28 Dezember 2006
Detonator - Spiel gegen die Zeit - USA 2003
OFDB-LinkGenre(s): Action / Thriller
Laufzeit: ca. 87 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Eine Serie mysteriöser Bombenanschläge erschüttert Los Angeles. Inspector Beau Stoddard hätte schon eine Idee, doch seit er vor Jahren dem damaligen Bomb-Squad-Boss und heutigen Polizeichef das Nasenbein brach, ist seine Meinung nicht mehr gefragt. Ex-Freundin und Kollegin Jane sieht das anders, auf eigene Faust recherchiert man gemeinsam weiter, als die Behörden unter Erfolgsdruck ein rechtsradikales Verschwörerfähnlein zu Schuldigen erklären. Tatsächlich hat der Terror andere Gründe, und sein Höhepunkt steht erst noch bevor.
Kritik:
Mal wieder ein B-Film, der seine "spektakulären Momente" aus Stock Footage und schlechter CGI bezieht. Die Inszenierung ist aber solide geraten und die Darsteller schlagen sich ordentlich, was den Film dann doch einigermassen unterhaltsam macht.
Aus deutscher Sicht gibt es das US-Debüt von Susan Stahnke zu bewundern, die ihre Filmkarriere mit einem Sekunden-Auftritt am Anfang erheblich nach vorne bringt.
Die Story ist dabei durchschnittlich. Eigentlich simpel, aber etwas kompliziert rübergebracht, um die Spannung bzgl. der Identität des Bombers etwas zu steigern.
Dabei weist der Plot natürlich ein paar Logiklöcher auf, die sich zum Schluss hin verstärken. Da wird dann schon mal ein Eishockey-Stadion mit 16.000 Besuchern innerhalb weniger Minuten geräumt.
Fast schon üblicher Blödsinn ist, dass sich ein Nerd innerhalb von Stunden in geheime FBI-Akten einhackt oder das Wellblechzäune Schutz vor einem Kugelhagel bieten sollen.
Von der Action gibt es neben diversen Explosionen eigentlich nur einen Shootout zu bewundern. Der ist solide inszeniert. Elizabeth Berkley als FBI-Agentin wirkt dabei an der Waffe aber nicht wirklich glaubhaft. Überhaupt fragt man sich schon, ob das FBI nicht Spezialteams zur Erstürmung stark befestigter Gebäude hat.
Ganz spassig fand ich den Einfall, dass der Held bei der Postkontrollbehörde arbeitet, was zu ständigen Witzen über ihn führt. Randall Batinkoff kommt dabei sympathisch rüber. Der Film nimmt sich an diesen Stellen gottseidank selber nicht allzu ernst.
Insgesamt sicher nichts besonderes, aber wie gesagt ganz unterhaltsam.
Screenshots: Der Beginn von Susan Stahnke's Hollywood-Karriere.

Inspector Beau Stoddard (Randall Batinkoff, Mitte) betrachtet eine Explosion.

Als FBI-Agentin gibt es die sehr attraktive Elizabeth Berkley zu sehen, die im Gegensatz zu Showgirls hier aber keinen vollen Körpereinsatz bringen muss...

angeschaut am: 27.12.2006
Normale Wertung: 4,5 von 10 Punkten
27 Dezember 2006
Masters of Horror S02E01- The Damned Thing - USA 2006
OFDB-LinkIMDB-Link zu dieser Episode
Genre(s): Horror
Laufzeit: ca. 60 Min.
Alterseempfehlung: FSK 18
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung
Inhalt:
Eine fröhliche Familienfeier verwandelt sich in ein Schlachtfest, als der Vater, scheinbar besessen, seine Familie mit der Schrotflinte verfolgt.
Sein Sohn überlebt und ist viele Jahre später Dorf-Sheriff und selber Vater. Doch seine Vergangenheit lässt ihn nicht los. Ihn quält die Angst, dass sich die Geschehnisse von einst wiederholen werden...
Kritik:
Regisseur Tobe Hooper, der mit Dance of the Dead einen der schwächsten Beiträge zur ersten Staffel der Reihe ablieferte, kann sich hier deutlich steigern.
Schon der anfängliche Amoklauf ist wirklich gut geraten. Es trifft einen hart, wenn die freundliche Familienidylle jäh gesprengt wird.
Danach fällt einem dann, neben der in Ansätzen gezeigten Eintönigkeit des Dorflebens, vor allem Sean Patrick Flannery in der Rolle des Sheriffs auf. Er kriegt die Figur, die aufgrund des traumatischen Kindheitserlebnisses unfähig zu einem normalen Leben ist, wirklich klasse hin.Aber auch die Nebendarsteller wie Brendan Fletcher als Deputy und Marisa Coughlan (siehe Screenshot rechts) als Frau des Sheriffs, die von der dunklen Seite ihres Mannes ebenso schwer betroffen ist, wie er selbst, sowie Sam Raimi als Pater gefielen mir gut. Vor allem letzterer legt eine super Performance hin, als das Böse dann tatsächlich den Ort nochmals heimsucht.
Der Gore-Gehalt ist dabei die ganze Zeit recht hoch und macht wirklich Laune.
Schade nur, dass man das Schlußmonster mittels schlechter CGI-Effekte präsentiert. Auch kommt die Story etwas holprig daher. So wird viel Zeit auf einen psychologischen Ansatz verwendet, um dann im Finale doch die Keule rauszuholen. Auch der Schluss ist sicher nicht unbedingt sehr einfallsreich.
Trotzdem aber auf alle Fälle ein guter und ziemlich blutiger Auftakt zur zweiten Staffel.
Screenshots: Der Sheriff (Sean Patrick Flannery) kämpft mit den Erinnerungen an seine Kindheit.

Der Gore-Gehalt der Folge ist recht ordentlich!

angeschaut am: 9.11.2006
Normale Wertung: 6,5 von 10 Punkten
Labels: 2006, Originalsprache, USA
22 Dezember 2006
Absolute Zero - CAN 2005
OFDB-LinkGenre(s): SciFi
Laufzeit: ca. 86 Min.
Altersempfehlung: FSK 6
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung
Inhalt:
Der Klimaforscher David Koch (Jeff Fahey) findet heraus, dass sich die Pole der Erde verschieben. Dieses regelmäßig auftretetende Ereignis führte auch zu der letzten Eiszeit. Nachdem sich ungewöhnliche Wetterereignisse häufen füttert er sein Modell mit neuesten Daten aus der Arktis. Das Ergebnis: In wenigen Stunden wird die Temperatur in den betroffenen Gebieten in Äquatornähe auf den absoluten Nullpunkt sinken, -273°C.
Verzweifelt versucht er zusammen mit einigen Personen, darunter seine Ex-Frau Bryn (Erika Eleniak) und ihre Tochter, eine Spezialkammer bei seinen Labors in Miami zu erreichen, die als einziger Ort Schutz vor den extremen Temperaturen bietet.
Kritik:
Vom Niveau der Themenbehandlung kann man schlussfolgern, dass sich die Autoren einmal The Day after tomorrow angeschaut haben, und das wars dann auch.
Ok, ein wissenschaftlich stimmiger Plot ist in einer Low-Budget-Produktion (fürs TV) sicher auch nicht unbedingt nötig.
Doch leider ist auch die restliche Handlung ziemlicher Blödsinn. Fängt alles noch recht interessant an, mit einer Arktis-Expedition, die ziemlich schief geht, so folgt erstmal das Standardprogramm: Wissenschaftler versucht Weisungsträger zu überzeugen, dass eine Katastrophe naht, wird aber nur belächelt.
Nachdem das abgehakt ist, geht es dann nur noch drum, dass die kleine Gruppe um Jeff Fahey einen sicheren Zufluchtsort findet. Also nix mit Menschheit retten, oder so.
Leider kommt in keinem Moment auch nur ansatzweise sowas wie Spannung auf. So ist z.B. der Tod von Erika Eleniak's Mann absolut vorhersehbar, damit sie von Jeff Fahey gerettet werden kann. Ziemlich blöd wirds dann noch, wenn sie wiederum seinen skrupellosen Chef retten will, der sich auch im Angesicht des Todes wie das grösste Arschloch überhaupt verhält. Dazu gesellen sich dann noch zwei Studenten, die inmitten der Katastrophe eine Love-Story auf dämliche Weise anfangen - soll offensichtlich eine Nerd-Parodie und witzig sein.
Tricktechnisch gibt es die unterste Schublade. Höchstleistungen sind da schon die Effekte in der Arktis - danach war das Budget wohl aufgebraucht, denn ausser ein paar Leuten, die frierend neben einem Pool stehen und der wohlbekannten Szene, als der Frost die Flüchtenden durch einen Gang verfolgt (war schon in The Day after tomorrow irgendwie lächerlich) gibt es nichts mehr zu sehen.
Statt Action gibts meistens Nachrichtenberichte zu sehen, wo eine Sprecherin die Lage erklärt.Die schauspielerischen Leistungen sind bei dieser Produktion noch das Beste. Jeff Fahey und Erika Eleniak (siehe Screenshot rechts) machen ihre Sache gut. Vor allem letztere überzeugt als Mutter (bin allerdings seit Baywatch ein Fan von ihr).
Die Nebenrollen sind ok - wie gesagt verhindert das Drehbuch hier viel.
Hauptproblem des Films ist einfach fehlende Spannung. Das was auf 86 Minuten geboten wird, ist einfach zu wenig, um heutzutage noch irgendjemand zu begeistern - nichtmal eher anspruchslose RTL-Zuschauer oder B-Movie-Freunde.
Die Darsteller und das trashige Element des Films haben mich insoweit unterhalten, dass ich 2,5 Punkte vergebe.
Wer auf solche Filme steht, sollte aber lieber Apokalypse Eis anschauen, der war spannender.
Screenshots: Wer steht denn da so nah neben dem Abgrund?

Tricktechnische Effekte für die Klimakatastrophe - es schneit am Pool.

Die Nachrichtensprecherin zählt fast schon zu den Hautpdarstellern.

Klimaforscher David Koch (Jeff Fahey).

Bryn (Erika Eleniak) versucht ihre Tochter vor dem Eis zu retten.

