15 Juli 2008
April Fool's Day - USA 1986
OFDB-LinkGenre(s): Horror / Komödie
Laufzeit: ca. 89 Min.
Alterseinstufung: FSK 18
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung
Inhalt:
Die junge Muffy St. John lädt zum Spring Break ein paar Studienfreunde ins Haus ihrer Eltern ein, dass abgelegen auf einer kleinen Insel vor der Küste gelegen ist. Schon früh geht ein Aprilscherz böse auf Kosten eines Fährmannes und auch im Haus passieren neben offensichtlichen Spässen einige seltsame Dinge. Nach und nach verschwinden die Gäste und sterben offensichtlich eines gewaltsamen Todes...
Kritik:
April Fool's Day ist ein Nachzügler des ersten Slasher-Booms Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre. Und es gelingt ihm tatsächlich dem Genre nochmal etwas Neues abzugewinnen. Denn auch wenn das Ende nicht ganz so überrraschend ist, wie man sich erhoffen würde, so stellt es doch eine augenzwinkernde Alternative zum Rest des Genres dar.
Bis es soweit ist, gibt es die üblichen Klischee-Twens zu sehen, die viel über Sex reden und sich ansonsten mit mehr oder weniger kruden Aprilscherzen beschäftigen.
Es mangelt allerdings an Schauwerten, da die Morde nicht besonders deutlich gezeigt werden. Auch Spannung stellt sich erst ganz zum Schluss ein und ist dort auch ziemlich gezwungen.
Von den Darstellern gefiel mir Deborah Goodrich am besten, die nicht nur optisch gewisse Ähnlichkeiten zu Kristen Bell (Veronica Mars) hat, sondern auch nie um einen frechen Spruch verlegen ist.
Alles in allem ein Film, der vor allem für Genrefreunde nicht uninteressant ist.
Ein guter Ansatz, der aber leider nicht ansprechend genug umgesetzt wurde.
Screenshots:
80er-Jahre-Mode ist doch herrlich: Hier eine Jeansjacke kombiniert mit Tischdeckchen.

Unter den Gästen breitet sich Angst aus...

Auch Nikki (Deborah Goodrich) vergehen bald die lockeren Sprüche.

Normale Wertung: 4 von 10 Punkten
Labels: 1980er, ab18, Originalsprache, USA
10 Juli 2008
Medium (TV-Serie) - Season 3 - USA 2007
OFDB-LinkGenre(s): Drama / Krimi / Mystery - Serie
Laufzeit: 22 Episoden á ca. 41 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Allison Dubois (Patrica Arquette), Mutter von drei Kindern und verheiratet mit einem Raketenspezialisten, hat ganz besondere Fähigkeiten: Sie kann mit toten Menschen sprechen, in ihren Träumen in die Zukunft sehen und häufig die Gedanken anderer Menschen lesen.
Ihre Begabung stellt sie in den Dienst der Justiz. Als Mitarbeiterin des Bezirksstaatsanwalts kann sie ihre paranormalen Erfahrungen einbringen, um bei der Aufklärung bzw. Verhinderung von Verbrechen zu helfen.
Kritik:
Medium bietet den Fans der Serie auch in der dritten Staffel wieder solide Mystery-Unterhaltung rund um Allison Dubois und ihre Familie. Gerade die Mischung der teils düsteren Kriminalfälle mit dem Familienleben und der zunehmend stärker zutage tretenden medialen Begabung ihrer Töchter unterscheidet Medium deutlich positiv von anderen Serien.
Während man sich bei Allison mittlerweile an ihre ungewöhnlichen Träume und Visionen gewöhnt hat, sieht man doch an ihren Töchtern sehr gut, was für eine Belastung diese Gabe sein kann. Hier variieren die Autoren die Grundthematik auch sehr schön, so gibt es z.B. eine Folge, wo Bridget ihre Träume in Form von Zeichentrickfiguren empfängt (3x01). In einer anderen Folge erleben Ariel und ihre Mutter denselben Mordfall aus unterschiedlichen Blickpunkten (Mutter / Tochter) (3x07).Die Qualität der Episoden ist dabei im Durchschnitt weiterhin recht gut. Für mich persönlich gab es eigentlich nur zwei Episoden, die ich als sehr langweilig empfunden habe.
Kritik möchte ich allerdings schon äussern, denn ein Grundelement vieler Folgen stösst mir mittlerweile doch etwas sauer auf. Nämlich Allison's impulsiver Drang jedem Traum sofort nachzugehen, obwohl nicht nur der Zuschauer, sondern auch sie mittlerweile zur Genüge weiss, dass sich viele Träume im Verlauf der Episode in eine ganz andere Richtung entwickeln, als zunächst gedacht bzw. zuächst nur Bruchstücke eines Falls zu erkennen sind.
Das ist wohl auch den Autoren bewusst. So erinnert sie ihr Ehemann in einer Folge eindringlich daran, doch nicht nach jedem Traum zu nachtschlafener Zeit ihren Verbindungsmann bei der Polizei wachzuklingeln, um ihm sehr vage Andeutungen zu übermitteln.
Dieses Element wirkt für ein erfahrenes Medium, die praktisch ihr ganzes Leben schon mit diesen Träumen leben muss, oft etwas unglaubwürdig.
Auch kann man sicher kritisieren, dass es manchmal nicht allzu schwer fällt, sich den "Clou" einiger Folgen schon sehr schnell zusammenzureimen. Als Beispiel nehme ich da mal die "Exorzist"-Episode (3x16), wo ich nach wenigen Minuten schon ahnte, was in Wirklichkeit vorgeht.
Natürlich gibt es auch wieder einige Episoden, die man als Highlights bezeichnen kann. Zuerst fällt einem natürlich das dreiteilige Staffelfinale ein, was sehr spannend gemacht ist und mit einem leichten Cliffhanger endet. Sehr gut gefiel mir auch die Episode, wo man Allison in einer zweiten Zeitebene als junges Mädchen sieht, die wiederum von ihrer Zukunft mit Mann und Kindern träumt (3x15).
Fazit: Medium bietet weiterhin recht abwechlsungsreiche und solide inszenierte Mystery-Unterhaltung. Auch wenn man sich mittlerweile als Zuschauer an so manche falsche Fährte gewöhnt hat, bleibt die Serie weiterhin bei meinen Favoriten, was zum einen an dem tollen Cast liegt und zum anderen an der ungewöhlich guten Mischung aus Krimi, Mystery und Familie.
Screenshots: Allison Dubois (Patrica Arquette) und der Staatsanwalt bei einer Anhörung.

