31 Januar 2006
Was das Herz begehrt - USA 2003
OFDB-LinkGenre(s): Drama / Komödie / Liebe / Romantik
Laufzeit: ca. 123 Min.
Alterseinstufung: FSK 0
Inhalt:
Harry (Jack Nicholson) ist zwar selbst 63, Frauen über 30 rührt er aber nicht an. Als er im Strandhaus von Erica (Diane Keaton), der Mutter seiner jüngsten Flamme, einen Herzanfall erleidet, geschieht das Unglaubliche: Während Erica ihn widerwillig pflegt, entdeckt Harry Gefühle für die Mittfünfzigerin. Doch die hat noch einen anderen Verehrer: Harrys jungen Arzt (Keanu Reeves).
Kritik:
Die zugrundegliegende Story kennt man schon von anderen Filmen: 2 Leute, die sich anfangs gar nicht mögen, verlieben sich langsam ineinander.
Doch wurde dies hier grandios und ohne Kitsch umgesetzt. Das Kitschigste am Film ist noch der deutsche Titel.
Jack Nicholson als alt gewordener Schürzenjäger hat wieder eine unglaubliche Präsenz, die gleichermassen von Diane Keaton erwidert wird. Letztere sieht dazu noch wirklich sehr gut aus für ihr Alter.
Das Drehbuch und die Dialoge sind sehr, sehr gut gelungen. Sehr witzig, nie platt und dabei erstaunlich glaubhaft und einfühlsam ohne kitschig zu werden - so wird uns diese Liebesgeschichte präsentiert.
Alleine die Chats zwischen Nicholson und Keaton sind um Welten besser als der komplette Film E-m@il für Dich.
Auch die unterstützenden Rollen sind hervorragend besetzt mit Keanu Reeves, Frances McDormand und Amanda Peet. Ich finde es schon erstaunlich, wie Frances McDormand sich immer sehr gute Drehbücher aussucht um sie durch ihr Spiel zu bereichern, ein Talent oder Glück, was leider wenige Schauspieler haben.
Wie gesagt ein Superfilm, der witzig, romantisch und generell absolut unterhaltsam für Singles und Paare jeden Alters ist. Deshalb 9 von 10 Punkten!
Screenshots: Die drei Frauen der Familie Barry (Frances McDormand, Diane Keaton, Amanda Peet).

Zunächst interessiert sich Harry nur für die junge Marin (Amanda Peet).

Der Arzt (Keanu Reeves) und sein schwieriger Patient (Jack Nicholson).

angeschaut am: 31.12.2005
Normale Wertung: 9 von 10 Punkten
30 Januar 2006
Dreamscape - USA 1983
OFDB-LinkGenre(s): SciFi / Grusel / Thriller
Laufzeit: ca. 95 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Der telepathisch begabte Alex Gardner (Dennis Quaid) wird von der Regierung gezwungen sein Können einem Forschungsteam zur Verfügung zu stellen. Mit Hilfe einer neuen Technik logt sich Alex in die Alpträume verschiedener Personen um dort den Ursprung der Angst zu finden ...ihn auszuschalten... und das seelische Gleichgewicht wieder herzustellen. Als der US Präsident von seinen nuklearen Angstträumen geheilt werden soll entdeckt Alex ein tödliches Komplott und muss handeln. Der gefährliche Tommy Ray soll den Präsidenten in seinem Traum töten. Ein harter Kampf steht bevor ...denn der Präsident hat... Höllische Träume.
Kritik:
Hier haben wir einen richtig netten B-Film-Klassiker. Die Geschichte mit den Telepathen ist mittlerweile in anderen Filmen auch schon umgesetzt worden und auch der Rest der Handlung verläuft in vorhersehbaren Bahnen. Aber die Umsetzung ist gut gelungen.
Zum ersten wären da gute Schauspieler, dann die richtige Portion Spannung, mit etwas Action zur Auflockerung, und als Krönung eine beklemmende Horror-Atmosphäre. Diese ist trotz oder gerade wegen der beschränkten tricktechnischen Möglichkeiten der 80er Jahre gut gelungen. Und mit Kate Capshaw gibt es auch noch ein heisses 80er Jahre Babe zu bewundern.
Die Träume wirken relativ echt in ihrer Mischung aus realen und surrealen Bildern. Am besten gelungen ist sicher der Ausflug in den Traum des kleinen Jungen, wo es den Schlangenmenschen zu besiegen gilt.
Leider gibt es auch ein paar Ungereimtheiten, die nicht geklärt werden. So scheint z.B. ab einem bestimmten Zeitpunkt die Maschine zum Einsteigen in die Träume nicht mehr gebraucht zu werden - erklärt wird das aber nicht.
Screenshots: Alex (Dennis Quaid) und Jane (Kate Capshaw) arbeiten zusammen...

...im Forschungslabor von Dr. Paul Novotny (Max von Sydow)...

...um Alptraumvisionen, wie diese, vergessen zu machen.

Und noch ein Shot von der bezaubernden Kate Capshaw.

angeschaut am: 19.01.2006
Normale Wertung: 6,5 von 10 Punkten
27 Januar 2006
Gossip - Tödliche Gerüchte - USA 2000
OFDB-LinkGenre(s): Drama / Thriller
Laufzeit: ca. 87 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
Die College-Studenten Derrick, Cathy und Travis teilen sich nicht nur eine Wohnung, sondern schreiben auch gemeinsam an einer Seminararbeit zum Thema 'Gerüchte'. Fasziniert vom Sujet, starten sie mit Naomi (Kate Hudson) als Versuchsobjekt ein Experiment. Diese soll auf einer Party mit ihrem platonischen Freund geschlafen haben. Naomi aber, an dem Abend viel zu betrunken, um sich zu erinnern, erstattet Anzeige wegen Vergewaltigung. Die Verleumdung entwickelt eine erschreckende Eigendynamik, die selbst die Verursacher nicht mehr stoppen können...
Kritik:
Wir haben es hier mit einem ziemlich gut gespielten Thriller zu tun. Die Jungstars können dabei relativ tiefgehende Charaktere zeigen, die sich durchaus im Verlauf des Films wandeln. Die Story wird flott erzählt und ist auch einigermassen glaubhaft, bis auf das stark konstruierte Ende. Das kommt für versierte Zuschauer nicht so überraschend, wie geplant, ist aber ok.
Auch der Hang der Hauptfigur Derrick zum Lügen sorgt nicht unbedingt für das Übermass an Verwirrung beim Zuschauer, welches wohl beabsichtigt war.
Was bleibt ist ein durchschnittlicher Thriller im Studenten-Milieu mit attraktiven Stars.
Screenshots: Die drei Freunde aus der WG...

...spielen mit ihrem Gerücht dem Pärchen einen bösen Streich.

angeschaut am: 23.01.2006
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten
26 Januar 2006
Abandon - USA 2002
OFDB-LinkGenre(s): Drama / Mystery / Thriller
Laufzeit: ca. 95 Min.
Altersempfehlung: FSK 16
Inhalt:
Es läuft glänzend für Studentin Katie (Katie Holmes). Den erfolgreichen Abschluss ihrer College-Karriere hat sie so gut wie in der Tasche. Da steht plötzlich Polizist Handler (Benjamin Bratt) vor ihrer Tür. Er ist auf der Suche nach Katies ehemaligem Freund Embry (Charlie Hunnam), der vor zwei Jahren spurlos verschwand. Bald machen düstere Visionen Katies Leben zur Hölle.
Kritik:
Katie Holmes in einer Rolle, die ihr auf den Leib geschrieben scheint. Gerne nehmen wir ihr von Anfang an die Elite-Studentin ab, die einzig in der Beziehung zu dem geheimnisvollen Enfant Terrible Embry keine Lösung weiss.
Ihre zunehmende geistige Verstörung wird dabei super vermittelt. Der Zuschauer kann ebenfalls nicht mehr unterscheiden, ob das Ganze nun Einbildung oder Realität ist. Dies wird ja öfter versucht, aber in diesem Film funktioniert es auch hervorragend.
Sehr glaubhaft auch das Umfeld von Katie - die angeblich guten Freunde wissen eigentlich wenig von ihr und die Freundschaften entpuppen sich als oberflächliche Bekanntschaften.
Wirklich gut gelungen, wie der Film einen im Dunklen lässt. So erfährt man Stück für Stück etwas mehr, was teilweise die Ungewissheit noch steigert, um das Ganze in einem überraschenden Finale enden zu lassen. Letzteres kommt sicher für versierte Zuschauer weniger überraschend, was ich aber nicht allzu negativ finde.
Fazit: Kurzweiliger und spannender Psychotrip.
Screenshots: Die Vorzeigestudentin Katie (Katie Holmes)...

...verliebt sich in das Enfant Terrible Embry (Charlie Hunnam).

Ein Cop (Benjamin Bratt) versucht dessen Verschwinden aufzuklären.

angeschaut am: 28.12.2005
Normale Wertung: 7 von 10 Punkten
25 Januar 2006
Pusher - DK 1996
OFDB-LinkGenre(s): Drama / Thriller
Laufzeit: ca. 105 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
In Kopenhagen verkaufen Dealer Frank und sein falscher Freund Tony Drogen für den Gangster Milo. Doch als ein ungewöhnlich großer Heroindeal mit schwedischen Interessenten das ganz große Geld bringen soll, macht die Polizei den Kumpels einen Strich durch die Rechnung. Die kann Frank zwar nichts beweisen, doch steht der jetzt ohne Ware und Geld da. Milo gibt ihm 48 Stunden Zeit, seine Schulden zu begleichen. In einem verzweifelten Wettlauf gegen die Zeit zieht Frank alle verbliebenen Register.
Kritik:
Pusher ist ein Underground-orientierter Film von unseren Nachbarn aus Dänemark. Es wird komplett mit einer Handkamera gearbeitet, die den Darstellern stets sehr nahe ist. Wirkt dies noch authentisch, so ist die mangelnde Ausleuchtung dann schon wieder amateurhaft.
Viel gelobt und mit Tarantino verglichen wird der Film, doch da vermischt man meiner Meinung nach zwei unterschiedliche Welten miteinander.
Nur weil zwei Gangster sich ein wenig obszön über Sex unterhalten kommt bei mir noch keine Reservoir Dogs-Stimmung auf.
Der Film kommt dabei recht schleppend in die Gänge, wenn wir anfangs den Dealer Frank auf seiner Tour begleiten. Erst als dann ungefähr zur Hälfte der Laufzeit seine Probleme anfangen, baut sich langsam Spannung auf. Sehr loben möchte ich dabei den Hauptdarsteller, der eine feine Vorstellung abliefert. Auch viele der Einstellungen, Locations und die vereinzelte Soundtrack-Untermalung ist für so einen "kleinen" Film sehr gut gelungen.
Doch die Handlung, die nicht wirklich Sympathien für den Dealer in Not aufkommen lässt, schafft einfach zu wenig Spannung, um einen zu fesseln. Auch das offene Ende hätte man vielleicht anders lösen können. Wobei es mittlerweile schon Pusher III gibt... na mal sehen, wie die Fortsetzung wird.
Bei diesem Film erkenne ich auf alle Fälle das Potential an, kann aber wegen der unspannenden Handlung nicht mehr als 3,5 Punkte geben.
Screenshots: Frank (rechts im Bild) und sein Kumpel Tony.