Das Überqueren einer Treppe mit Kälteschutzanzügen ist das "Highlight" des Films.

angeschaut am: 11.12.2006
Normale Wertung: 2,5 von 10 Punkten
Labels: 2005, Originalsprache, Rest der Welt
21 Dezember 2006
Departed: Unter Feinden - USA 2006
OFDB-LinkGenre(s): Drama / Krimi / Thriller
Laufzeit: ca. 155 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Polizeikadett Billy (Leonardo DiCaprio) wird von seinen Vorgesetzten Captain Queenan (Martin Sheen) und Sergeant Dignam (Mark Wahlberg) offiziell als ungeeignet aussortiert, um ihn undercover in den inneren Kreis des Bostoner Iren-Mafia-Chefs Frank Costello (Jack Nicholson) einzuschleusen. Der hat seinerseits mit dem Captain Ellerby (Alec Baldwin) untergeordneten Detective Colin Sullivan (Matt Damon) die Polizei infiltriert. Als Informationen davon durchsickern, beginnt ein Wettlauf, wer den jeweiligen Maulwurf zuerst aufspürt und kaltstellt.
Kritik:
Departed ist die Hollywood-Version von Infernal Affairs (Hongkong, 2002). Obwohl er die Grundstory, sowie einige Szenen 1:1 übernimmt, setzt er doch andere Akzente als die asiatische Vorlage.
Das merkt man auch am Laufzeit-Unterschied. Wurde die Story im ersten Teil der Hong-Kong-Trilogie in etwas mehr als 90 Minuten rein aufs Wesentliche reduziert und sehr kompakt präsentiert - für westliche Zuseher ob der kulturellen Unterschiede vielleicht sogar etwas zu schnell - so nimmt sich Scorsese hier zweieinhalb Stunden Zeit.
Davon profitiert vor allem die Anfangsphase, als uns die beiden Spitzel viel näher gebracht werden, als in der Hong-Kong-Version von Teil 1. Auch die Moral kommt differenzierter daher, als im asiatischen Vorbild. Departed hat in Sachen Story-Aufbau eindeutig Vorteile, denn der Handlung ist um einiges leichter zu folgen.
Leider ergeben sich aber auch ein paar Längen. Man hätte die Story sicher kürzer fassen können, wenn auf ein paar unwichtigere Szenen verzichet worden wäre, dann wäre sie auch insgesamt etwas spannender geraten, wie in Infernal Affairs.
Negativ überrascht ist der Kenner des Originals dabei von der Zusammenlegung der Freundinnen der Spitzel auf eine Frau. Dadurch ergibt sich eine Dreiecksbeziehung, die aber für die Geschichte ziemlich überflüssig ist. Einzig die zwei gegensätzlichen Charaktere werden durch ihre unterschiedliche Beziehung zur selben Frau noch etwas vertieft.
Die schauspielerischen Performances sind natürlich eine wahre Freude. Leonardo DiCaprio kann erneut zeigen, dass er ein hervorragender Darsteller ist, und auch Matt Damon passt wunderbar als Verräter, der jede Gelegenheit nutzt, um sich einen Vorteil zu verschaffen, und dessen komplettes Leben (inkl. Freundin) nur dem äusseren Schein und Selbstbetrug dient.
Jack Nicholson's Rolle ist dabei noch am ehesten kritisch zu betrachten. Seine Gangsterboss-Parodie ist teilweise zu abgehoben, aber seine Präsenz wie immer beeindruckend. Auch zieht er eigentlich mehr Sympathien auf sich, als für so einen Film-Fiesling gut ist.
Aber auch die Nebenrollen sind vom Feinsten mit Mark Wahlberg als aufrechtem Cop und extremer Fluchmaschine, Martin Sheen als väterlichem Freund und Alec Baldwin als schmierigem Vorgesetzten von Matt Damon.
Vera Farmiga macht auch einen wirklich guten Eindruck, allerdings ist ihre Rolle als Psychiaterin in der Dreiecksbeziehung wie schon erwähnt eher unwichtig.
Erwähnen möchte ich noch den Einsatz von CGI-Effekten, wenn es blutig wird. Den meisten dürfte es nicht auffallen, ich habs gemerkt und fand das etwas schade. Denn so ist es zwar sehr blutig, aber auch ein wenig künstlich.
Der Schluss ist gut geworden, aber das Original war da noch besser. Mehr sei hier nicht verraten...
Alles in allem schlägt sich Departed gut dabei, die asiatische Vorlage in für westliche Zuschauer passende Form zu bringen. Es ist kein Meisterwerk geworden, aber dank der tollen Story und den hervorragenden Darstellern ein spannender Film.
Screenshots: Frank Costello (Jack Nicholson) hat es geschafft...

...eine "Ratte" (Matt Damon, r.) bei der Polizei einzuschleusen.

Während die Polizei Billy Costigan (Leonardo DiCaprio) in seine Organisation schleust.

angeschaut am: 20.12.2006
Normale Wertung: 8 von 10 Punkten
20 Dezember 2006
Jackass: Number Two - USA 2006
OFDB-LinkGenre(s): Dokumentation / Komödie / Trash
Laufzeit: ca. 94 Min. (Unrated Version)
Alterseinstufung: FSK 18
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung
Inhalt:
Vier Jahre, nachdem sich die "Jackass"-Crew offiziell trennte und jeder seine Solopfade ging, versammeln sich Johnny Knoxville, Bam Margera, Chris Pontius, Steve-O, Dave England, Ryan Dunn, Wee Man, Preston Lacy und Ehren McGhehey zu einem weiteren Kinoanschlag auf die Sinne und den vielzitierten guten Geschmack. Unter anderem lässt man sich für Haie anködern, von Stieren herum werfen, mit Pferdeäpfeln bewerfen, von Dominas bearbeiten und von Blutegeln schröpfen.
Kritik:
Zum ersten Teil hat sich kaum was verändert. Ausser dass alles noch krasser geworden ist.
Ich sage nur Blutegel, die sich am Augapfel festsaugen! Pferdesperma trinken und Pferdescheisse essen, die Fart Mask und der komplette Schlussgag, mit einem falschen Bart aus Schamhaaren.
Vor allem die üblen Scherze untereinander sind nochmal härter geworden. Man nehme nur die Limousine voller Bienen.
Teil 2 gefiel mir insgesamt noch etwas besser als Teil 1.
Alle Stunts auf einen Blick
EDIT: Bei Wikipedia sind die Stunts verschwunden, aber hier gibts noch einen Mirror des Artikels: Alle Stunts auf einen Blick
Screenshots: Unter dieser "Mäuseverkleidung" verbirgt sich ein Penis.

Der "Toro Totter".

Die Anaconda kann nicht nur würgen, sondern auch fies zubeissen.

Steve-O und Preston Lacey mit der Fart Mask.

angeschaut am: 14.12.2006
Unterhaltungswert: 7 von 10 Punkten
Labels: 2006, Originalsprache, USA
19 Dezember 2006
Jackass: The Movie - USA 2002
OFDB-LinkGenre(s): Dokumentation / Komödie / Trash
Laufzeit: ca. 88 Min. (Unrated Version)
Alterseinstufung: FSK 18
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung
Inhalt:
Junge Menschen testen Selbstverteidigungswaffen an ihren Kumpels, rasen auf Einkaufswagen sitzend vereiste Steintreppen hinab, spielen Football mit (falschen) Babies oder stürzen sich in Fettsack-Kostümen auf Rollstühlen ins Verkehrsgewirr einer belebten Straßenkreuzung. Selbstmordversuche? Rinderwahnsinn? Der Untergang des Abendlandes? Nicht doch, es ist bloß Johnny Knoxville mit seiner lustigen "Jackass"-Bande. Was Zensoren ärgert, Bedenkenträger ängstigt und Medienwuffis zu Brandreden veranlasst, ist längst zum erfolgreichsten Showkonzept geworden, mit dem die ehemalige Clip-Abspielstation MTV je reüssierte.
Kritik:
Eine weitreichende Argumentation zum Für und Wider von Jackass spare ich mir an dieser Stelle. Ich gehe mal dasvon aus, dass die meisten die Sendungen von MTV kennen und sich deshalb ihre eigene Meinung gebildet haben. So wird es von vielen vehement abgelehnt, während andere sich über die Stunts amüsieren können.
Ich gehöre zur letzteren Gruppe. Wobei sich auch hier die Vorlieben aufteilen dürften. So finde ich manche Gags nicht wirklich witzig. Dazu zählen viele, die dritte Personen beinhalten. So z.B. der Convenience Store Joust, wo ein Laden verschrottet wird, oder das Rent-a-Car Crash-Up Derby. Zu offensichtlich ist es hier doch, dass die Crew im Nachhinein (oder schon vorher) für die Schäden aufkommt - sprich alles nur gestellt ist.
Gut gefallen mir wiederum die Stunts der Jungs. Sowas wie Rocket Skates, Roller Disco Truck oder Butt X-ray.
Der Härtegrad ist dabei natürlich auch vom Betrachter abhängig. So werden viele wohl Wasabi Snooters, wo Steve-O seine eigene Kotze isst, oder Yellow Snowcone, wo ein Eis mit Urin "gewürzt" und dann verzehrt wird, ziemlich übel finden.
Mit das krasseste fand ich die Paper Cuts. Immerhin ist das Schneiden mit Papier eine gebräuchliche Foltermethode, und jeder dürfte schon mal solch unangenehme Schnitte erlebt haben.
Eine wichtige Frage stellt sich noch: Ist der Film krasser als die Show?
Nun ja, auch das dürfte davon abhängen, was man für sich selbst als krass definiert. Es gibt auf jeden Fall zeimlich viel Kotze und Fäkalien zu sehen (die Unrated-Version ist hier noch nen Tick genauer).
Letztendlich zählt der Unterhaltungswert und den setze ich mal mit 6 Punkten an.
Alle Stunts auf einen Blick
Screenshots: Ich bin Schnappi, das kleine Krokodil...

...und das ist der große Bruder.

Ryan Dunn führt sich ein Spielzeugauto rektal ein.

Steve-O schnupft Wasabi und kotzt dem Japaner anschliessend das gute Sushi wieder auf den Teller.

Manchmal wirds auch den Kameraleuten zuviel des Guten.

angeschaut am: 15.12.2006
Unterhaltungswert: 6 von 10 Punkten
Labels: 2002, Originalsprache, USA
18 Dezember 2006
Mondo Cannibale - ITA 1973
OFDB-LinkGenre(s): Abenteuer / Drama / Liebe / Horror
Laufzeit: ca. 89 Min. (Uncut)
Alterseinstufung: FSK 18
Inhalt:
Der Fotograf Lee Bradley ist zusammen mit einem Begleiter im thailändisch-burmesischen Urwald unterwegs um Landschaftsaufnahmen zu machen. Als sein Weggefährte getötet und er selbst von einem Eingeborenenstamm gefangen genommen wird, erfährt er am eigenen Leib, daß der Urwald auch Gefahren birgt. Nach langer Folter wird Bradley jedoch von den Eingeborenen akzeptiert und in den Stamm aufgenommen...
Kritik:
Beim Titel Mondo Cannibale erwartet man sich doch einen ordentlichen Kannibalenschocker. Der Film gilt zwar als Begründer des Genres doch ist das leider kein Qualitätsprädikat. So haben wir es hier mit einem drögen Genremix zu tun, der über eingestreute Tiersnuff-Szenen und seltsam anmutende Stammesrituale, zum Teil mit ein wenig Softsex (z.B. Gangbang mit einer Witwe auf der Asche ihres toten Mannes), schockieren will.
An Tiersnuff werden dabei vom Kampf Mungo gegen Kobra, Hahn gegen Hahn, sowie der "Schlachtung" eines Krokodils und dem Köpfen eines Affen mit anschliessendem Verzehr des Hirns einige Szenen gezeigt. Wer auf sowas steht dürfte sich freuen - ich persönlich bin zwar Splatterfreund, kann aber solch realen Szenen rein gar nichts abgewinnen. Die Indizierung geht deshalb auch voll in Ordnung.
Zur Entstehungszeit 1973 mag das noch für einen Kassenerfolg gut gewesen sein, heutzutage kommt jedoch grosse Langeweile auf. Denn nach einem eher lustlosen Einstieg plätschert die Story vor sich hin. Hofft man zunächst noch auf eine Flucht der Hauptfigur ins Kannibalengebiet, fühlt dieser sich zunehmend bei den Eingeborenen heimisch.
Dabei wirkt vieles konstruiert. So hat die schöne Häuptlingstochter (sieht wie die kleine Schwester von Laura Gemser aus) ein Faible für ihn, was dann auch in eine bescheidene Lovestory mündet. Dummerweise kriegt die Schöne aber plötzlich eine Augenkrankheit, die nie erklärt wird, und verstirbt nach einer Geburtsszene.
Praktischerweise gibt es auch eine Stammesangehörige, die seine Sprache spricht und ab und zu Erklärungen abgibt, ansonsten gibt es jede Menge Gespräche in einem unverständlichen Urwaldgebrabbel.
Letztendlich dominiert aber die Langweile, zumindest bei mir. Da retten auch teils nette Landschaftsaufnahmen und einige wenige, unglaublich billige, Splattereffekte nichts mehr. Als Partyfilm mag der Streifen ob seiner teils unfreiwilligen Komik und der kruden Exploitation-Szenen ein wenig besser geeignet sein.
Allerdings werden Freunde des Kannibalenfilms sowieso zu den späteren Filmen des Genres neigen, die weitaus brutaler sind.
Screenshots: Der Beginn des Kampfes Mungo gegen Kobra.

