30 Juni 2007

 

Lost (TV-Serie) - Season 3 - USA 2007

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Genre(s): Drama / Mystery / SciFi / Thriller / Abenteuer / Serie
Laufzeit: ca. 960 Min. (23 Episoden á 42 Min.)
Alterseinstufung: FSK 16
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung

Inhalt:
Die Überlebenden des Flugzeugabsturzes von Oceanic Airlines Flug 815 stellen fest, dass sie nicht die einzigen sind, die die mysteriöse Insel bewohnen.

Kritik:
Wer meine Reviews zur 1. und zur zweiten Staffel bereits gelesen hat, der dürfte mit dem Konzept der Serie ja bereits vertraut sein.
Vor allem nach der zweiten Staffel gab es einige kritische Stimmen, die die ständig anwachsende Zahl der unerklärten (mysteriösen) Elemente auf der Insel kritisierten. Es wurden einfach zu viele Fragen aufgeworfen, ohne dem Zuschauer Antworten zu geben.

Das hat man sich auf Seiten der Autoren scheinbar zu Herzen genommen, denn der Fokus in Staffel 3 liegt wieder stärker auf den Figuren. In den USA wurden zunächst 6 Episoden ausgestrahlt, bevor nach einer langen Pause der Rest folgte. Dieser erste Teil zeigt u.a. den Absturz von Oceanic 815 aus Sicht der "Others" und beschäftigt sich hauptsächlich mit den Erlebnissen der von den "Others" gefangen genommenen Jack, Kate und Sawyer. Episode 6 stellt deshalb auch eine Art-Mini-Finale dar, mit einem sehr spannenden Cliffhanger.

Während sich in den ersten 6 Episoden vergleichsweise wenig auf der Insel entwickelt (wegen der ausführlich gezeigten Gefangenschaft der drei Hauptfiguren), wird im zweiten Teil der Staffel die Handlung wieder konsequent vorangetrieben.
Mit Elizabeth Mitchell als Juliet und Michael Emerson als Ben gibt es auf Seiten der Others zwei sehr interessante Figuren, die den Hauptcast beleben. Die Epsioden, die sich mit ihrer Vergangenheit beschäftigen, gehören zu den besten der Staffel und stellen die Figuren in einem neuen Licht dar.

Bis auf das halbherzige "Stranger in a strange Land", was Jacks Erlebnisse in Thailand zeigt, aber wenig Antworten gibt, ist das Niveau der Episoden durchweg am Maximum. Man vereint wieder die wunderbaren Flashback-Momente mit einer überaus spannenden Handlung auf der Insel. Ausserdem gibt es Antworten auf einige der lange Zeit offenen Fragen, wie es z.B. zu Locke's Lähmung kam.
Zwischendrin gibt es sogar eine schwarzhumorige Folge, die sich mit den Nebencharakteren Nikki und Paulo beschäftigt und etwas ausserhalb der fortlaufenden Handlung steht.

Um Lost richtig geniessen zu können sollte man allerdings die Episoden dicht hintereinander ansehen, um nicht den Überblick zu verlieren.
Bei mir stellte sich in Staffel 3 dieser Effekt ein, dass ich jede neue Folge als neues Highlight empfand.
Wenn einen die Insel und ihre Bewohner erstmal in ihren Bann gezogen haben, dann gibt es Fernseh-Unterhaltung auf Kino-Niveau, mit intelligenten und spannenden Drehbüchern, sowie interessanten und liebenswerten Figuren.

Dazu immer wieder unerwartete Wendungen und ein hervorragendes Season-Finale, was einen, ob der langen Wartezeit auf Staffel 4 (ab Februar 2008 in den USA), fast schon verzweifelt vor Spannung zurücklässt.
Deshalb gibt es von mir die Höchstwertung von 10 Punkten.

Screenshot: Die wichtigsten Cast-Mitglieder der dritten Staffel auf einen Blick.


Serien-Wertung: 10 von 10 Punkten

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28 Juni 2007

 

Hostel 2 - USA 2007

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Genre(s): Horror
Laufzeit: ca. 94 Min. (Uncut - US R-Rated-Version)
Alterseinstufung: Keine Jugendfreigabe

Inhalt:
Die drei Amerikanerinnen Beth (Lauren German), Lorna (Heather Matarazzo) und Whitney (Bijou Phillips) studieren während des Sommersemesters Kunst in Rom. Beim Zeichenunterricht lernen sie ein Model (Vera Jordanova) kennen, das ihnen von einer sensationellen Jugendherberge in der Slowakei erzählt, wo die unglaublichsten Partys gefeiert würden. In den Ferien wagt das lebenslustige Trio einen Abstecher nach Osteuropa, wo die Mädels die Herberge schließlich tatsächlich finden. Vor Ort werden sie entführt, denn die Unterkunft dient als Nachschublager für Menschenhändler, die ihre Opfer in ein finsteres Verlies sperren. Dort foltern reiche Sadisten aus aller Welt die Gefangenen zu Tode.

Kritik:
Was mich persönlich am meisten an der Hostel-Reihe fasziniert ist das breitgestreute Medienecho auf die Filme. Da wird bereits im Vorfeld und erst Recht zum Start auch von "seriösen" Medien über den Film berichtet und die Gewaltszenen diskutiert.

Die Fortsetzung zu Eli Roth's Kassenerfolg aus dem Jahr 2005 kommt nach kurzer Zeit bereits wie ein Remake daher. Nachdem das weitere Schicksal des Überlebenden aus Teil 1 nach 5 Minuten abgehandelt wurde, lernen wir die drei Mädchen (im Gegensatz zu den Jungs von Teil 1) kennen, die sich schon bald in den ehemaligen Ostblock aufmachen. Nachdem sie im Zug unangenehme Erfahrungen mit europäischen Rüpeln machen müssen kommt ihnen der Hinweis einer entfernten Bekannten auf ein verstecktes Wellness-Paradies in der Slowakei grade recht.

Mussten sich die Jungs aus Teil 1 noch etwas überreden lassen, so wird hier blindlings zugestimmt. Auf gehts ins Hostel, ich lade euch ein!
Ein paar nette Unterschiede gibt es aber dann doch zu Teil 1. Denn kaum angekommen werden die Mädels "elektronisch erfasst" und weltweit an die sadistischen Hobbykiller versteigert. Diese Sequenz mit Splitscreens ist prima geraten. Ein wenig beklemmend, wenn man sieht, wie viele biedere Leute sich an der Auktion beteiligen und das ganze wie ein perverser "1,2,3...meins"-Werbeclip rüberkommt.

Ich fand es etwas schade, dass man diesmal auf eine ähnlich wie die American Pie-artige erste Hälfte von Hostel 1 verzichtet hat. So gibt es kaum Sex und nur ein paar Lacher, allerdings ein paar sehr witzige, für die meist Heather Matarazzo's Figur sorgt.
So kommt (genau wie bei Teil 1) dann auch Langeweile auf, bis das Foltern losgeht.
Womit wir beim meistdiskutierten Teil des Films angelangt wären.

Die FSK verweigerte ja zunächst eine Einstufung, weshalb der Film um etwas mehr als 2 Minuten gekürzt wurde. Zum Vergleich: Bei Teil 1 wurden nur 9 Sekunden geschnitten.
Der Schere zum Opfer gefallen sind neben der (handlungsmässig unnötigen) Erschiessung eines Kindes (im Off) viele der splattermässigen Highlights des Films.
Ich habe die ungeschnittene R-Rated Version gesehen und fand die Gewalt im Vergleich zu Teil 1 "nur" gleichwertig, wenn nicht sogar etwas milder. Klar gibt es realistisch gemachten Splatter, aber die Machart von Teil 1 liess diese Szenen viel härter erscheinen.

Dazu trägt z.B. bei, dass auch zwei der amerikanischen Sadisten gezeigt werden, wie sie fürs Wochenende anreisen und sich auf den "Spass" vorbereiten. Da waren die unbekannten Sadisten aus Teil 1 furchteinflössender. Das, plus die stereotypen Opfer und das Handlungsremake von Teil 1 führten bei mir dazu, dass ich den Härtegrad etwas niedriger als beim Vorgänger ansetzen würde.