Franks "Freundin" hat ein Drogenproblem.

Und Frank hat Probleme mit jugoslawischen Gangstern.

angeschaut am: 25.01.2006 im KellerKino
Normale Wertung: 3,5 von 10 Punkten
Labels: 1990er
24 Januar 2006
Tamara - USA 2005
OFDB-LinkGenre(s): Horror / Thriller
Laufzeit: ca. 91 Min.
Altersempfehlung: FSK 16
Bemerkung: englische Originalfassung
Inhalt:
Ein unpopuläres High-School Mädchen (Jenna Dewan) wird während eines Streichs zufällig getötet. Sie steigt allerdings aus ihrem Grab wieder empor, nun mit übernatürlichen Superkräften ausgestattet, nur um ihre Peiniger zu manipulieren und zu töten…
Kritik:
Der Film ist ein simpel gestrickter Horrorfilm.Doch die heissen Babes, allen voran Jenna Dewan (siehe Plakat und Screenshot rechts) als Titelfigur Tamara lassen einen den Film geniessen. Es gibt zwar keine Nacktheit, aber sehr knappe Outfits zu bewundern.
Die Story läuft nach dem altbekannten Muster ab, wobei es witzig ist, wenn Tamara ihre Opfer durch ihre Geisteskräfte dazu bringt, sich selbst zu verletzen.
Die Härte des Films hält sich dabei in Grenzen, ist aber durchaus ausreichend um Stimmung zu erzeugen.
Die schauspielerischen Leistungen der jungen Darsteller sind allesamt ok.
Fazit: Nette Kills und eine superheisse Hauptfigur garantieren ausreichend Horror-Unterhaltung.
Screenshots: Zu Lebzeiten wird Tamara von den Highschool-Zicken gequält.

Nach ihrem Tod kehrt sie als sexy Biest mit Superkräften zurück.

Gekotzt wird in diesem Horrorfilm auch, nur etwas heftiger als normal...

angeschaut am: 21.12.2005
Normale Wertung: 6 von 10 Punkten
Promille-Wertung: 7 von 10 Punkten
23 Januar 2006
Dark Angel - USA 1990
OFDB-LinkGenre(s): Action / SciFi
Laufzeit: ca. 88 Min.
Alterseinstufung: FSK 18
Inhalt:
Jack Kane (Dolph Lundgren) ist der typische Tough Cop, der sich in Houston mit Rauschgiftkriminalität herumschlägt. Als eine grössere Menge Heroin aus PoIizeibeständen gestohlen wird und daraufhin immer mehr Überdosisopfer mit einer Wunde in der Stirn gefunden werden, die zuvor nicht süchtig waren, bekommt er einen nervigen FBI-Kollegen zugeteilt. Zusammen finden sie heraus, dass offensichtlich ein Ausserirdischer auf den Strassen unterwegs ist, der mittels Heroin seine Opfer gefügig macht, um ihnen dann aus dem Gehirn einen Stoff abzuzapfen, der für ihn als Droge wirkt. Doch da ist noch ein anderes Alien auf der Jagd und so greifen die Polizisten zu geballter Feuerkraft...
Kritik:
Ein Film aus Zeiten, wo Dolph Lundgren noch nicht unbeding das Synonym für C-Film-Granaten war. Dieser kommt als respektabler B-Movie daher.
Dolph Lundgren spielt den toughen Cop sehr sympathisch und glaubhaft - sein neuer Partner vom FBI dagegen ist zu überzogen geraten. Etwas Arroganz ist ja ok, aber hier wird das arg überbetont. Insofern scheitert leider auch die Schaffung eines überzeugenden Teams, obwohl die beiden zum Schluss dicke Freunde sind.
Die Story ist gelinde gesagt verwirrend, da ich z.B. ohne Vorkenntnisse über den Film nicht erkennen konnte, was das Alien eigentlich bezweckt, bzw. wo die Verbindung zu den Drogendealern liegt.
Die Action ist solide, aber nicht überwältigend. Der Härtefaktor ist dabei nicht so hoch, wie die 18er Wertung hoffen lässt.
Fazit: Ein Film, der gute Ansätze hat, aber am unausgegorenen Drehbuch leidet.
Screenshots: Dolph Lundgren und sein Partner fischen Beweise aus dem Feuer.

Der böse Ausserirdische...

angeschaut am: 18.12.2005
Normale Wertung: 4 von 10 Punkten
Promille-Wertung: 5 von 10 Punkten
22 Januar 2006
Das Urteil - USA 2003
OFDB-LinkGenre(s): Drama / Thriller
Laufzeit: ca. 128 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
Bei seinem Amoklauf erschießt ein gefeuerter Börsenmakler den Mann von Celeste Wood (Joanna Going). Die zieht daraufhin vor Gericht und verklagt den Hersteller der halbautomatischen Tatwaffe. Im folgenden Musterprozess stehen der idealistische Staatsanwalt Wendall Rohr (Dustin Hoffman) und der mit allen Wassern gewaschene Jury-Berater Rankin Fitch (Gene Hackman) einander gegenüber. Als Zünglein an der Waage entpuppt sich das undurchsichtige Jury-Mitglied Nick Easter (John Cusack), das ganz eigene Pläne zu verfolgen scheint.
Kritik:
Grisham-Verfilmungen sind ja eigentlich meistens gelungen, einzige Ausnahme bisher Die Akte, der mir nicht so gefiel.
Auch hier baut sich die Spannung kontinuierlich auf, während man mehr und mehr erfährt, was Nick Easter eigentlich vorhat.
Kritikpunkt ist wie immer die Glaubwürdigkeit. Je komplizierter der Plan, umso unwahrscheinlicher, dass alles klappt. Auch hier gibt es kleine Probleme, doch im Grossen und Ganzen funktioniert der schwierige Plan, was beim Anschauen nicht so stört, aber beim Nachdenken hinterher doch auffällt.
Gut gelungen auch das relativ überraschende Ende.
John Cusack darf mal wieder zeigen, was er drauf hat. Die anderen Darsteller verblassen da ein wenig. Überraschend, wie "klein" dann doch die Rolle von Dustin Hoffman ausfällt.
Fazit: Solides Mainstreamkino ohne grosse Höhepunkte.
Screenshots: John Cusack als Jury-Mitglied Nick Easter.

Rachel Weisz bietet beiden Seiten ein gekauftes Urteil an.

Rankin Fitch (Gene Hackman) versucht selber das Urteil zu beeinflussen.

angeschaut am: 27.12.2005
Normale Wertung: 7 von 10 Punkten
21 Januar 2006
Gesetz der Bravados - ITA/SPA 1963
OFDB-LinkGenre(s): Western
Laufzeit: ca. 71 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
In einem kleinen Dorf werden die Bewohner von Schutzgelderpressern unterdrückt. An der Spitze stehen die reichsten Bewohner des Örtchens. Niemand stellt sich ihnen entgegen. Erst als der ehemalige Sträfling Donald zurückkommt und auf seinen Kumpel Brandy, einen Alkoholiker, trifft, beginnt sich das Blatt langsam zu wenden. Als der Sheriff erschossen wird, braucht der Ort einen Nachfolger. Brandy, der inzwischen mit Hilfe der schönen Eva das Trinken aufgegeben hat, wird gewählt, da man denkt, er sei immer noch Alkoholiker und deswegen keine Gefahr. Doch Brandy nimmt den Job ernster, als erwartet...
Kritik:
Ein Western, der nicht so genau weiss, wo er hin will. So werden einige Themen angerissen, dann aber nie wieder erwähnt. So z.B. die schöne Eva und ihre Mine. Oder was da nun genau in Donalds Vergangenheit geschehen ist.
Die als Versicherungsgesellschaft getarnte Verbrecherorganisation hat man auch schon um einiges besser gesehen, wie natürlich auch die Actionszenen. Diese beschränken sich auf einen Westernshow-Stil.
Auch an einer glaubwürdigen Hauptfigur mangelt es. Brandy's Wandel vom Trunkenbold zum aufrechten Sheriff, den plötzlich auch noch alle aktiv unterstützen, die vorher ängstlich waren, ist nicht nachvollziehbar.
Fazit: Ein absoluter Billigwestern, den man sich schenken kann.
angeschaut am: 17.01.2006
Normale Wertung: 2 von 10 Punkten
Promille-Wertung: 4 von 10 Punkten
20 Januar 2006
Wolf Creek - AUS 2005
OFDB-LinkGenre(s): Horror / Thriller
Laufzeit: ca. 95 Min.
Altersempfehlung: FSK 18
Bemerkung: engl. Originalfassung
Inhalt:
Drei Rucksacktouristen reisen mit ihrem Auto durch das australische Outback. Als ihr Wagen nicht mehr anspringt nehmen sie gerne die Hilfe des einheimischen Mick Taylor entgegen. Er untersucht ihr Auto und bietet ihnen an sie zu seinem Camp zu schleppen, damit er das defekte Teil bei sich reparieren kann. Nach stundenlanger Fahrt erreichen sie sein Camp, eine verlassene Bergbau-Einrichtung.
Als Dank für seine Hilfe kochen die Mädchen für Mick und man verbringt einen netten Abend am Lagerfeuer. Als die drei am nächsten Tag erwachen nimmt ihr Urlaub allerdings eine Wendung des Grauens...
Kritik:
Der Film startet äusserst langsam. Ja es braucht genau genommen fast eine Stunde, bis die eigentliche Story in Gang kommt. Nun könnte man das damit rechtfertigen, dass man uns die drei Charaktere näher bringen will. Nur wird dies kaum getan. Wir erfahren nicht viel über die Backpacker und ihre Beziehungen zueinander. Der Junge und ein Mädchen sind so irgendwie zusammen, haben aber gerade etwas Stress.
Es gibt ein paar schöne Landschaftsaufnahmen in diesem Teil, doch um ehrlich zu sein, fand ich das einfach zu langweilig. Mit dieser ersten Stunde hätte man mehr anfangen können. Mir scheint, als ob der Regisseur eine Art Einlull-Taktik verfolgt hat, damit das Folgende dann im Kontrast umso drastischer wirkt.
Vielleicht gehört der (langweilige) erste Teil ja auch zu den "wahren Tatsachen", auf denen der Film angeblich beruht. Der Wahrheitsgehalt scheint mir aber nach Studium einiger Internet-Reviews doch zumindest fraglich.
Achtung SPOILER folgen:
Im zweiten Teil der Story kommt es zum altbekannten Backwood-Setting, sprich die Touristen werden in das Lager des Killers gelockt, um dort, wie viele andere vor ihnen, seine Opfer zu werden. Dies kommt, selbst wenn man kaum etwas von dem Film gehört hat, nicht so überraschend.
Was einen doch schockiert ist die gezeigte Härte, die dann folgt. Horrorfilme scheinen immer mehr zu einem neuen Standard an Gewaltdarstellung überzugehen. So gibt es natürlich keine Spass-Splattereien, sondern sehr realistische Verstümmelungen zu sehen. Dieser Teil ist zwar recht spannend gemacht, aber leider machen die Figuren die üblichen Fehler, was einen schon ein wenig aufregt.
Während der Killer die beiden Mädchen fertigmacht, ist auf jeden Fall der Junge in einem verlassenen Stollen an ein Kreuz geschlagen und gebunden und bekommt von dem nichts mit. Da er aber der einzige Überlebende der Vorgänge ist, und man später keine Spur der Mädchen mehr gefunden hat, so ist doch der gezeigte Ablauf der Ereignisse zu bezweifeln.
Und das bringt mich wieder auf den Punkt, warum man nicht statt einer zweifelhaften Tatsachenverfilmung eine interessantere, fiktionale Abwandlung dieser Geschichte probiert hat.
SPOILER Ende
Nun, wie dem auch sei, die gezeigte Härte ist auf alle Fälle sehr heftig, mit das Heftigste, was bisher in (mir bekannten) professionellen Produktionen gezeigt wurde. Auch der betont realistische Hintergrund ohne irgendwelche deformierten Kettensägenschwinger trägt sehr viel dazu bei, dass ein mulmiges Gefühl beim Ansehen entsteht.
Doch der lahme Anfang und die vertane Chance bei dem Zusammenspiel der Charaktere, bzw. deren mangelnde Tiefe, ziehen den Film dann wieder runter. Ich vergebe mal 7 Punkte als Ersteindruck, der sich mit Ansehen einer deutschen Version noch bessern könnte. Denn, ehrlich gesagt, das australische Englisch ist verdammt anstrengend.
Screenshots: Die einsame Landschaft Australiens...