Die Häuptlingstochter (Me Me Lai) sucht sich ihren Gatten nach der Feinfühligkeit beim "Begrapschen" aus.

Und da liegt eindeutig der Neuzugang Lee Bradley (Ivan Rassimov) vorne.

Einer der wenigen Kannibalen im Film beim Mittagessen.

Ein Stammesritual wird durchgeführt.

Mein Kollege Oleg the Bum verzweifelt und bewertet den Film mit 1 Punkt.
angeschaut am: 11.12.2006
Normale Wertung: 1,5 von 10 Punkten
Promille-Wertung: 3,5 von 10 Punkten
17 Dezember 2006
Marie Antoinette - USA 2006
OFDB-LinkGenre(s): Drama
Laufzeit: ca. 123 Min.
Alterseinstufung: FSK 0
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung
Inhalt:
Im zarten Alter von 14 Jahren muss die österreichische Prinzessin Marie-Antoinette (Kirsten Dunst) das vertraute Wien verlassen und im Zuge der Staatsräson den französischen Thronfolger Ludwig XVI. (Jason Schwartzman) heiraten. Der ist jedoch an weiblicher Gesellschaft denkbar uninteressiert. Umgeben von einem schillernden Intrigantenhaufen fällt Marie die Eingewöhnung schwer, und gerade, als sie sich zu akklimatisieren beginnt, bricht die französische Revolution los.
Kritik:
Nach The Virgin Suicides und Lost in Translation beschäftigt sich Regisseurin Sofia Coppola erneut mit dem Thema des gelangweilten Mädchens im goldenen Käfig. Diesmal ist das Mädchen eine historische Figur.
Allerdings ist Marie Antoinette ganz und gar kein Historienfilm im üblichen Sinne. Da erklingt beständig moderne Popmusik als Untermalung, es wird "normal" gesprochen und auch die Montage ist modern. Die Hauptfigur wird als eine Art Paris Hilton dieser Zeit präsentiert, deren Hauptsorge es ist, die Zeit mit Partys, Shopping (nach modernen Schuhen) und anderen Vergnügungen totzuschlagen.
Auch sonst werden wichtige historische Details einfach ausgeblendet, etwa zwei weitere Kinder oder ihr Ende durch die Guillotine. Man wird den Eindruck nicht los, dass Coppola bewusst oder unbewusst das kitschige Bild der Amerikaner von Versailles bzw. Europa zeichnet und durch die Art der Inszenierung den Zugang und die Identifikation erleichtern will.
Insofern ist es wenig verwunderlich, dass der Film auf sehr geteilte Kritiken gestossen ist.
Coppola konzentriert sich voll auf die Figur, die nur das Leben in Luxus kennt und keinen Kontakt zum wahren Leben hat. Genau wie ihr Gemahl, der König. Der beschäftigt sich auch eher ungern mit politischen Dingen.
Storymässig dreht es sich hauptsächlich um Marie Antoinette's Wechsel an den französischen Hof und ihre Schwierigkeiten dort. Sie steht unter Druck endlich Kinder zu produzieren, wobei ihr Mann allerdings nicht mithelfen will, und ist einerseits sehr einsam, während sie andererseits kaum einmal unbeobachtet ist.
Schauspielerisch weiss Kirsten Dunst zu gefallen, allenfalls könnte man anmerken, dass sie zumindest am Anfang zu alt wirkt - auf keinen Fall wie eine 14-Jährige.
Hervorragend fand ich Jason Schwartzman, der den König spielt und vielleicht am besten die Gratwanderung zwischen humorvollem Blick auf und Karikatur der Marotten des Adels hinbekommt. Auch Steve Coogan als Berater von Marie Antoinette bleibt einem im Gedächtnis.
Das Ganze ist mäßig unterhaltsam. Man braucht schon eine Wertschätzung für das wunderbare historische Ambiente, die tollen Kostüme und beeindruckenden Bühnenbilder. Denn letztendlich geht es in weiten Teilen um die Bekämpfung der Langeweile und da kommt zwangsläufig auch ein wenig Langeweile beim Zusehen auf. Während der Plot eher dünn bleibt, geht der Film für eine Charakterstudie von Marie Antoinette auch nicht tief genug.
Insofern ist es schwer Empfehlungen zu geben. Fürs Mainstream-Publikum dürfte Marie Antoinette wohl weniger geeignet sein, am ehesten vielleicht noch fürs weibliche Geschlecht, die sich sicher mehr mit der Figur identifizieren können.
Ansonsten gibt es natürlich viel Raum, um Parallelen zu den heutigen Celebrities herzustellen.
Screenshots: Ihre Hauptsorge gilt zunächst dem mangelnden sexuellen Interesse ihres Gatten.

Kostüme.

Gärten und Schlösser.

Royales Luxusleben.

angeschaut am: 13.12.2006
Normale Wertung: 6 von 10 Punkten
Labels: 2006, Originalsprache, USA
16 Dezember 2006
Das Mädchen aus dem Wasser - USA 2006
OFDB-LinkGenre(s): Drama / Fantasy / Mystery / Thriller
Laufzeit: ca. 109 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
Cleveland Heep (Paul Giamatti), Hausmeister einer kleinen Appartementsiedlung, staunt nicht schlecht, als er eines Abends eine veritable Meerjungfrau Story (Bryce Dallas Howard) aus dem Pool seiner Anlage fischt. Die Dame scheint frisch einem Märchen zu entstammen. Cleveland entdeckt jedenfalls staunend Parallelen, auch scheinen er und die Mieter Rollen darin zu spielen. Fragt sich nur, wer die bösen Kreaturen sind, vor denen sich seine neue Freundin so furchtbar fürchtet.
Kritik:
Regisseur M. Night Shyamalan hatte nach seinen bisher erfolgreichen Filmen wohl Narrenfreiheit bei den Studiobossen. Anders lässt sich nicht erklären, dass man diese 75 Mio. US-Dollar teure Produktion so durchgehen liess.
Fand ich es zuerst noch erfrischend, dass der Held Cleveland, anders als in vielen anderen Filmen, praktisch ohne Zweifel gleich zu seiner Mission übergeht, so ist es im weiteren Verlauf völlig unglaubwürdig, dass keiner der Beteiligten nur ansatzweise das "Märchen" hinterfragt.
Wie allerdings die Handlung vorangetrieben wird, ist eine erzählerische Bankrotterklärung. Da erfahren wir über eine koreanische Einwandererin häppchenweise die Hintergründe über Das Mädchen aus dem Wasser. Es ist wirklich ärgerlich, wenn diese grade immer soviel preisgibt, dass Cleveland die nächsten paar Minuten wieder was zu tun hat. Der kommt aber auch nicht auf die Idee, sich mal die komplette Geschichte erzählen zu lassen.
Stattdessen gibt es so peinliche Szenen wie Giamatti, der in die Höhle unter dem Swimming Pool taucht und dort angekommen mit einem Kugelschreiber Luft aus umgedrehten Gläsern atmet (Wieviel Atemluft passt in ein Glas? Wie lange stehen die Gläser da schon rum?).
Praktischerweise darf die Narf (ja ein paar Fantasie-Begriffe muss man sich auch noch merken) namens "Story" auch nicht über die Hintergründe sprechen, weshalb sich eine freundliche Nachbarin einschaltet und ihr als Vermittlerin total umständlich ein paar Facts entlockt.
Aber es ist sowieso besser sein Hirn für den Film komplett auszuschalten, denn ansonsten bricht die Story mehr oder weniger komplett in sich zusammen, auch wenn man alles mit "Fantasy" erklärt.
Bryce Dallas Howard, die mich mit ihrer Performance in The Village noch voll überzeugen konnte, hat leider nichts weiter zu tun, als auf eine seltsame Art schön auszusehen und vor sich hin zu leiden. Paul Giamatti gibt einen zurückgezogenen Hausmeister, zu seiner Rolle bei Sideways muss er kaum Veränderungen vornehmen. Fast schon an Größenwahn denke ich bei der Rolle von M. Night Shyamalan, der auch früher schon Cameos in seinen Filmen hatte, diesmal jedoch eine Figur spielt, die laut Prophezeiung mit seinen Ansichten die Welt retten wird.
Spannung oder Grusel in nennenswertem Maß kommt zu keinem Zeitpunkt auf. Durch die häppchenweise Enthüllung der Hintergründe wollte man wohl den Zuschauer bei der Stange halten, es wirkt jedoch nur langweilig.
Warum der Film so teuer war, erschliesst sich mir auch nicht. Denn das bisschen Spezialeffekte für die Animierung des Monsters kanns ja wohl nicht sein. Das sieht in B-Movies besser aus.
Wenn man die Story auf Kinder umgeschrieben hätte, dann würde diese filmische "Gutenachtgeschichte" für eine kindliche Zielgruppe Sinn machen. Aber in der dargebotenen Form ist der Film eine Katastrophe. Und ich sage das, ohne die übliche Schlussüberraschung vom Regisseur erwartet zu haben, die natürlich auch nicht kommt.
Insofern kann ich den Film am ehesten noch Familien mit Kindern ans Herz legen.
Erwachsene, die keine Hardcore-Märchen-Fans sind, sollten auf alle Fälle einen weiten Bogen um dieses Werk machen.
Von mir gibts 1 Punkt, da kann auch eine "solide" technische Umsetzung nichts retten.
Screenshots: Story (Bryce Dallas Howard) und Cleveland Heep (Paul Giamatti).

Young-Soon Choi (Cindy Cheung) übersetzt die Storyhäppchen, die ihre Mutter preisgibt.

Genauso ratlos bin ich abgesichts dieses Langweilers auch...

angeschaut am: 7.12.2006
Normale Wertung: 1 von 10 Punkten
15 Dezember 2006
F.I.S.T. - Ein Mann geht seinen Weg - USA 1978
OFDB-LinkGenre(s): Drama
Laufzeit: ca. 125 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Cleveland in den 1930er Jahren. Als der Fernfahrer und Sohn ungarischer Einwanderer Johnny Kovak nach einem Streik entlassen wird, wendet er sich an die Truckergewerkschaft FIST und arbeitet sich im Laufe der Jahre ganz nach oben. Dabei ist ihm jedes Mittel recht, selbst Kontakte zur Mafia sind kein Tabu.
Nachdem er jedoch den Gipfel erklommen hat und zum gefeierten Helden der Arbeiterschicht geworden ist, strengt der arbeitseifrige Senator Madison eine Untersuchung der Gewerkschaftsmachenschaften an.
Kritik:
Die gute erste Hälfte des Films zeigt den Aufstieg Kovaks vom Lagerarbeiter zum Gewerkschaftsführer. Neben der Darstellung seiner Figur steht vor allem der unbarmherzige Kapitalismus der 1930er Jahre im Fokus. Aus heutiger Sicht schon erstaunlich, wie extrem damals gegen die Streikenden vorgegangen wurde.
Dann gibt es einen großen Zeitsprung. Die zweite Hälfte spielt 20 Jahre später und Kovak wird wegen seiner Verstrickungen mit der Mafia, mit der er seit dem damaligen Streik gezwungenermassen zusammenarbeitet, unter Beschuß genommen.
Während die erste Hälfte unterhaltsam und spannend ist, zieht die zweite Hälfte den Film runter. Zu groß ist der Sprung und zuviel beschäftigt man sich mit der eher langweiligen Anhörung.
Sylvester Stallone gibt eine prima Vorstellung ab. Sein Werben um die Angebetete, aber auch die Führung der Ortsgewerkschaft sind mitreissend gespielt und wissen zu unterhalten.
Alles in allem aus heutiger Sicht guter Durchschnitt.
Screenshots: Gewerkschaftler Johnny Kovak (Sylvester Stallone) lässt sich mit der Mafia ein.