Mit die grösste Qualität von Hostel 2 sind einige bitterböse, zynische Seitenhiebe auf unsere globalisierte Welt des Turbokapitalismus, wie die erwähnte Auktion, die teils zwischen den Zeilen versteckt sind. Leider geht durch die Schnitte einiges von dem schwarzen Humor verloren, wenn etwa die Strassenkinder mit einem abgehackten Kopf Fussball spielen - inklusive Siegesgesten ganz wie die Profi-Vorbilder.

Schauspielerisch sind die Leistungen der Mädels sehr ordentlich, auch die Freizeit-Killer, gespielt von Richard Burgi und Roger Bart, kommen gut rüber.
Die erweiterte Beschäftigung mit der Organisation hinter den Tötungen ist der Glaubwürdigkeit nicht gerade zuträglich. Teil 1 überliess hier mehr der Vorstellungskraft des Zuschauers.

Hauptkritikpunkt ist für mich aber die mangelnde Innovation. Teil 1 war recht unterhaltsam (7 Punkte), doch Teil 2 präsentiert uns ein Fast-Remake. Mitkopiert wurde dabei leider auch der langweilige Anfangsteil und nachdem eine Identifikation mit den Figuren einfach nicht stattfindet, kann man auch kaum mitfiebern.

Somit bleibt die Spannungskurve ziemlich am Boden und springt nur bei den erwähnten Splatterszenen nach oben.
Stellt sich für mich die Frage, ob ein paar kurze, herbe Splattereien (so man denn die ungeschnittene Fassung sehen darf) als Motivation zum Kinobesuch ausreichen. Noch dazu, wenn man mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen kann, dass auf DVD eine längere Version erscheinen wird.

Fazit: Eli Roth hat seinem Überraschungserfolg eine Fortsetzung ohne Innovationen hinterhergeschoben, die zu weiten Teilen wie ein Remake anmutet. Mit enthalten ist viel Langeweile und ein paar gutgemachte Splatterszenen, die jedoch keinen Gorehound mehr vom Stuhl reissen werden.
Somit leicht unterdurchschnittliche 4,5 Punkte und die Bitte mit einem möglichen Hostel 3 ein paar Jahre länger zu warten.

Screenshots: Noch geniessen Beth (Lauren German) und Whitney (Bijou Phillips) den Urlaubs-Geheimtipp ihrer slowakischen Bekannten (Vera Jordanova, r.).


Doch auch zwei amerikanische Sadisten wollen sich in der Slowakei "etwas besonderes gönnen"...


...und ihre wehrlosen Opfer zu Tode foltern.


angeschaut am: 27.06.2007
Normale Wertung: 4,5 von 10 Punkten
Wertung der geschnittenen deutschen Kinofassung:
2 von 10 Punkten

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27 Juni 2007

 

The Number 23 - USA 2007

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Genre(s): Drama / Mystery / Thriller
Laufzeit: ca. 98 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
Hätte ihm seine Frau Agatha (Virginia Madsen) bloß nicht zum Geburtstag das mysteriöse Buch "Die Nummer 23" geschenkt! Seitdem verschlingt der unscheinbare, brave Beamte Walter Sparrow (Jim Carrey) den Roman - und der ihn: Der beängstigende Krimi um Detective Fingerling (abermals Jim Carrey) weist erschreckende Parallelen zu Walters Leben auf. Was Walter zunächst zu Rechenaufgaben um die Zahl 23 anspornt, wächst sich bald zur ernsthaften Mord-Paranoia aus. Denn im Buch tötet er seine Frau...

Kritik:
Manchmal ist es wohl von Vorteil, wenn man mathematisch eher unbegabt ist. So könnte es mir wohl kaum passieren, dass ich einer Obsession für die Zahl 23 verfalle, wie die Hauptfigur im Film. Die sieht zunächst nur die offensichtlichen Ausprägungen der Zahl, fängt jedoch bald schon an alles mögliche zu addieren oder zu dividieren, um immer wieder auf die böse Zahl zu kommen, die auch rückwärts, dann als 32 unheimlich fies drauf ist.

Letztlich begleitet man als Zuschauer Jim Carrey bei seinem Abstieg in die totale Paranoia und muss am Ende feststellen, dass die 23 doch nur eine Nebenrolle gespielt hat und es hauptsächlich ein psychologisches Drama um Schuld und Sühne zu sehen gibt.

Carrey gibt es dabei in einer Doppelrolle, die aber zumindest in seiner düsteren Ausprägung als Detektiv nicht so recht zu ihm passen will. Vielleicht liegt das aber auch an der eigentümlichen Optik dieser Passagen, die mich stark an das Videospiel Max Payne erinnert hat. Ein dunkel verwaschener Comiclook, der allerdings hier keine Atmosphäre entwickeln kann.

In der Normalwelt gibt Carrey seinen üblichen sympathischen Average Joe, der auch im Spätstadium der Paranoia nicht bedrohlich wirkt. Sehr gut gefiel mir Virginia Madsen - ebenfalls in einer Doppelrolle als freundliche Ehefrau und gefährliche Femme Fatale (siehe Screenshot rechts).

Die Spannung ist während des Films zwar nicht übermässig gross, aber es kommt auch zu keinen Längen. Stets ist man interessiert, wie es weitergehen könnte.
Story und Auflösung sind sicher nicht der grosse Wurf, trotzdem bietet The Number 23 durchschnittliche Mystery-Thriller-Kost.

Screenshots: Das Buch über den mysteriösen Noir-Detektiv Fingerling...


...treibt Walter Sparrow (Jim Carrey) immer mehr in die Paranoia...


...so dass er letztendlich seine Familie zu verlieren droht.


angeschaut am: 24.06.2007
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten

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26 Juni 2007

 

Ghost Rider - USA 2007

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Genre(s): Action / Fantasy
Laufzeit: ca. 123 Min. (Extended Cut)
Alterseinstufung: FSK 12

Inhalt:
Um seinen sterbenden Vater zu retten, verkauft der berühmte Motorrad-Stuntfahrer Johnny Blaze (Nicolas Cage) seine Seele dem Teufel (Peter Fonda). Auch seine grosse Liebe Roxanne (Eva Mendes) verlässt er wegen seines Vertrags mit dem Teufel.
Jahre später trifft er Roxanne wieder, doch Mephisto fordert von ihm nun die Einlösung seiner Schuld. Nacht für Nacht rast Blaze fortan in Gestalt eines feurigen Dämons auf seiner Kiste umher, um Blackheart (Wes Bentley) auszuschalten, der seinen Vater, den Teufel, entthronen will...

Kritik:
Als ich im Vorfeld hörte, dass es bei Ghost Rider um einen skelettierten Kopfgeldjäger im Auftrag des Teufels gehen soll, hatte ich schon ziemliche Bedenken was Hollywood wohl daraus machen würde, noch dazu mit festem Blick auf ein jugendfreundliches PG-13-Rating.
Somit waren meine Erwartungen recht niedrig und ich wurde positiv überrascht.

Schwächen des Films sind zum einen die für 1. Teile von Comic-Verfilmungen typische lange Vorlaufzeit, in der erstmal gezeigt wird, wie sich die Figur überhaupt zum Superhelden entwickelt hat. Dies geht leider auch zu Lasten der Action, die mit ein paar sehr kurzen Kämpfen gegen die überheblichen, aber letztlich schnell unterlegenen Dämonen, ziemlich kurz kommt.

Auch über die Special Effects kann man sicher streiten. Ich fand sie ganz ok, aber so manche Motorrad-Sequenz erinnert an die weniger gelungenen CGI-Effekte bei Ultraviolet.
Entsprechend der schnellen, einfachen Kämpfe ist natürlich auch Spannung ziemliche Mangelware, genauso wie man die dünne Story auseinanderpflücken könnte.