...nutzen die drei Backpacker für ihren Urlaub.

Dieselbe Landschaft, aber längst kein Urlaub mehr...

angeschaut am: 19.01.2006
Normale Wertung: 7 von 10 Punkten
19 Januar 2006
Battlefield Earth - Kampf um die Erde - USA 2000
OFDB-LinkGenre(s): Action / SciFi
Laufzeit: ca. 114 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Im Jahr 3000 wird die Welt von übermächtigen, brutalen Außerirdischen, den Psychlos beherrscht. Unter der Führung des mächtigen Terl benutzen die grausamen Aliens die natürlichen Resourcen des Planeten aus, während die letzten Menschen in abgelegenen Siedlungen ein hoffnungsloses Dasein fristen - rechtlos, verfolgt und vom Aussterben bedroht. Schon seit Generationen glaubt kein Mensch mehr an die Befreiung - bis sich in einem versteckten Bergdorf ein unerschrockener junger Kämpfer gegen die Unterdrücker erhebt und damit einen dramatischen Kampf um die Zukunft der Erde entfesselt...
Kritik:
Mit diesem Film hat sich der Scientologe John Travolta einen lange gehegten Traum erfüllt und eine Story des Scientology-Begründers L.Ron Hubbard verfilmt. In die Filmgeschichte eingegangen ist er aber nur mit einem der gigantischsten Flops aller Zeiten. So hat der Film nicht nur an den Kinokassen versagt, sondern gilt unter Kritikern als einer der schlechtesten Filme aller Zeiten.
Mit diesem Vorwissen habe ich mir den Film angesehen. Ich kann bestätigen, er ist wirklich übel.
Fangen wir mal mit diversen Logikfehlern an, der Film strotzt nur so davon.
Die Eroberung der Erde ist ja angeblich 1000 Jahre her - trotzdem sehen Städte oder ein Minigolfplatz im Film gar nicht so schlecht aus, mehr nach 20 Jahren.
Der Held des Films wird in die Bibliothek von Denver geführt und nimmt ein Original (!) der Unabhängigkeitserklärung in die Hand, was unmöglich noch existieren könnte.
Eine Kaserne, die zum Zweck der Waffenbeschaffung betreten wird, ist noch voll mit Energie versorgt. So funktionieren Beamer und ein Flugsimulator. Auch liegen funktionsfähige Atomwaffen herum.
Überhaupt die Menschen... sind sie am Anfang noch bessere Neandertaler, so kriegt unser Held von Psychlos eine Gedankenschulung und ist danach ein ziemliches Superhirn. Ebenso lernen seine Steinzeit-Freunde innerhalb von einer Woche (!), wie man ein Kampflugzeug fliegt und bedient!
Die Psychlos hingegen, die anscheinend die Galaxis großteils beherrschen, sind absolute Volltrottel. So lässt Travolta den Held und zwei Freunde in die Berge fliehen und wundert sich, warum die nichts essen. Nun auf schneebedeckten Gipfeln findet sich wenig Essbares. Als sie dann in ihrer Not eine Ratte roh essen, meint Travolta dass dies die Leibspeise der Menschen sei.
Sowas ist wohl witzig gedacht, wirkt aber einfach nur peinlich. Genau wie der ganze Film unfreiwillig komisch ist.
Die Story ist eine Katastrophe. Dagegen scheint jede Folge von Kampfstern Galactica Nobelpreiswürdig zu sein.
Die Umsetzung wirkt keinesfalls wie eine 73 Mio. Dollar Produktion. Das Ganze sieht vielmehr nach billigem TV-Schrott aus. Die Psychlos scheinen von den Klingonen abgekupfert.
Der Held der Geschichte wirkt unsympathisch, man kann sich keinesfalls mit ihm identifizieren.
Der wenige, billige Humor in Form von Forest Whitaker als Sidekick von John Travolta bzw. in Form von einigen dummen Sprüchen der Menschen nervt.
Der Soundtrack ist Bombast von der Stange und reisst einen auch nicht vom Hocker.
Die simple Story ist viel zu lang geraten.
Mehr schreiben lohnt sich dann auch nicht. Wer sich gerne mal Trash vom Allerhärtesten ansehen will, dem sei dieser Film wärmstens empfohlen, denn unter Trash-Gesichtspunkten ist dieser Film eine wahre Perle. Doch alle anderen sollten einen weiten Bogen darum machen.
Von mir gibts 2 Punkte, darin ist schon ein Trashbonus berücksichtigt.
Screenshots: Forest Whitaker und John Travolta als Psychlos.

Der Retter der Menschheit...

Psychlos... oder Klingonen...???

angeschaut am: 8.01.2006
Normale Wertung: 2 von 10 Punkten
Trashwertung: 8 von 10 Punkten
18 Januar 2006
Harry Potter und der Gefangene von Askaban - USA 2004
OFDB-LinkGenre(s): Abenteuer / Fantasy
Laufzeit: ca. 136 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
Das dritte Ausbildungsjahr an der Hogwarts-Schule für Zauberei und Hexerei beginnt. Der gefürchtete Zauberer Sirius Black ist aus dem Gefängnis von Askaban entkommen und er scheint es auf Harry Potter abgesehen zu haben. Seine Freunde Ron und Hermine haben keine Ahnung, wieso Harry in Gefahr ist. Mutig versuchen sie es herauszufinden. Ein Geflecht aus Lügen, Verrat und Rache muss entwirrt werden und was sie schließlich entdecken, lässt sie beinahe an ihrem Verstand zweifeln...
Kritik:
Neulich habe ich mich ja bereits durch Teil 2 der Harry Potter Saga gequält, deswegen ging ich mit entsprechend niedrigen Erwartungen an diesen Film heran.
Um es vorweg zu nehmen: Ich wurde absolut positiv überrascht. Der Wechsel des Regisseurs hat Früchte getragen. Dieser Harry Potter ist äusserst stimmungsvoll (auch für Nichtkenner der Bücher, wie mich) - eine wunderbar gruselige Atmosphäre wird von Anfang an durch den entflohenen Zauberer bzw. noch vielmehr durch seine Häscher, die Dementoren (die übrigens sehr den Ringgeistern ähneln), erzeugt.
Aber auch die Schule Hogwarts und ihre Charaktere sind viel besser gestaltet als in den vorhergehenden Filmen. So wird einem endlich mehr vom Schulleben und der Freundschaft der drei Hauptcharaktere näher gebracht. Diese wirken auch von den darstellerischen Leistungen viel besser als früher (sie sind ja auch reifer geworden). So war mir erstmals in diesem Film die Hauptfigur Harry Potter richtig sympathisch. Man konnte gut mit ihm mitfühlen - schwebt er doch in Gefahr ohne zu wissen woher und warum.
Auch eher Nebensächliches, wie ein richtig fieser Baum, der liebend gern Vögel zerfetzt, sind toll in Szene gesetzt. Die visuellen Effekte sind hervorragend gelungen.
Unterstrichen wird das Ganze auch durch eine äusserst stimmungsvolle Filmmusik.
Noch ein Kritikpunkt wurde beseitigt: Fehlte in den ersten beiden Teilen die Spannung, so ist sie hier reichlich vorhanden. Hervorheben möchte ich auch das intelligente Finale, was durchaus ungewöhnlich ist. Sogar der Abspann ist stilvoll inszeniert!
Fazit: Dank einer in Fahrt kommenden Geschichte um Harry Potter und eines Regisseurs, der gekonnt die Stärken der Potter-Welt in Szene setzt, kommen endlich nicht mehr nur Kinder auf ihre Kosten, sondern auch Fantasy-geneigte Erwachsene. 8 Punkte.
Screenshots: Die drei Freunde sind wieder vereint.

Als Gaststar ist diesmal unter anderem Emma Thompson als Dozentin dabei.

Hermine ist schon sehr mächtig.

Der per Steckbrief gesuchte Zauberer Black.