angeschaut am: 6.12.2006
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten
14 Dezember 2006
The Covenant - USA 2006
OFDB-LinkGenre(s): Action / Mystery / Horror
Laufzeit: ca. 97 Min.
Altersempfehlung: FSK 12
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung
Inhalt:
Die vier Freunde Caleb (Steven Strait), Pogue (Taylor Kitsch), Tyler (Chace Crawford) und Reid (Toby Hemingway) fiebern ihrem neuen Schuljahr an der traditionsreichen Spenser Academy entgegen. Sie erlangen dann die Volljährigkeit und übernatürliche Fähigkeiten, die seit Generationen in ihren Familien vererbt werden. Ihre Vorfahren schlossen sich einst zu einem Geheimbund zusammen, um den Hexenprozessen von Salem zu entgehen. Nun hat sich der mysteriöse Neuling Chase (Sebastian Stan) eingeschlichen, der auch über "die Kraft" verfügt und ihnen weit überlegen ist.
Kritik (mit Spoilern versehen):
The Covenant ist eine weitere Stufe beim Versuch Hollywoods seine Filme perfekt auf die junge Zielgruppe zuzuschneiden. Man nehme attraktive, reiche Teenager (wie aus O.C. California), gebe ihnen Zauberkräfte (wie bei Charmed) und obendrauf noch eine schöne Optik und einen hippen Soundtrack - fertig ist der Blockbuster. Oder doch nicht?
Regisseur Renny Harlin schafft es den mehr als schwachen Plot mit seiner audiovisuellen Inszenierung einigermassen zu überdecken. So vergeht die erste Hälfte damit, den Teenies beim Feiern zuzusehen und auch später nutzt man die Gelegenheiten um die attraktiven Darsteller beiderlei Geschlechts halbnackt zu zeigen. Da freut sich die Teenie-Audience.
Längen gibt es eigentlich keine, sieht man mal von wenig intelligenten Dialogen ab.
Grösster Schwachpunkt ist der Plot. Dabei ist die Ausgangslage alleine schon fragwürdig. 4 von ehemals 5 Familien, deren älteste Söhne Zauberkräfte haben, die sich mit ihrem "Aufstieg" beim 18. Geburtstag noch enorm vergrössern, halten dieses Geheimnis seit Jahrhunderten geheim. Wobei der Gebrauch der Magie nach dem Aufstieg süchtig macht und dann die Lebenskraft aufzehrt, was eine schnelle Alterung herbeiführt.
Also sollte aus Gründen der Geheimhaltung und der Angst vor Abhängigkeit der Magiegebrauch begrenzt werden, was der Anführer der Clique den anderen auch ständig vorhält. Nur stört das keinen der Beteiligten, die Magie häufig einzusetzen.
Die Geheimhaltung ist auch widersprüchlich, denn Sarah findet bei ihren kurzen Nachforschungen in der Bibliothek sofort die Namen der Zauberfamilien.
Ausserdem ist selbst ohne Kenntnisse vom Inhalt sehr früh absehbar, dass die 5. Familie natürlich nicht wirklich ausgestorben ist, sondern in dem Neuankömmling Chase weiterlebt. Dieser verfolgt einen saudummen Plan, nämlich sich von Caleb nach dessen Aufstieg seine Kräfte übertragen zu lassen.
Erstens kann sich jeder denken, dass Caleb ihm nach seinem Aufstieg magisch ebenbürtig sein wird, also nicht freiwillig klein beigeben wird.
Zweitens sehen wir schon früh Calebs Vater, der vorzeitig vergreist in einem Haus dahinvegetiert, aber immer noch magische Kräfte besitzt. Wenig überraschend, wenn dieser im entscheidenden Moment wiederum seine Kräfte auf den Sohn überträgt, damit er den Gegner besiegen kann.Das Finale ist dementsprechend wenig spannend und fällt auch visuell ab, da die Jungs sich darauf beschränken mit "Energiebällen" um sich zu schmeissen.
Es dürfte klar geworden sein, dass der schwache Plot für anspruchsvolle Zuschauer das KO-Kriterium darstellt. Ich persönlich habe mich trotzdem ganz gut unterhalten, denn die Schauwerte tragen einen über die Plotholes hinweg.
Die Schauspieler haben dementsprechend wenig zu tun, ausser gut auszusehen, und das tun alle. Aus männlicher Sicht sind natürlich besonders Laura Ramsey als Sarah (siehe Screenshot rechts), Calebs Freundin, und Jessica Lucas in der Nebenrolle der Kate wirklich sehr ansprechend.
Fazit: Wer bei einer ansprechenden audiovisuellen Präsentation über eine schwache Handlung hinwegsehen kann, Mystery mag und gerne Teenie-Serien schaut, der dürfte sich bei The Covenant recht wohl fühlen.
Screenshots: Was leckeres für die Mädchen im Publikum.

Und was leckeres für die Jungs im Publikum.

Sarah (Laura Ramsey) hat auch eine "gruselige" Duschszene.

Magiefertigkeit I: Energiebälle.

Magiefertigkeit II: Fiese Strahlen aus den Handflächen abschicken.

angeschaut am: 14.12.2006
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten
Labels: 2006, Originalsprache, USA
13 Dezember 2006
James Bond 007 - Casino Royale - GB/BRD/CZ/USA 2006
OFDB-LinkGenre(s): Abenteuer / Action / Thriller
Laufzeit: ca. 144 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
Auf der Jagd nach Le Chiffre (Mads Mikkelsen), dem inoffiziellen Bankier des Weltterrorismus, überschreitet der britische Auslandsagent James Bond (Daniel Craig) schon mal Kompetenzen und Vorschriften. Prompt befördert man ihn zum Geheimagenten mit Lizenz zum Töten und verleiht ihm den begehrten Titel mit der Doppelnull. Als Le Chiffre seinen Reichtum ausgerechnet beim Texas Hold'Em im Casino Royale ins Unermessliche steigern will, muss Bond natürlich mit am Pokertisch sitzen. Doch der Weg dorthin ist steinig.
Kritik:
Nach dem letzten Bond-Abenteuer, das den Agenten mit seiner übertriebenen Action und den Gadgets schon bald in die Nähe von Comic-Superhelden schob, war eine Neuausrichtung fast unumgänglich. Es fehlte zuletzt einfach das Besondere der Agentenreihe.
Im Zuge des Neuanfangs suchte man auch einen neuen Bond-Darsteller und fand ihn mit Daniel Craig.
Doch dieser wurde überraschenderweise schon im Vorfeld stark angefeindet. Unter anderem wurde ihm vorgeworfen, er sei ein Weichei, und als Bond ungeeignet. Vor diesem Hintergrund kann man die erste Hälfte des neuen Bond-Films sehen, die vor allem durch rasante, aber realistischere Action punktet, die seine Kritiker locker widerlegt. Schon der ungewöhnliche Anfang in Schwarzweiss macht zudem klar, dass es eine Abgrenzung zu den anderen Filmen gibt.
Bond steigt durch seine Unerbittlichkeit zum Doppel-Null-Agenten auf. Er wird dabei mehr als eiskalter Killer, denn als Gentleman-Agent gezeigt. Dazu gehört auch, dass er durch seinen Übermut eine Geheimaktion in Afrika versaut und negative Publicity produziert. Quasi als Aufpasserin bekommt er im Verlauf eine "Buchhalterin" an die Seite, die seinen Übermut zügeln soll.
In der zweiten Hälfte nimmt das Tempo ab, man nimmt sich mehr Zeit um auf den "Rohdiamanten" Bond einzugehen, der im Vergleich zu den Vorgängerfilmen noch einiges zu lernen hat. Als seinen Gegenspieler gibt es Le Chiffre, gespielt von Mads Mikkelsen. Ein hervorragender Bösewicht, der sein Geld mit Finanzmanagement für Terroristen verdient, sich aber bei Leergeschäften an der Börse verspekuliert hat, die durch Bonds Eingreifen ein finanzielles Desaster geworden sind.
Was ich im übrigen nicht verstanden habe: Wenn Le Chiffre 1 Mio. Aktien leerverkauft und sich seine Verluste wenig später auf über 100 Mio. belaufen, dann müsste die Aktie in wenigen Tagen um 100 Punkte gestiegen sein...?
Der Verlust ist für Le Chiffre, der das Glücksspiel auch beim Pokern liebt, Anlass an einem hochklassigen Pokerturnier teilzunehmen. Dieses ist durchaus spannend, hätte aber meiner Meinung nach schon gestrafft werden können. Ausserdem stellte sich mir die Frage, inwiefern hier das Pokern als neuer "Trendsport" beworben werden sollte?Aber auch hier wieder lobenswert, dass Bond auch Fehler macht und keinesfalls unbesiegbar scheint.
Bis hierhin ist der Film sehr spannend und gute Unterhaltung. Doch leider setzt an das vermeintliche Finale noch ein langer Epilog an, der mich ziemlich gestört hat. Sicher passt er zu dem neuen Bond und der ganzen Vorgeschichte, doch wird es ziemlich kitschig und es zieht sich vor allem zu lange hin. Das ist dann auch der Hauptgrund, warum die Wertung nicht höher ausfällt.
Weiterer kleiner Schwachpunkt ist der Titelsong. Lahmer Radio-Rock von Chris Cornell. Ich hoffe das war nur ein Ausrutscher.
Schauspielerisch kann die Besetzung voll überzeugen. Daniel Craig und Mads Mikkelsen als Antagonisten, Eva Green (siehe Screenshot rechts) als Bond-Girl, die Bond locker Paroli bietet und natürlich Judi Dench als M, die ihn auch immer wieder zurechtstutzt. Moneypenny, Q und seine technischen Gadgets fehlen übrigens komplett.
Fazit: Die Bedenken gegen Daniel Craig erweisen sich im Nachhinein als unbegründet. Nur ob die Fans den neuen, rauen Bond auch so lieben werden ist noch unklar.
Von mir gibts als Erstwertung "nur" 7,5 Punkte, vor allem wegen der Überlänge. Mal sehen, wie sich das beim wiederholten Ansehen noch ändert.
Ich bin aber für die zukünftigen Teile der Reihe positiv gestimmt.
Screenshots: James Bond (Daniel Craig) in Aktion I.

James Bond (Daniel Craig) in Aktion II.