Doch Ghost Rider macht trotz alledem Spass. Das liegt vor allem an den Typen: Nicolas Cage bringt Johnny Blaze einfach nur extrem cool rüber, genau wie Peter Fonda seinen Teufel und Sam Elliott den Caretaker. Eva Mendes' (siehe Screenshot rechts) Rolle gibt zwar nicht viel her, aber sie darf ihr attraktives Äusseres oft in engen Outfits präsentieren.
Die Musikuntermalung passt wirklich gut und wenn man sich auf die Comic-Verfilmung einlässt, dann macht es richtig Spass, wenn ständig alles verbrennt oder explodiert, wo der Ghost Rider unterwegs ist.

Fazit: Wer sich bewusst auf eine Comicverfilmung einlässt und berücksichtigt, dass dieses Genre ja des öfteren gewisse Schwächen aufweist, der dürfte sich recht ordentlich unterhalten.
Falls es noch eine Fortsetzung geben sollte, dann müsste man sich aber bei den genannten Schwachpunkten deutlich mehr Mühe geben.
Wer übrigens nur die Normalfassung kennt, der braucht sich den Extended Cut nicht extra ansehen. Denn es wurden hauptsächlich viele kleine und unwichtige Schnitte bei der Normalfassung vorgenommen (siehe Schnittberichte.com).

Screenshots: Tagsüber ist Johnny Blaze (Nicolas Cage) ein Stuntfahrer, ...


...nachts verwandelt er sich in den Ghost Rider...


...und macht Jagd auf finstere Gesellen.


angeschaut am: 18.06.2007
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten

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25 Juni 2007

 

Breakaway - Ein knallharter Coup - USA 2002

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Genre(s): Action / Thriller
Laufzeit: ca. 87 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
Eigentlich hatte sich Gangster Jimmy Scalzetti (Eric Roberts) aus dem Geschäft zurückgezogen. Um aber das Leben seines Sohnes zu retten, der an einer tödlichen Krankheit leidet, entscheidet er sich zu einem letzten großen Coup: Er will die gesamten Weihnachtseinnahmen des exklusivsten Einkaufcenters der Stadt 12 Millionen Dollar! Zu dumm nur, dass Ex-Cop Cornelius Morgan (Dean Cain) hier gerade seine schöne Frau Kate (Erika Eleniak) abholen will, als Scalzettis Killertruppe losschlägt. Allein und entschlossen stellt sich Morgan zum Kampf. Doch im gefährlichen Katz- und Maus-Spiel hat Scalzetti noch ein Ass im Ärmel: Er hat Kate als Geisel. Ein gnadenloses Duell beginnt.

Kritik:
Breakaway ist ein TV-Klon von Stirb Langsam. Statt Weihnachtsfeier im Bürogebäude gibt es den Weihnachts-Schlussverkauf im Kaufhaus, das von Gangstern ausgeraubt wird. Dean Cain spielt einen wegen übertriebener Härte suspendierten Cop, dessen Frau (Erika Eleniak) als Geisel genommen wird.

Die Action ist für TV-Verhältnisse ordentlich inszeniert und weiss vor allem innerhalb des Kaufhauses zu Gefallen. Bei den Shootouts und Kloppereien geht diverses Inventar lautstark zu Bruch, auch die Kameraführung mit kurzen Zeitlupensequenzen gefiel mir hier recht gut.
Leider lässt die Action zum Finale hin aber nach. Eine Verfolgungsjagd mit kleinen Buggies, die durch die Kanalisation (?) heizen wirkt unfreiwillig komisch. Auch ein kleiner Twist, der die fehlende Polizeiunterstützung erklärt, kommt nicht wirklich überraschend.

Eric Roberts muss nicht viel tun, um seine Rolle ordentlich rüberzubringen. Dean Cain fehlt etwas die Coolness für Rolle des toughen Cops. Erika Eleniak als seine Frau ist wie immer hübsch anzusehen, dient aber über weite Strecken nur als Love Interest, um die sich der Held sorgt.

Alles in allem bietet Breakaway recht solide Unterhaltung, die für TV-Verhältnisse gut gemacht ist. Für den Actionfreund, der grade keinen Blockbuster zur Hand hat, durchaus zu empfehlen.

Screenshots: Kate (Erika Eleniak) wird von den Gangstern als Geisel genommen.


Die Farbe der Kleidung ist schon fast wie beim Original McClane - Dean Cain als Cop Cornelius Morgan.


Auch die Konversationen zwischen Gangster und Cop über Walkie Talkie hat man bei Stirb Langsam kopiert. - Eric Roberts als Gangster Jimmy Scalzetti.


Mässige Verfolgungsjagd im Buggy durch irgendwelche Tunnel...


angeschaut am: 12.06.2007
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten

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21 Juni 2007

 

The Reaping - Die Boten der Apokalypse - USA 2007

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Genre(s): Horror / Thriller
Laufzeit: ca. 99 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
Die ehemalige christliche Missionarin Katherine (Hilary Swank) hat ihren Glauben verloren, seit ihre Familie in einem tragischen Unfall ums Leben kam. Seither hat sie es als Expertin zu Weltruhm gebracht, indem sie vermeintliche religiöse Phänomene wissenschaftlich widerlegt. Ihr aktueller Auftrag führt sie in ein kleines Nest in Louisiana, das allem Anschein nach unter den zehn biblischen Plagen leidet. Katherines Weltbild steht Kopf, als sie keine rationalen Erklärungen für die finsteren Kräfte findet. Nur ihr verlorener Glaube könnte ihr helfen.

Kritik:
Es ist schon erstaunlich, wenn sich anständige Schauspieler wie Hilary Swank und Stephen Rea in solche PG-13-Horror-Dutzendware verirren. Was für den Gelegenheits-Horrorkonsumenten noch einigermassen interessant sein mag, ist für den Genrefreund von Anfang an in weiten Teilen vorhersehbar und total langweilig.

Ex-Missionarin Katherine, die nun eine atheistische Wissenschaftlerin ist, wird zu einem von Plagen heimgesuchten Dorf gerufen. Wir ahnen bereits, dass ihr die Wissenschaft diesmal nicht weiterhelfen wird, aber es müssen erst 2/3 des Films vergehen, bis auch die Hauptfigur soweit ist.
Dazwischen wird viel geschwafelt und die biblischen Plagen abgespult (ohne dass sonstige externe Personen auf das Dorf aufmerksam werden), es gibt ein paar Träume und Visionen, die nicht gruselig sind und dann steuern wir auch schon auf das Finale zu. Die Plagen-Effekte werden zum Schluss hin immer spektakulärer und retten dem Film noch ein paar Punkte.

Denn das Drehbuch bleibt vorhersehbar. Ein unheimliches kleines Mädchen ist schon frühzeitig von den Hillbillies als Ursache der Plagen ausgemacht und gegen Ende zieht der Mob los, um sie zu lynchen. "Der Teufel schickt die Plagen, um sie [das Mädchen als seine Inkarnation, die die Welt vernichten soll] zu schützen" heisst es von den Dörflern.
So ziemlich jeder dürfte ahnen, dass diese Erklärung unlogisch ist und natürlich kommt es zum Schluss anders.

Und wie so viele Filme in letzter Zeit muss man auch hier noch einen weiteren Twist drauflegen, der das Gesehene nicht unbedingt logischer erscheinen lässt.
Und so fühlt man sich als Zuschauer verkohlt, wenn man einerseits ein ziemlich lahmes Finale gesehen hat und dann auch noch eine Fortsetzung möglich ist.

Grusel kam keiner auf, Spannung leider auch nicht. Auch auf Splatter oder Gewalt hat man verzichtet, was allerdings bei so einem "biblischen" Horrorfilm auch nicht unbedingt sein muss.
Hilary Swank müht sich, aber das Drehbuch erlaubt ihr nicht viel aus der Rolle zu machen. Stephen Rea's kleine Rolle wirkt völlig verschenkt.
Mit am interessantesten ist sicher noch AnnaSophia Robb als unheimliches kleines Mädchen, das zwar wenig Text hat, dafür aber gut und düster in Szene gesetzt wurde.

So ist The Reaping wieder mal ein wunderbares Beispiel dafür, dass trotz weit fortgeschrittener Tricktechnik ohne ein vernünftiges Drehbuch nicht viel zu holen ist. Insofern empfehle ich stattdessen lieber die Genreklassiker Das Omen (von 1976) oder den Exorzisten (nochmal) anzusehen.

