (40), männlich, sucht... - USA 2005
OFDB-LinkGenre(s): Komödie
Laufzeit: ca. 116 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
Der vierzigjährige Andy Stitzer (Steve Carrell) arbeitet in einem Elektrofachgeschäft, besitzt ein schönes Haus voller Actionfiguren und hatte noch nie in seinem Leben Sex. Das soll sich ändern, finden seine Freunde, obwohl Andy selbst den Geschlechtsverkehr gar nicht so sehr zu vermissen scheint. Als Trish (Catherine Keener), allein erziehende Mutter von drei Kindern und ebenfalls um die 40, in sein Leben tritt, sind alle Kollegen voller Hoffnung. Doch Trish steht auf platonische Beziehungen
Kritik:
Dieser Film hat mMn ein Problem damit, dass er eine derbe Sex-Komödie und einen Liebes-/Romantik-Part miteinander vermischt. Heraus kommt dann leider nichts herausragendes in beiden Bereichen. Und viele Romantiker dürften sich durch die derben Zoten abgestossen fühlen.
Die Witze über Sex, bzw. über das Fehlen von Sex, haben wir schon um einiges besser in diversen Teeniekömödien gesehen, allen voran American Pie. Interessant ist da schon eher die Verschiebung, die im Laufe des Films stattfindet. Bedauern ihn seine Kollegen anfänglich noch, wegen seiner Jungfräulichkeit, und prahlen mit ihrem Sexleben, so dreht sich das im Verlaufe des Films. Die Kollegen entpuppen sich als ziemlich unglücklich, während es für Andy trotz Sexmangel immer besser läuft.
Gut gefiel mir der Romantik-Teil. Die Gegensätze zwischen Andy und Trish geben einiges her, und Catherine Keener spielt ihre Rolle sehr gut.
Schauspielerisch kann man sowieso nicht meckern. Alle Charaktere haben ausreichend Spielraum, um sich klar auszugestalten.
Fazit: Für eine Sexkomödie wirds zum Schluss zu kitschig, für eine Romanze ist es zu zotig. Durchschnittliche Unterhaltung, die einem nicht länger im Gedächtnis bleibt.
Screenshots: Andy und Trish bei ihrem ersten Date.

Die Jungs versuchen Andy (und sich) mit Speed-Dating weiterzuhelfen.

angeschaut am: 16.10.2005
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten
Promille-Wertung: 6 von 10 Punkten
14 November 2005
Who Is Watching - Im Auge des Todes - ESP 2003
OFDB-LinkOriginaltitel: Más de mil cámaras velan por tu seguridad
Genre(s): Thriller / Horror
Laufzeit: ca. 109 Min.
Altersempfehlung: ab 12
Inhalt:
Als eine Gruppe von Studenten, unter ihnen Toni und Susana, eine geisterhaft verlassene U-Bahnstation betreten, sticht ihnen sofort das Schild „Mehr als 1000 Kameras garantieren für ihr Sicherheit“ ins Auge, doch ist das die sichere Realität oder fataler Zynismus? Sie haben das Gefühl, dass jemand ihre Schritte kontrolliert, sie beobachtet und ihre Grenzen in einer Art makabrem Spiel, dessen Beginn niemand von ihnen rekonstruieren kann und dessen Sinn nicht erkennbar ist, testet. Die Studentengruppe ist durch einen Anruf in den Zoo bestellt worden, doch alle Gehege sind leer. Surreale Ereignisse passieren und die Schlinge zieht sich immer enger um die Studenten.
Kritik:
Dieser Thriller aus Spanien setzt einmal mehr darauf eine Gruppe junger Leute fertigzumachen. Der Clou sind diesmal die erwähnten Kameras, die unser tägliches Leben überwachen und hier von geheimnisvollen Fremden mißbraucht werden.
Der Film hat leider riesige Logikfehler in seiner Handlung. Da wirkt vor allem nach der Auflösung am Schluss vieles konstruiert bzw. völlig unglaubwürdig. So zB eine U-Bahn-Station die in einem Moment belebt ist und im nächsten völlig verlassen.
Nichtsdestotrotz fand ich ihn ganz ok. Die mitwirkenden Babes sind alle sehr lecker und auch die Jungs machen ihre Sache gut. Sprich, die Beziehungen untereinander sind fast interessanter, als der Thriller-Teil.
Wer sich nicht daran stört, wenn Geschichten total konstruiert sind, um dann den Aha-Effekt auszulösen, der sollte einen Blick riskieren, alle anderen müssen nicht unbedingt.
Screenshots:


angeschaut am: 6.11.2005
Normale Wertung: 4 von 10 Punkten
Labels: Spanien
13 November 2005
Ice Princess - USA 2005
OFDB-LinkGenre(s): Sport / Drama / Komödie
Laufzeit: ca. 98 Min.
Alterseinstufung: FSK 0
Bemerkung: englische Originalfassung
Inhalt:
Schülerin Casey (Michelle Trachtenberg) ist Bücherwurm und Physik-Ass und träumt eigentlich von einer Karriere als Eiskunstläuferin, während ihre Mutter (Joan Cusack) sie zu einem Harvard-Stipendium drängt. Für ihre Bewerbung leitet sie die physikalischen Formeln ab, die beim Schlittschuhlaufen zum Tragen kommen. Am Eisring der ehemaligen Olympiade-Teilnehmerin Tina (Kim Cattrall) betreibt sie Nachforschungen. Hier trainieren auch Tinas biestige Tochter Gen (Hayden Panettiere) und ihre Clique, die sich wenig kameradschaftlich verhalten, als Casey selbst Stunden nimmt.
Kritik:
Ja, auch Eiskunstlauffilme schaue ich mir an! Ok, ich gebs zu: Ich finde Michelle Trachtenberg (siehe Screenshot rechts) einfach megasüss. Nachdem wir sie 3 Staffeln bei Buffy als die kleine Schwester der Vampirjägerin gesehen haben, spielte sie in der Teenie-Komödie Eurotrip mit.
Letztere war abgesehen von den groben Europa-Klischees übrigens ganz lustig. Und nun hat sie ihre erste Hauptrolle ergattert. Und keine leichte, denn Eislauffertigkeiten sind gefragt. Zumindest grazile Bewegungen, und die hat sie ganz eindeutig drauf.Ice Princess ist perfekte Sonntagnachmittags-Unterhaltung mit einer hervorragenden Hauptdarstellerin, die locker den Film alleine tragen könnte, dabei aber auch noch super unterstützt wird. Kim Cattrall als knallharte Trainer-Mom und Joan Cusack als verständnislose Mutter, ob des "chauvinistischen" Eislauf-Sports, sind gegensätzlich und zugleich dieselbe Ausprägung von Eltern, die ihre Kinder zu dem treiben wollen, was sie nie geschafft haben.
Nachdem es anfänglich nach der üblichen High School Hackordnung aussieht springt Hayden Panettiere als beliebte Gen, zuletzt gesehen in Raising Helen, bald über ihren Schatten und freundet sich mit Kacey an.
Auch eine kleine Liebesgeschichte ist eingebaut, tritt aber angesichts der sportlichen Ereignisse kaum in den Vordergrund.
Hervorragend ist auch die Musikauswahl, von der man reichlich zu hören bekommt. Der Soundtrack passt diesmal optimal zum Film und bringt ncoh einen Extrapunkt.
Schön ist vor allem, dass der Film zwar einerseits Klischees bedient, aber trotzdem ein Herz für seine Darsteller hat. So fühlt man denn auch sehr mit Kacey, die sich sehr fürs Eislaufen beigeistert, Gen, die lieber ein normaler Teenie wäre, und den anderen mit. Sehr witzig ist der Einblick in die knallharte Eiskunstlaufwelt, wo z.B. Kirsten Olson als Nikki (mit dem kruden Spitznamen "Der springende Shrimp") innerhalb von Millisekunden von Biest auf Herzchen umschalten kann.
Kurzum eine gelungene Mischung, die mich sehr gut unterhalten hat.
Screenshots: Hayden Panettiere und Kim Cattrall als Tochter und Mutter

Für Kacey wird auch eine kleine Romanze angedeutet.

Kacey bei einem Turnier.

angeschaut am: 4.10.2005
Normale Wertung: 7,5 von 10 Punkten
Labels: 2005, Originalsprache, USA
11 November 2005
SAW II - USA 2005
OFDB-LinkGenre(s): Horror / Thriller
Laufzeit: ca. 93 Min.
Altersempfehlung: FSK 18
Bemerkung: englische Originalfassung
Inhalt & Kritik:
Jigsaw ist wieder da. Und wieder stellt er die Polizei vor ein Rätsel und ein paar unglückliche Gefangene vor die Wahl: Leben oder Sterben?
Nach dem absolut hammermässigen ersten Teil ist es ganz schwer daran anzuknüpfen. Insofern hatte ich meine Erwartungen schon gezügelt. Und das war auch gut so, denn für sich betrachtet ist der 2. Teil zwar ähnlich krass wie Teil 1, aber man ist doch auf gewisse Überraschungen natürlich schon vorbereitet. Bei Saw-Filmen ist eben nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint.
Ähnlich wie bei Teil 1 ist es am besten, man weiss nichts von der Handlung, dann kann man die Überraschungen besser geniessen. Deswegen nur noch ein paar allgemeine Bemerkungen:
Die Schauspieler machen ihre Sache gut. Es gibt ein erfreuliches Wiedersehen mit Dina Meyer, einem meiner Lieblingsbabes, die neben Jigsaw auch schon in Teil 1 zu sehen war.
Es geht wieder recht heftig zur Sache, ein paar Splatterszenen sind dabei. Eine heftige Szene mit Drogenabhängigen und Nadeln...
Die Spannungskurve fand ich nicht ganz so hoch wie bei Teil 1 - dafür sind diesmal zu viele "Gefangene" dabei. Aber sie ist immer noch ausreichend hoch.
Kurzum, wem Saw gefiel, der wird auch Saw II mögen! Definitiv eine gelungene Fortsetzung, was im Horrorgenre eher selten ist.
Screenshots: Dina Meyer und Donnie Wahlberg als ermittelnde Detectives...