Sein Gegenspieler Le Chiffre (Mads Mikkelsen).

angeschaut am: 9.12.2006
Normale Wertung: 7,5 von 10 Punkten
12 Dezember 2006
The Wicker Man - USA/BRD 2006
OFDB-LinkGenre(s): Drama / Horror / Mystery / Thriller
Laufzeit: ca. 101 Min. (Unrated Version)
Alterseinstufung: FSK 16
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung
Inhalt:
Nach einem Unfall, der das Leben einer jungen Mutter und ihrer Tochter gekostet hat, fühlt sich Police Officer Edward Malus (Nicolas Cage) verantwortlich, weil er ihren Wagen an einer unübersichtlichen Stelle angehalten hatte.
Während er das Geschehene mit Antidepressiva verarbeitet, erreicht ihn ein Brief seiner Ex-Verlobten Willow (Kate Beahan). Sie offenbart ihm darin, dass sie eine Tochter hat, die zusammen mit ihr auf der abgeschiedenen Insel Somersisle lebte, bis sie vor kurzem verschwand. Nachdem sich vor Ort niemand dafür zu interessieren scheint, bittet sie ihn inständig um seine Mithilfe bei der Suche. Malus macht sich auf zu der Insel, doch was er dort unter einer oberflächlichen Fremdenfeindlichkeit vorfindet, ist ein Kult, der scheinbar auch Menschen opfert...
Kritik:
Wenn man den britischen Kultfilm The Wicker Man kennt, ist es umso härter sich mit diesem unsäglichen Remake zu befassen.
Es gibt diverse Änderungen, die nicht unbedingt angebracht scheinen. So z.B. der komplette Anfang, der scheinbar nur eingebaut wurde, damit man gleich zu Beginn eine schockige Unfallsequenz bringen kann, die den Zuschauer für das folgende langsame Tempo "entschädigen" soll. Und weil sonst nicht so viel Action geboten wird, präsentiert man dieselbe Szene noch x-mal in Erinnerungsfetzen von Malus.
Auch Malus' Motivation, dass er seiner Ex-Verlobten hilft, hätte es so nicht gebraucht. Im Original ermittelt ein Polizist aus der Umgebung. Hier möchte Malus die Sektierer damit aufscheuchen, das er ein Cop ist, der "offiziell" ermittelt. Die nehmen ihn jedoch nicht ernst, weil er natürlich keine Zuständigkeit in ihrem Bundesstaat hat.
Schade ist die Umänderung bezüglich der Sekte. Wir haben auf einmal ein Matriarchat rund um eine "Bienenkönigin" (Ellen Burstyn), statt eines Naturglaubens im Original, wo Männer und Frauen gleichberechtigt waren. Die im Original sich so deutlich vom christlichen unterscheidende heidnische Sexual-"Moral" hat man in dem amerikanischen Remake natürlich komplett weggelassen - man will ja das PG-13 Rating nicht gefährden.
Bei allen Änderungen sind das Hauptproblem des Films einerseits die schwach ausgearbeiteten Charaktere, andererseits eine Fülle an Logiklöchern im Plot.
Damit der Film funktioniert, und einen das Ende bewegt, ist es erforderlich, dass man sich mit der Hauptfigur, nämlich Malus, identifizieren kann. Doch der Cop poltert bei seinen Nachforschungen so dermassen unsensibel auf der Insel herum, dass er total unsympathisch wirkt.
Die Plotholes sind aber genauso nervend. So ist das Verschwinden der Leichen aus dem Unfallwagen ein Element, was völlig im Dunkeln bleibt, und überhaupt nicht zur restlichen Handlung passt. Auch wo das Original nur eine etwas seltsame Inselgemeinschaft zeigt, die nach und nach bedrohlicher wird, sind die Bewohner 2006 von Anfang an so dermassen verdächtig dargestellt, dass das Überraschungsmoment nicht mehr zur Geltung kommt.
Der ermordete Flugkapitän ist z.B. völlig unsinnig im Zusammenhang mit der Philosophie der Insulaner, und dem Zweck von Malus' Aufenthalt. Und noch einige Plotholes mehr...
Spoiler Anfang:
Fragwürdig sicher auch die Grausamkeit am Schluss, als man Malus vor dessen Verbrennung die Beine bricht. Wobei der aber auch kein Gentleman ist, wenn es darum geht Frauen zu schlagen.
Spoiler Ende
Die gesamte Inselhandlung mit Malus' stümperhaften Nachforschungen ist stinklangweilig, und wird mit gelegentlichen Einlagen angereichert, bei denen Malus' immer wieder "Visionen" von dem Mädchen hat.
Nicolas Cage spielt seine gewohnte Rolle eines deprimierten Typen, wirkt aber im Vergleich zu seinen sonstigen Rollen lustlos. Kate Beahan's Figur ist eine ziemliche Katastrophe, da kann man nichts mehr retten.
Ganz nett sind Ellen Burstyn als Matriarchin und Molly Parker als biestige Lehrerin, die Malus ein wenig an der Nase herumführt.
Fazit: Auch wenn man das Original nicht kennt, kann einen dieses schwache Remake sicher zu keinem Zeitpunkt fesseln. Offensichtlich wusste man nicht so Recht etwas mit der Vorlage anzufangen, deren Adaption für die Kino-Zielgruppe der 13-Jährigen sicherlich auch ein schwieriges Unterfangen war. Dabei hätte man aus der Geschichte sicher einiges machen können, doch scheinbar war Regisseur und Autor Neil LaBute damit weit überfordert.
Alles scheint nur Flickwerk, damit es zu dem vom Original übernommenen Schlusstwist kommt.
Screenshots: Officer Edward Malus (Nicolas Cage) ermittelt privat auf der Insel.

Sister Rose (Molly Parker) gibt Malus ordentlich Kontra.

Kate Beahan als Willow ist hübsch, hat aber eine undankbare Rolle.

Sister Somersisle (Ellen Burstyn) beim Schlussritual.

angeschaut am: 12.12.2006
Normale Wertung: 1,5 von 10 Punkten
11 Dezember 2006
Silence Becomes You - Bilder des Verrats - GB/LIT 2005
OFDB-LinkGenre(s): Drama / Mystery / Thriller
Laufzeit: ca. 84 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Grace (Sienna Guillory) und Violet (Alicia Silverstone) sind zwei Schwestern, die in einem verlassenen Haus vollkommen abseits der Gesellschaft leben. Zum Zeitvertreib beschließen die zwei, einen Mann zu finden, ihn um den Finger zu wickeln und sich von ihm schwängern zu lassen. Die einzige Bedingung ist, dass sich keine der beiden in den Mann verlieben darf. Zuerst läuft alles nach Plan, und die zwei haben ihren Spaß, doch dann bricht Violet die oberste Regel, und das Spiel wird zum bitteren Ernst…
Kritik:
Ist das Setting um zwei geheimnisvolle Schwestern, die in einer alten Villa leben und einen Herumtreiber zu sich locken, damit er "etwas für sie tut", anfangs noch eine interessante Ausgangslage, so wird der Film nach kürzester Zeit zäh wie zu lange gekauter Kaugummi. Das Raten nach der Verwendung der Schwestern für den Rumtreiber soll, in Verbindung mit Mystery, Spannung erzeugen.
Dazu gibt es Mystery-Elemente, wie eine übernatürliche Verbindung der beiden Schwestern (Verletzt sich eine, tut es auch der anderen weh) und Rückblicke auf ihre Kindheit mit einem Vater, der sie scheinbar alleine aufzog und evtl. auch missbrauchte.
Aber beides wird nur angedeutet, nicht aufgeklärt und führt letztendlich, wie das ganze Kammerspiel, zu nichts (ausser später Fragen nach der Sinnhaftigkeit aufzuwerfen, da die Auflösung sich rein psychologisch gestaltet).
Trotz der verhältnismässig kurzen Laufzeit von 84 Minuten macht sich schon früh Langeweile breit, die sich mehr und mehr verstärkt. Im besten Fall hätte man daraus eine Episode mit 50 Minuten Länge machen können, aber selbst dafür gibt die "Story" kaum was her.
Stattdessen beschränkt sich die Regisseurin und Drehbuchautorin Stephanie Sinclaire in ihrem ersten Spielfilm darauf, die Hauptdarstellerinnen wie in Gemälden anzuordnen.
Ob es einen tieferen Plan hinter dem Drehbuch gab, der nicht umgesetzt wurde, oder ob man einfach nur ein wenig Mystery-Stimmung erzeugen wollte, um die osteuropäische Location im Winter aufzuwerten - man weiss es nicht.
Einzig Grace, die von Sienna Guillory (siehe Screenshot rechts) sehr überzeugend und vielschichtig dargestellt wird, ist ein Lichtblick in der Tristesse. Alicia Silverstone als Violet und Joe Anderson als Rumtreiber Luke sind auf Äusserlichkeiten beschränkt. Vor allem letzterer wirkt wie ein überfordertes Unterhosen-Model.Schade um Alicia Silverstone, deren Performance allerdings auch untermauert, warum ihre Karriere seit Clueless den Bach runtergeht. Denn ausser "süss" zu wirken, findet sich leider nichts bei ihr. Und warum ist sie beim Sex mit Luke immer angezogen?
So warten denn diejenigen, die es schaffen bei der drögen Inszenierung nicht einzuschlafen, auf einen Schlusstwist oder eine Erklärung, die jedoch nie kommen.
2 Punkte, die praktisch alleine aufs Konto von Sienna Guillory gehen.
Nur für Hardcore-Fans der Darsteller(innen) überhaupt ansehenswert, oder für Leute, die gerne Filme sehen, die einen ratlos zurücklassen.
Urteil: "Avoid at all costs."
PS: Übrigens auch eines der hässlichsten DVD-Covers die ich kenne. Daneben gibt es nur noch anzumerken, dass der Film komplett digital gedreht wurde, als erste Produktion überhaupt. Das dürfte auch die einzige Fußnote sein, die er in der Filmgeschichte zurücklässt.
Screenshots: Die Schwestern Grace (Sienna Guillory) und Violet (Alicia Silverstone) - von der Regisseurin meist wie auf einem Gemälde angeordnet.

Alicia Silverstone's Lächeln ist immer noch süss.

Joe Anderson als Luke - da dürften sich die weiblichen Zuschauer freuen.

Zwei Schwestern als Gemälde die zweite...

"Höhepunkt" ist eine uninspirierte Sexszene mit Luke und Grace.

angeschaut am: 9.12.2006
Normale Wertung: 2 von 10 Punkten
09 Dezember 2006
Der Cop - USA 1987
OFDB-LinkGenre(s): Krimi / Thriller
Laufzeit: ca. 106 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Der hartgesottene Cop Lloyd Hopkins (James Woods) ermittelt nach seinen eigenen Regeln und stößt dabei so einige Leute vor den Kopf. Doch sein sicheres Gespür bringt ihn immer wieder zur Lösung der Fälle. Als Hopkins an dem brutalen Mord und der Misshandlung einer Frau arbeitet, stellt er fest, dass eine Verbindung zwischen diesem und weiteren Morden, die teils 15 Jahre zurückliegen, besteht.
Mit vollem Einsatz versucht er, auf die Spur des Killers zu kommen und wird dabei sogar vom Dienst suspendiert. Doch das hält Hopkins nicht davon ab, weiter nach dem Mörder zu suchen, und so landet er schließlich bei Buchhändlerin Kathleen McCarthy (Lesley Ann Warren), die immer wieder anonyme Briefe erhält - möglicherweise die Briefe des Killers...
Kritik:
Die Schwierigkeit bei der Verfilmung von James Ellroy Romanen sind die Auslassungen. Auch bei Der Cop fällt es teilweise unangenehm auf, dass manche Stellen zu oberflächlich bleiben, während bei anderen doch ziemliche Längen aufkommen. Drehbuch und Regie hätte man dahingehend sicher noch optimieren können.
Das Highlight ist jedoch James Woods in der Hauptrolle. Er spielt den Cop, der sich wie besessen in die Arbeit stürzt, einfach hervorragend. Im Prinzip geht der Film fast schon in Richtung eines Portraits dieses Mannes, der kein typischer Held ist, sondern auch seine Schattenseiten hat. So ist seine Motivation die Morde aufzuklären anfangs noch ziemlich egoistisch auf seine Karriere ausgelegt. Auch mit der ehelichen Treue nimmt er es nicht so genau. Doch durch seine Schwächen wächst er einem auch ans Herz.Die anderen Darsteller, wie etwa Lesley Ann Warren (siehe Screenshot rechts) als labile Buchhändlerin oder Charles Durning, der als erfahrener Kollege stets darum bemüht ist, den von Woods angerichteten Schaden zu begrenzen, bleiben da logischerweise eher Randfiguren. Zu stark ist die Ausrichtung auf die Hauptfigur.
Wirklich eine hervorragende Leistung, die James Woods hier abliefert. Dadurch werden auch die schwächeren Teile des Films überdeckt. Dazu gesellt sich ein unterschwelliger Humor und ein spannendes Finale. Die Action ist dabei vergleichsweise dünn gesät, kommt in ihrer Härte und Entschlossenheit aber umso realistischer rüber.
Hätte man am Drehbuch noch etwas mehr gefeilt, dann hätte Der Cop sicher das Zeug zum harten Krimiklassiker gehabt. So bleibt er zumindest klar überdurchschnittlich und alleine wegen Woods Performance sehenswert.
Screenshots: Cop Lloyd Hopkins (James Woods) ist auch bei Verhören nicht zimperlich.