Screenshots: Von der Missionarin zur atheistischen Wissenschaftlerin: Katherine (Hilary Swank).


Naturkundelehrer Doug (David Morrissey) holt Katherine in sein verschlafenes Dörfchen...


...als sich dort das Flußwasser in Blut verwandelt.


Das unheimliche kleine Mädchen Loren (AnnaSophia Robb) - Inkarnation des Teufels oder doch nicht?


angeschaut am: 17.06.2007
Normale Wertung: 3 von 10 Punkten

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19 Juni 2007

 

Masters of Horror S02E06 - Pelts - USA 2006

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IMDB-Link zu dieser Episode
Genre(s): Horror
Laufzeit: ca. 60 Min.
Altersempfehlung: FSK 18
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung

Inhalt:
Äusserst erlesene Waschbärenfelle, die von brutalen Felljägern aus einem angeblich verwunschenen Wald geborgen wurden, bringen jedem, der sich näher mit ihnen beschäftigt grosses Unglück. Denn so wie das Fell von den Menschen behandelt wurde, so schlägt es auch zurück...

Kritik:
Mit Pelts liefert Altmeister Dario Argento eine Episode ab, die von der Story her dem klassischem Horror verpflichtet ist. Die getöteten Waschbären, bzw. ihre Felle, rächen sich nämlich an jedem, der mit ihnen in Verbindung kommt. Der Detailgrad der blutigen Rache ist dann auch das modernste an dieser Episode.

Mittels (guter) CGI und Special-Makeup-Effekte werden die Selbsttötungen extrem blutig dargestellt. Da legt z.B. der Pelzjäger seinen Kopf in eine Falle und trennt sich das Gesicht ab, die Näherin näht sich Mund, Augen und Nase zu, der Schneider schlitzt sich mit einer Schere selbst den Bauch auf, etc.
Dazu dreht sich noch ein Gutteil der Handlung um eine Stripperin, so dass es auch jede Menge Nacktheit zu sehen gibt.

Wer also auf Blut und Sex steht, der kriegt hier eine volle Packung. Mir persönlich war die Story aber viel zu vorhersehbar, da im Prinzip nur die Darstellung der Rache im Vordergrund steht, sich prinzipiell ständig widerholt und die Botschaft "gegen Pelze" sehr plakativ umgesetzt wird.
Da konnte mich Argento's "Jenifer" aus Season 1 schon mehr begeistern.

Die schauspielerischen Leistungen bewegen sich ebenfalls im Durchschnittsbereich. Meat Loaf interpretiert seine widerliche Hauptfigur recht gut, und auch ein kurzer Auftritt von John Saxon weiss zu gefallen. Auch die musikalische Untermalung ist nett.

Letztlich bleibt eine Episode, über die man sicher streiten kann. Argento bringt genau das, was der Auftraggeber (US-Kabel-TV) von ihm erwartet, aber es findet sich nichts Innovatives.

Screenshots: Der Pelzhändler Jake Feldman (Meat Loaf Aday) ist grosser Striptease-Fan.


Besonders der Stripperin Shana (Ellen Ewusie) ist er völlig verfallen.


Nicht zur Nachahmung empfohlen: Kopf voraus in die Bärenfalle.


angeschaut am: 23.05.2007
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten

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18 Juni 2007

 

Masters of Horror S02E05 - Pro-Life - USA 2006

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IMDB-Link zu dieser Episode
Genre(s): Horror
Laufzeit: ca. 60 Min.
Altersempfehlung: FSK 16
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung

Inhalt:
Ein schwangerer Teenager bittet das Personal einer Abtreibungsklinik bei ihr eine Abtreibung vorzunehmen. Dumm nur, dass ihr Vater ein überzeugter Christ und eingefleischter Gegner der Klinik ist. Als dieser "von Gott" den Auftrag bekommt das Ungeborene zu beschützen, beginnt eine Spirale der Gewalt...

Kritik:
Dieser Beitrag von Altmeister John Carpenter ist recht durchwachsen. Denn einerseits bemüht man sich, das Thema Abtreibung, was in den USA ja weitaus heftiger umstritten ist als hierzulande, in den Mittelgrund der Story zu stellen (wobei sowohl Gegner als auch Befürworter in der Episode nicht wirklich gut wegkommen). Andererseits ist das Thema für eine Episode der MoH wohl doch etwas zu anspruchsvoll, so dass ausser der gorelastigen zweiten Hälfte kaum was im Gedächtnis bleibt.

Die Effekte sind leider wieder mal unterdurchschnittlich geraten. Ein Unterweltmonster schreit geradezu "Typ im Gummianzug", was zu Lasten der Atmosphäre geht. Und auch die CGI-Effekte, wenn zwei Leuten die Köpfe weggeschossen werden, wirken viel zu künstlich. Schlampig auch wenn bei einer Leiche der weggeschossene Teil des Kopfes in einer späteren Einstellung plötzlich wieder zu sehen ist.

Schauspielerisch gibts dagegen einen tollen Ron Perlman zu sehen, der den christlichen Fanatiker super rüberbringt. Und auch Caitlin Wachs als Schwangere empfiehlt sich mit ihrer Darstellung für weitere Rollen.

Mit Homecoming (S01E06) hatte man in der ersten Season einen schwächsten Beiträge, ob seiner penetranten Politbotschaft.
Dies vermeidet Carpenter zwar und rettet sich so noch eine unterdurchschnittliche Bewertung, aber wie man politische Themen unterhaltsam in eine Horror-Serie einbaut, muss erst noch bewiesen werden.

Screenshots: Ron Perlman mal wieder in Hochform.


Caitlin Wachs als schwangerer Teenager mit Komplikationen...


Der Splattereffekt sieht beim Einzelbild sehr gut aus, ist aber im Film klar als mittelmässige CGI-Animation zu erkennen.


angeschaut am: 20.05.2007
Normale Wertung: 3 von 10 Punkten

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16 Juni 2007

 

In drei Tagen bist du tot - AUT 2006

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Genre(s): Horror / Thriller
Laufzeit: ca. 93 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
Frisch aus der Matura-Prüfung entlassen, erhält die Clique um Nina (Sabrina Reiter) eine SMS: "In 3 Tagen bist du tot". Ein schlechter Scherz, wie Clemens (Michael Steinocher), Mona (Julia Rosa Stöckl) und Alex (Nadja Vogel) glauben. Als aber Ninas Freund Martin (Laurence Rupp) anderntags am Grund des Badesees aufgefunden wird und ein heimtückischer Angriff auf sie verübt wird, ist klar: Sie sind im Visier eines brutalen Mörders. Der Verdacht fällt auf Außenseiter Patrick (Julian Sharp), der gefasst wird. Dann schlägt der Killer wieder zu.

Kritik:
Dieser Slasher aus unserem Nachbarland verzichtet auf sämtliche Innovationen und kopiert lieber die bekannten amerikanischen Vorbilder. So kommt einem die Grundstory natürlich sehr bekannt vor, wenn man Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast (1997) gesehen hat.

Sofern man das unverhohlene Kopieren verzeihen kann, dann erwartet einen ein solider Teenie-Slasher, der mit seinem österreichischen Lokalkolorit punkten kann. Die Teenies wirken weit authentischer als in den US-Vorbildern, was nicht zuletzt am österreichischen Dialekt liegt.
Gut auch, dass sie sich etwas nachvollziehbarer verhalten und tatsächlich frühzeitig die Polizei einschalten.

Die schauspielerischen Leistungen sind recht gut, einzig der Killer wirkte etwas "provinziell".
An der technischen Umsetzung gibt es nichts zu beklagen. Die Kameraführung ist prima, und auch die österreichische Szenerie kommt stimmig rüber.
Auch der rocklastige Soundtrack macht im Einführungsteil richtig Laune.

Die Spannung hält sich in Grenzen, da ziemlich bald klar ist, wer wohl das "Final Girl" sein wird. Nichtsdestotrotz gibt es ein paar unangenehme Sterbeszenen, davon eine ziemlich blutige. Die Auflösung ist ziemlich logisch, wenn auch nicht extrem überraschend. Das Ende hält dagegen noch eine Überraschung bereit...