Und seine nicht minder bedrohlichen Häscher, die Dementoren.

angeschaut am: 29.12.2005
Normale Wertung: 8 von 10 Punkten
17 Januar 2006
Pieces of April - USA 2003
OFDB-LinkGenre(s): Drama / Komödie
Laufzeit: ca. 76 Min.
Alterseinstufung: FSK 6
Inhalt:
Längst hat sich Großstadtpflänzchen April Burns (Katie Holmes) von ihrer exzentrischen Familie emanzipiert, um nicht zu sagen entfremdet. Nun jedoch steht Thanksgiving vor der Tür, vielleicht die letzte Gelegenheit, sich mit der schwer kranken Mutter (Patricia Clarkson) auszusöhnen. So beschließt April, die ganze neurotische Bande von der zickigen Schwester bis zur leicht sedierten Omi zum Truthahnessen einzuladen. Leider ist April aber alles andere als eine gute Hausfrau und Köchin, doch vielleicht weiß ja die multikulturelle Nachbarschaft Rat.
Kritik:
Ein wirklich netter Independentfilm, in dem sich Katie Holmes mal anders zeigen kann, als wir es von ihr gewohnt sind. Nämlich als schwarzes Schaf einer Familie. Ihre Vergangenheit wird dabei von den anreisenden Familienmitgliedern angesprochen, denen sie mittels eines selbstgemachten Thanksgiving-Essens beweisen will, dass sie endlich "seriös" geworden ist.
Der Film lebt dabei von tragisch-komischen Elementen, z.B. wenn die Mutter darauf besteht abseits der Highways zu fahren, dabei ein Tier überfahren wird, und die Familie dieses dann widerwillig begräbt. Pfeffer bekommt die Handlung dadurch, dass die Mutter an Krebs leidet und wohl nicht mehr lange zu leben hat. So beissen alle die Zähne zusammen und akzeptieren ihr zuliebe so manche Unannehmlichkeit. Bei der Fahrt kann wohl jeder Parallelen zu eigenen Familienausflügen feststellen.
Schauspielerisch fällt einem Patricia Clarkson als Mutter dann auch am meisten auf. Ihre Leistung ist oscarreif. Aber auch die anderen Darsteller sind sehr gut. Katie Holmes ist vielleicht ein wenig zu vorbelastet durch ihre bisherigen "nettes Mädel von nebenan"-Rollen - man tut sich schwer ihr die Rebellin abzunehmen; dazu gehört mehr als nur Piercings und gefärbte Haare.
Sehr gut gefiel mir wie der Film sanft seine Thanksgiving-Moral vermittelt, ohne dabei aufdringlich zu werden.
Von der Lauflänge ist der Film fast schon etwas kurz geraten, man hätte gern mehr über die Charaktere erfahren.
Screenshots: April wohnt in keiner guten Gegend.

Oliver Platt als Aprils Dad, der die Familie zu ihr kutschiert.

angeschaut am: 22.12.2005
Normale Wertung: 7 von 10 Punkten
16 Januar 2006
Mann unter Feuer - USA 2004
OFDB-LinkGenre(s): Thriller
Laufzeit: ca. 146 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Aus der Bahn geraten und vom Alkohol gezeichnet, wittert der ehemalige CIA-Agent John Creasy (Denzel Washington) seine letzte Chance zur Rehabilitation, als ihm sein väterlicher Freund Rayburn (Christopher Walken) anbietet, den Leibwächterdienst für die zehnjährige Tochter eines mexikanischen Industriellen (Marc Anthony) zu übernehmen. Als die Kleine praktisch vor seiner Nase gekidnappt wird und die korrupte Polizei offenbar teilweise mit den Tätern unter einer Decke steckt, sieht Creasy rot.
Kritik:
Tolle Besetzung, gutes Budget und mit Tony Scott ein bekannter Regisseur (Top Gun, True Romance) garantieren leider noch keinen guten Film.
Diesen fand ich ziemlich katastrophal.
Fangen wir mal mit dem Ärgsten an, nämlich der Optik. Tony Scott zwingt uns hier eine Videoclip-ähnliche Hektik auf - was er damit erreichen will, ausser "modern" zu wirken, ist mir schleierhaft. Dann wird ungefähr die Hälfte des Films Spanisch mit Untertiteln geredet, was generell kein Problem ist, wenn es a) dramaturgisch was bringen würde und b) diese Untertitel nicht als Stilmittel benutzt würden. Die kommen mal winzig klein daher, dann schreien die Akteure und die UT werden riesig, dann verschwinden sie mal langsam, mal schnell im Hintergrund - das Lächerlichste ist, wenn Szenen in Deutsch mit spanischem Akzent auch untertitelt werden, die man problemlos versteht. Das nervt ziemlich schnell und quält den Zuschauer über die ganze Laufzeit.
Meine Vermutung ist, dass Scott, angesichts eines schwachen Drehbuchs, "künstlerisch unterfordert" war und das ganze dadurch aufpeppen wollte. In anderen Filmen wird sowas erfolgreich eingesetzt, um Drogentrips darzustellen - bloss hier war keine Droge weit und breit zu sehen. Anfangs säuft Creasy zwar, aber später sieht man davon nichts mehr und nimmt an, dass er trocken ist.
Was uns zum Drehbuch führt, welches eigentlich nur einem simplen Schema F folgt. Kaputter Elite-Kämpfer nimmt einen Job als Bodyguard an, das zu beschützende Mädchen gibt ihm neue Hoffnung, sie wird entführt und ermordet, er nimmt Rache an allen Beteiligten.
So weit, so gut, doch passt die Geschichte an mehreren Stellen nicht zusammen. So arbeiten z.B. Polizei und Verbrecher gemeinsam bei der Entführung, später klaut die Polizei in Form einer geheimen "Bruderschaft" den Gangstern das Geld, die wiederum stellen keine weiteren Forderungen für das Mädchen.
Oder die "Bruderschaft", die aufgebaut wird als unantastbare Superorganisation innerhalb der Polizei, unternimmt nichts, als Creasy sie unter Feuer nimmt, wo es doch ein leichtes wäre, den "einzigen Schwarzen in Mexiko City" zu finden und auszuschalten. Selbst der Chef der "Bruderschaft" ist leicht zu erwischen - in einer Szene, in der Creasey innerhalb von Sekunden vom 1.Stock eines Hauses eine Rakete abfeuert und sich dann das stehengebliebene Auto von der Strasse aus vornimmt.
Man könnte jetzt einwenden, dass die Bundesbehörde ihn ja die ganze Zeit überwacht und froh ist, wenn er ihre Arbeit macht - nur kommt das nirgendwo richtig zum Ausdruck.
Kommen wir zu Creasey, der sich in kürzester Zeit vom Alkoholiker zur Kampfmaschine wandelt. Denzel Washington liefert hier eine seiner schwächsten Vorstellungen ab. Den Verzweifelten nimmt man ihm nicht ab. Wobei dies natürlich zum unglaubwürdigen Drehbuch passt, wo er, wie am Schnürchen, einen Bösen nach dem anderen ausschaltet. Dabei hindern ihn auch keine Treffer in die Brust.
Zu bedauern sind Christopher Walken und Mickey Rourke in den Nebenrollen, die von ihrem Können nichts zeigen können und nur vom Image ihrer bekannten Auftritte zehren müssen. Radha Mitchell als Mutter kann wirklich überzeugen, obwohl auch ihre Ehe mit Vorzeige-Latino Marc Anthony (der als schwächlicher Ehemann keiner grossen Verstellung braucht) nicht wirklich glaubhaft scheint. Wie immer gut ist Dakota Fanning, die es als liebes Mädchen auch leicht hat, Sympathien zu erhaschen. Andere Rollen, wie etwa Rachel Ticotin als Reporterin verkommen da schon zu Stichwortgebern.
Bei der Besetzung von Mexikanern hat Hollywood ja schon immer ein Problem gehabt, was sich hier auch wieder zeigt. Da wird jeder eingesetzt, der wenigstens einigermassen Englisch sprechen kann.
So, habe ich noch was vergessen? Ach ja, die eigentliche Story ist wie gesagt simpel, wird aber trotzdem auf quälende 140 Minuten gestreckt. Die "Wendungen" sind dabei auch für ungeübte Zuschauer leicht vorhersehbar. Glaubwürdigkeit ist nicht vorhanden und wird schlussendlich noch mit einem ziemlich unpassenden Pseudo-Happy-End verspielt.
Ihr merkt es sicher, dass ich vom Film sehr enttäuscht war. In Sachen Rachefilm empfehle ich Klassiker wie Ein Mann sieht rot, dort wird wenigstens noch ehrlich und schnörkellos Rache genommen.
Screenshots: Creasy (Denzel Washington) und sein Freund Rayburn (Christopher Walken).

Mutter (Radha Mitchell) und Tochter (Dakota Fanning).

Creasy gibt bei der Entführung sein Bestes, um sie zu verhindern.

Kurz darauf kommt die Lösegeldforderung.

angeschaut am: 7.01.2006
Normale Wertung: 3 von 10 Punkten
15 Januar 2006
Nacktschnecken - AUT 2004
OFDB-LinkGenre(s): Drama / Komödie / Erotik
Laufzeit: ca. 86 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Mao, Max und Johann meistern eher ambitionslos ihr poststudentisches Leben in Graz. Mao, die energischste der drei Freunde, betreibt ein Drogen Delivery Service, Max und Johann schlagen sich mit Gelegenheitsjobs und unerfüllten Frauenfantasien durch das Leben. Bis Mao eines Tages das ultimative Angebot bekommt, ein selbstgestricktes Sexvideo zu drehen. Das klingt nach Geld, Sex und Spaß. Die drei Freunde ahnen nicht, worauf sie sich da einlassen.
Kritik:
Österreich hat schon einen ganz speziellen Humor. Insofern wird sich dieser Film vielleicht auch dem einen oder anderen nicht erschliessen. Ich fand ihn auf alle Fälle unterhaltsam. Was immer schön ist, dass solche Filme dank der österreichischen Dialekte außerordentlich lebensecht wirken.
Im Grunde geht es um die Freundschaft der drei Charaktere zueinander, die durch die "grandiose Idee" einen Porno herzustellen, arg auf die Probe gestellt wird. Der Dreh geht dabei genauso vonstatten, wie man sich das bei Amateuren vorstellt. Die Männer sind auf ihre Befriedigung aus und vergessen völlig, dass sie ja für die Kamera etwas bieten müssen. Bei diesen Szenen geht es übrigens sehr explizit zur Sache. So zeigt eine Darstellerin Oralverkehr mit einem Dildo (durch den Hosenschlitz eines Darstellers), was man durchaus für echt halten könnte, und später masturbiert einer der Darsteller. Die Kamera hält hierbei voll drauf, verwunderlich ist das FSK 16 Rating da schon. Wobei ich den Film im ORF gesehen habe, zu später Stunde.
Zu einer höheren Wertung reichts nicht, weil mir der Film dann zu sehr in eine Problemfilm-Schiene abrutscht und für eine Komödie doch zu wenige Lacher hat. Ein wenig mehr Orientierung an Hollywood hätte da nicht geschadet.
Aber definitiv ein Geheimtipp aus Österreich, der einen Blick wert ist - und sei es nur wegen der attraktiven Darstellerinnen, die einen guten Kontrast zu den eher "durchschnittlichen" männlichen Darstellern bieten.
Screenshots: Gedreht wird im Haus der Eltern, die gerade auf Urlaub sind.

Die Positionierung fällt den Amateuren schwer, denn schliesslich soll die Kamera alles mitbekommen.

Abends kommt man sich auch ausserhalb des Drehs näher.