Gerne kümmert er sich auch ausserhalb seines Jobs um attraktive...

...Zeuginnen, die erst befragt...

...und dann vernascht werden.

Das Finale bestreitet Hopkins (James Woods) ohne Rückendeckung.

angeschaut am: 29.11.2006
Normale Wertung: 7 von 10 Punkten
08 Dezember 2006
Der Teufel trägt Prada - USA 2006
OFDB-LinkGenre(s): Drama / Komödie
Laufzeit: ca. 109 Min.
Alterseinstufung: FSK 0
Inhalt:
Andy (Anne Hathaway), die von einem ehrbaren Journalistenjob träumt, kommt zwar gerade erst von der Uni und kann noch nicht die geringste Berufserfahrung vorweisen. Dennoch hält es Miranda Priestly (Meryl Streep), Chefredakteurin des einflussreichen Modemagazins Runway, für eine gute Idee, die junge Dame als zweite persönliche Assistentin einzustellen. Zunächst ist Andy froh und glücklich, doch dann folgt ein raues Erwachen in einer Arbeitswelt voller Kälte, Intrigen und totaler Ausbeutung.
Kritik:
Die Story nach dem Schema "Außenseiterin kriegt unverhofft einen schwierigen Job, beisst sich durch Schwierigkeiten, verändert dabei fast ihren guten Charakter, bis sie grade noch die Notbremse zieht und das Richtige tut" kennen wir ja schon zur Genüge. Auch dass man es als "Assi" sehr schwer hat, konnte man z.B. in Buddy Factor eindrucksvoll sehen.
Von daher darf man sich keine besonderen Innovationen erwarten. Lohnenswert macht das Ganze aber die schauspielerische Glanzleistung von Glenn Close. Einfach nur bemerkenswert, wie sie mit minimaler Gestik und Mimik schafft, so brutal rüberzukommen. Da kann Gordon Gekko einpacken. Aber auch Stanley Tucci überzeugt mal wieder, ebenso wie Anne Hathaway, die die ganze Zeit über umwerfend aussieht, ob nun im Kapuzenpulli oder Designerkleid. Dazu noch Emily Blunt als Überzicke, die gerne so wäre wie ihre Chefin.
Lobenswert fand ich, dass der Film auch die Gratwanderung schaffte, sich einerseits über die Modebranche lächerlich zu machen, sie aber andererseits auch wieder ernstzunehmen. Bestes Beispiel, wenn Andy wegen eines Billigpullovers runtergeputzt wird und ihre Chefin ihr dabei gleich erklärt, wie die Mode über die Jahre ihren Weg von den Laufstegen bis zu den Wühltischen findet.
Genau wie auch Miranda Priestly nicht einfach nur als sadistische Chefin vom Reißbrett angelegt ist, sondern mehr in der Figur steckt und dank Meryl Streep auch zum Vorschein kommt.
Letztendlich bleibt aber die Story zu vorhersehbar und die Pointen zu spärlich gesät, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Deshalb vor allem für Fans der beiden Hauptdarstellerinnen zu empfehlen. Und natürlich für Modefreunde, denn es gibt wirklich jede Menge schicke Kleidungsstücke zu bewundern.
Screenshots: Miranda Priestly (Meryl Streep) regiert das Magazin Runway.

Designer Nigel (Stanley Tucci) greift Andy in Sachen Stil unter die Arme...

...während sich Kollegin Emily (Emily Blunt) mit der Konkurrenz schwer tut.

Schliesslich steigt Andy (Anne Hathaway) zur Chef-Flüstererin auf...

angeschaut am: 8.12.2006
Normale Wertung: 6 von 10 Punkten
07 Dezember 2006
The Grudge 2 - USA 2006
OFDB-LinkGenre(s): Horror / Thriller
Laufzeit: ca. 101 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Nach dem mysteriösen Verschwinden ihrer Schwester Karen (Sarah Michelle Gellar) reist Aubrey Davis (Amber Tamblyn) nach Tokio, um gemeinsam mit dem jungen Journalisten Eson (Edison Chen) dem schaurigen Geheimnis hinterher zu spüren. Ein Fluch, der seine Opfer erst in rasende Killer verwandelt, sie anschließend umbringt und dann zum nächsten Wirtskörper eilt, droht auch ihnen zum Verhängnis zu werden.
Kritik:
Ein ähnliches Problem wie The Ring 2 letztes Jahr hat dieses Jahr auch Grudge 2: Der Schrecken des ersten Teils nutzt sich ab.
Wobei der Film es einem auch etwas schwer macht. So werden drei Handlungsstränge verfolgt. Die "Auflösung" zu einem der Stränge wird dabei schon zu Beginn serviert - offensichtlich wollte man mit einem Knaller starten. Das führt dann aber zu Spannungsarmut in diesem Strang, weil man sich den Ausgang leicht zusammenreimen kann.
Diese Konstruktion finde ich etwas sperrig, wobei mir die ganze Zeit klar war, dass die Stränge zwar parallel gezeigt werden, aber nicht in der derselben Zeitlinie laufen.
Sarah Michelle Gellar aus Teil 1 hat auch ein Gastspiel, gibt den Grudge-Staffelstab aber schnell an ihre kleine Schwester (Amber Tamblyn) weiter. Sie ist damit die Verbindung zu Teil 1 und macht sich fortan mit Edison Chen an die Recherche des Fluchs.
Womit auch wieder eine unglückliche Parallele zu Ring 2 besteht, denn es braucht nicht wirklich mehr Hintergrundinfos, noch dazu wenn Aubrey nach ein paar Tagen in Japan plötzlich alleine rumreist und recherchiert (wohlgemerkt ohne jegliche Sprachkenntnisse). Das ist wenig glaubwürdig, wobei man in einem Horrorfilm damit sicher nicht so streng sein sollte. Aber auch der Faktor Kulturschock, den ich bei Teil 1 sehr reizvoll fand, geht dadurch verloren.
Letztendlich kann man den Handlungssträngen vorwerfen, dass einem die Personen, anders als bei Teil 1, zu fremd und damit auch zu egal bleiben. Dazu kommt quasi eine Klonung des Grudge-Geists, der nun an diversen Orten in diversen Formen auftaucht - aber meistens nicht den Horror von Teil 1 erreichen kann. Zu oft sieht man die Gesichter der Geister, was längst nicht so gruselig wirkt, wie die grotesken Körperbewegungen und Geräusche für sich alleine.
Eine Sequenz in der Fotokammer wirkt dabei sogar wie von The Ring abgekupfert. Wobei andere Sachen hart an der Grenze zum unfreiwillig komischen sind - z.B. als ein Mädchen langsam ihre Milch aus der Flasche trinkt, um sie danach wieder in die Flasche zu würgen. Sollte wohl gruselig wirken, kam aber einfach nur ziemlich seltsam rüber.
Das klingt jetzt vielleicht alles negativer, als es letztendlich im Ergebnis rüberkommt. Es gibt durchaus noch gruselige Momente und ein paar nette Ideen - sicher mehr als genug für die Schreckhafteren unter uns. Aber für Kenner der Filme stellt sich dieser Abnutzungseffekt ein, der nicht zu leugnen ist. Man hätte sich einfach mehr erwartet, als nur die Zahl der Geistererscheinungen und Fluchgeschädigten in die Höhe zu schrauben.
Wobei man bei dieser Fortsetzung von dem was erklärt wird, doch wieder ziemlich alleine dasteht. So kann man sich selber zusammenreimen, was mit den Leuten passiert, die einfach verschwinden. Ich verlege mich bei dem Ganzen aufs psychologische, dass dies den Übergang in den Wahnsinn darstellt.
Schauspielerisch gibt es solide Leistungen von vielen hübschen Jungdarstellern. Wobei Sarah Michelle Gellar trotz ihrer kleinen Rolle am meisten überzeugen kann, während die anderen sich mehr auf einen verschreckten Gesichtsausdruck beschränken.
Es bleibt abzuwarten, ob man ein Einsehen hat und hiermit die Reihe enden lässt, oder ob die Profitgier nach Teil 3 schreit. Nachdem der Film von der Kritik einheitlich niedergemacht wurde, ist das noch unklar.
Fakt ist, dass Teil 2 nicht mit dem kultigen ersten Teil mithalten kann, den ich neben The Ring zu den gruseligsten Filmen überhaupt zähle.
Zur Wertung: Grade noch, mit viel Wohlwollen, gibt es 6 Punkte.
Screenshots: Vorsicht Buffy... äh... Karen! Hinter dir!

Schulmädchen vor ihrer Mutprobe im Geisterhaus.

Aubrey Davis (Amber Tamblyn) und Journalist Eson (Edison Chen) bei ihren Ermittlungen vor dem Geisterhaus.

Aubrey (Amber Tamblyn) wäre mal lieber zu Hause in den USA geblieben...

angeschaut am: 4.12.2006
Normale Wertung: 6 von 10 Punkten
06 Dezember 2006
Rules of Dating - SKOR 2005
OFDB-LinkGenre(s): Drama / Liebe / Komödie
Laufzeit: ca. 120 Min.
Altersempfehlung: FSK 16
Bemerkung: Koreanische Originalfassung mit engl. Untertiteln
Inhalt:
Die 27-jährige Hong Choi (Hye-jeong Kang) bekommt eine Stelle als Lehrerin an einer High School. Der junge Yu-lim Lee (Hae-il Park) wird ihr Ausbildner. Er ist umgehend angetan von seiner attraktiven Untergebenen. Beim ersten Essen zu zweit offeriert er ihr Sex - obwohl er und sie seit Jahren mit Partnern liiert sind. Choi lehnt ab.
Bei einem Schulausflug lässt sich Lee aber nicht mehr zügeln und fällt über sie her. Nach dieser Vergewaltigung nimmt sie ihr Schicksal hin und lässt sich in ein Motel abschleppen. Doch die Affäre droht aufzufliegen.
Kritik:
Was zunächst wie eine Sexkomödie anfängt (und auch auf dem unpassenden Filmposter so aussieht) kriegt nach kurzer Zeit eine krasse Wendung, wenn Choi von Lee vergewaltigt wird. Wegen seiner Trunkenheit ist es zwar nach 5 Sekunden vorbei, doch ist es eine heftige Szene. Umso krasser für das westliche Empfinden, wenn das Opfer nichts gegen ihn unternimmt, sondern sich zukünftig sogar den Avancen seines Vergewaltigers fügt.
Ab hier dürfte sich das Publikum teilen. Die eine Hälfte wird dem Mann die Vergewaltigung sicher nicht vergessen und ist abgestossen von seinen fortgesetzten Annäherungsversuchen.
Die andere Hälfte erkennt aber, dass beide Charaktere ziemlich kaputt sind und sich hier eine tragische Liebesbeziehung anbahnt.
Letzteres passiert dann auch. Beide sind Gefühlskrüppel, unfähig auf normale Art ihrer Liebe Ausdruck zu verleihen, doch kriegt man mit, wie sehr sie sich doch brauchen.Es gibt ein sehr intensives Spiel zu bewundern von Hye-jeong Kang (siehe Screenshot rechts) als angehender Lehrerin Hong Choi und Hae-il Park als ihrem Ausbilder.
Wirklich oberste Liga, was vor allem Hye-jeong Kang hier zeigt. Eine Frau, die sehr traurig wirkt, auch zurückhaltend und trotzdem eine sehr attraktive Ausstrahlung hat.
Zuletzt konnte ich sie in Oldboy sehen, wo sie auch schon eine starke Darstellung abgeliefert hat.
Zu kritisieren gibt es einige Längen - die Geschichte hätte man durchaus straffer erzählen können. Das Ende dagegen wirkt etwas zu hastig.
Ansonsten gibt es eine Liebesgeschichte, die weitab von jeglichem Kitsch daherkommt. Tragisch und bedrückend.
Screenshots: Ausbilder Yu-lim Lee (Hae-il Park) und seine Kollegin Hong Choi (Hye-jeong Kang).