Man kann sicher streiten, ob es solch einen Film nach Schema F braucht, wo doch der Beginn des US-Slasher-Revivals annähernd 10 Jahre her ist.
Von mir gibt es durchschnittliche 5 Punkte, denn auch wenn schamlos geklaut wurde, so ist der Film doch solide umgesetzt und braucht sich hinter den diversen US-Produktionen dieses Genres, die straight-to-video rauskommen, nicht zu verstecken.

Screenshots: Noch feiert die Clique die bestandene Matura.


Wo sonst Touristen das schöne Alpenland geniessen, terrorisiert nun...


...ein Killer die Teenies.


angeschaut am: 15.06.2007
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten

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15 Juni 2007

 

Bobby - USA 2006

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Genre(s): Drama
Laufzeit: ca. 116 Min.
Alterseinstufung: FSK 12

Inhalt:
Fünf Jahre, nachdem JFK ermordet wurde, ist sein Bruder Robert "Bobby" F. Kennedy die Hoffnung der Demokraten für die Präsidentschaft und Symbol für den friedlichen Wandel im unruhigen Land. Im Ambassador Hotel in Los Angeles erwarten der Manager Paul Ebbers (William H. Macy) und seine Frau Miriam (Sharon Stone) die Dankesrede nach dem Gewinn der Vorwahlen. Und mit ihnen der Hotelbetrieb vom Küchenchef (Christian Slater) bis zur Sängerin (Demi Moore) und allen Gästen. Genau an diesem 6. Juni 1968 wird Bobby erschossen.

Kritik:
Bobby zeichnet ein authentisch wirkendes Bild von der Stimmung in Amerika im Jahre 1968. Anhand verschiedener Personen, die entweder im Hotel arbeiten oder dort Gäste sind, und die sich zum Zeitpunkt des Attentats alle versammeln, wird versucht zu zeigen, wie sehr Bobby Kennedy der Hoffnungsträger für diese Menschen war.
Kennedy wird dabei ziemlich zur Ikone hochstilisiert - auch verschiedene Zitate von ihm passen dabei nicht nur auf die damalige Zeit, sondern auch auf heute (Krieg, Umwelt).

Für Nichtamerikaner ist das alles aber nur bedingt interessant. Leider wird das auch durch die restlichen Personen nicht viel besser, denn die Handlungsstränge mit ihnen sind größtenteils sehr kurz geraten und mitunter auch wenig interessant. Dafür aber höchst prominent besetzt.
Was allerdings z.B. Anthony Hopkins und Harry Belafonte als alte Männer, die sich täglich zum Schach spielen treffen und übers Altern lamentieren, in der Handlung sollen, blieb mir rätselhaft.

Dementsprechend kann auch das Star-Ensemble in den kurzen Auftritten kaum nennenswerte Akzente setzen. Zudem ist es für den Zuschauer auch nicht so ganz einfach der Flut an Personen zu folgen, geschweige denn sich Namen zu merken.
Erwähnenswert auf alle Fälle, dass man Robert Kennedy mittels Original-Aufnahmen in die fiktionale Handlung integriert hat, was dem Ganzen ein sehr authentisches Feeling verleiht.

Kurzum: Tolles 68er-Feeling, aber wegen der stark Amerika-bezogenen Thematik und den teils uninteressanten und im Ganzen zu kurzen Handlungssträngen leider kein grosser Wurf. Hier scheint Regisseur und Autor Emilio Estevez sich doch etwas zu viel zugemutet zu haben.

Screenshots: Auch das Küchenpersonal des Ambassador Hotels sieht in Bobby Kennedy einen Hoffnungsträger.


Diane (Lindsay Lohan) lässt sich von Miriam (Sharon Stone) für ihre Hochzeit hübsch machen.


Tim Fallon (Emilio Estevez) wird von seiner alkoholkranken Frau (Demi Moore) nicht geachtet.


Weitere Gäste der Wahlkampfparty (Heather Graham, Martin Sheen, Helen Hunt).


angeschaut am: 3.06.2007
Normale Wertung: 6 von 10 Punkten

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14 Juni 2007

 

Last Days - USA 2005

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Genre(s): Drama
Laufzeit: ca. 92 Min.
Alterseinstufung: FSK 12

Inhalt:
Geradewegs vom Drogenentzug ausgerissen, stapft der benommene Blake (Michael Pitt) nuschelnd durch das Unterholz, bis er das abgelegene, zerfallende Haus seiner Band erreicht. Die anderen Mitglieder nehmen keine Notiz vom Auftauchen ihres geistig umnachteten Frontmanns, der wie ein Wrack durch die Gänge schlurft. Zu sehr sind Luke (Lukas Haas), Asia (Asia Argento), Scott (Scott Green) und Nicole (Nicole Vicius) mit Partys, Schlafen und Sex beschäftigt. Selbst vor einem Privatdetektiv (Ricky Jay) weiß sich der im Endstadium depressive Blake zu verstecken.

Kritik:
Weiter weg vom Mainstream als Last Days geht eigentlich kaum noch.Wer will schon über 90 Minuten zusehen wie jemand im Drogenrausch umherläuft, unverständliches vor sich hin brabbelt und sich am Ende tötet (im Off)? Dazu gibt es noch ein paar skurrile Nebenfiguren und die Zeitebenen wechseln auch manchmal durch. Dagegen wirkt sogar Van Sants Elephant wie ein Mainstream-Film.

Ich persönlich fand den Film trotzdem recht interessant. Zuallererst muss man natürlich Hauptdarsteller Michael Pitt loben, der diese schwierige Rolle mit Bravour hinkriegt. Desweiteren mag ich persönlich Gus Van Sants Inszenierungsstil. Schwer zu beschreiben, aber mit minimalistischen Kamerafahrten und quälend langen Szenen, in denen fast nichts passiert, transportiert er doch einen Eindruck vom Innenleben der Hauptfigur.

So ist der Film wie ein einziger böser Trip, bei dem man sich immer fragt, ob das Gezeigte eigentlich wirklich geschieht, oder nur im Kopf von Blake stattfindet. Beispielsweise das surreale Gespräch mit einem Vertreter der gelben Seiten, oder auch spätere Dialoge der Nebenfiguren. Auf dieser Ebene der totalen Entfremdung und des zunehmenden Wahnsinns fand ich Last Days stellenweise wirklich sehr gut.
Leidensfähig muss man allerdings schon sein, um den Film durchzuhalten, denn im Prinzip passiert während der ganzen Laufzeit wenig bis nichts. Auch erfährt man nur in ganz kleinen Stückchen etwas über Blake und die anderen Figuren, wobei aber die Vorgeschichte des Psychotrips im Dunkeln bleibt.

Für einen Nirvana-Fan ist es sicher ganz interessant die eine oder andere Parallel-Hypothese aufzustellen, da man inoffiziell Blake und Kurt Cobain ziemlich gleichsetzen kann. Für die meisten Menschen aber dürfte Last Days wohl die ultimative Schlaftablette als Film getarnt darstellen.
Von mir gibts 5 Punkte als Mittelding zwischen totaler Langeweile und genialem Kunstfilm über das Endstadium einer drogeninduzierten Psychose.

Screenshots: Wenn er nicht umherirrt, ...


...dann lebt Blake (Michael Pitt)...


...seine letzten Tage apathisch vor sich hin.


angeschaut am: 5.06.2007
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten

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12 Juni 2007

 

Verführung einer Fremden - USA 2007

OFDB-Link
Genre(s): Drama / Thriller
Laufzeit: ca. 109 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
Rowena Price (Halle Berry) arbeitet als findige Reporterin für eine große New Yorker Zeitung. Als sie von der Ermordung ihrer seit der Kindheit besten Freundin erfährt, nimmt sie sich vor, das Verbrechen auf eigene Faust aufzuklären. Undercover loggt sie sich anonym bei diversen Online-Kontaktbörsen ein, besucht Chatrooms und Dating-Foren. Dabei stößt sie auf den Multimillionär Harrison Hill (Bruce Willis), der eine einflussreiche Werbeagentur betreibt. Als Internet-Flirt ihrer Freundin kommt er als Verdächtiger in Frage. Zurecht?