Episode 3x07: Ein Mordfall aus Sicht von Mutter und Tochter.

Serien-Wertung: 7 von 10 Punkten
Labels: 2007, ab16, Serie, USA
05 Juli 2008
Glück im Spiel - USA 2007
OFDB-LinkGenre(s): Drama
Laufzeit: ca. 123 Min.
Alterseinstufung: FSK 6
Inhalt:
Profi-Pokerspieler Huck (Eric Bana) setzt gerne alles auf eine Karte. Bei der World Series of Poker in Las Vegas will er groß abräumen, doch dann kommen unvorhergesehen Gefühle ins Spiel. Zum einen verliebt er sich in die Sängerin Billie Offer (Drew Barrymore), die in der Stadt ein neues Leben beginnen will. Zum anderen nimmt der legendäre L.C. Cheever (Robert Duvall) an dem Wettbewerb teil - sein übermächtiger Vater, vor dem er Zeit seines Lebens floh. Huck muss sich den Dämonen stellen und weitaus mehr riskieren, als ihm lieb ist.
Kritik:
Nachdem man Glück im Spiel (OT: Lucky You) gesehen hat, kann man sich fast bildlich vorstellen, wie sich die Macher die Köpfe zerbrochen haben, um ja niemanden unter den Zuschauern zu enttäuschen. Und so wurde der Geschichte um einen Pokerspieler noch ein kleiner Romantikteil angefügt, in dem Drew Barrymore zum x-ten Mal ihren Standardcharakter spielt.
Letzterer kann man dabei nicht unbedingt einen Vorwurf machen, denn es liegt schlicht an der Konzeption des Drehbuchs, dass der Film sich zwischen die beiden Genres (Sport und Romantik) platziert und dabei beide Bereiche in Mitleidschaft zieht.
Der Romantikteil dient reinen Alibi-Zwecken und ist so dermassen lieblos, dass man sich nur wundern kann, warum er überhaupt eingebaut wurde. Nachvollziehbarkeit für die plötzliche Liebe sucht man jedenfalls vergeblich.
Die Laufzeit hätte man sinnvollerweise lieber in den Pokerteil der Geschichte investieren sollen, der dem Film insgesamt die durchschnittliche Bewertung rettet. Denn auch wenn keinerlei Pokerlaien eine Bekehrung zu fürchten haben, so gelingt es doch recht passabel und eingermassen ernsthaft die Faszination des Spiels einzufangen. Man konzentriert sich mehr auf Taktik und Psychologie, statt wie zuletzt in Casino Royale einfach nur extrem seltene Traumhände aufzufahren.
Die vielen Gastauftritte von bekannten Pokerspielern und die spassigen Sidebets tragen ebenfalls dazu bei, eine nette Atmosphäre zu erzeugen.
Doch auch wenn der Pokerteil ordentlich gelungen ist, bleibt man letzlich auch hier hinter den Möglichkeiten zurück und kann mit dem Poker-Geheimtipp Rounders nicht mithalten. Auch der Schluss dürfte dabei sicher dem einen oder anderen etwas zu sehr auf ein massentaugliches Happy-End gebügelt sein.
Aber das hat dieser Pokerfilm mit anderen Sportfilmen gemeinsam.
Wer also dieser "Sportart" nicht gänzlich abgeneigt ist, der kann durchaus einmal zur DVD greifen...
Screenshots: Huck (Eric Bana) ist Pokerspieler mit Leib und Seele.

So nimmt er Billie (Drew Barrymore) zu ihrem ersten Date auch zu einem Pokerspiel mit.

Sein härtester Gegner ist allerdings sein Vater (Robert Duvall).