Geraucht und gesoffen wird viel im Film...

Die Affäre mit ihrem Kollegen ist für die labile Hong Choi (Hye-jeong Kang)...

...ein Wechselbad der Gefühle.

angeschaut am: 13.11.2006
Normale Wertung: 7 von 10 Punkten
Labels: 2005, Asien, Originalsprache, Südkorea
05 Dezember 2006
Typhoon - SKOR 2005
OFDB-LinkGenre(s): Action
Laufzeit: ca. 119 Min.
Alterseinstufung: FSK 18
Inhalt:
Der Pirat Sin hat vor 20 Jahren seine Familie verloren, als sie von Nordkorea durch China nach Südkorea flüchten wollte. Um die diplomatischen Beziehungen zu China nicht zu gefährden, hat die südkoreanische Regierung die Familie damals im Stich gelassen. Sin will endlich Rache und plant einen großen Angriff auf Nord- und Südkorea. Sein Gegenspieler ist Se-Jong, ein Marineoffizier, den Südkorea in geheimer Mission auf ihn angesetzt hat. Se-Jong lernt auf der Suche nach dem Pirat dessen trauriges Familienschicksal kennen und begegnet Sins Schwester. Sie konnte sich damals vor der Ermordung retten und lebt jetzt als todkranke Prostituierte in Russland. Trotz der gegenseitigen Bewunderung müssen beide Helden ihrem Prinzip - Rache bzw. Patriotismus - treu bleiben und sich gegenseitig richten...
Kritik:
Mit 15 Mio. US-Dollar Produktionskosten stellte Typhoon den bis dato teuersten Film des koreanischen Kinos dar. Leider kann er den Ansprüchen an solch eine Blockbuster-Produktion nicht Genüge leisten.
Problem ist, dass man zuviel in den Film reinpacken wollte. Den beiden Hauptfiguren, Held und Bösewicht, gönnt man dabei eine ausschweifende Hintergrund-Story, um ihre Motivationen zu erläutern. Der Bösewicht will sich für das seiner Familie angetane Unrecht rächen, was in Rückblenden dargestellt wird. Der Held entwickelt durch seine Nachforschungen ein gewisses Verständnis dafür, was ihn vom Kurs der sturen Pflichterfüllung abbringt.
Zu kurz kommt bei dieser Geschichte der Action-Anteil. Bis auf einen längeren Shootout beschränkt er sich auf das Finale, und das bei fast 2 Stunden Laufzeit. Der Plan des Bösewichts mit einem Schiff voller Atommüll-Ballons im Auge eines Taifuns in Richtung Korea zu steuern, in Küstennähe die Ballons fliegen und ihre todbringende Last über dem Land verteilen zu lassen, ist dabei viel zu konstruiert, um auch nur einen Moment daran zu glauben.
Welches Schiff, geschweige denn der Uralt-Frachter im Film, könnte mit einem Taifun Schritt halten, der sich lt. Filmaussage mit Windgeschwindigkeiten von 70m/s fortbewegt? Dazu kommt ein dämliches Angriffsmanöver der koreanischen Spezialtruppe, die mit kleinen Schlauchbooten den Frachter entert. Was folgt sind die gegenseitige Tötung von Gut und Böse. Die Hauptfiguren dürfen sich dafür Zeit lassen und sich schliesslich in gegenseitiger Umarmung ihre Messer in die Körper rammen.
Spassig fast schon, dass die Amerikaner, deren Koreapolitik gar nicht gut wegkommt, einfach ein U-Boot schicken, was den Frachter versenkt, und mit ihm Gute und Böse an Bord.
Dabei ist alles von sehr viel Pathos durchtränkt, der mehr oder weniger unterschwellig ziemlich nationalistische Töne anschlägt. Es ist sicher nicht von der Hand zu weisen, dass die beiden Koreas von China und den USA als Marionetten benutzt werden, doch ist dieser politische Aspekt in so einem Actionfilm sehr halbgar und einseitig umgesetzt.
Die schauspielerischen Leistungen bewegen sich auf eher dünnem Niveau. Der Held wirkt zu ruhig angesichts der Gefahren.
Fürs Story-Verständnis erschwerend hinzu kommt in der deutschen Synchronfassung die durchgehende Synchronisierung aller Beteiligten. So kann man Koreaner, Chinesen und Thailänder kaum auseinanderhalten, was aber zum besseren Verständnis der internationalen Verwicklungen gut wäre.
Um es abzukürzen: Typhoon wäre gerne mehr als "nur" ein Actionfilm. Doch bei dem Versuch das zu erreichen schleicht sich ein grosses Maß an Langeweile ein - die ständigen Rückblicke, die Sympathie für den Terroristen erzeugen sollen, nerven zunehmend. Letztendlich kommt die Action viel zu kurz, um die Längen auszugleichen.
Ich war auf jeden Fall ziemlich enttäuscht von Typhoon.
Screenshots: Weil seine Familie wegen der Politik zerstört wurde...

...sinnt Terrorist Sin auf Rache.

Marineoffizier Se-Jong und...

...seine Truppe wollen seinen Plan stoppen.

angeschaut am: 2.12.2006
Normale Wertung: 3 von 10 Punkten
04 Dezember 2006
Borat: Cultural Learnings of America - USA 2006
OFDB-LinkGenre(s): Komödie
Laufzeit: ca. 82 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung
Inhalt:
Der kasachische TV-Journalist Borat (Sacha Baron Cohen) soll im Auftrag von Volk und Vaterland nach Amerika reisen, um die Heimat mit detaillierten Erkenntnissen über die westliche Kultur zu befruchten. Voller Stolz brechen Borat und sein Produzent und Freund Azamat Bagatov (Ken Davitian) auf ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten, um sich sogleich an grenzenlos unfreundlichen New Yorkern die Zähne auszubeißen. Weiter geht die Expedition quer durchs Land von Ost nach West, um erstens den Amerikanern ihre Geheimnisse zu entlocken und zweitens Traumfrau C.J. (Pamela Anderson), die Borat in einer Baywatch-Episode gesehen und sich sofort in sie verliebt hat, zu erobern.
Kritik:
Auf den Borat-Film hatte ich mich, als Fan dieser Figur seit den Zeiten der Ali-G-Show, sehr gefreut und mir auch (entgegen meiner sonstigen Überzeugung) jeden Trailer, Filmschnipsel und Promo-Auftritte dazu angesehen. Was ich sah begeisterte mich wirklich, weshalb mich die positiven Kritiken allerorten wenig überraschten.
Nun habe ich mir den Film selber angesehen und bin ein wenig enttäuscht. Es ist leider die bei Komödien so oft anzutreffende Problematik, dass man viele der Gags im Vorfeld schon bei den o.g. Quellen gesehen hat. Im Film stellt sich somit ein gewisser Wiederholungseffekt ein. Für eine faire Bewertung werde ich versuchen diesen möglichst auszublenden.
Entgegen der vielen Promo-Schnipsel, die größtenteils nur Borats Interaktionen mit den Amerikanern beinhalten, gibt es doch eine nicht unerhebliche Rahmenhandlung, die ich nur mässig unterhaltsam fand. Sicher braucht es ein gewisses Gerüst, um die Reiseerfahrungen unterzubringen, doch fällt das vom komödiantischen Niveau doch ab. Vor allem die Geschichte um Pamela Anderson gab mir wenig. Auch wenn Borat angeblich der Grund für das Scheitern ihrer Ehe mit Kid Rock ist.
Ansonsten fehlte mir zu den bekannten Szenen, bei denen er die Amis mit unverhohlenem Rassismus konfrontiert, ein wenig mehr von dem, was vielerorts so gelobt wird. Nämlich das Rauskitzeln der unterschwellig rassistischen Meinungen der Amis. Im Gegensatz zu den meisten Kritikern finde ich nämlich nicht, dass dies im Film klar rüberkommt. Es ist vielmehr so, dass die meisten Amis geflissentlich über Borats rassistische Anmerkungen hinwegsehen. Wenn z.B. der Autoverkäufer nach den Auswirkungen einer Kollision des Hummers mit einer Gruppe Zigeunern gefragt wird, und lediglich eine kleine Beschädigung der Scheibe vermutet, dann ist das m.E. nicht von seiner Seite rassistisch. Er will Borat lediglich ein Auto verkaufen und sieht über dessen krude Fragestellung hinweg.
Genauso der Waffenhändler, den er nach der besten Waffe gegen einbrechende Juden fragt. Ist doch unerheblich wer in Amerika einbricht - Hauptsache die 9mm hält die Kerle auf...
Unverständlich, warum man z.B. Borats Auftritt beim einem Open-Mic-Country-Abend nicht in den Film gepackt hat, wo der halbe Saal seinen Song gegen Juden mitsingt. Das ist klar antisemitisch von den Beteiligten. Aber in der Richtung wurden ja einige Schnipsel entfernt.
Extreme Highlights gibts aber immer noch, wie seine Ansprache beim Rodeo, wo die Menge ihm begeistert zujubelt, bis er fordert jedes Lebewesen im Irak, bis auf die letzte Eidechse, zu töten und dass George W. Bush das Blut der Iraker trinken soll.
Auch den bei den meisten deutschen Kritikern kritisierten Teil, als Borat und Produzent bei einem alten jüdischen Pärchen übernachten und um ihr Leben fürchten fand ich sehr lustig. Ein Heuler wenn er Juden als Formwandler bezeichnet und Kakerlaken in seinem Zimmer für das Ehepaar hält. Zur Abwehr bewirft er sie mit Geld.
Wenn man weiss, dass Sacha Baron Cohen als Borat selber Jude ist, dann ist das große Komödie.
Zusammenfassend stelle ich fest, dass Borat zu Unrecht so gehypt wurde. Besonders die Kritiker der Feuilletons scheinen sich an vielen wenig feinsinnigen Ekelwitzen nicht zu stören. Ich finde es nicht unbedingt lustig, wenn er und sein Produzent einfach nur nackt durchs Hotel rennen und in eine Konferenz platzen. Aber ich finde auch Flitzer beim Sport wenig erheiternd.
Der Feuilleton konzentriert sich scheinbar auf eine vermeintlich tiefere Botschaft, die den Amerikanern Rassismus unterstellt. Nicht dass ich den in der Realität von der Hand weisen will, aber die Art, wie es gezeigt wird, konnte mich nicht überzeugen. Den könnte man auf die Art genauso auch bei uns oder anderen europäischen Ländern finden.
Zudem gibt es etliche Filme, die sich gekonnter mit der "Erbärmlichkeit" grosser Teile des "glorreichen" Amerikas auseinandersetzen. (zB der demnächst hier zu findende Napoleon Dynamite)
Nur scheint Cohen/Borat zur rechten Zeit, nämlich als Amerikas Ruf auf dem Tiefpunkt und mit George W. Bush ein zutiefst verachteter Präsident an der Macht ist, mit diesem Film herausgekommen zu sein.
Um es klarzustellen: Borat hat mich amüsiert, deswegen gibts 6,5 Punkte. Als Partyfilm sogar 8 Punkte. Aber dem Hype um den Film kann er nicht gerecht werden. Die Kinokarte würde ich mir für knapp 80 Minuten an eurer Stelle sparen und lieber die DVD (mit hoffentlich mehr Borat-Material) leihen oder kaufen.
Screenshots: "We support your War of Terror !!!"

