08 September 2005

 

Fantastic Four - USA 2005

Genre: Action / Comic-Verfilmung
Laufzeit: ca. 106 Min.

Inhalt:
Vier Astronauten werden im Weltraum kosmischer Strahlung ausgesetzt, was ihnen Superkräfte verleiht: Der Anführer der Truppe - fortan "Mr. Fantastic" (Ioan Gruffudd) - kann sich mit einem Mal in hundert Meter Länge strecken; Susan (Jessica Alba) alias "Invisible Girl" wird auf Wunsch unsichtbar; ihr jüngerer Bruder Johnny (Chris Evans) wird zu" Human Torch" und kann als menschliche Fackel Feuer kontrollieren; und Ben (Michael Chiklis) kann sich als "The Thing" in einen gigantischen Muskelprotz verwandeln. Gemeinsam setzen sie ihre Kräfte gegen einen größenwahnsinnigen Superschurken Victor von Doom (Julian McMahon) ein.

Kritik:
Ein weiterer Marvel Comic, der seinen Weg auf die Leinwand findet. Die Verfilmungen waren bisher ja recht durchwachsen und um es vorweg zu nehmen: Fantastic Four ist kein Knaller.

Es gibt dasselbe Problem, wie bei allen Superhelden-Filmen, dass man zuerst mal die Entstehung der Superkräfte und -Helden zeigen muss. Das ist ziemlich unspektakulär geraten, die Action-Szenen auf der Raumstation und der Brücke sind sehr durchschnittlich. Man wartet sehnsüchtig, dass es irgendwann losgeht, doch dann ist der Film fast schon um. Nach ca. 3/4 des Films taucht endlich der Bösewicht auf, und es kommt etwas Leben in die müde Angelegenheit. Doch leider ist nach einem kurzen und wieder unspektakulären Finale dann schon wieder alles vorbei. Der Schluss ist auch eindeutig auf einen zweiten Teil aufgebaut, was zwar konsequent ist, aber den Zuschauer nicht wirklich erfreut.

Zwischendrin werden uns eine paar witzige Stellen geboten, wenn die Superhelden sich kabbeln, aber sonst ist leider nicht viel. Ausser einer Motorrad-Stuntshow, die zu absolut unverfrorenem Product Placement genutzt wird. Selten wurde so offensichtlich Schleichwerbung betrieben.
Der Extremsportler Johnny Storm (Chris Evans) ist hier eindeutig der beste Charakter. Er lässt wenigstens mal die Sau raus, im Gegensatz zu den ernsthaften Superhelden, die immer nur die Rettung der Menschheit im Sinn haben. "Spass haben und Mädels abschleppen" - wofür ist man schliesslich Superheld?

Gefreut habe ich mich auf Jessica Alba als "Invisible Girl" (siehe Screenshot rechts), doch leider bleibt ihr Charakter sehr dünn. Ausser ihrem tollen Aussehen kann sie wenig zeigen. Der Thing-Charakter ist da schon interessanter und zeigt am deutlichsten die Integrationsprobleme der Superhelden, wie schon bei Spiderman oder X-Men, obwohl sich diese Helden nicht mal zu verstecken brauchen.

Mr.Fantastic ist, um ehrlich zu sein ein richtiger Langweiler, aber auch der böse Dr. Doom ist eine Witzfigur, zum Schluss noch mit einer lächerlichen Maske. Kein Vergleich zu anderen Superschurken wie Magneto oder Green Goblin.
Nein, die X-Men oder Spiderman spielen in einer ganz anderen Liga. Dort wurde viel mehr Wert auf glaubwürdige Charaktere gelegt, die langsam ihre Superkräfte erforschen und lernen damit klarzukommen um sich dann wirklichen Superschurken zu stellen. Hier kracht es zweimal, dann haben die Vier ihre Kräfte im Griff und erledigen Dr.Doom in Rekordzeit. Nicht wirklich überzeugend.

Und mangels Action und wirklich herausragender Effekte auch nicht mehr aufzuholen.
Nachdem der Film sein Budget von geschätzten 100 Mio. Dollar (wofür zum Geier wurde das ausgegeben? Werbung?) gut wieder eingespielt hat ist wohl mit einer Fortsetzung zu rechnen. Hoffen wir auf eine Steigerung zu diesem Film.

angeschaut am: 7.9.2005
Normale Wertung: 3,5 von 10 Punkten

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