Normale Wertung: 5 von 10 Punkten
03 Juli 2008
Masters of Horror SEASON 2 - USA 2006
OFDB-Link
Genre(s): Horror
Laufzeit: ca. 780 Min. (13 Episoden á ca. 60 Min.)
Bewertung der einzelnen Episoden:
S02E01- The Damned Thing - 6,5 Punkte
S02E02 - Family - 7,5 Punkte
S02E03 - The V Word - 3 Punkte
S02E04 - Sounds Like - 2 Punkte
S02E05 - Pro-Life - 3 Punkte
S02E06 - Pelts - 5 Punkte
S02E07 - The Screwfly Solution - 6 Punkte
S02E08 - Valerie on the Stairs - 6 Punkte
S02E09 - Right to die - 6 Punkte
S02E10 - We All Scream for Ice Cream - 2 Punkte
S02E11 - The Black Cat - 5 Punkte
S02E12 - The Washingtonians - 4 Punkte
S02E13 - Dream Cruise - 2 Punkte
im Schnitt: 4,5 Punkte
Resümee:
Season 1 hat zwar auf dem Papier mit 5,3 nur 0,8 Punkte mehr in der Durchschnittsbewertung, doch ist die zweite Season gefühlt deutlich unterlegener. Nur eine Episode kam bei mir über 7 Punkte, während es viele Ausfälle und ansonsten Durchschnittsepisoden zu sehen gab.
Da wundert es mich ehrlich gesagt auch nicht, dass nach Season 2 jetzt erstmal Schluss mit der Reihe ist.
Während in der ersten Staffel Sex und Gore scheinbar eine feste Vorgabe waren, so wurde in der zweiten Season der Sex-Anteil zumindest deutlich reduziert und auch in Sachen Gore hielt man sich im Vergleich zu Season 1 etwas zurück.
Leider fehlte es aber an originellen und spannenden Stories, um diese Zutaten zu kompensieren. Deswegen gab es merklich viele Episoden, die in der 60-minütigen Laufzeit zu wenig interessantes geboten haben (der Genrefan ist ja schon mit ein wenig T&A als Lückenfüller zufrieden...).
Die meisten Beiträge hatte man in 30-40 Minuten abhandeln können, aber leider wurden sie auf knapp eine Stunde gestreckt, was natürlich nicht gut gehen kann.
Mehrmals musste ich beim Ansehen an die Reihe Outer Limits denken, die sicher auch durchwachsen war und natürlich im Fernsehrahmen weder Sex noch Gore präsentieren konnte, dafür aber zum Teil sehr interessante und kurzgehaltene Geschichten präsentierte. Daran muss MoH sich messen lassen, wenn man die "niedere Unterhaltung" für Erwachsene so vernachlässigt.
In diesen Zusammenhang passt übrigens wunderbar, dass Showrunner Mick Garris nach der Absetzung durch Showtime nun eine neue Horror-Reihe namens Fear Itself im Sommerprogramm von NBC untergebracht hat, also mittlerweile im amerikanischen Free-TV angelangt ist, wo natürlich in Sachen Sex und Gore nichts zu erwarten ist.
Man wird sehen, ob dafür die Stories besser werden...
Letztlich muss man leider feststellen, dass es der Reihe in der zweiten Season an einer klaren Ausrichtung auf 60-Minuten Horror für Erwachsene fehlt. Es gibt viele Episoden, die sich vordergründig um eine Auseinandersetzung mit heiss-diskutierten politisch-ethischen Themen wie Abtreibung, Euthanasie oder Tierschutz bemühten, damit aber schlicht überfordert waren. Oft weiss man nicht viel mit den heiklen Themen anzufangen und nutzt sie nur für ein wenig Gore.
Der deutsche Horrorfreund schaut aber sogar dabei noch in die Röhre, da S02E05 - Pro-Life und S02E06 - Pelts hierzulande wieder nur gekürzt veröffentlicht werden.
Insgesamt gesehen sehr schade, dass die Reihe nur so kurzlebig war. Aber immerhin waren ein paar richtig gute Episoden dabei. An diese sollte man sich erinnern...
Genre(s): Horror
Laufzeit: ca. 780 Min. (13 Episoden á ca. 60 Min.)
Bewertung der einzelnen Episoden:S02E01- The Damned Thing - 6,5 Punkte
S02E02 - Family - 7,5 Punkte
S02E03 - The V Word - 3 Punkte
S02E04 - Sounds Like - 2 Punkte
S02E05 - Pro-Life - 3 Punkte
S02E06 - Pelts - 5 Punkte
S02E07 - The Screwfly Solution - 6 Punkte
S02E08 - Valerie on the Stairs - 6 Punkte
S02E09 - Right to die - 6 Punkte
S02E10 - We All Scream for Ice Cream - 2 Punkte
S02E11 - The Black Cat - 5 Punkte
S02E12 - The Washingtonians - 4 Punkte
S02E13 - Dream Cruise - 2 Punkte
im Schnitt: 4,5 Punkte
Resümee:
Season 1 hat zwar auf dem Papier mit 5,3 nur 0,8 Punkte mehr in der Durchschnittsbewertung, doch ist die zweite Season gefühlt deutlich unterlegener. Nur eine Episode kam bei mir über 7 Punkte, während es viele Ausfälle und ansonsten Durchschnittsepisoden zu sehen gab.
Da wundert es mich ehrlich gesagt auch nicht, dass nach Season 2 jetzt erstmal Schluss mit der Reihe ist.
Während in der ersten Staffel Sex und Gore scheinbar eine feste Vorgabe waren, so wurde in der zweiten Season der Sex-Anteil zumindest deutlich reduziert und auch in Sachen Gore hielt man sich im Vergleich zu Season 1 etwas zurück.
Leider fehlte es aber an originellen und spannenden Stories, um diese Zutaten zu kompensieren. Deswegen gab es merklich viele Episoden, die in der 60-minütigen Laufzeit zu wenig interessantes geboten haben (der Genrefan ist ja schon mit ein wenig T&A als Lückenfüller zufrieden...).
Die meisten Beiträge hatte man in 30-40 Minuten abhandeln können, aber leider wurden sie auf knapp eine Stunde gestreckt, was natürlich nicht gut gehen kann.
Mehrmals musste ich beim Ansehen an die Reihe Outer Limits denken, die sicher auch durchwachsen war und natürlich im Fernsehrahmen weder Sex noch Gore präsentieren konnte, dafür aber zum Teil sehr interessante und kurzgehaltene Geschichten präsentierte. Daran muss MoH sich messen lassen, wenn man die "niedere Unterhaltung" für Erwachsene so vernachlässigt.
In diesen Zusammenhang passt übrigens wunderbar, dass Showrunner Mick Garris nach der Absetzung durch Showtime nun eine neue Horror-Reihe namens Fear Itself im Sommerprogramm von NBC untergebracht hat, also mittlerweile im amerikanischen Free-TV angelangt ist, wo natürlich in Sachen Sex und Gore nichts zu erwarten ist.
Man wird sehen, ob dafür die Stories besser werden...
Letztlich muss man leider feststellen, dass es der Reihe in der zweiten Season an einer klaren Ausrichtung auf 60-Minuten Horror für Erwachsene fehlt. Es gibt viele Episoden, die sich vordergründig um eine Auseinandersetzung mit heiss-diskutierten politisch-ethischen Themen wie Abtreibung, Euthanasie oder Tierschutz bemühten, damit aber schlicht überfordert waren. Oft weiss man nicht viel mit den heiklen Themen anzufangen und nutzt sie nur für ein wenig Gore.
Der deutsche Horrorfreund schaut aber sogar dabei noch in die Röhre, da S02E05 - Pro-Life und S02E06 - Pelts hierzulande wieder nur gekürzt veröffentlicht werden.
Insgesamt gesehen sehr schade, dass die Reihe nur so kurzlebig war. Aber immerhin waren ein paar richtig gute Episoden dabei. An diese sollte man sich erinnern...
Labels: 2006, Originalsprache, Serie, USA
02 Juli 2008
Masters of Horror S02E08 - Valerie on the Stairs - USA 2006
OFDB-LinkIMDB-Link zu dieser Episode
Genre(s): Horror
Laufzeit: ca. 60 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung
Inhalt:
Nachwuchsschriftsteller Rob schreibt zwar viel, aber bis jetzt noch ohne Verleger. Da kommt ihm das Angebot des Highberger House gerade recht, wo er solange umsonst logieren kann, bis er eines seiner Werke veröffentlicht. Während Rob sich in seine Arbeit vertieft bemerkt er plötzlich die wunderschöne und mysteriöse Valerie, die ihn um Hilfe anfleht. Auf die Frau angesprochen reagieren sämtliche Mitbewohner des Hauses mit Verschlossenheit...
Kritik:
Für diese Episode nimmt Mick Garris, seines Zeichens der Schöpfer der Reihe Masters of Horror, nach dem schwachen Beitrag Chocolate aus Season 1 wieder selbst im Regiestuhl Platz.
Diesmal kann er sich dank einer Vorlage aus der Feder Clive Barkers und eines ordentlich-guten Casts steigern, doch wäre sicher mehr dringewesen.
Störend ist dabei vor allem der schleppende Beginn, wo fast eine halbe Stunde damit zugebracht wird, uns in die Geschichte einzuführen.
Ein echtes Highlight des Films ist Clare Grant als Valerie, die bei ihren Auftritten meistens nackt herumläuft und viel zur sexuell-aufgeladenen Stimmung dieser Episode beiträgt. Es braucht nicht viel Phantasie, um zu glauben, dass Rob sich für sie in höchste Gefahr begeben würde.
In der zweiten Hälfte gesellen sich dann zu der Nacktheit noch ein paar nette Splattereinlagen und Christopher Lloyd sowie Tony Todd können ihre sehenswerten Performances abliefern.
Richtig spannend wid es allerdings nie und auch der Schluss lässt doch einige Fragen offen.
Trotzdem stimmt die Atmosphäre dieser Episode. Somit kann ich über die Schwächen hinwegsehen und trotzdem 6 Punkte vergeben.
Screenshots: Valerie (Clare Grant) schlägt Rob sofort in ihren Bann.