...und zusammen mit einem SWAT-Spezialisten.

Beverley Mitchell, eine Gefangene, gerät in Panik.

Eine perfide Todesmaschine - erdacht von Jigsaw.

Mein Kollege Oleg the Bum vergibt ebenfalls 8 Punkte an "diesen würdigen Nachfolger von Teil 1".
angeschaut am: 9.11.2005
Normale Wertung: 8 von 10 Punkten
10 November 2005
Hass - FRA 1995
OFDB-LinkOriginaltitel: La Haine
Genre(s): Drama
Laufzeit: ca. 94 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
In den tristen und armen Vierteln der Pariser Banlieus halten sich die arbeitslosen Jugendlichen mit kleinen Drogendeals über Wasser und warten darauf, daß sich endlich etwas in ihrem Leben ändert. Als der 16jährige Araber Abdel von der Polizei fast zu Tode geprügelt wird, brechen überall in den Trabantenstädten Aufstände aus. Der junge Jude Vinz findet eine 44er Smith & Wesson, die ein Polizist während der Straßenschlachten verloren hat. Stolz erklärt er seinen Freunden Hubert und Said, daß er damit einen der brutalen Polizisten töten wird. Endlich kann er seinem Haß gegen das System freien Lauf lassen.
Kritik:
Passend zu den aktuellen Geschehnissen in Frankreich, nämlich tagelangen Krawallen in den Banlieues, sehe ich mir nochmals diesen Film von 1995 an. Denn die Randale ist in Frankreich beileibe keine neuartige Erscheinung. Obwohl 10 Jahre vergangen sind ist der Film brandaktuell.
Der Film verzichtet auf Farbe, ist in schwarzweiss. Dadurch verstärkt er das triste Gefühl, dass in den Plattenbausiedlungen herrscht.
Er zeigt von neutraler Seite einen Tag im Leben von drei Jungs aus der Vorstadt. Dabei bekommt man einerseits einen Eindruck von dem aggressiven Umfeld in dem sie leben, wo sich keiner mehr um andere schert und nur der Stärkere Recht bekommt, was ein gewisses Verständnis für ihr Verhalten bewirkt. Andererseits sieht man aber auch, dass viele gar kein Interesse an einer Verbesserung der Situation haben. Die Sinnlosigkeit der Krawalle zeigt sich exemplarisch daran, dass die Boxhalle von Hubert, die dieser über 2 Jahre mühsam aufgebaut hat, ebenfalls gebrandschatzt wird.
Ebenso abwägend finde ich die Darstellung der Polizei. Da sind einerseits welche die versuchen die Lage zu beruhigen, während andere unverhohlen rassistisch vorgehen und die Jungs schikanieren - die ja wiederum auch keine Unschuldslämmer sind.
So schafft es der Film meiner Meinung nach relativ neutral zu bleiben und zeigt eine Randgesellschaft, die einem Pulverfass gleicht.
Einzig den Schluss finde ich persönlich weniger gelungen, weil etwas unglaubwürdig. Nichtsdestotrotz ein starker Schluss - ich will aber hier nichts verraten.
Schauspielerisch finde ich die Leistungen hervorragend. Allen voran Vincent Cassel als tumb-aggressiver Prolo, aber auch die anderen beiden Hauptrollen überzeugen.
Fazit: Ein anspruchsvolles Drama, das auch nach 10 Jahren kein bisschen an Aktualität und Brisanz verloren hat.
Screenshots: Vinz und Hubert.

Said und Hubert werden wegen ihres Aussehens verhaftet...

...und anschliessend "verhört".

Kleine Gegenüberstellung von Vincent Cassel als aggressivem Jugendlichem...

...und als jugendlichem Charmeur in "Lügen der Liebe", nur ein Jahr später.

