09 Juni 2008

 

Scharf wie Chili - BRD 2005

OFDB-Link
Genre(s): Komödie
Laufzeit: ca. 90 Min.
Alterseinstufung: FSK 12

Inhalt:
Tino (Kristian Kiehling) ist der geborene Verführer und als solcher heiß begehrt. In vollen Zügen genießt er es, ein "scharfer Typ" zu sein. Warum auch mit solchen Qualitäten geizen und sich das Leben nicht so angenehm wie möglich machen? Mama und Papa sehen das etwas anders. Sie wünschen sich, dass das schwarze Schaf der Familie endlich sein Studium abschließt, ernster und auch gewissenhafter wird – wie sein älterer Bruder Stephan (Lars Gärtner), der längst im elterlichen Betrieb mitarbeitet.
Doch dann erkennt Tino selbst, dass es so nicht weitergehen kann: Stephans Hochzeit platzt kurz vor der Trauung, weil Tino seine Schwägerin in spe Esther (Alexandra Neldel) unbekannterweise unterm Festbuffet vernascht. Verzweifelt sucht Tino Hilfe in einer kleinen Therapiegruppe. Ziel der ALG (Anonymen-Lust-Gefährdeten): für volle 90 Tage auf Sex verzichten, um seinen unkontrollierten Begierden endlich Herr zu werden. Als wäre das nicht schon schwer genug für Tino, ist unter den Teilnehmern ausgerechnet auch Esther, die genauso wenig begeistert über seine Anwesenheit ist ...

Kritik:
Eigenproduktionen deutscher Privatsender stehen äusserst selten auf meinem Programmplan, meist ergibt sich das, wie auch in diesem Falle, eher zufällig. Insofern mangelt es mir zwar etwas an Vergleichsmöglichkeiten ob der Qualität der Produktionen, doch bin ich sehr oft erstaunt, was dem deutschen Zuschauer da "geboten" wird.

Scharf wie Chili bewegt sich dabei klar am untersten Ende der Skala. Das Thema Sex gibt ja einiges her, um auf komödiantische Art behandelt zu werden. Doch hier wirkt von Anfang bis Ende alles unheimlich verkrampft und gänzlich unkomisch.
Auch Erotik sucht man vergeblich. Die "Dauergeilen" haken zwar eine Nummer nach der anderen ab, aber das läuft einerseits züchtig und andererseits fern jeder Realität ab.

Wobei letzteres das grosse Manko des Films ist. Wo andere Komödien leicht übertreiben, so gibts hier kaum etwas Glaubhaftes zu sehen. Das fängt schon mit dem Aufeinandertreffen der beiden Sexfreaks Tino und Esther an: Esther wird immer geil, wenn es romantisch ist - ergo lässt sie sich Minuten vor ihrer eigenen Hochzeit von einem Wildfremden vernaschen!
In dem Stil setzt sich das Ganze fort und verbaut sich dadurch auch den Weg in Richtung Liebesfilm.

Denn die Romanze der beiden unterbietet von der Story-mässigen Umsetzung noch jede Pilcher-Verfilmung.
So bleibt denn als einziger Pluspunkt die Besetzung der beiden Hauptdarsteller. Ohne Alexandra Neldel in der Hauptrolle hätte ich sicher nicht durchgehalten. Aber zusammen mit Kristian Kiehling hat man sowohl für männliche als auch weibliche Zuschauer zwei optische Hingucker dabei.

Fazit: Eigenproduktion aus dem deutschen Privatfernsehen haben keinen besonders guten Ruf und Scharf wie Chili bewegt sich in diesem Bereich sogar noch ganz weit unten. Lahm, unwitzig und unglaubhaft - so lässt sich die Misere zusammenfassen. Zwei Punkte gibt es hauptsächlich aus Mitleid mit den Darstellern...

Screenshots:Tino (Kristian Kiehling) sammelt Slips, wie andere Briefmarken.


Doch der Sex mit Esther (Alexandra Neldel) löst ein Umdenken bei ihm aus.


Normale Wertung: 2 von 10 Punkten

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