Die Lesbenszene wird mit Perücken gedreht.

angeschaut am: 30.12.2005
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten
Promille-Wertung: 7 von 10 Punkten
14 Januar 2006
The Day After Tomorrow - USA 2004
OFDB-LinkGenre(s): Katastrophen-Thriller
Laufzeit: ca. 119 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
Weil die Welt jahrelang nicht auf Leute wie den Paläoklimatologen Adrian Hall (Dennis Quaid) und die beständigen Warnungen vor den dramatischen Folgen einer globalen Erwärmung hören wollte, peitschen nun Wetterkatastrophen und die Vorboten einer neuen Eiszeit mit Macht auf die angstschlotternde Menschheit hernieder. Statt wie alle anderen gen Süden zu fliehen, macht sich Hall auf nach New York, um seinen Sohn Sam (Jake Gyllenhaal) aus dem verschneiten New York zu bergen und, falls möglich, einen Ausweg aus dem Desaster aufzuzeigen.
Kritik:
Wenn Roland Emmerich in seinen Filmen eines gerne macht, dann ist das die Stadt New York zu zerstören. In Independence Day (1996) wurde sie von Aliens pulverisiert, in Godzilla (1998) zog das riesige Monster seine Bahn der Zerstörung und nun sind es die Naturgewalten einer neuen Eiszeit.
Dementsprechend viel Erfahrung hat er auch mit den Special Effects, die diesen Film sehenswert machen. Es ist schon faszinierend, wie Emmerich diese Naturkatastrophe mitsamt Tornados und Tsunami in Szene setzt. Da kann man es auch verschmerzen, dass die Rahmenhandlung über die Suche des Vaters nach seinem Sohn eher schwach geraten ist.
Aber spannend ist die Sache allemal, auch wenn man das Happy End selten in Gefahr wähnt.
Und das der Film noch vor dem verheerenden Tsunami vom Dezember 2004 ebenfalls solch ein Ereignis beinhaltet, macht das Ganze noch aktueller.
Leider gibt es auch einige Elemente, die schwer glaubhaft sind, dazu zähle ich vor allem die Szenen mit dem Blitzeis und wie die Helden dies überleben. Anzuzweifeln ist sicher die ganze Rettungsaktion des Vaters - bei minus 50 Grad zu Fuß nach New York zu kommen ist verdammt schwierig, selbst für Arktis-Erfahrene. Umso fieser, wenn dann pünktlich nach Erreichen des Ziels die Rettungshubschrauber auftauchen. Aber das ist in Thrillern auch nicht anders, da kommt die Polizei auch erst, wenn der Bösewicht ausgeschaltet wurde.
Fazit: Popcornkino mit hervorragenden Effekten, aber Schwächen bei der Handlung. Hat unter den Katastrophenfilmen bisher sicher die besten Special Effects.
Screenshots: Wir berichten live vom Weltuntergang.

Hollywood wird mit als Erstes zerstört.

Sohn Sam (Jake Gyllenhaal) und seine Freunde suchen nach Medikamenten.

Während sein Vater sich auf die beschwerliche Reise zu ihm macht.

angeschaut am: 27.12.2005
Normale Wertung: 7,5 von 10 Punkten (insgesamt 2x gesehen)
13 Januar 2006
New Eden - Wüste des Todes - USA 1994
OFDB-LinkGenre(s): Action / SciFi
Laufzeit: ca. 85 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
Nach Verbüßung ihrer Haftstrafe werden Kyne und Adams, wie alle Sträflinge der Zukunft, auf einen einsamen Planeten entsandt. Dort erwartet sie eine endlose Wüste, die von zwei gegnerischen Banden beherrscht wird. Die beiden Freunde schließen sich jedoch unterschiedlichen Seiten an und stehen sich plötzlich in einem bitteren Kampf ums Überleben gegenüber.
Kritik:
Low Budget Endzeitfilme gibts es ja doch recht häufig. Dieser gehört dabei nicht zu den Guten, aber es gibt Schlimmeres.
Es fehlt hier schlicht an neuen Ideen, die man nicht schon diverse Male gesehen hat. So ist das Dorf, welches von Banditen erpresst wird, ja bereits aus Die Glorreichen Sieben bekannt.
Immer wieder nett finde ich bei solchen Filmen, wenn zwar alles verkommen ist, aber die Frauen immer noch Makeup tragen.
Lisa Bonet, als sexy Alleinerziehende, ist noch eines der Highlights des Films. Stephen Baldwin als Adams macht seine Sache auch recht gut, ebenso wie Tobin Bell, der sonst ja nur Böse spielen darf, als Sklavenjäger mit Gewissen. Ein Mangel an Spannung, sowie eine Moral mit dem Brecheisen machen diesen Film nicht unbedingt besser.
Ein unspektakulärer Beitrag zum Thema Endzeitfilme (obwohl er eigentlich gar keiner ist, da er ja auf einem Gefängnisplaneten spielt - er wirkt aber so). Muss man nicht gesehen haben.
Screenshots: Adams zeigt den Dorfbewohnern, wie man effizient Wurzeln anbaut.

Als der kleine Luke entführt wird, machen sich die Helden auf die Suche...

...um ihn aus den Klauen der Banditen zu befreien.

angeschaut am: 7.01.2006
Normale Wertung: 3 von 10 Punkten
12 Januar 2006
Havoc - USA 2004
OFDB-LinkGenre(s): Drama
Laufzeit: ca. 92 Min. (US Unrated Version)
Altersempfehlung: FSK 16
Bemerkung: engl. Originalfassung mit engl. Untertiteln
Inhalt:
Allison (Anne Hathaway) und ihre Freunde sind reiche Kids, die in einer Nobelgegend von Los Angeles wohnen. Gemeinsam leben sie den "Gangsta-Lifestyle", wie er ihnen von unzähligen Hip-Hop-Videos im Fernsehen vorgemacht wird. Die dazugehörigen Partys mit Sex und Drogen, sowie gelegentliche Schlägereien mit anderen "rich kids" sind das Einzige, was ihrem geregelten Leben einen Kick gibt. Nachdem sie auf einer Fahrt zur Drogenbeschaffung den echten Gangster Hector (Freddy Rodriguez) kennengelernt haben, den Chef einer Latino-Gang, zieht es Allison immer wieder magisch dorthin. Sie meint Hector näher kennenzulernen und möchte schliesslich zusammen mit ihrer besten Freundin seiner Gang beitreten. Doch das Aufnahmeritual der Gang ist härter als gedacht und die Situation eskaliert...
Kritik:
Ein sehr interessanter Film, der sich der Problematik gelangweilter Wohlstands-Kiddies annimmt. Es ist schon ziemlich traurig zu sehen, dass diese Kids überhaupt keine eigene Identität haben und sich nur durch das Nachmachen von Gangsta-Rappern definieren. Da gehört dann auch die ganze Latte an Audrücken dazu, was ziemlich witzig wird, wenn sich zwei weisse Jungs ständig mit "Nigga" anreden.
Der geneigte Zuschauer hat, wie schon bei dem Film Thirteen, die ganze Zeit eine düstere Ahnung, dass dieses "sich in Gefahr begeben" irgendwann schief gehen wird. So probieren die Kiddies wie selbstverständlich sämtliche Drogen durch, sogar Crack. Die Szene ist ziemlich beängstigend, wenn zwei Mädchen aus guten Verhältnissen, einfach für den Kick Crack rauchen und sich gegenseitig als "Crackwhore" titulieren.
Wie Hector später sagt, ist für die Mädchen alles nur ein Spiel, ob sie einem reichen Alten in der Bar sein Koks abschwatzen oder das Gang-Aufnahmeritual durchspielen - doch irgendwann können sie das Spiel nicht mehr kontrollieren und es gibt ein böses Erwachen.
Möglicher Kritikpunkt ist, ob das Gezeigte wirklich voll nachvollziehbar ist. Denn die Mädels verhalten sich für normale Begriffe schon ziemlich schwer vorstellbar - aber andererseits konnten sich viele Eltern sicher auch nicht vorstellen, dass ihr Kind mal so endet wie in Christiane F. Ausserdem ist die Message dem anspruchsvollen Cineasten sicher zu plakativ geraten. Etwas mehr Subtilität hätte sicher nicht geschadet, aber ich kann gut damit leben.
Die Besetzung fand ich sehr gut. Anne Hathaway und Shiri Appleby sehen immer so aus, als könnten sie kein Wässerchen trüben. Grade Hathaway kann in diesem Film aber mal was ganz anderes zeigen, wenn sie im Nu von brav zum totalen Vamp umschaltet und ihren attraktiven Body sehen lässt. Die gezeigten Babes sind auch allesamt sehr hübsch.
Sehr gut kommen auch die Latino-Brüder, die man auch immer in solchen Rollen sieht.
Für Hip-Hop-Freunde dürfte der Soundtrack sicher ein Quell der Freude sein - ich fand ihn passend.
Screenshots: Koks vom blanken Busen schnupfen macht Laune...

Allison hat einen Termin bei ihrem vielbeschäftigten Dad bekommen.

Für einen Dokufilmer wechselt sie die Rolle von der Gangsta-Braut zum Porno-Starlet.

Die beiden Freundinnen wollen das erste Mal Crack probieren...

...und gemeinsam in die 16th Street Gang aufgenommen werden.

Deren Anführer Hector vergnügt sich mit Allison.