Was Frisur und Kleidung doch ausmachen können...
angeschaut am: 9.11.2005
Normale Wertung: 8 von 10 Punkten
Labels: 1990er
09 November 2005
Red Skies - USA 2002
OFDB-LinkGenre(s): Action / Thriller
Laufzeit: ca. 77 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Malcom Cross (Shawn Christian) und Riley (Kadeem Harrison) sind Partner bei einer Sondereinsatzgruppe des FBI. Nicht lange fragen, handeln – so könnte ihr Wahlspruch lauten. Die Erfolge sprechen für sie, auch wenn ihre Methoden nicht immer den Statuten entsprechen. Nach einem Einsatz, bei dem die zwei mal wieder alle Vorschriften und Vorgesetzten umgangen haben, werden sie, sozusagen als Strafe, der Einwanderungsbehörde zugeteilt. Vor der Küste liegt ein Frachter mit illegalen Einwanderern, der aufgebracht werden soll. Beim Einsatz wird jedoch schnell klar, dass nicht alle an Bord nur harmlose Flüchtlinge sind. Unter ihnen befinden sich auch zwei Undercover-Ermittler der Militärpolizei und ein Mitglied der chinesischen Mafia, Zhao Lo (Roger Yuan).
Zhao gelingt die Flucht vom Schiff, und dabei tötet er einen der Ermittler. Dessen Partnerin, Wu Wen Li (Vivian Wu), wird erst einmal vom FBI mitgenommen und soll das Land verlassen - der Einsatz war nicht abgesprochen. Doch Li, die schon seit Jahren hinter Zhao her ist, will nicht kampflos aufgeben, sondern den Tod ihres Partners rächen. Zhaos Pläne an der Westküste gehen weit über Menschenschmuggel hinaus. Er lässt die Flüchtlinge in Drogenfabriken für sich arbeiten und baut in den USA die Position der Triaden gezielt auf. Also, so finden Cross und Riley, sei dies keineswegs Sache von Li alleine, sondern auch Aufgabe des FBIs. Mehr oder weniger eigenmächtig beschließen Cross und Riley, ihr zu helfen – und stechen dabei in ein Wespennest, bei dem sie jede Hilfe gebrauchen können...
Kritik:
So inhaltsvoll, wie sich die Beschreibung liest, kommt einem der Film gar nicht vor. John Woo als Produzent hat hier einen Film abgeliefert, der offensichtlich als Pilotfilm für eine Fernsehserie dienen sollte, die dann aber nicht entstand.
Dabei setzte man voll auf das Konzept "Style over Substance" - soll heissen es gibt gute Kamerashots, fast permanente Musikbeschallung und Zeitlupenkämpfe - dafür aber eine superdünne Handlung und klischeehafte Charaktere.
Beispiele für die Unglaubwürdigkeit sind z.B. der Vorgesetzte, der plötzlich chinesisch spricht oder der Fahnder mit dem fotografischen Gedächtnis, der früher als Profiler gearbeitet hat. Hier wäre weniger mehr gewesen. Das wirkt übertrieben.
Einzig das Konzept einer chinesischen Militärpolizistin, die in USA ihren Dienst tut und dabei gerne mit den Amis stichelt, fand ich interessant.
Den Rest hat man schon Minuten später vergessen.
Screenshot: Malcom Cross (Shawn Christian) und Wu Wen Li (Vivian Wu).

angeschaut am: 6.11.2005
Normale Wertung: 3 von 10 Punkten
08 November 2005
The Wedding Date - USA 2005
OFDB-LinkGenre(s): Romantik-Komödie
Laufzeit: ca. 89 Min.
Alterseinstufung: FSK 0
Bemerkung: Uncut-Version (ohne Scherz)
Inhalt:
Karrierefrau Kat hat Gigolo Nick engagiert, sie nach London zur Hochzeit ihrer Schwester zu begleiten, wo sie auch ihr Ex-Verlobter erwartet, vor dem sie sich keine Blöße geben will. Im Laufe einer Woche von Empfängen und Partys bahnt sich eine Beziehung zwischen Kat und Nick an, die über ihre geschäftliche Abmachung hinausgeht.
Kritik:
Klingt die Inhaltsangabe unspektakulär? So ist dann auch er ganze Film. Bei Romantik-Komödien erwarte ich ja generell keine Höchstleistungen, da die meisten mit der Prämisse gedreht werden, dass im Publikum eh lauter Pärchen sitzen, die auf das Happy-End warten.
In diesem Fall fand ich Story allerdings noch schwächer als sonst. Dass sich der professionelle Gigolo nach ein paar Stunden in seine "Klientin" verliebt hielt ich für sehr unglaubwürdig, selbst unter Romantik-Aspekten.
Lacher gibts kaum, aber man kann öfter Schmunzeln über die schrulligen Charaktere.
Schauspielerisch konzentriert sich alles auf Dermot Mulroney als Gigolo, der ohne jeden Makel seine Rolle durchzieht und stets sympathisch bleibt, und Debra Messing (bekannt aus der Serie Will & Grace). Letztere fand ich recht durchwachsen. Sie spielt die typische gutaussehende Karrierefrau, die ständig planlos in irgendwelche Fettnäpfchen tritt, aber herzensgut ist. Und diesen Typ Frau haben wir in diversen Romantic Comedies schon besser gesehen.
Positiv fand ich die sehr kurze Laufzeit von 79 Minuten (ohne Abspann). So treten bei der dünnen Handlung wenigstens keine Längen auf.
Mehr Worte über diesen Film zu verlieren lohnt dann auch nicht. Will nur anmerken, dass der geplante Kinostart in Deutschland zweimal verschoben und dann abgesagt wurde.
Ein idealer Kandidat für einen verregneten Sonnatgnachmittag zu Hause - vorzugsweise mit der Freundin.
Screenshots: Debra Messing und Dermot Mulroney

Das Brautpaar hat's auch nicht leicht...