Kritik:
Ich weiss ja nicht, wer Halle Berry bei der Auswahl ihrer Rollen berät, aber nach Catwoman ist das wieder mal ein unterirdisches Karriere-Highlight. Das liegt vor allem am Drehbuch, dass zusammen mit ein paar Sexszenen sicher für einen Erotik-Thriller im TV-Spätprogramm gereicht hätte, aber für die grosse Leinwand viel zu wenig bietet.

Der Sex wird hier aber nur verbalisiert bzw. wie schon bei Closer ein paar lustlose Sex-Chats geführt und uns vorgelesen. Auf der Erotik-Seite kann man nur Halle Berry selbst verbuchen, die ihren attraktiven Body desöfteren mal in Pose werfen darf. Ansonsten herrscht wie gesagt durchgehend Lustlosigkeit. Besonders schlimm eine völlig unmotivierte Sexszene, als Berry plötzlich ihren Freund, den wir vorher noch gar nicht sahen, mit nach Hause bringt und über ihn herfällt - einfach nur schauderhaft schlecht.

Die Story ist wie so oft ziemlich konstruiert - im Nachhinein übrigens noch viel mehr. Letztlich scheint das Hauptanliegen des Regisseurs darin zu liegen, dass man als Zuschauer garantiert vom Ende überrascht ist. Nun, das gelingt sogar, doch angesichts von drei verschiedenen Endversionen, die man bei Testvorführungen antreten liess, überrascht das auch kaum. Mir persönlich gefiel der ziemlich überraschende Schlusstwist eigentlich recht gut, auch wenn er im Nachhinein betrachtet nicht besonders viel Sinn ergibt.

Die Figuren des Films fand ich allesamt irgendwie trashig angelegt. Da hätten wir Bruce Willis als dauergeilen Macho, der gerne auch mal handgreiflich gegenüber seinen Mitarbeitern wird, Hally Berry als investigative Zicke, die mit ihrem Sexdrang nicht so wirklich klarzukommen scheint und als Highlight Giovanni Ribisi als ihren untergebenen Hacker-Freund, der wirklich den kompletten Film, in jeder Szene, an- bzw. betrunken zu sein scheint. Wo man hinguckt Overacting ohne Ende - scheinbar haben die Schauspieler das Drehbuch selber nicht wirklich ernstgenommen.

Kurzum ein Möchtegern-Erotik-Thriller, der sich so darauf konzentriert uns die üblichen Verdächtigen zu präsentieren, die es dann natürlich nicht waren, dass dem alles untergeordnet wird. Ungefähr in einer Liga mit Basic Instinct 2, was bedeutet, dass man spätestens am Tag danach kaum noch weiss, worum es eigentlich ging und auch kein Bedürfnis verspürt, den Film nochmal zu sehen.
Aber zum einmaligen Ansehen unter der Massgabe, dass man Halle Berry ganz attraktiv findet und keinerlei Erwartungen mitbringt, durchaus noch erträglich.

Screenshots: Mit Hilfe ihres Nerd-Kollegen (Giovanni Ribisi)...


...schleicht sich Rowena Price (Halle Berry) undercover in die Werbeagentur ein...


...und kommt schliesslich dem verdächtigen Harrison Hill (Bruce Willis) sehr nahe.


angeschaut am: 30.05.2007
Normale Wertung: 3,5 von 10 Punkten

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10 Juni 2007

 

Das Geheimnis der vier Kronjuwelen - ESP/USA 1982

OFDB-Link
Genre(s): Abenteuer / Trash
Laufzeit: ca. 96 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt (aus der OFDB):
Trotz tückischer Fallen gelingt es J.T. Striker (Tony Anthony) einen mysteriösen Schlüssel aus einem alten Gemäuer zu erbeuten. Der Schlüssel kann 4 Kronen öffnen, in welchen sich angeblich magische Kugeln befinden. Allerdings befindet sich nur eine der Kronen im Besitz seines Auftraggebers. Nun soll J.T. Striker ein Team zusammenstellen, um die anderen Kronen aus der Festung eines Sektenführers zu stehlen.

Kritik:
Wie ich in Internet-Reviews nachlesen konnte ist dieser Film zur Boomzeit des heute längst vergessenen 3D-Kinos entstanden. Dieses zeichnete sich laut Roger Ebert vor allem dadurch aus, dass jede Menge Gegenstände quasi von der Leinwand in Richtung Zuschauer geworfen werden, damit der 3D-Effekt voll zum Tragen kommt.

Das erklärt dann auch, warum im Film jede Menge Sachen rumfliegen. Dies ist allerdings so unglaublich schlecht gemacht, dass man es kaum glauben kann. Sehr oft sind die Fäden oder Seile klar erkennbar, an denen die Sachen hängen, die sich angeblich auf "magische Weise" bewegen.

Die Inhaltsangabe oben beschreibt schon 70% der Story. Allein die Eröffnungssequenz (Indiana Jones auf Ramsch-Niveau) dauert fast eine Viertelstunde, in der der Held beim Bergen des Schlüssels aus einer Grabkammer von einer Falle nach der anderen "attackiert" wird. Na Hauptsache es fliegt viel Zeug rum!
Danach gibt es ein wenig Palaver um die Kronen und eine Vorstellung des Teams. Wer bis dahin noch wach ist, der kriegt eine Portion Topkapi für Arme, wenn die Kronen gestohlen werden sollen. Dann noch ein Flammenwerfer-Festival (die Steine sind mächtig!) und ein wenig Exorzist, wenn unser "Held" von der "Macht" besessen wird. *gähn*

Ich will mich kurz fassen: Im 3D-Kino mögen die Effekte noch einigermassen ausreichen, zuhause am Fernseher und vor allem zwei Dekaden später ist der Film einfach nur schlecht. Und leider nicht unterhaltsam trashig, sondern einfach nur langweilig und schlecht gemacht.
Deswegen 1 Punkt.

Screenshots: J.T. Striker (Tony Anthony) erarbeitet am Modell einen Plan, um die Kronjuwelen zu stehlen.


Denn diese werden vom Sektenführer und seiner (Ninja-) Armee bewacht.
(Emperor Ming anyone?)


Unter dem Einfluss der Steine entwickelt J.T. ungeahnte Kräfte...


angeschaut am: 2.06.2007
Normale Wertung: 1 von 10 Punkten

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08 Juni 2007

 

Shooting Gallery - USA 2005

OFDB-Link
Genre(s): Thriller
Laufzeit: ca. 97 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
In einer Spelunke fällt das Auge des Unterweltzaren "Cue Ball" Carl Bridges wohlwollend auf den jungen Pool-Billard-Zocker Jericho Hudson. Bridges hat ein System entwickelt, sowohl Amateure als auch Profispieler in Serie abzuzocken, und Hudson könnte darin eine tragende Rolle spielen. Hudson sagt zu, ohne lange nachzudenken, verliebt sich in die Tussi vom Boss, nascht weitere verbotene Früchte und gerät schließlich in eine haarsträubende Mordintrige, bei der auch den Cops keinesfalls zu trauen ist.

Kritik:
Leider wieder mal ein Film der versucht zwei Themen (Krimi & Billard) zu vermischen, was aber in beiden Bereichen nur zu halbgaren Ergebnissen führt.
Wer sich einen Billard-Film á la Die Farbe des Geldes erhofft, der dürfte enttäuscht sein, denn das Pool-Spiel wird zwar in schönen Bildern eingefangen, ist aber nur Beiwerk zu einer ansonsten bemüht lässigen Krimihandlung.

Die Spannung hielt sich bei mir in Grenzen, dafür war das Drehbuch einfach nicht ausgereift genug und versuchte zu sehr "cool" zu sein, wenn es darum ging zu zeigen, wie jeder den anderen bescheisst.
Die Schauspieler liefern eine solide Arbeit ab, wie auch die Optik durchaus zu gefallen weiss - sieht man von den Begriffs-Einblendungen mal ab.