angeschaut am: 9.01.2006
Normale Wertung: 7 von 10 Punkten
11 Januar 2006
Land of the Dead - USA 2005
OFDB-LinkGenre: Horror
Laufzeit: ca. 93 Min. (dt. Director's Cut Version)
Alterseinstufung: FSK 18
Inhalt:
Gruselige Zukunftsvisionen: Die Untoten durchkämen das Ödland, während die Lebenden sich hinter den Mauern der letzten befestigten Stadt verstecken und ein normales Leben zu führen versuchen. Ein paar Karrieristen leben in den abgeschotteten Überresten eines Wolkenkratzers, während das Fußvolk sich in brutalen Straßenkämpfen selbst vernichtet. Dessen ungeachtet, braut sich draußen etwas zusammen. Die Armee der Untoten wächst. Wird die Stadt einem Angriff der Untoten gewachsen sein?
Kritik:
George A. Romero hat mit Night of the Living Dead 1968 das Zombiefilmgenre populär gemacht. Während es etlichen Nachahmerfilmen später nur um die Splatter-Aspekte ging, war bei seinen Filmen immer einer deutliche politische Botschaft enthalten. In Night of the Living Dead z.B. wird der Überlebende des Zombieangriffs, ein Schwarzer, von den weissen Polizeikräften einfach erschossen.
Auch in sein neuestes Werk ist wieder eine politische Aussage eingebaut. Diesmal geht es um die Eliten, die Macht und Geld innehaben, und daran interessiert sind, die Klassengesellschaft zu erhalten. Die Drecksarbeit wird für sie von einfachen Leuten erledigt, die sich dafür etwas vom Kuchen abschneiden dürfen. Und ganz unten steht das Heer der Zombies, das im Prinzip machtlos ist und nur durch seine Masse gefährlich werden kann.
Gottseidank ist es aber zu 98% ein richtig guter Zombiefilm, der wieder einige neue Impulse für das Genre gibt. Erstmalig haben die Zombies einen natürlichen Anführer in Form von "Big Daddy" (siehe Screenshot unten), der über eine Grundintelligenz und Lernfähigkeit verfügt. Er führt die Zombiearmee zur Stadt und bringt ihnen währenddessen bei, dass auch Zombies mit Waffen schneller töten können.
Die Helden in der Geschichte sind Teil der Handlanger, die täglich losziehen um Vorräte für die Stadtbewohner zu organisieren. Als sie Probleme machen werden sie inhaftiert und dann auf eine Spezial-Mission geschickt.Die Helden bleiben relativ blass, die Charakterzeichnung reicht aber aus, um sie einigermassen sympathisch zu finden. Asia Argento (siehe Screenshot rechts) spielt das taffe Babe vom Dienst, was mittlerweile (gottseidank) in keinem Action-Horrorfilm mehr fehlen darf. John Leguizamo dürfte neben Dennis Hopper noch zu den bekannteren Gesichtern gehören. Die Schauspieler machen ihre Sache im Rahmen des Zombiefilms gut, doch die eigentlichen Stars bleiben die Zombies.
Denn was wir wirklich wollen sind Splatterszenen, und davon gibt es reichlich. Die Makeup- bzw. Spezialeffekte sind wirklich sehr gut gemacht. Es wirkt alles recht glaubhaft, obwohl es auch viel zu lachen gibt, wenn übermässig gesplattert wird.
Die Spannung hielt sich im Rahmen, dafür war die Story zu vorhersehbar. Zum Schluss wurde auch etwas übertrieben, wenn Dennis Hopper im grossen Tiefgaragenfinale sein verdientes Ende findet. Da hat man die Glaubwürdigkeit, wenn es welche in so einem Film gibt, über Bord geworfen.
Ebenfalls unverständlich für mich, warum es den Akteuren immer noch um Geld geht. In einer post-apokalyptischen Welt ist Geld wertlos, für jeden. In dem Zusammenhang scheint auch dieses Hochhaus sehr übertrieben, in dem noch eingekauft und gelebt wird, wie vor dem Zusammenbruch der Welt.
Deshalb auch "nur" 8 Punkte, das war alles etwas übertrieben.
Aber sei's drum es ist ein wirklich guter, moderner Zombiefilm. Er kommt nicht ganz an das Remake von Dawn of the Dead von 2004 heran - der hatte mehr Tempo (trotz längerer Laufzeit). Doch Romero lässt es auch gut krachen. Hoffen wir also auf weitere neue Zombiefilme.
Screenshots: "Big Daddy" schwingt sich zum Zombie-Anführer auf

Klopf, klopf - Die Zombie Verwandtschaft ist da...

Immer bereit um Headshots zu verteilen, unsere Helden:

angeschaut am: 12.9.2005
erneut gesehen am: 11.01.2006 im KellerKino (insgesamt 2x gesehen)
Normale Wertung: 8 von 10 Punkten
10 Januar 2006
Drumline - USA 2002
OFDB-LinkGenre(s): Drama / Sport / Musik
Laufzeit: ca. 113 Min.
Alterseinstufung: FSK 6
Inhalt:
Der in Harlem aufgewachsene Devon (Nick Cannon) erhält ein Musikstipendium an der renommierten A&T Universität in Atlanta. Der begnadete Drummer soll die Marching Band unterstützen, die beim Football die Fans bei Laune hält und bei Wettbewerben gegen andere Unis antritt. Doch der ungestüme Trommler muss schnell lernen, dass im Team kein Platz für geniale Einzelgänger wie ihn ist.
Kritik:
Der x-te Aufguss des alten Schemas: Talentierter Sportler (in diesem Fall Trommler) kommt in ein neues Team, muss sich unterordnen, obwohl er so gut ist, verliebt sich, fliegt aus dem Team, ist verzweifelt und wird dann doch wieder aufgenommen, um seinem Team im grossen Finale den Sieg zu holen.
Bloss leider diesmal ohne interessante Sportart und ohne sympathische Darsteller. Stattdessen herrscht von Anfang an ziemliche Langeweile, wenn der Spielmannszug (mit dem man in dieser Form als Deutscher wenig anfangen kann) so hart wie eine Ausbildung zum Navy Seal daherkommt. Alle nehmen sich furchtbar ernst, während ich mich frage, wer an amerikanischen Unis eigentlich was lernt, ohne ein "hauptamtliches" Sport-/Musik-Stipendium.
Dieser Film ist sicher eine nette Hommage an solche Spielmannszüge, aber für mich eine echte Qual ihn anzusehen, noch dazu bei der langen Laufzeit. 2 Punkte.
Screenshots: Spielmannszug oder Marine Corps?

angeschaut am: 7.01.2006
Normale Wertung: 2 von 10 Punkten
09 Januar 2006
Critical Assembly - Atomalarm in San Francisco - USA 2001
OFDB-LinkGenre(s): Thriller
Laufzeit: ca. 84 Min.
Altersempfehlung: FSK 12
Inhalt:
Die zwei Physik-Studenten und Umweltaktivisten Bobby (Kerr Smith) und Aizy (Katherine Heigl) bauen eine Atomwaffe, um die Öffentlichkeit aufzuschrecken. Doch einer ihrer Kommilitonen klaut die Bombe und spielt sie einem Terroristen in die Hände. Der droht, San Francisco zu zerstören. Bobby und Aizy bleibt nicht viel Zeit, um gemeinsam mit dem FBI das Unheil abzuwenden.
Kritik:
Und wieder ein Film, der fürs amerikanische TV gedreht wurde. Und wieder die überaus attraktive Katherine Heigl in einer Hauptrolle.
Diesen Film fand ich gar nicht mal so schlecht. Sicher darf man mit keinerlei Erwartungen an die Sache rangehen, aber immerhin ist der Film teilweise glaubwürdig und sogar spannend.
Woran solche Drehbücher dann immer scheitern ist die totale Voraussehbarkeit der Handlung.
Interessantes Detail ist, dass dieser Film noch vor dem 11.September 2001 gedreht wurde und wegen der Thematik dann erst 2003 zum ersten Mal ausgestrahlt wurde.
Fazit: Durchschnittliches TV-Movie mit akzeptablen Schauspielern und schlechten Tricks.
Screenshots: Ein Auto, in dem Plutonium transportiert wird, explodiert.

Aizy (Katherine Heigl) lässt sich von Bobby (Kerr Smith) zum Bau der Atombombe überreden.

Doch bald schon ahnt sie Schreckliches...

angeschaut am: 3.01.2006
Normale Wertung: 4 von 10 Punkten
08 Januar 2006
Der Einsatz - USA 2003
OFDB-LinkGenre(s): Thriller
Laufzeit: ca. 110 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
James Clayton, Absolvent einer Elite-Universität, wird vom CIA-Scout Walter Burke für die Agency angeworben. Im Ausbildungslager trifft James auf die ebenso attraktive wie geheimnisvolle Layla. Obwohl überraschend nicht in die 'Firma' übernommen, bittet Burke Clayton bald um Hilfe. Ein Maulwurf soll enttarnt werden. Clayton akzeptiert. Und plötzlich erscheint auch wieder Layla auf der Bildfläche, die mittlerweile ebenfalls für die CIA arbeitet. Nur der Beginn eines Vexierspiels um Loyalität, Verrat, Liebe und Gier. Nichts ist, wie es scheint...
Kritik:
So schlecht, wie er oft beurteilt wird, finde ich diesen Film nicht. Ja, er ist vorhersehbar und die Story gleitet vor allem im letzten Drittel immer mehr ins Unglaubwürdige ab - aber er ist dabei doch recht unterhaltsam.
So ist die Ausbildung bei der CIA gut in Szene gesetzt und auch die Beziehung zwischen James und Layla ist nicht uninteressant. Es kommt auf jeden Fall keine Langeweile auf.
Routiniert wie immer spielt Al Pacino den CIA-Ausbilder, ebenso überzeugen können Colin Farrell und Bridget Moynahan.
Sicher kein grosser Wurf, aber spannende Unterhaltung für einen Fernsehabend.
Screenshots: Al Pacino als CIA-Ausbilder, Colin Farrell als sein Schüler.

Bridget Moynahan als Layla, auf die James angesetzt wird.

angeschaut am: 26.12.2005
Normale Wertung: 6 von 10 Punkten (insgesamt 2x gesehen)
07 Januar 2006
The Majestic - USA 2001
OFDB-LinkGenre(s): Drama
Laufzeit: ca. 146 Min.
Alterseinstufung: FSK 6
Inhalt:
Amerika in den 50er Jahren. Nach einem Autounfall verliert der von den Kommunistenjägern unschuldig verfolgte B-Movie-Autor Peter Appleton sein Gedächtnis. Nur knapp dem Tod entronnen, landet er im beschaulichen Küstenstädtchen Lawson, wo ihn alle für 'Luke', den im Krieg verschollenen Sohn des alten Harry, halten. Überglücklich beginnt dieser sogleich, mit Peter sein heruntergekommenes Kino zu renovieren. Als eines Tages Peters eigener Film aufgeführt wird, löst sich dessen Gedächtnisblockade. Ein Unglück nimmt seinen Lauf...
Kritik:
Stetig versucht Jim Carrey auch abseits der Slapstick-Komödie sein Glück. So auch hier, in einem Versuch eine heile Welt zu zeigen. Eine Kleinstadt, wo die Leute noch füreinander da sind und dem Heimkehrer helfen sein Kino wieder in Schwung zu bringen.
Es wird dabei ein wenig auf die Tränendrüse gedrückt, aber durchaus im verträglichen Rahmen.
Leider verheddert sich die Handlung etwas in der politischen Aufarbeitung der McCarthy-Zeit. So ist Peters Auftritt vor der Senatskommission nett gedacht aber sehr unrealistisch. Aber nun ja, es gibt ja diverse amerikanische Filme, wo mit einer aufwühlenden Rede auch der hartherzigste Senator umgedreht wird.
So ist denn auch der Sende- bzw. Anschautermin am Heiligabend recht passend gewesen, um sich diesen Film reinzuziehen. An anderen Tagen ist man sicher weniger empfänglich für solch naive Stories.
Witzig sind die kleinen Seitenhiebe auf Hollywood, z.B. bei der Konferenz der Drehbuchschreiber, oder Peters erstem Film.
Kritik könnte man sicher auch an der Laufzeit üben, die um die politische Geschichte gekürzt, sicher besser machbar gewesen wäre.
Screenshots: Gemeinsam mit seinem vermeintlichen Vater renoviert Peter das Kino...