Vor der Hochzeit feiern die Mädels nochmal ordentlich.

angeschaut am: 31.10.2005
Normale Wertung: 3 von 10 Punkten
07 November 2005
Asphalt-Kannibalen - ITA 1980
OFDB-LinkGenre(s): Horror / Action / Trash
Laufzeit: ca. 96 Min.
Alterseinstufung: FSK 18
Bemerkung: Uncut Version
Inhalt & Kritik:
Während des Vietnam-Krieges werden zwei amerikanische Soldaten aus unerfindlichen Gründen zu Kannibalen. Zusammen mit ihrem Vorgesetzten Lieutenant, den sie noch schnell gebissen haben, kehren sie in die Heimat zurück. Dort werden alle wegen des Kannibalismus behandelt. Als einer der Soldaten aus der geschlossenen Abteilung entlassen wird, kommt es bei ihm zu einem Rückfall. Er fällt eine Frau an und gibt so die Krankheit weiter, die offensichtlich ein Virus ist. Mehr und mehr Personen werden angesteckt und auch der Lieutenant kann dem Drang nach Menschenfleisch nicht widerstehen.
Der Film versucht sich durch die Vietnam-Veteranen einen glaubwürdigen Hintergrund zu geben, aber im Prinzip geht es natürlich nur darum einen billigen Schocker zu präsentieren, der sich grob an den bekannten Zombie-Vorbildern von George Romero anlehnt.
John Saxon, den ich neulich noch in Enter the Dragon gesehen habe, spielt den Lieutenant in diesem italienischen Kannibalenfilm. Er sticht als einziger der Schauspieler einigermassen heraus, die anderen agieren aber auch nicht allzu schlecht.
Die Gore-Effekte sind dünn gesät und beschränken sich auf die üblichen Beiss-Attacken auf ungeschützte Körperstellen, bevorzugt den Hals- oder Schulterbereich.
Die Handlung macht wenig Sinn, und es wird auch keinerlei Erklärung für den Virus geliefert. Einzig der "Amoklauf" der Kannibalen und die Antwort der Polizei darauf ist das Thema. Dabei sind dann auch schon mal Motorrad-Rocker als "Bürgerwehr" mit von der Partie.
Wir haben es hier eindeutig mit Trash zu tun, deshalb lohnt sich keine grossartige Betrachtung. Mit ein paar Bier intus ist der Film auf alle Fälle recht lustig, vor allem die teilweise krassen Synchronstimmen und der Soundtrack.
Screenshots: Der infizierte Soldat bedroht seinen Lieutenant mit dem Gewehr.

Ein Infizierter lässt sich das Menschenfleisch schmecken.

Mein Kollege Oleg "the Bum" meint: "3 Punkte, einer schlechter als Wächter der Nacht."
angeschaut am: 18.10.2005
Normale Wertung: 2 von 10 Punkten
Promille-Wertung: 5 von 10 Punkten
06 November 2005
Doom - USA 2005
OFDB-LinkGenre(s): Action / SciFi / Horror
Laufzeit: ca. 104 Min.
Alterseinstufung: FSK 18
Inhalt:
Eine Gruppe Amerikanischer Space Marines wird im Jahr 2145 auf den Mars geschickt, wo auf einer Forschungsstation Menschen auf ominöse Weise verschwinden. Die Aufgabe der Truppe ist klar: aufspüren und vernichten. Unklar bleibt zunächst, wie der Feind aussieht. Im Inneren der Station stoßen die Soldaten auf bösartige Monster mit übermenschlichen Kräften. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt.
Kritik:
Seit der Film angekündigt wurde, habe ich begierig darauf gewartet. Ich bin zwar kein Doom-Spieler (habe nur mal kurz das Spiel gesehen), aber ich weiss, dass es der Inbegriff des brutalen Ego-Shooters ist. Dementsprechend erwartete ich mir auch gute Härte vom Film. Nun, ich muss leider sagen, dass diese Erwartung nicht erfüllt wurde. Was ich schade finde, denn ein R-Rating in USA und FSK 18 in Deutschland ist ja doch am oberen Ende der Alters-Skala. Also hätte man ruhig mehr Härte unterbringen können.
Aber abgesehen davon fand ich den Film gut. Das liegt zum Großteil daran, dass ich auf Filme dieser Art wie Aliens oder Resident Evil unheimlich stehe, wo ein Trupp Soldaten in ein düsteres SciFi-Szenario geschickt wird. So spielt der Film viel in dunklen Gängen (wie auch das Spiel), wo einzig die Lampe an der Waffe etwas Licht bringt. Meist sieht man jedoch nur Schatten vorbeihuschen.
Diese klassische Atmosphäre kriegt der Film gut hin. Auch gut fand ich das Tempo, dass keine Längen aufkommen lässt.
Die beiden Hautpdarsteller The Rock und Karl Urban gefielen mir sehr gut, sie waren Idealbesetzung. Rosamund Pike ist lecker genug, um die einzige Babe-Rolle auszufüllen.
Die Story ist wie gesagt altbekannt aus den anderen Filmen und bietet natürlich enorme Angriffsflächen. Warum schickt man so wenige Soldaten? Wieso sind sie so bescheiden ausgerüstet? Warum testen Wissenschaftler immer krasse Sachen ohne für ausreichenden Schutz zu sorgen? Aber ehrlich gesagt habe ich mich darum nicht gekümmert. Man muss einfach den Film laufen lassen.
Obergeil fand ich eine Hommage an das Spiel, nämlich eine Sequenz aus First-Person-Perspektive, die zum Schluss kommt und ein paar Minuten dauert. Da wird auch ordentlich Härte geboten, die vorher leider Mangelware ist.
Kurzum ein Film, der gut von seinen grossen Vorbildern kopiert hat und Genrefans sicher viel Spass macht. Alle anderen werden sowieso einen Bogen drum rummachen. Allerdings freue ich mich mehr auf Resident Evil 3 als auf Doom 2.
Bei mir gibts deshalb 7,5 Punkte, soll heissen, dass ich 7 Punkte gebe, die bei wiederholtem Ansehen noch auf 8 Punkte ausbaubar sind.
Screenshots: Die Einsatztruppe steht bereit.