Der Dämon (Tony Todd) bearbeitet ein Opfer.

Normale Wertung: 6 von 10 Punkten
Labels: 2006, ab16, Originalsprache, USA
30 Juni 2008
Cassandras Traum - USA 2007
OFDB-LinkGenre(s): Drama
Laufzeit: ca. 108 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
Zwei Brüder aus der Londoner Arbeiterklasse leben in beständigen finanziellen Schwierigkeiten und von gnädigen Unterstützungszahlungen ihres reichen Onkels Howard (Tom Wilkinson): Ian (Ewan McGregor) versucht sich als Investor, Terry (Colin Farrell) liebt Whiskey und Glücksspiele. Als er gewinnt, kaufen sich beide die Yacht "Cassandra's Dream". Terry verliebt sich in Angela (Hayley Atwell). Doch wer an das Geld des Onkels will, muss buchstäblich über Leichen gehen.
Kritik:
Woody Allen's dritter London Film nach Match Point und Scoop kann nicht ganz das Niveau der Vorgänger halten. Trotzdem weiss das Drama, dass sich im Verlauf zu einer astreinen griechischen Tragödie entwickelt, zu unterhalten.
Das liegt an der Leichtigkeit, mit der Allen das Geschehen präsentiert. Die beiden Brüder, die ständig über ihre Verhältnisse leben und vor allem Ian, der um jeden Preis zur besseren Gesellschaft gehören will, sind glaubhaft geraten. Mehr noch allerdings ihre beiden Freundinnen Angela (Hayley Atwell) und Kate (Sally Hawkins) - beide konnten mich mit ihren gegensätzlichen Rollen schauspielerisch voll überzeugen.
Die Geschichte wird ohne grosse Längen erzählt, muss sich aber vorwerfen lassen, dass sie letztlich doch recht vorhersehbar ist.
Auch wenn Cassandras Traum nicht zu Woody Allen's Meisterwerken gehört, so ist es doch ein guter Film geworden.
Screenshots: Die beiden Brüder Ian (Ewan McGregor) und Terry (Colin Farrell)...