...und verliebt sich dabei in seine vermeintliche Jugendfreundin.

angeschaut am: 24.12.2005
Normale Wertung: 6 von 10 Punkten
06 Januar 2006
Der Exorzismus von Emily Rose - USA 2005
OFDB-LinkGenre(s): Drama / Thriller / Horror
Laufzeit: ca. 122 Min. (US-Unrated Version)
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
Eine neunzehnjährige Studentin stirbt bei einer offiziellen Teufelsaustreibung der Katholischen Kirche. Anwältin Erin Bruner (Laura Linney) übernimmt die Verteidigung von Priester Moore (Tom Wilkinson), der das kontroverse Ritual leitete. Moore weigert sich, irgendeine Schuld einzugestehen und möchte im Rahmen der Gerichtsverhandlung seine Sicht der Dinge darlegen. In dem forschen Staatsanwalt Ethan Thomas (Campbell Scott), einem überzeugten Methodisten, finden er und Erin jedoch einen zähen Gegner.
Kritik:
Das Hauptproblem dieses Films ist, dass er sich zwischen zwei Stühle setzt. Zum einen wird uns der Großteil der Handlung während der Gerichtsverhandlung erzählt. Dort hat die Wissenschaft das Sagen, welche natürlich Dämonen nicht anerkennt.
In Rückblicken wiederum gehts schon sehr dämonisch zu, wenn die besessene Emily gezeigt wird. Oder wenn ein Beteiligter bei einem mysteriösen Autounfall stirbt bzw. die Verteidigerin mysteriöse Phänomene erlebt.
Der Film bleibt hier unentschlossen, ob nun Dämonen existieren oder das alles nur Einbildung ist. Deswegen stellte sich bei mir kein wirkliches Horrorfeeling ein. Und für einen Gerichtsfilm war das Thema irgendwie zu abstrus, da gibt es weitaus bessere.
Die Szenen, in denen Emily von den Dämonen gequält wird sind für Nicht-Horrorfans sicher das Maximum, was man ihnen zumuten kann. In einem dunklen Raum auch recht erschreckend. Mich persönlich hat es nicht so sehr gegruselt, weil ich schon auf die Wissenschafts-Schiene eingeschwenkt war und es als ihren eigenen Wahnsinn ansah.
Die Spannung hält sich in Grenzen, denn eigentlich ist es einem relativ egal, ob der Exorzist verknackt wird, und darum geht es schliesslich in dem Prozess.
Die schauspielerischen Leistungen sind sehr solide, die gezeigten Tricks auch gut gemacht.
Alles in allem aber nur gehobener Durchschnitt. Topfilm dieses Genres ist und bleibt Der Exorzist.
Screenshots: Der Exorzist und seine Anwältin.

Die "besessene" Emily Rose.

angeschaut am: 18.12.2005
Normale Wertung: 6 von 10 Punkten
05 Januar 2006
The Twins Effect - HK 2003
OFDB-LinkGenre(s): Action / Fantasy / Komödie / Romantik
Laufzeit: ca. 102 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Vampirjäger Reeve hat es nicht einfach: Er muss sich nicht nur darum kümmern, dass die Welt von den Geschöpfen der Nacht verschont bleibt, sondern sein Erzfeind Duke ist auch noch auf dem besten Weg, ein neues Zeitalter der Dunkelheit einzuläuten. Duke ist auf der Jagd nach dem Vampirprinzen Kazaf oder besser gesagt dessen Blut. Denn nur damit kann er das heilige Buch der Vampire öffnen, mit dem ihm und seiner Armee von Untoten Tageslicht nichts mehr anhaben kann. Reeve macht sich gemeinsam mit seiner Partnerin Gypsy und seiner Schwester Helen bereit für den ultimativen Showdown. Dabei bekommt er unerwartete Hilfe von einem schlagfertigen Ambulanz-Fahrer: Jackie Chan - dem Meister der Martial-Arts-Künste!
Kritik:
Kreisch!!!
Das beschreibt ungefähr die Hälfte der Dialoge in diesem Film. Die gezeigten Mädchen begleiten jede ihrer Handlungen mit Gekreische, was einem nach ner Zeit gehörig auf den Sack geht.
Die beiden sind super süss, das rettet wieder einiges, aber letzendlich merkt man doch stark, dass sich der Film an asiatische Jugendliche richtet. Das bedeutet, dass man sich von der Story nichts erwarten sollte.
Nett anzusehen sind die Actionszenen, die gut gemacht sind, aber mit amerikanischen Vorbildern wie Blade nicht mithalten können. Überhaupt ist der Film schön durchgestylt, dass hat man in Hongkong gut drauf.
Insofern möchte ich empfehlen: Wer für asiatische Filme nichts übrig hat, sollte um diesen einen grossen Bogen machen. Er ist genauso laut und sinnlos wie Godzilla Final Wars, insofern sollte man sich schonmal darauf einstellen.
Mich hat er ehrlich gesagt mit zunehmender Laufzeit genervt, bis endlich das Finale kam. Ich fand ihn einfach zu lang, dafür das die Handlung kaum was hergibt.
Screenshots: Gleich gibts Saures für Vampire von der Süssen im Bild.

Jackie Chan hat eine Gastrolle als Rettungswagen-Fahrer.

angeschaut am: 19.12.2005
Normale Wertung: 4 von 10 Punkten
Godsend - USA 2004
OFDB-LinkGenre(s): Horror / Thriller
Laufzeit: ca. 98 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Nach dem Unfalltod ihres Sohnes Adam wagen die trauernden Eltern (Greg Kinnear, Rebecca Romijn-Stamos) ein Experiment: Ein Klonforscher (Robert De Niro) soll den Jungen erneut zum Leben erwecken. Adam kehrt zurück. Doch kurz nach seinem achten Geburtstag beginnt ein wahrer Alptraum.
Kritik:
Also nach diesem Film und Hide and Seek komme ich zu der Überzeugung, dass Robert DeNiro lieber die Finger vom Horrorgenre lassen sollte.
Es dauert sehr lange, bis dieser Film in die Gänge kommt. Dabei ist für den Zuschauer aber von Anfang an schon ziemlich absehbar, was passieren wird.
Als es dann losgeht kommen die üblichen Visionen und Schreckmomente zum Einsatz, die einen geübten Zuschauer nur noch langweilen. Der Vater beginnt zu recherchieren und kommt schliesslich dem Geheimnis auf die Spur. Ich werde es nicht verraten, doch macht es auch nicht wirklich viel Sinn.
Spannung stellt sich bis zum Schluss auch nicht ein. Vor allem der "Showdown" in der Kirche ist mehr als lächerlich geraten. Auch das nach dem Schluss noch weitergemacht wird und es nochmal eine "Überraschung" gibt, hätte man sich echt schenken können. Denn überrascht dürfte wohl niemand mehr sein.
Darstellerisch fand ich DeNiro ehrlich gesagt nicht so besonders, er spielt eine Standardrolle ab. Greg Kinnear ist bemüht, kann aber, genauso wie die sehr engagierte Rebecca Romijn-Stamos, das Drehbuch nicht besser machen. Letztere nutzt ihre Rolle allerdings um mal etwas mehr Schauspielerei zeigen zu können, als bei X-Men. Der Junge spielt ok, mehr aber auch nicht.
Kurzum ein Film den man sofort wieder vergessen hat. Hauptsächlich in Anerkennung an Rebecca Romijn-Stamos gibt es 2 Punkte.
Screenshots: Adam merkt man ziemlich schnell eine böse Seite an.

Seine Mutter (Rebecca Romijn-Stamos) bemüht sich trotzdem um ihn.

angeschaut am: 1.01.2006
Normale Wertung: 2 von 10 Punkten
04 Januar 2006
Die Killer-Elite - USA 1975
OFDB-LinkGenre(s): Action / Thriller
Laufzeit: ca. 118 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Ruhige Hände verdrahten die Kabel einer Zeitbombe und stellen den Zünder ein; unheimlicher Gesang von Kinderstimmen ist zu hören, da zerfetzt die Höllenmaschine die Ruhe und legt ein Gebäude in Schutt und Asche. Voll explosiver Kraft setzt sich das filmische Genie des zweifachen Oscar-nominierten Regisseurs und Autors Sam Peckinpah in "Die Killer Elite" in Szene. Mit einer ganzen Riege von Stars, angeführt von dem für einen Academy Award nominierten James Caan und dem Oscar-Gewinner Robert Duvall, schuf er einen finsteren Action-Thriller, der den Zuschauern den Atem raubt und sie an den Bildschirm fesselt! Die Profikiller Mike Locken und George Hansen übernehmen Jobs, die selbst der CIA zu heiß sind. Beste Freunde und exzellente Scharfschützen, sind sie die erste Wahl, wenn ein Attentat geplant wird. Als aber einer der Elite-Killer den anderen betrügt, entwickelt sich aus Intrigen, Gewalt und Nervenkitzel mehr als nur ein gefährliches Spiel darum, wer wen zuerst tötet: Ein gnadenloser Rachefeldzug beginnt!
Kritik:
Regisseur Sam Peckinpah beschäftigt sich mit der CIA, die eigentlich nur im Ausland tätig werden darf, und "Subunternehmern", die für sie "Probleme lösen".
Mike Locken (James Caan) wird von seinem Partner zum Krüppel geschossen und zurückgelassen. Der Film beschäftigt sich lange Zeit mit seiner Rekonvaleszenz mittels asiatischem Kampfsport.
Seine Chance auf Rache erhält er, als er für seine Firma einen Chinesen bewachen soll, den George Hansen ausschalten will. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass beide nur gegeneinander ausgespielt werden. Schade ist, dass Hansen, als Bösewicht wunderbar aufgebaut, so schnell das Zeitliche segnet und es von nun an gegen den korrupten Chef von Locken geht.
Das Finale auf einem ausgemusterten Kriegsschiff ist zwar actionreich inszeniert, aber total unglaubwürdig geraten. Eine Ninja-Truppe greift hauptsächlich mit Schwertern an und wird weitgehend problemlos mit Schusswaffen niedergemetzelt. Dann kommt es zum Zweikampf des Ober-Ninjas mit dem zu beschützenden Chinesen. Das alles ist aus heutiger Sicht sehr schlecht choreographiert - die gezeigten Kampfeinlagen wirken amateurhaft.
Pluspunkte sind wie immer Peckinpah's hervorragende Kameraarbeit und schöne Szenerien. Die Charaktere sind klischeehaft, aber ausreichend. Eine echte Verbindung kann man als Zuschauer aber nicht aufbauen.
Das Drehbuch ist das grosse Manko, vor allem aus heutiger Sicht. Die Geschichte ist wenig spannend inszeniert und verheddert sich in einer Pseudo-Kritik an Geheimdiensten.
Kurzum ein schwächerer Film von Peckinpah.
Screenshots: Die Killer lassen es sich nach getaner Arbeit gut gehen...

Momentaufnahme eines Kopfschusses.