Karl Urban als Soldat "Reaper".

The Rock, Karl Urban und Rosamund Pike.

Mein Kollege Oleg the Bum vergibt diesmal "knappe" 7 Punkte.
angeschaut am: 3.11.2005
Normale Wertung: 7,5 von 10 Punkten
05 November 2005
Django's Rückkehr - ITA 1987
OFDB-LinkGenre(s): Action / Western
Laufzeit: ca. 91 Min.
Alterseinstufung: FSK 18
Inhalt:
Revolverheld Django ist zum friedliebenden Mönch geworden und fristet ein einsames und bescheidenes Dasein in einem Kloster. Währenddessen versklavt der brutale Orlowski ganze Dörfer, um sie in seiner Silbermine schuften zu lassen. Eines Tages entführt Orlowski auch Djangos Tochter. Django bricht auf, um den Prinzen zu töten. Doch dann wird auch er gefangen genommen.
Kritik:
Dies ist die offizielle Fortsetzung zum originalen Django-Film von 1966. Dazwischen liegen lockere 21 Jahre und dutzende inoffizielle Django-Fortsetzungen und -Kopien.
Leider kann Teil 2 in keiner Weise mit Teil 1 mithalten. War der erste noch innovativ und hat durch seine grossen Erfolg eine Unmenge an Nachahmerfilmen "inspiriert", so schien mir der 2. Teil selbst von diversen Filmen "inspiriert".
Orlowsky und seine Truppe, die in ihren feinen, sauberen Uniformen dabei ein Sklavenschiff betreiben passen irgendwie nicht in die dreckige Dschungel-Umgebung. Ebenso die Motivation Orlowsky's mit der Suche nach einem nicht-existenten Schmetterling fand ich nicht so besonders. Auch das irgendwann eine Adelige als Sklavin genommen wird und diese bereitwillig Orlowsky als Ehemann akzeptiert schien mir sehr unglaubwürdig.
Cool sind natürlich Django's Actionszenen, wobei das MG fast schon zu oft vorkommt. Hier wäre ein bisschen Abwechslung schön gewesen.
Ziemlich nervig fand ich den Schotten, der von Donald Pleasence gespielt wird, der offensichtlich den Humor beisteuern soll, aber nur ziemlich nervt.
Auch wenn das Szenario (Sklavencamp) eigentlich noch härter als bei Teil 1 ist, so herrschte dort eine härtere Atmosphäre.
Alles in allem muss man überall Abstriche zum tollen ersten Teil machen. Und irgendwie liegt der Gedanke nahe, dass dieser Teil hauptsächlich gedreht wurde um mit Franco Nero, dem Original-Django, nochmal Profit zu machen.
Screenshots: Django und sein treuer Freund, das MG...

Orlowsky und seine Zukünftige, die er grade frisch eingekauft hat.

Orlowsky's Sklaven-Aufseherin regiert mit der Peitsche.