...und ihre Frauen.

Normale Wertung: 7,5 von 10 Punkten
28 Juni 2008
Masters of Horror S02E13 - Dream Cruise - USA 2006
OFDB-LinkIMDB-Link zu dieser Episode
Genre(s): Horror
Laufzeit: ca. 60 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Seit er als Kind aus nächster Nähe seinem Bruder beim Ertrinken zusah, fühlt sich Jack im und am nassen Element nicht so recht wohl. Jetzt aber wird der in Tokio tätige Anwalt von seinem wichtigsten Klienten zur Jachtpartie eingeladen, und das sagt man nicht so einfach ab. Zumal sich Jack gerade eine Affäre mit der Frau eben dieses Klienten genehmigt. Leider stellt sich erst auf hoher See heraus, dass der Betrogene Bescheid weiß. Doch das ist beileibe nicht das einzige Problem für Jack, den Wasserscheuen.
Kritik:
Vorweg muss ich sagen, dass ich ein wenig verwirrt bin, ob der Tatsache, dass es von dieser Episode scheinbar noch eine lange Version mit 82 Minuten Laufzeit gibt.
Wo die Unterschiede zur regulären Version liegen, entzieht sich leider meiner Kenntnis, doch kann ich mir kaum vorstellen, dass dadurch die Episode merklich besser wird.
Denn hier werden äusserst einfallslos zum x-ten Mal die asiatischen Rachegeister auf den Plan gerufen. Langes schwarzes Haar, welches sich um die Schiffsschraube wickelt, ein fahler Junge (The Grudge), der aus der Meerestiefe grüsst und ein grün-fluoreszierender Abklatsch von Samara (The Ring) - das alles gab es schon oft in gelungenen Horrorfilmen zu sehen.
Hier kommt statt Gruselstimmung allerdings eher Langeweile auf und man bewegt sich auf einem schmalen Grat zu unfreiwilliger Komik. Wenn etwa Jack mit dem abgetrennten Unterarm des eifersüchtigen Klienten raufen muss, dann ist das keineswegs gruselig, sondern einfach nur peinlich.
Auch die Story um die rachsüchtige Ermordete ist völlig platt und gibt wenig Sinn.
Einzig positiv kann man die Makeup-Effekte der "Geister" vermerken, die ganz gut rüberkommen.
Ansonsten ist Dream Cruise als eine der schwächsten Episoden der gesamten Reihe einzustufen. Auch für Genrefans gilt: Muss man keinesfalls gesehen haben.
Screenshots: Schon beim gemeinsamen Essen sind die Spannungen kaum noch zu kontrollieren.

The Ring lässt grüssen.

Normale Wertung: 2 von 10 Punkten
26 Juni 2008
The Ruins - USA 2008
OFDB-LinkGenre(s): Horror / Thriller
Laufzeit: ca. 93 Min. (Unrated)
Altersempfehlung: FSK 18
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung
Inhalt:
Während ihres dreiwöchigen Augusturlaubs auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán schwitzen die vier amerikanischen Touristen Jeff (Jonathan Tucker), Amy (Jena Malone), Eric (Shawn Ashmore) und seine Freundin Stacey (Laura Ramsey) in der schwülen Küstenstadt Cancun.
Aus Langeweile schliessen sie sich im Rahmen eines Tagesausflugs dem deutschen Mathias (Joe Anderson) an, der seinen Bruder besuchen will. Dieser nimmt im Dschungel an der archäologischen Untersuchung einer Maya-Ruine teil.
Doch kaum sind sie an dem entlegenen Ort angekommen, müssen sie mit Schrecken feststellen, dass sie ihn nicht mehr so leicht verlassen können...
Kritik:
Deutlich positiv überrascht war ich von The Ruins, der von der Grundbeschreibung eher nach dem üblichen Horror-Setting á la Turistas oder Hostel klingt.
Mal ehrlich: Twens, die im Urlaub was besonderes erleben wollen, und deswegen ohne jemandem Bescheid zu geben (ausser ein paar besoffenen Griechen) an eine entlegene Ausgrabungsstätte fahren, wo das Grauen schon auf sie wartet...
Hat man doch schon zur Genüge gesehen, oder?
Weit gefehlt, denn auch wenn der Einstieg in den Film sich gänzlich am üblichen Klischee orientiert und die Figuren auch auf wenige Charakterzüge beschränkt bleiben, so gelingt es Carter Smith bei seinem Regie-Debüt sich auf die Qualitäten eines guten Horrorfilms zu besinnen, was sicher auch einer guten Buchvorlage und Drehbuch-Umsetzung durch den Original-Autor Scott Smith zu verdanken ist.So wird über den ganzen Film stetig die Spannungskurve gesteigert und man fiebert mit den sympathischen Protagonisten mit.
Der erste Schock kommt dabei schon ziemlich früh, bei der ersten Begegnung mit den Maya-Nachkommen (?).
Aber auch später ist die Story immer wieder für Überraschung gut. Ob das nun das Geheimnis der Ruinen ist, oder auch der stetig ansteigende Gore-Level, den ich so nicht erwartet hatte.
Es geht in der Unrated-Version schon sehr blutig zur Sache. Und wenn man gesehen hat, wie die Gewalt rüberkommt, dürfte klar sein, dass der Film in der deutschen Kinofassung (ab 16) um die entsprechenden Stellen erleichert sein muss.
Ausdrücklich muss man den Cast loben, der überraschend stark besetzt ist. Jena Malone, Laura Ramsey, Jonathan Tucker und Shawn Ashmore zeigen hier eine tolle Leistung, die ihre Figuren und deren wachsende Verzweiflung glaubhaft rüberbringt und damit wohltuend von vielen anderen Horrorfilmen abhebt.
Ihre Handlungen und auch ihre Schwächen sind anhand der Extremsituation gut nachvollziehbar.
Einzig Joe Anderson als Deutscher ist eine Fehlbesetzung, die ich mir überhaupt nicht erklären kann. Denn wenn man den Film im Original sieht, fällt einem sofort auf, dass seine Interpretation der deutschen Sprache durchweg lächerlich ist und scheinbar auf die Klischeevorstellung eines deutschen Akzents abzielt.
Oberpeinlich wenn er mehrmals seinen Bruder Heinrich mit "Heinrrrikk" ruft.
Sicher dürfte ein Kernpunkt des Films (das "Böse") bestens dazu geeignet sein das Publikum zu spalten. Soviel habe ich aus anderen Reviews schon herausgelesen.
Mir gefiel die Idee jedoch sehr gut, gerade weil das Ganze nicht grossartig dargelegt wird, sondern sich der Film auf den Horror der Touristen konzentriert.
Deswegen von mir eine klare Empfehlung - allerdings nur für die ungekürzte Version!
Screenshots: Noch ist der Ausflug eine nette Abwechslung zum Badeurlaub.