In New York genehmigt sich Borat erstmal einen Schluck amerikanisches Wasser.

Auch die Wäsche kann man im Central Park erledigen.

Borat lernt Autofahren.

angeschaut am: 25.11.2006
Normale Wertung: 6,5 von 10 Punkten
Promille-Wertung: 8 von 10 Punkten
03 Dezember 2006
Minotaurus - BRD/FRA/GB/ESP 2006
OFDB-LinkGenre(s): Horror
Laufzeit: ca. 88 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Irgendwann in grauer Vorzeit, als Skandinavien noch eine griechische Kolonie ist und auf Minos Afroamerikaner herrschen, müssen die Stämme des Nordens alle vier Jahre Tribut in Form von acht jungen Menschen an den blutsaufenden Horrorgott Minotaurus bzw. seine dekadenten Hohepriester entrichten. Ein junger Häuptlingssohn will die Schmach nicht länger dulden, lässt sich inkognito ins Labyrinth einweisen und sucht das Duell mit dem Monster. Hilfe naht dabei ausgerechnet von des Priesters heißer Gattin und Schwester.
Kritik:
Der Film ist sehr locker an die griechische Sage um den Minotaurus angelegt. Diverse Dinge wurden abgeändert, was aber größtenteils nicht weiter stört. Es ist nur mal wieder fraglich, warum der König von Minos und seine Schwester von schwarzer Hautfarbe sind. Das widerspricht dann doch etwas dem Bild von antiken Griechen. Noch dazu, weil die Mutter des Minotaurus, die Königin von Minos, als weiße Frau gezeigt wird.
Die größte Abwandlung ist sicher der Minotaurus selber, der, nicht wie in der Sage ein Mensch mit Stierkopf ist, sondern als Monster-Stier daherkommt, auf vier Beinen und mit Riesenhörnern, die nach vorne laufen. Auch sonst hat er wenig menschliches an sich, gleicht einem hungrigen Raubtier.
Nach einer kurzen Einleitungsphase, in der wir Rutger Hauer als Dorf-Vorsteher sehen, werden die Opfer nach Minos und ins Labyrinth verbracht. Dort geht es ihnen dann im Slasher-üblichen Prinzip der "10 kleinen Negerlein" der Reihe nach an den Kragen. Der Film lässt hier leider zu wünschen übrig, denn die Tötungen sind für einen Horrorfilm vergleichsweise zurückhaltend und leider auch wenig abwechslungsreich (Aufspiessen mit den Hörnern).
Auch die Spannungskomponente hält sich in Grenzen. Dafür fehlt einfach eine Beziehung zu den Figuren und der Verlauf ist zu absehbar.
Darstellerisch gibt es solide Kost. Michelle Van Der Water kann mit ihrer nubischen Schönheit über ein paar langatmigere Sequenzen hinwegretten.
Auch wenn man sicher mehr Tiefe aus der Sage hätte herausholen können und ein paar Abwandlungen fraglich sind, so bietet uns Minotaurus vom Setting doch mal eine Abwechslung zu den üblichen Slashern. Leider mangelt es an Action, Abwechslung und Härte, um einen längerfristigeren Eindruck zu hinterlassen.
Trotzdem für einen B-Film ganz unterhaltsam und deshalb leicht überdurchschnittliche 5,5 Punkte.
Screenshots: Die Gefangenen werden...

...der Königin (Michelle Van Der Water) und...

...dem König (Tony Todd) von Minos vorgeführt.

Die Königin prüft die Jungfräulichkeit der zu Opfernden.

Der Minotaurus greift an...

...und spiesst auf.

angeschaut am: 17.11.2006
Normale Wertung: 5,5 von 10 Punkten
02 Dezember 2006
Die Letzten beißen die Hunde - USA 1974
OFDB-LinkGenre(s): Krimi / Komödie / Action
Laufzeit: ca. 110 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
John Thunderbolt Doherty ist ein ehemaliger Dieb, den ein rasiermesserscharfer Verstand und stählernde Nerven einst zum Meister seines Fachs gemacht haben. Nun sucht er ein Comeback auf der kriminellen Bühne - mit einem neuen Partner: Lightfoot ist ein tolldreister Herumtreiber, der den Veteranen dank seiner Energie und seines jugendlichen Überschwangs die Welt noch einmal völlig neu sehen lässt. Das Objekt ihrer Begierde ist ein als absolut einbruchssicher geltender Panzerschrank. Zunächst schließen sie ein wackliges Bündnis mit Thunderbolts früheren Komplizen. Dann aber läuft ein raffinierter Plan ab, bei dem nicht nur ihre Ausdauer bis zum Äußersten auf die Probe gestellt wird, sondern auch ihre Freundschaft.
Kritik:
Michael Cimino schrieb das Drehbuch und führte zum ersten Mal Regie. Anders als bei seiner zweiten Regiearbeit Die durch die Hölle gehen (1978) kam aber ein für meine Begriffe unausgegorener Genremix heraus.
Der Film schwankt zwischen Buddy-Movie, Krimi und Komödie, kann aber in keinem der Genres überzeugen. Zudem weist das Drehbuch ein paar ziemliche Logiklöcher auf (z.B. das Versteck für die Beute, was beim ersten Suchen "übersehen" wird). Dazu gibts auch langatmige Szenen. So wird zwar im Vorfeld auf die Überwachungsmaßnahmen bei dem Tresor eingegangen, eine wirkliche Rolle spielt das hinterher aber nicht mehr.
Manche Szenen fand ich auch etwas zu ausgefallen. Es mag in den 70er Jahren spassig gewesen sein, wenn Thunderbolt und Lightfoot von einem Ausgeflippten mitgenommen werden, der im Kofferraum seines Wagens eine Sammlung weisser Hasen spazieren fährt. Ich fands ziemlich blöd.
Wenig überzeugend auch das Ende, als eine der Hauptfiguren ziemlich unvermittelt das Zeitliche segnet, ohne grosse Erklärungen dafür. Scheinbar nur um noch etwas Tragik einzubringen.
So bleiben denn als positives Merkmal die schauspielerischen Leistungen übrig. Clint Eastwood überzeugt mal wieder auf ganzer Linie, aber auch der junge Jeff Bridges spielt erfrischend, wenn auch manchmal etwas übertrieben, was aber wieder ins Gesamtkonzept passt.
Kurzum ein Film, den man sicher nicht gesehen haben muss. Wer auf 70er Jahre Humor steht, der kann durchaus mal einen Blick riskieren.
Screenshots: Thunderbolt (Clint Eastwood) und Lightfoot (Jeff Bridges).

Autodiebstahl beim Tanken: Eben hatten die beiden noch einen fahrbaren Untersatz.

Die Gangster hecken ihren Plan aus.

angeschaut am: 28.11.2006
Normale Wertung: 3,5 von 10 Punkten
01 Dezember 2006
X-Men 3: Der letzte Widerstand - USA 2006
OFDB-LinkGenre(s): Action / SciFi
Laufzeit: ca. 104 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
Wieder einmal stehen sich die verfeindeten Bataillone der Mutanten kampfbereit gegenüber: Die X-Men unter Führung von Professor Xavier (Patrick Stewart) sind um Ausgleich mit den Menschen bemüht, die Gruppe um Magneto (Ian McKellen) eher auf die Weltherrschaft erpicht. Zwei unerwartete Entwicklungen bringen Bewegung in die Fronten: Ein Mittel verspricht Heilung vom Mutantendasein, und Jean Grey (Famke Janssen) mutiert zum Phoenix.
Kritik:
Mit diesem dritten Teil gelingt es der X-Men-Reihe die sehr guten Vorgänger würdig fortzusetzen, was für ein Hollywood-Sequel längst nicht selbstverständlich ist.
Ich persönlich finde, dass die X-Men eine der besten Comic-Adaptionen für die Leinwand sind.
Wurde im ersten Teil noch viel Zeit zur Einführung der Charaktere verwendet, so ging es im zweiten Teil schon schneller zur Sache. Längen kommen bei der für so einen Blockbuster vergleichsweise kurzen Laufzeit von 104 Minuten nicht auf.
Im dritten Teil spitzt sich nun der Konflikt zwischen Menschen und Mutanten zu, was mit enorm viel Action einhergeht. Besonders toll finde ich, dass der Charakter Jean Grey (Fanke Janssen, siehe Screenshot rechts), der im ersten Teil eine untergeordnete Rolle spielte und im zweiten Teil nur kurz zeigen konnte, was in ihm steckt, nun im dritten Teil zum Über-Mutanten wird. Und wenn sie loslegt, dann bleibt kein Stein auf dem anderen. Speziell die Szene, als sie ihr Elternhaus zerlegt ist optisch fantastisch in Szene gesetzt, wie aber auch alle anderen Szenen.Die Serie weiss zu überraschen und ohne zu viel verraten zu wollen, wissen wir schon seit Teil 2, dass die Charaktere vor dem Tod nicht gefeit sind im X-Men-Universum. Das gibt im Gegensatz zu anderen Comic-Franchises schon gehörig mehr Spannung.
Diesesmal ist das Pensum an Action und Story etwas höher als bisher, deshalb kommen die Charaktere und ihre individuellen Probleme etwas knapper weg als gewohnt. Dafür gibt es die X-Men als Team zu bewundern, das auch mit ein paar interessanten Neuzugängen aufwarten kann. Darunter übrigens Ellen Page, zuletzt gesehen in Hard Candy, als Kitty, die sich durch feste Materie bewegen kann.
Auch auf der Gegenseite wird nicht mit Mutanten gegeizt und so bekommen wir zum Schluß ein fantastisches Finale geboten, wenn die Mutanten aufeinander treffen.
Um es ein wenig abzukürzen: Es ist tatsächlich gelungen einen mehr als würdigen Nachfolger zu drehen, der optisch die Vorgänger nochmals in den Schatten stellt. Die Action vom Feinsten und zudem die Story sehr spannend! Das macht Appetit auf Teil 4, der hoffentlich kommen wird.
Unbedingt zu empfehlen!
Update zum Ansehen am 30.11.2006:
Auch beim zweiten Ansehen spielte X-Men 3 seine Qualitäten aus, so dass ich voll auf meine Kosten kam. Meinen obigen Ausführungen habe ich nichts mehr hinzuzufügen, ausser das ich bezüglich der Bewertung immer noch zwischen 8 und 9 Punkten "festhänge".
Screenshots: Jean Grey (Famke Janssen) entwickelt nach ihrer "Wiederauferstehung" eine aggressive Persönlichkeit, die sich nimmt, was sie will.

Storm (Halle Berry) spielt diesmal auch eine wichtigere Rolle als früher.

Neuzugang im Team: Ellen Page als Kitty, zusammen mit Iceman (Shawn Ashmore).

angeschaut am: 30.11.2006 im KellerKino (insgesamt 2x gesehen)
davor zuletzt angeschaut am: 14.08.2006
Normale Wertung: 8,5 von 10 Punkten