angeschaut am: 29.10.2005
Normale Wertung: 3 von 10 Punkten
03 November 2005
Lady Whirlwind - HK 1972
OFDB-LinkAlternativtitel: Deep Thrust
Genre: Eastern
Laufzeit: ca. 84 Min.
Altersempfehlung: FSK 16
Bemerkung: englische Synchronfassung, Uncut Version
Inhalt & Kritik:
Der erste klassische Eastern, den ich hier reviewe und auch mein erster klassischer, reinrassiger Kungfu-Film, den ich mir überhaupt angesehen habe.
Anfänglich werden wir Zeuge, wie ein gewisser Ling Shou Hou von einer skrupellosen Gangsterbande fertiggemacht wird, weil er nicht mehr für sie arbeiten will.
Nach den Credits sind 3 Jahre vergangen:
Miss Tieng (Angela Mao, siehe Screenshot rechts) kommt ins Kasino der Gangster und fordert vergeblich die Auslieferung von Ling Shou Hou.Nachdem sie ein wenig Stress gemacht hat verschwindet sie und folgt einem Mädchen in den Wald, welche den halbtoten Ling Shou Hou damals gesund gepflegt und sich in ihn verliebt hat. Er ist inzwischen ein guter Kerl geworden, deshalb bittet er die rachsüchtige Miss Tieng, deren Schwester er einst schwängerte und verliess, weswegen diese Selbstmord beging, ihm noch Aufschub von ihrer Rache zu gewähren, damit er sich wiederum an den Gangstern rächen kann.
Er versucht es, doch hat er gegen einen japanischen Karatemeister keine Chance. Man bringt ihn in den Wald um ihn dort lebendig zu begraben, während seine junge Freundin misshandelt wird.
Angela Mao befreit diese auf der Suche nach ihm und verhilft dem eingebuddelten Ling Shou Hou zur Flucht. Dieser begegnet im Wald einem koreanischen Pflanzenheilkundler, der von einer Schlange gebissen wurde und hilft diesem. Als Dank für die Rettung bringt dieser ihm Thai-Chi bei, was er bei einem Gangsterüberfall auch erfolgreich einsetzen kann.
Danach nimmt er sich den Oberboss vor. Als schliesslich auch Angela Mao ihre Rache fordert bittet seine Freundin sie um Gnade und sie gewährt sie dem geläuterten Ling Shou Hou auch.

Die erste Hälfte ist recht gemächlich, die Kämpfe sind auch nicht besonders heftig. Spassig ist allenfalls die englische Synchro, die oft nicht nicht besonders synchron ist und bei der die Schläge laut wie Pistolenschüsse knallen. Dagegen sind Bud Spencer Filme nichts...
Angela Mao macht als Rächerin eine gute Vorstellung, sie ist wirklich attraktiv und kann ziemlich böse gucken, wie man oben rechts sieht.
In der zweiten Hälfte übernimmt dann der Charakter Ling Shou Hou die Hauptrolle und auch die Kämpfe werden härter. Der Teil als er Tai Chi lernt schien mir etwas unlogisch, weil man den Eindruck hatte, dies dauert nur wenige Tage, was ich mir kaum vorstellen kann. Aber als er es dann einsetzt geht es krasser zur Sache: Blut fliesst und es gibt eine heftige Schläge in den Körper.
Ebenfalls von der Handlung her etwas komisch ist, dass der japanische Karatemeister anfänglich die Freundin vor den Gangstern beschützt und nach der Anheuerung sofort völlig skrupellos wird.
Die musikalische Untermalung beim Film schwankt von solidem epischen Soundtrack, wie in 50er Jahre Filmen, bis zu eher schlechter, klavierlastiger Musik, die nach Stummfilmen klingt.
Alles in allem ein Film, der in der ersten Hälfte dank der coolen und attraktiven Angela Mao und in der zweiten Hälfte wegen der Fights sehenswert ist.
Es gibt kein "Herumgefliege", sondern durchweg realistische Fights, die natürlich mit modernen Filmen von Jackie Chan und Co. nicht mithalten können, aber ordentlich choreographiert sind.
Der Alternativtitel Deep Thrust ist übrigens ein Anspielung auf den kurz vorher erschienene Kultporno Deep Throat.
Noch ein schönes Zitat zum Schluss:
Ling Shih-hua: Miss Tien. Thank you for saving me.
Miss Tien: Forget it. I just didn't want somebody else to kill you.
Screenshots: Freundin Hsuang und Miss Tien blicken sorgenvoll in die Schlussfights.

Doch Ling Shou Hou kann, dank seiner neuen Tai Chi Kenntnisse, kräftig austeilen...

...und auch ein paar richtige heftige Treffer landen.

angeschaut am: 27.9.2005
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten
Labels: 1970er, Asien, Hong Kong
02 November 2005
Anatomie 2 - BRD 2003
OFDB-LinkGenre(s): Horror / Thriller
Laufzeit: ca. 95 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Voller Idealismus und Ehrgeiz beginnt der junge Arzt Jo Hauser (Barnaby Metschurat) sein Praktikum an einem Berliner Krankenhaus. Jo ist fest entschlossen, Mitglied im Team des renommierten Professors Müller-LaRousse (Herbert Knaup) zu werden, der dort ein spektakuläres Forschungsprojekt leitet. So könnte Jo seinem jüngeren Bruder helfen, der an Muskelschwund leidet und bislang nur vergebens auf ärztliche Hilfe hoffen konnte. Schon bald befindet sich Jo im engen Mitarbeiter-Kreis des Professors. Gemeinsam mit den ambitionierten Jungärzten Viktoria (Heike Makatsch), Sven (Frank Giering) und Hagen (Roman Knizka) stürzt sich Jo in die Arbeit - die Entwicklung künstlicher Muskelstränge. Um der lästigen Überwachung durch medizinische Kontrollgremien zu entgehen, wird das Projekt mit gefährlichen Selbstversuchen vorangetrieben. Zu spät erkennt Jo, worauf er sich eingelassen hat. Müller-LaRousse ist ein fanatisches Mitglied der Geheimloge der Antihippokraten, und das immer bedrohlicher werdende Projekt hat schon mehr als ein Opfer gefordert. Könnte Jo das nächste sein?
Kritik:
Erstmal eine allgemeine Kritik, die auf viele deutsche Produktionen zutrifft: Der Ton. Selten wird einem solch bescheidener Ton geboten. Nicht nur akustisch schlecht, sondern auch durch extreme Nuschelei und Dialekt der Schauspieler fällt es einem teilweise schwer das Gesprochene zu verstehen. Und ich habe meinen Fernseher richtig laut gestellt!
Der Film selber ist eine müde Neuauflage von Anatomie 1, der damals richtig gute Momente und Ideen hatte. Leider ist das in diesem Teil ausgelutscht.
Die Story ist von Anfang an vorhersagbar. Splatter- oder Horror-Momente, wie in Teil 1 noch vorhanden, sucht man vergeblich.
Stattdessen gibt es viel Rumgeschreie unter durchgeknallten Ärzten, die sämtlichst drogenabhängig sind, was mir etwas zuviel des Guten war.
Fazit: Hier wollte man sich ganz klar an den Erfolg von Teil 1 hängen und nochmal richtig absahnen. Innovationen, Spannung oder gutes Schauspiel sind dabei auf der Strecke geblieben.
Wieder mal schade, dass der deutsche Mainstream-Film bei den Themen Horror, Thriller, Action versagt und international einfach keinen Deut mithalten kann.
Screenshots: Heike Makatsch und Herbert Knaup als Anti-Hippokraten.