Doch schon kurze Zeit später verwandelt sich der Trip in einen Alptraum...

...und Verzweiflung stellt sich ein.

Normale Wertung: 8 von 10 Punkten
Labels: 2008, ab18, Originalsprache, USA
22 Juni 2008
Masters of Horror S02E07 - The Screwfly Solution - USA 2006
OFDB-LinkIMDB-Link zu dieser Episode
Genre(s): Horror
Laufzeit: ca. 60 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung
Inhalt:
Wissenschaftler Alan kehrt gerade aus Südamerika zurück, wo er und Kollege Barney auf kreative Weise Insektenplagen bekämpften. Jetzt kommt ihm eine plötzliche, irrationale und irgendwie epidemische Welle massiver Gewalt von Männern gegen Frauen spanisch vor. Alan soll die Sache für das Militär bewerten, die Frau und die Tochter vorübergehend hinter Kasernenmauern ziehen. Dort sitzen die beiden, als die Entwicklung auch ihr Gebiet erreicht, zwischen lauter Männern bald bös in der Falle.
Kritik:
Nach Joe Dante's letztem MoH Beitrag Homecoming, der zugleich einen der Tiefpunkte der ersten Staffel markierte, steuert er mit The Screwfly Solution eine der besseren Episoden der (insgesamt schwächeren) zweiten Staffel bei.
Uns erwartet eine nette Variation der Zombie-Thematik. Der männliche Sextrieb wird manipuliert und führt fortan dazu, dass Männer auf Frauen insofern reagieren, dass sie sie ermorden wollen.
Das gibt mehr als genug Material, um die Episode zu füllen. Genauergesagt kommt vieles sogar zu kurz, während sich das Szenario allmählich in Richtung einer apokalyptischen Vision entwickelt. Eine der wenigen Episoden, die man gut auf Spielfilmlänge hätte ausdehnen können.
Dadurch wirkt die Handlung ein wenig abgehackt - ausserdem fehlt ein Übergang von der mehr schwarzhumorigen ersten Hälfte zur düsteren Vision vom Untergang der Menschheit in der zweiten Hälfte, die sich vor allem auf Kerry Norton als sympathische und attraktive Heldin konzentriert.
Ein guter Beitrag zu der Reihe, bei dem aber durchaus noch mehr dringewesen wäre.
Screenshots:
Darf in keinem guten Katastrophenszenario fehlen: Anhörung der Wissenschaftler vor Regierungsangehörigen.

Mutter (Kerry Norton) und Tochter lernen schiessen, um sich vor aggressiven Männern zu schützen.

Normale Wertung: 6 von 10 Punkten
Labels: 2006, ab16, Originalsprache, USA
20 Juni 2008
Masters of Horror S02E12 - The Washingtonians - USA 2006
OFDB-LinkIMDB-Link zu dieser Episode
Genre(s): Horror
Laufzeit: ca. 60 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung
Inhalt:
Die verschrobene alte Tante hat das Zeitliche gesegnet, weshalb Familie Franks aufs Land zur Beisetzung fährt und so nebenbei die von der alten Dame hinterlassene Villa in Augenschein nimmt. Dort findet sich im Rahmen hinter einem Portrait von George Washington, des ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten, eine scheinbar von eben diesem handschriftlich verfasste Notiz, die sich Kochrezept für jungfräuliche Mädchen entpuppt. Als die Franks mit dem Dokument das Licht der Öffentlichkeit suchen, ist für die Nachbarn Schluss mit lustig.
Kritik:
Die Grundidee von The Washingtonians, über eine gross angelegte Geschichtslüge, fand ich gar nicht so schlecht. Doch auch bei dieser Episode der MoH will das Timing nicht so recht stimmen. Viel zu lange dauert es, bis die Geschichte in Fahrt kommt und viel zu lange walzt man alles aus, um die 60 Minuten füllen zu können.
Zu keinem Zeitpunkt gelingt es, eine bedrohliche Atmosphäre aufzubauen. Stattdessen kommen einem die Washingtonians oft wie verschrobene Witzfiguren vor, bei denen es wie ein Wunder erscheint, dass sie nicht schon viel früher aufgeflogen sind.
Dazu passt dann auch das gehetzte Finale, was meiner Ansicht nach nicht besonders viel Sinn ergibt.
Es liegt auf der Hand, dass sich die Macher nicht entscheiden konnten, ob diese Episode mehr in Richtung Horror oder Comedy gehen sollte.
Passend hierzu auch der obligatorische "tastes like chicken" Kommentar eines Kannibalen und der extrem plumpe Epilog, wo es mal wieder einen Seitenhieb auf George W. Bush gibt.
Zusammenfassend leider ein gutes Beispiel dafür, warum die Masters of Horror in der zweiten Staffel deutlich abgebaut haben. Kein Totalausfall, aber eine zähe Episode.
Screenshots: Die Washingtonians begehren Einlass.