Kurzum eine straight-to-video-Produktion, die einem nicht lange im Gedächtnis bleiben wird, aber durchaus für entspannte 97 Minuten sorgen dürfte.

Screenshots: Jericho (Freddie Prinze Jr.) wird vom Poolhall-Gangsterboss "Cue Ball" (Ving Rhames) unter seine Fittiche genommen.


Zwischen Jericho und Jezebel Black (Roselyn Sanchez), die ebenfalls für "Cue Ball" arbeitet, funkt es.


angeschaut am: 16.04.2007
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten

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07 Juni 2007

 

Masters of Horror S02E04 - Sounds Like - USA 2006

OFDB-Link
IMDB-Link zu dieser Episode
Genre(s): Horror
Laufzeit: ca. 60 Min.
Altersempfehlung: FSK 16
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung

Inhalt:
Call-Center-Aufseher Larry ist mit einem extrem guten Gehör gesegnet. Doch seit er sein Kind verloren hat, stellt sich das als Fluch heraus. Immer stärken quälen ihn die alltäglichen Geräusche im Büro und zu Hause und treiben ihn langsam aber sicher in den Wahnsinn...

Kritik:
Die Inhaltsangabe oben beschreibt tatsächlich die gesamte Folge. Ausgiebig können wir Larry dabei zusehen, wie er zuerst bloss genervt von der Geräuschkulisse ist. Zunehmend wird man als Zuschauer dann auch genervt von dem Lärm, denn letztlich tut sich nicht viel. Larry verliert zunehmend die Selbstbeherrschung und steuert in eine Katastrophe.

Warum der anfänglich ziemlich rational wirkende Mann sich allerdings so lange quält und nicht z.B. öfter zu Kopfhörern oder ähnlichen Hilfsmitteln greift, oder sich ernsthaft in Behandlung begibt, erschliesst sich nie. Genausowenig, wie ich einen tieferen Sinn in der Story entdecken konnte, ausser dass sich die Hauptfigur auf quälend langen 60 Minuten von seiner Umwelt entfremdet.

Hauptdarsteller Chris Bauer macht seine Sache gut. Gewaltmässig bleibt die Folge betont realistisch. Wenn er sich allerdings zum Schluss (SPOILER!) die Ohren "abhackt", dann überzeugen die Special Effects in keinster Weise.

Fazit: Für meinen persönlichen Geschmack die bisher schwächste Folge in Season 2. Viel zu lang, denn ausser der Entfremdung passiert nichts.
Wer allerdings auf das Thema abfährt, der dürfte sich freuen.

Screenshots: Immer schlimmer quält Larry (Chris Bauer) sein empfindliches Gehör.


angeschaut am: 21.05.2007
Normale Wertung: 2 von 10 Punkten

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06 Juni 2007

 

The Detonator - ROM/USA 2006

OFDB-Link
Genre(s): Action / Thriller
Laufzeit: ca. 92 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
Sonni Griffith (Wesley Snipes), US-Heimatschutzagent auf fremder Scholle und Spezialist für Dienstordnungsverstöße in ganz großem Stile, hat gerade mal wieder fremde Staatsbürger in einem vollbesetzten Fußballstadion erschossen. Nun will ihn der CIA nur dann aus rumänischer Haft freipauken, wenn er im Gegenzug den Leibwächterdienst für die Ostmafia-Kronzeugin Nadia übernimmt. Weil es im CIA aber eine undichte Stelle gibt, fliegen Sonni und Nadia bald die Kugeln um die Ohren.

Kritik:
The Detonator ist mal wieder ein Straight-to-Video B-Actioner mit Wesley Snipes, der wie auch schon 7 Sekunden in Rumänien gedreht wurde, der Kosten halber. Die Story des Films ist dabei aus altbekannten Versatzstücken zusammengezimmert, dient nur als Rahmen für die Actionszenen.

Snipes spielt einen Ex-Elite-Irgendwas, der jetzt für den US-Heimatschutz in Rumänien (?) tätig ist. Kurze (billige) Flashbacks und gelegentliche Sprüche deuten auf eine misslungene Aktion in der Vergangenheit hin, als er neben einem Badguy auch seine Familie in die Luft sprengte und daran psychisch immer noch knabbert.

Aber er hat ja noch seine Kriegerinstinkte und so gibt es beim Zeugenschutz für Nadia ein paar nette Actionsequenzen. Schnelle Shootouts, ein wenig Martial-Arts und Verfolgungsjagden. Wobei ich letztere in Rumänien allerdings ziemlich langweilig finde - da ist einfach zu wenig Verkehr. Aber eine gutgemachte Explosion in einem Strassentunnel gibt es.
Auch landet bei einem Schusswechsel ein Stuntman nach Sturz vom Dach mit dem Oberkörper auf einem Autodach, was ziemlich unangenehm aussieht und einen an diese Spezialität der thailändischen Stuntmen erinnert. Keine Ahnung ob das so geplant war, aber solche Stunts hätte man ruhig öfter einbauen können.

Darstellerisch fällt ausser Snipes keiner auf - leider hat man keinen würdigen Gegner für ihn gefunden. Silvia Colloca als Nadia spielt nicht wirklich gut, sieht aber ganz nett aus. Deswegen wohl wird ihr Aussehen lange Zeit durch ein nuttiges Outfit so stark in den Vordergrund gerückt. Die Rolle als sorgende Mutter nimmt man ihr jedenfalls nicht ab.
Ansonsten gibt es mit William Hope (Lt. Goreman aus Aliens) noch ein bekanntes Gesicht zu sehen.

Fazit: In der Flut an billig produzierten STV-Actionern mit Snipes oder Seagal ist The Detonator noch recht unterhaltsam, wenn man keine allzu hohen Ansprüche hat. Vieles funktioniert in der rumänischen Kulisse genauso gut, wie in den USA, aber insgesamt fehlt es an Atmosphäre, einer spannenden Story und letztendlich auch an erinnerungswürdigen Actionszenen.

Screenshots: Sonni Griffith (Wesley Snipes) soll eine Mafia-Kronzeugin bewachen.


Beginnendes Chaos im Tunnel...


Sonni und Nadia (Silvia Colloca) kommen sich mit der Zeit näher.


Ein spektakulärer Kopfschmerz-Stunt...


angeschaut am: 27.05.2007
Normale Wertung: 4,5 von 10 Punkten

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05 Juni 2007

 

Saikano - The Last Love Song on This Little Planet - JAP 2005

OFDB-Link
Genre(s): Action / Drama / SciFi
Laufzeit: ca. 120 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
Als eines Tages aus heiterem Himmel Kampfbomber über dem Schulhof erscheinen und das umgebende Stadtviertel in Schutt und Asche legen, erfährt Sportskanone Shuji aus Tokio auf die harte Tour, dass seine äußerlich unauffällige Mauerblümchenfreundin Chise in Wirklichkeit ein mit allerhand Gadgets ausgestatteter Kampfcyborg in Diensten einer geheimen Regierungsorganisation ist. Fortan steht nicht nur ihre Liebe, sondern das Schicksal des ganzen Landes auf dem Spiel.

Kritik:
Junge und Mädchen lieben sich... doch neben den Problemen die sowas auch für normale Teenie-Paare mit sich bringt ist in diesem Fall das Schulmädchen nebenbei noch im Dienste der japanischen Armee und verwandelt sich im Bedarfsfall in einen flugfähigen Cyborg-Todesengel, der in einem geheimen Krieg die Trumpfkarte darstellt.

So etwas basiert natürlich auf einem Manga und ist natürlich aus Japan. Wohl nirgendwo sonst könnte solch eine krude Story herstammen und es neben einer Zeichentrick-Umsetzung auch noch zu einem Realfilm bringen.
Ganz starker Tobak also, selbst für Freunde des japanischen Kinos. Insofern wundert es mich eigentlich nicht, dass ich nach Filmende ziemlich ratlos dastand.