Angriff der Ninjas!

angeschaut am: 13.12.2005
Normale Wertung: 4 von 10 Punkten
03 Januar 2006
Miracle - Das Wunder von Lake Placid - USA 2004
OFDB-LinkGenre(s): Drama / Sport
Laufzeit: ca. 130 Min.
Alterseinstufung: FSK 6
Inhalt:
Einst kurz vor den Olympischen Spielen von der US-Mannschaft ausgeschlossen, bekommt Herb Brooks eine zweite Chance, als man ihn im Sommer 1979 zum Eishockey-Nationaltrainer kürt. Entschlossen macht er sich daran, sein blutjunges Team mit unkonventionellen Mitteln zum Sieg gegen die übermächtigen russischen Eis-Goliaths zu führen. Dabei überwirft er sich mit Frau, Vorgesetzten und seinen Mannen, die er knallhart rannimmt, um den Teamgeist zu stärken. Sein Ziel ist klar: Die Goldmedaille in Lake Placid.
Kritik:
Dieser Film, der auf tatsächlichen Ereignissen basiert, möchte mehr als nur ein Sportfilm sein. Es soll die Stimmung in den USA einer kritischen Zeit wiedergegeben werden und gleichzeitig ein Porträt eines vom Eishockey besessenen Trainers gebracht werden. Beides gelingt recht ordentlich, doch der Reiz eines Sportfilms wird nicht richtig ausgeschöpft.
Man erfährt trotz der langen Laufzeit zu wenig über die Spieler. Sicher wurde der Film für den amerikanischen Markt gemacht, wo man die Spieler sicher besser kennt als hier, doch konzentriert sich der Film zu sehr auf den Trainer.
Dessen Beziehung zur Mannschaft hätte auch besser dargestellt sein können - vielleicht ist der Film hier zu nahe an den Tatsachen geblieben. In anderen Sportfilmen wurde das auf alle Fälle besser gelöst.
Das Eishockey-Duell mit den Sowjets nimmt dann sehr viel Zeit ein, hätte aber auch besser gefilmt werden können. Sicher ist es sehr schwer ansprechendes Eishockey mit normalen Schauspielern darzustellen, doch hier wurde zu hektisch geschnitten. Es geht dem Regisseur offensichtlich mehr um die Atmosphäre als um eine Nachinszenierung des Spiels.
Kurzum ein Film, der für einen langweiligen Nachmittag Unterhaltung liefert, doch danach sehr schnell vergessen ist und auch kein zweites Ansehen lohnt.
Grade noch 6 Punkte wegen einem bewegenden Finale, das solide inzeniert wurde.
In Sachen Eishockeyfilm kann ich alternativ nur zu Slap Shot und Bodycheck raten, den besten Vertretern dieses Genres.
Screenshots: Coach Herb Brooks (Kurt Russell) zeigt seinem Team die Taktik...

... und sie setzen diese dann um.

angeschaut am: 31.12.2005
Normale Wertung: 6 von 10 Punkten
Evil never dies - Rückkehr des Bösen - USA 2003
OFDB-LinkGenre(s): Mystery / Thriller
Laufzeit: ca. 85 Min.
Altersempfehlung: FSK 12
Inhalt:
Die Frau des Polizisten Mark Ryan (Thomas Gibson) ist von einem Serienkiller ermordet worden. Ryan kann den Mörder stellen und wenig später mit ansehen, wie dieser hingerichtet wird. Doch dann wird ausgerechnet der tote Killer in einem heimlichen Universitätsexperiment zu neuem Leben erweckt. Prompt startet er einen raffinierten Rachefeldzug gegen den Cop.
Kritik:
Generell sollte man von Mystery-Thrillern, die fürs TV produziert wurden, nicht zu viel erwarten. Doch dieser unterbietet selbst niedrige Erwartungen.
Eine langweilige Geschichte, bei der die einzige Wendung relativ leicht zu erahnen ist. Spannung ist keine vorhanden und Glaubwürdigkeit wurde von vorneherein über Bord geschmissen.
Unter den Darstellern erfreut einen Katherine Heigl durch ihr attraktives Äusseres, doch sonst ist auch hier nichts Interessantes geboten.
Regie hat Uli Edel geführt, der sicher nicht stolz auf dieses Werk sein kann.
Ein Film für die Tonne - 1 Punkt plus 1 Bonuspunkt für die sehr attraktive Katherine Heigl.
Screenshots: Katherine Heigl (I)

Der suspendierte Cop (Thomas Gibson).

Katherine Heigl (II)

angeschaut am: 15.12.2005
Normale Wertung: 2 von 10 Punkten
02 Januar 2006
Mona Lisas Lächeln - USA 2003
OFDB-LinkGenre(s): Drama / Komödie
Laufzeit: ca. 114 Min.
Alterseinstufung: FSK 0
Inhalt:
Das Mädchen-College Wellesley ist Amerikas Kaderschmiede der Eliten. Dorthin wird in den 50er Jahren inmitten der restriktiven McCarthy-Ära die liberale Kunstdozentin Katherine Watson berufen. Schon bald stellt diese entsetzt fest, dass sie es nicht mit der zukünftigen intellektuellen Elite des Landes zu tun hat, sondern quasi mit einem lebendigen Genpool, der einzig zur Erhöhung der Chancen auf dem heißumkämpften Heiratsmarkt eine fundierte Ausbildung erhält. Ein Affront für die emanzipierte Pädagogin, gegen den sie rebelliert.
Kritik:
Wie man sich von der Beschreibung schon ableiten kann, erwartet uns eine weibliche Abwandlung vom Club der toten Dichter. Doch kann dieser Film nicht mit dem Klassiker mithalten.
Die Story gibt dafür einfach nicht genug her. Denn auch wenn die liberale Dozentin ein paar Probleme wegen ihrer Art bekommt, so spielen sich doch keine so bewegenden Dramen ab, wie bei Club der toten Dichter.
Kirsten Dunst brilliert als bissige Vorzeigestudentin, die völlig andere Werte vertritt als ihre Dozentin. Die verbalen Gefechte der beiden haben die beste Atmosphäre im Film. Dann wird die Studentin aber lehrbuchmässig selber mit einem fremdgehenden Ehemann bestraft und erkennt ihre Fehler. Das war mir persönlich zu plakativ. Aber so ist der Film - da erkennt z.B. Julia Stiles nach ewigem Hinarbeiten an das Jurastudium, dass sie als Hausfrau glücklicher ist. Oder das Pummelchen kriegt doch noch ihren Prinzen ab. Alles nett, aber nicht bemerkenswert.
Die restlichen Darstellerinnen liefern ebenfalls routinierte Leistungen ab, doch lässt das Drehbuch sonst keine Meisterleistungen mehr zu. Einzelne Handlungsstränge sind zwar durchaus interessant, aber man nimmt sich zuwenig Zeit um sie ordentlich zu entwickeln und zu einem bewegenden Ganzen zu vereinen.
Der Film ist nett anzusehen und solide inszeniert, doch fehlt es einfach an Substanz für einen tiefergehenden Eindruck. Deshalb 6,5 Punkte - weil bei dieser Besetzung sicher mehr dringewesen wäre.
Screenshots: Katherine Watson (Julia Roberts) im Kreis ihrer Studentinnen.

Kirsten Dunst als stockkonservative, biestige Studentin.

angeschaut am: 18.12.2005
Normale Wertung: 6,5 von 10 Punkten
01 Januar 2006
Tränen der Sonne - USA 2003
OFDB-LinkGenre(s): Action / Thriller
Laufzeit: ca. 116 Min. (Normalfassung)
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Eine US-Eliteeinheit unter Führung von Lt. Waters muss in Nigeria eine von Rebellen bedrohte katholische Dschungelmission evakuieren, in der auch die hübsche Ärztin Lena arbeitet. Schockiert vom Massaker unter der Bevölkerung und von Lena quasi erpresst, ändert Waters seine Mission. Er beschließt, Lenas Schützlingen Geleitschutz bei deren beschwerlichem Fußmarsch ins rettende Kamerun zu geben. Doch eine 300 Mann starke Rebellentruppe, die vor nichts zurückschreckt, ist ihnen bereits dicht auf den Fersen.
Kritik:
Tränen der Sonne beschäftigt sich mit einem Thema, das in unserer westlichen Welt kaum vorkommt bzw. -kam, nämlich den Grausamkeiten bei afrikanischen Bürgerkriegen. Exemplarisch steht hierbei ein Spezialkommando für die westliche Passivität bei diesen Vorgängen. Doch diese Elitesoldaten beschliessen entgegen ihren Befehlen zu handeln und sich für die Menschen einzusetzen.
Der Film liefert neben der politischen Message aber auch einen hervorragenden Beitrag zum Thema Spezialkommandos. Der Action-Freund kann sich speziell über zwei sehr lange Abschnitte freuen. In einem räumen die Elitesoldaten unter Soldaten auf, die gerade ein Dorf brandschatzen - hierbei gibts einige sehr harte Szenen zu sehen und man fühlt sich als Zuschauer befriedigt, wenn die Verbrecher sofort ihrer gerechten Strafe zugeführt werden.
Zum anderen gibt es das letzte Gefecht, um den Flüchtlingen den Rücken zu decken, bis sie das sichere Camp erreichen. Dieses Gefecht ist im Stile von Black Hawk Down inszeniert, man ist sehr nach am Geschehen dran, fühlt praktisch die Kugeln vorbeizischen und sieht die Eliteeinheit gegen die absolute Übermacht antreten.
Schauspielerisch gibts routinierte Leistungen zu sehen, mit Bruce Willis als hartem Kämpfer, dem man die Gefühle kaum ansehen, dafür aber erahnen kann. Monica Bellucci fand ich nicht unbedingt die Idealbesetzung - ihr Charakter erschien mir aber auch vom Drehbuch nicht besonders gut ausgearbeitet. Letztlich beschränkt man sich sowieso mehr auf einfache, grobgezeichnete Charaktere.
Die Optik des Films ist super gelungen und auch der Soundtrack passt zum afrikanischen Setting. Der Regisseur versteht es mit Nachtaufnahmen und viel Regen eine depressive Stimmung zu vermitteln, die sich bis zum Schluss stetig steigert. Wenn nämlich die Amerikaner keine Unterstützung schicken wollen und die Soldaten im Flüchtlingscamp die Tore nicht öffnen wollen. Doch letztlich gibt es doch noch ein kleines Happy-End - wie bei einem amerikanischen Film nicht anders zu erwarten.
Ich habe übrigens "nur" die normale Version gesehen - vor einiger Zeit ist ein Director's Cut erschienen, der länger ist und angeblich noch tiefer auf die afrikanische Thematik eingeht.
Kurzum ein toller Actionfilm, der auch eine politische Botschaft näherbringt.
Screenshots: Lt. Waters (Bruce Willis) im Einsatz.

Monica Bellucci als Ärztin Lena,...

...die von Lt. Waters beschützt wird.

angeschaut am: 24.12.2005 (insgesamt 3x gesehen)
Normale Wertung: 7,5 von 10 Punkten