"Tastes like chicken."

Normale Wertung: 4 von 10 Punkten
Labels: 2006, ab16, Originalsprache, USA
18 Juni 2008
Das Perfekte Verbrechen - USA 2007
OFDB-LinkGenre(s): Thriller
Laufzeit: ca. 109 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
Auf den ersten Blick haben der aufstrebende Staatsanwalt Willy Slocum (Ryan Gosling) und der Ingenieur Thomas Crawford (Anthony Hopkins) nichts miteinander gemein. Doch als Crawford kaltblütig seine Frau erschießt, stehen sich die beiden plötzlich als Gegner vor Gericht gegenüber. Eigentlich soll der sonnenklare Fall der krönende Abschluss von Slocums Karriere als Staatsanwalt sein, bevor er als Wirtschaftsanwalt ein neues Leben beginnt. Doch während der Verhandlung entwickelt sich der todsichere Fall immer mehr zu einem Albtraum für Slocum. Denn während seiner Nachforschungen stößt er auf ein immer dichter werdendes Netz von Lügen und Verrat.
Kritik:
Es ist hauptsächlich den beiden Hauptdarstellern zu verdanken, dass Das Perfekte Verbrechen den Zuschauer recht gut unterhalten kann. Anthony Hopkins bietet eine extrem übersteigerte Version seiner Paraderolle Hannibal Lecter: Stets hat er die Zügel in der Hand, ahnt die Schritte seiner Gegner vorraus und lässt sie das mit Freude auch spüren.
Ryan Gosling spielt seinen karrieregeilen und aalglatten Staatsanwalt ebenfalls sehr überzeugend. Selbst als er zum Schluss scheinbar die Moral für sich wiederentdeckt kann man spüren, dass ihn vor allen der Siegeswille anspornt. Mehr noch als dem Opfer Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, möchte er sich wohl einfach am arroganten Crawford rächen.
Die Thrillerhandlung selber konnte mich dagegen nicht so recht überzeugen. Die Spannung hält sich in Grenzen, konzentriert sich im Prinzip auf den Schlusstwist, den man natürlich die ganze Zeit erwartet. Leider schleichen sich bis dahin einige Längen ein. Im eigentlichen Fall passiert zu wenig und vor allem der Nebenstrang mit Slocum's möglichem Karrieresprung in eine Privatkanzlei, wo er schon mal die Büroausstattung bestellt und seine neue Chefin flachlegt, nervt ziemlich.
Gerade letztere Figur taucht unvermittelt auf und wirft sich Slocum an den Hals. Ich vermute mal, dass die beiden schon vorher ein Verhältnis hatten, durch die Handlung wird das jedenfalls nicht klar.
Letztlich auch egal, da das alles nur als Füllmaterial dient, was schon schade ist.
So kann man abschliessend festhalten, dass mit den beteiligten Schauspielern sicher mehr drin gewesen wäre. Vieles wirkt im Nachhinein recht halbherzig und einfallslos umgesetzt. Ausserdem hätte ein stärkerer Fokus auf die Konfrontation der beiden Hauptfiguren dem Thriller sicher nicht geschadet.
Somit leicht überdurchschnittlich, aber nicht mehr.
Screenshots: Karrierist Slocum (Ryan Gosling) ist so mit Jobwechsel und Freundin beschäftigt, ...

...dass er lange Zeit chancenlos gegen den äusserst gewieften Crawford (Anthony Hopkins) erscheint.

Normale Wertung: 5,5 von 10 Punkten
16 Juni 2008
Masters of Horror S02E10 - We All Scream for Ice Cream - USA 2006
OFDB-LinkIMDB-Link zu dieser Episode
Genre(s): Horror
Laufzeit: ca. 60 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung
Inhalt:
Anlässlich des rätselhaften Todes eines gemeinsamen Freundes treffen 25 Jahre nach ihrer großen Zeit die Mitglieder einer dörflichen Jugendbande zusammen und fragen sich, was den Kumpel wohl dahinraffte. Als in den folgenden Tagen weitere Ehemalige das Zeitliche segnen, verdichtet sich der Verdacht, nach dem ein vor einem halben Jahrhundert bei einem Streich in Mitleidenschaft gezogener Eiscremeverkäufer sein Unwesen treibt und auf Rache sinnt. Mitbetroffen sind die Kinder der Kinder von damals.
Kritik:
Es gibt ja Leute, für die gehören Clowns zum Gruseligsten, was sie sich vorstellen können. Zu dieser Gruppe gehöre ich nicht, und Stephen King's Es konnte daran auch nichts ändern - genausowenig wie diese Episode der MoH.
Dabei ist die Nähe zu King'schen Storyelementen wie z.B. die Gruppe von Kindern, die ein traumatisches Erlebnis viele Jahre später wieder zusammenkommen lässt, und natürlich dem gruseligen Clown unübersehbar.
Doch gelingt es nie sowas wie Spannung aufkommen zu lassen. Der Clown schnappt sich einen nach dem anderen und verwandelt ihre Körper in Eiscreme, was sicher mal was Neues ist, aber in Sachen Gore doch ziemlich enttäuscht. Man geht in der Beziehung einfach mit einer gewissen Erwartungshaltung in eine Episode der MoH.
Am meisten Spass macht es noch William Forsythe als Clown zuzusehen, der schauspielerisch diese Episode beherrscht.
Trotzdem zieht sich die einstündige Handlung zäh dahin und auch die Auflösung reisst einen nicht vom Hocker.
Alles in allem eine enttäuschend langweilige Episode, die für mich zu den Tiefpunkten der Serie zählt.
Screenshots: William Forsythe als Clown.