Denn mangels Kenntnis des Mangas stellen sich doch einige elementare Fragen, die nicht beantwortet werden. Mal abgesehen davon, was bei Chise an Technik eingebaut wurde, und warum sie der einzige "Todesengel" ist, fragt man sich doch gegen wen eigentlich Krieg geführt wird und wieso man den Krieg geheimhalten will. Vor allem wie letzteres funktionieren soll, wenn schon zu Beginn eine Stadt schwer bombardiert wird. Aber anscheinend klappt es, denn alle (auch die betroffenen Figuren) leben ihr Leben zunächst unbekümmert weiter.

Aber zurück zu dem was wir geboten bekommen. Ein Gutteil des Films geht für die Liebesbeziehung der beiden drauf, die sich unglaublich zäh entwickelt. Das ist in Japan ja traditionell schon etwas schwieriger als im Westen, aber diese beiden Figuren tun sich schon unheimlich schwer ihre Beziehung wachsen zu lassen. Ohne Vorspultaste hab ich das teilweise nicht gepackt, so langweilig war dieser Part des Films.

Action ist fast komplett Mangelware, sieht man von mittelmässig gemachten CGI-Kriegsszenen ab, die zumeist im Dunkeln spielen. Stattdessen gibt es neben der Liebesbeziehung mit angezogener Handbremse auch die zunehmende Verzweiflung des Todesengels zu sehen, die mit ihrer Aufgabe nicht klarkommt.
Letzteres ist ja prinzipiell löblich, doch wird es viel zu lange ausgewalzt.

Saikano ist leider ein Beweis dafür, dass man auch als Freund des asiatischen Kinos hin und wieder einen Film erwischt, mit dem man rein gar nichts anfangen kann.
Ich habe mich auf alle Fälle unheimlich gelangweilt und somit gibt 1,5 Punkte. Den halben übrigens weil ich Aki Maeda als Chise ziemlich süss fand...

Screenshots: Äusserlich Schulmädchen, innerlich Cyborg-Todesengel: Chise (Aki Maeda).


Kampfbomber greifen die Stadt in dem "geheimen" Krieg an.


Militärwissenschaftler verwandeln Chise immer mehr in einen Kampfcyborg.


Nach getaner Arbeit landet der "Todesengel" bei den eigenen Truppen.


Chise und ihr Freund Shuji vor Trümmern.


angeschaut am: 27.05.2007
Normale Wertung: 1,5 von 10 Punkten

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03 Juni 2007

 

Eine Fatale Entscheidung - FRA 2005

Originaltitel: Le petit Lieutenant
OFDB-Link
Genre(s): Drama / Krimi
Laufzeit: ca. 115 Min.
Alterseinstufung: FSK 12

Inhalt:
Der frischgebackene Polizeileutnant Antoine (Jalil Lespert) möchte lieber Gangster jagen als mit der Freundin in die familienfreundliche Normandie ziehen. Deshalb heuert er bei der Pariser Mordkommission an. Der Alltag dort ist jedoch gar nicht glamourös, was sich auch dann kaum ändert, als seine Vorgesetzte, die Kommissarin Vaudieu (Nathalie Baye), mütterliche Gefühle für ihn entwickelt. Sogar ganz im Gegenteil.

Kritik:
Französische Cop-Filme sind ja oft ziemlich brachial und vulgär. Dieser ist da eine löbliche Ausnahme.
Denn anstatt übertriebene Acton zu zeigen, stehen die Polizisten und ihre Arbeit im Mittelpunkt.

Anhand des jungen Leutnants und seiner Partnerin bekommen wir Einblick in zwei unterschiedliche Herangehensweisen an diesen Beruf. Der eine kommt frisch von der Polizeischule, ist noch abenteuerlustig und voller Ideale, während seine Partnerin den Job routiniert erledigt, dafür aber trockene Alkoholikerin ist.
Beide müssen sich nicht nur in der rauhen Welt der Polizei behaupten, sondern auch ihre privaten Probleme in den Griff bekommen.

Und auch ihr Fall um einen ermordeten Penner ist gänzlich unspektakulär und zugleich so realistisch. Denn kein Mensch, ausser den ermittelnden Beamten, interessiert es wirklich, dass es einen ausländischen Obdachlosen weniger gibt.
Die Besetzung fügt sich prima in dieses Konzept ein und vermittelt lebensnahe Figuren, ohne Übertreibungen.

Vorrausgesetzt man bringt genug Geduld für eine ziemliche authentische Milieu- und Charakterstudie mit, dann kann Le petit Lieutenant seine Wirkung entfalten.
Wer allerdings Action und markige Sprüche sucht, der sollte lieber einen Bogen um den Film machen.

Screenshots: Kommissarin Vaudieu (Nathalie Baye) ist schon desillusioniert, ...


...während ihr junger Kollege Antoine (Jalil Lespert) noch voller Tatendrang ist.


Ihr algerisch-stämmiger Kollege (Roschdy Zem) dagegen muss sich gegen den unterschwelligen Rassismus bei der Polizei behaupten.


angeschaut am: 9.04.2007
Normale Wertung: 7,5 von 10 Punkten

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01 Juni 2007

 

Spider-Man 3 - USA 2007

OFDB-Link
Genre(s): Action / Fantasy / SciFi
Laufzeit: ca. 139 Min.
Alterseinstufung: FSK 12

Inhalt:
Peter Parker (Tobey Maguire) alias Spider-Man genießt den wohlverdienten Ruhm in vollen Zügen und hält um die Hand seiner hübschen Freundin Mary Jane (Kirsten Dunst) an. Als sich sein neuer Anzug plötzlich pechschwarz verfärbt, brechen Spider-Mans negative Seiten hervor: Eitel und rachsüchtig geworden, bandelt er mit der attraktiven Gwen Stacy (Bryce Dallas Howard) an und kehrt seinem Freundeskreis den Rücken. Ausgerechnet jetzt schlagen seine Erzfeinde Sandman (Thomas Haden Church) und Venom (Topher Grace) zu.

Kritik:
Schon mit Spider-Man 2 konnte ich nicht mehr viel anfangen - die "freundliche Spinne aus der Nachbarschaft" ist so ziemlich meine letzte Wahl, wenn es um Superheldenfilme geht. Mit dementsprechend niedrigen Erwartungen bin ich an Teil 3 herangegangen.
Und erneut stosse ich auf die Hauptkritikpunkte aus Teil 2. Es wird einfach zu viel Zeit mit Peter Parkers Privatproblemen vertrödelt. Einen Gutteil des Films sieht man vor allem seine Beziehungsprobleme mit Mary Jane, ansonsten schlägt er sich mit moralischen Problemen herum.

Total belanglos bleibt die "Affäre" mit Bryce Dallas Howard - warum man die für so eine simple Blondinenrolle "verheizt" ist mir schleierhaft, denn sie hat schauspielerisch weit mehr Potential.
Highlight ist wieder mal der fiese Chef des "Bugle", gespielt von J.K. Simmons. Überaus witzig seine Szene mit der Gegensprechanlage.

Diesmal bekommt er es gleich mit drei Gegnern zu tun, die mich aber alle nicht überzeugen konnten. Ist der Sandman noch ganz ok, so konnte ich Topher Grace als Venom gar nicht ernst nehmen. Auch der "besessene" Spidey wirkt eher unfreiwillig komisch.
Die Überfrachtung mit drei Gegnern hat zur Folge, dass diese auch nur oberflächlich dargestellt werden.
Passend zum Finale wird dann wieder mal MJ entführt - spätestens da muss wohl der hartgesottenste Spider-Man-Fan an den Drehbuchschreibern verzweifeln, denen scheinbar nach nur drei Filmen schon nichts mehr einfällt.

Das Finale rettet dann den Film. Die Action ist gut (vielleicht etwas zu hektisch) und es kommt Spannung auf.
Aber alles in allem merkt man der Serie aber deutliche Ermüdungserschungen an. Eine längere Pause kann nur gut tun. Dann gibt es vielleicht auch wieder mal ein besseres Drehbuch.

Screenshots: Kaum scheint Peter Parker (Tobey Maguire) seiner Freundin Mary Jane (Kirsten Dunst) endlich näher zu kommen...


...da muss er sich mit dem Sandman...


...und Venom rumschlagen.


angeschaut am: 26.05.2007
Normale Wertung: 4,5 von 10 Punkten

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