Die witzigste Szene als bei der OP plötzlich der künstliche Muskel hervorschnellt.

angeschaut am: 28.10.2005
Normale Wertung: 3 von 10 Punkten
Labels: Deutschland
01 November 2005
Amazons and Gladiators - USA 2001
OFDB-LinkGenre(s): Abenteuer / Action
Laufzeit: ca. 91 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Im Jahre 60 n. Chr. muß das Mädchen Serena (Nicole M. Hiltz) mit ansehen, wie ihre Eltern vom Feldherren Crassius (Patrick Bergin) getötet werden und ihre Schwester von diesem entführt wird. Nachdem sie viele Jahre als Sklavin überlebt hat, kann sie fliehen und landet bei einem Amazonenstamm. Dort erlernt sie den Umgang mit Waffen und das Töten von Menschen. Nach ihrer Ausbildung macht sie sich auf den Weg, um sich an Crassius zu rächen.
Kritik:
Ein klarer B-Movie, der sich an Fans von Gladiator und Xena richtet. Wenn man ihn unter dieser Prämisse anschaut, ist er auch gar nicht so übel, wie in einigen Kritiken geschrieben wird. Natürlich passen Amazonen und Römer von der Geschichtsschreibung und der Geographie nicht wirklich zusammen, aber was solls.

Es gibt ein paar heisse Babes zu sehen, wobei Nicole Hiltz als Serena (siehe Screenshot rechts) und Jennifer Rubin als ihre Amazonen-Mentorin Ione gar keine so schlechte Vorstellung abgeben. Gut, die Schwertkämpfe bewegen sich auf niedrigem Niveau, sind aber nett anzusehen. Jennifer Rubin, die ihre besten Filme schon lange hinter sich hat, ist als alternde Amazone gut besetzt. Patrick Bergin als Oberfiesling Crassius spielt die Rolle mit Leichtigkeit.
Die Ausstattung ist natürlich merklich billiger gehalten als bei den Vorbildern, aber man hat das Budget sinnvoll eingesetzt. So ist z.B. das Amazonenlager im Wald durchaus glaubhaft in meinen Augen, genau wie die sehr kleine Gladiatorenarena, wo die Kämpfe stattfinden. Man ist eben nicht im prachtvollen Rom oder einer wohlhabenden Provinz, sondern irgendwo weit weg, wo Crassius keinem schaden kann.
Mein trashiges Lieblingszitat vom Ende des Films, als Serena den Arena-Besuchern die Leviten liest:
"Wenn ihr noch einmal einem Sklaven oder einer Amazone etwas zuleide tut, oder wenn ich höre, dass eine Frau mißhandelt worden ist - ich schwöre euch - dann komme ich wieder und werde jeden einzelnen von euch töten."
Fazit: Wer gerne heisse Babes anschaut, die auch noch so tun, als könnten sie mit einem Schwert umgehen, der wird an diesem Film seinen (hirnlosen) Spass haben. Ich fand ihn jedenfalls recht unterhaltsam.
Screenshots: Die Amazonen-Veteranin Ione befreit Serena aus der Sklaverei.

Patrick Bergin als Crassius, der Serena's Heimatdorf überfällt...

...und dann Serena zwingt ihre Mutter auf den Schultern zu tragen, die dabei am Strick hängt, und gleichzeitig auf glühenden Kohlen zu stehen.

Eine Sklavin lässt Crassius sein Bad ein...

Die Amazonen Serena, Ione und ihr gemeinsamer Freund.

angeschaut am: 27.10.2005
Normale Wertung: 7 von 10 Punkten