Normale Wertung: 2 von 10 Punkten
Labels: 2006, ab16, Originalsprache, USA
14 Juni 2008
Terminator: The Sarah Connor Chronicles (TV-Serie) - Season 1 - USA 2008
OFDB-LinkGenre(s): SciFi / Action / Horror / Serie
Laufzeit: 9 Episoden á ca. 41 Min.
Altersempfehlung: FSK 16
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung
Inhalt:
Die Serie spielt nach den Ereignissen aus Terminator 2 und beginnt im Jahr 1999:
Sarah Connor (Lena Headey) und ihr Sohn John (Thomas Dekker) werden von den Behörden gesucht und verstecken sich mal hier, mal da. Nachdem sie wieder einmal an einen neuen Ort gezogen sind, werden sie aber von einem Terminator aufgespürt, der vom Computernetzwerk Skynet geschickt wurde, um John zu töten.
Allerdings wurde aus der Zukunft auch erneut ein Terminator geschickt, um die Connors zu beschützen. Diesmal in Form von John's hübscher Klassenkameradin Cameron (Summer Glau).
Gemeinsam entschliessen sie sich zur Flucht in die Zukunft. Im Jahr 2007 wollen sie verhindern, dass Skynet entstehen kann und 4 Jahre später die Apokalypse über die Menschheit bringt.
Doch das FBI und Skynet verfolgen ihre Spur...
Kritik:
An T:TSCC gibt es einiges zu kritisieren, aber eines hat perfekt geklappt: Das Timing der Ausstrahlung in den USA.
Dort startete die Serie nämlich mitten im Autorenstreik und war damit fast die einzige Serie, die zu dieser Zeit neue Episoden auf den Bildschirm brachte. Das, und natürlich das kultige Kino-Franchise, dürfte mit entscheidend dafür gewesen sein, dass der Pilotfilm eine sensationelle Einschaltquote erzielte.
Allerdings unterscheiden sich Pilot und Rest der Serie aber merklich voneinander. Denn während ersterer die altbekannte Geschichte um die zwei Terminatoren, der eine gut, der andere böse, die in John Connors Umfeld gelangen, neu erzählt und den Zuschauer vornehmlich an die anderen Schauspieler gewöhnen will, so sind die restlichen Episoden deutlich düsterer und dabei auch inhaltlich besser als der Pilot.
Die Serie hat erkennbare Schwächen: Das fängt beim Cast an. Dass man den Pilot-Terminator nicht mehr auftreten lässt ist gut so, denn der Kerl war furchtbar.Lena Headey ist durchaus ok, auch wenn ihr die Toughness einer Linda Hamilton fehlt.
Warum man John Connor (Thomas Dekker) vom umtriebigen Problemkid zum intelligenten Weichei umgepolt hat, ist mir da schon eher ein Rätsel.
Am interessantesten ist mit Sicherheit Summer Glau als Terminatrix. Auch wenn ihre physischen Auseinandersetzungen mit anderen Terminatoren nicht so überzeugend sind, wie man das aus den Kinofilmen gewöhnt ist, so ist doch ihre weltfremde Art und die unterdrückte Erotik der "Maschine" unterhaltsam.
Abgesehen von den grundlegenden Problemen des Terminator-Universums mit der Zeitreise-Logik (warum schickt Skynet keinen Terminator in die Zeit vor Terminator 1 ?), wirkt die Serie in den ersten Folgen noch etwas planlos, wohin die Reise gehen soll. Man will zwar wieder einmal die Apokalypse aufhalten, doch wird das nur mässig rübergebracht. Auch wird sich wieder gerne mit völlig nutzlosen Handfeuerwaffen gegen die bösen Terminatoren zur Wehr gesetzt...
Die Serie ist dabei technisch einwandfrei produziert und in praktisch jeder Folge verwertet man bekannte Effekte aus der Filmreihe, so z.B. wenn Cameron's "Gehirn", ihre zentrale CPU, ausgebaut und an einen PC angeschlossen wird, um sich so besser in ein Computersystem zu hacken, oder wenn es kurze Einblicke in die Zukunft gibt - nach dem Armageddon.
Wie erwähnt fehlt mir bei den bisherigen 9 Episoden noch ein packender roter Faden. Praktisch erst in der Schlussfolge gibt man etwas Gas, was dann auch dringend nötig ist, denn zwischenzeitlich wirkt die Handlung unfokussiert und teilweise sogar recht langweilig.
Aber trotz alledem reicht der Zauber des Terminator-Franchise, um den Fan bei der Stange zu halten. Zudem traue ich der Serie ein gewisses Potential zu, dass sich hoffentlich in der zweiten Staffel zeigen wird, für die vom Sender FOX bereits grünes Licht gegeben wurde.
Denn auch wenn wir in den letzten Jahren mit tollen Serien verwöhnt wurden, die vom Start weg begeisterten, so muss man als Serienfan zugeben, dass viele 1. Staffeln schwach gestartet sind und nur Wegbereiter und Basis für packende spätere Seasons waren.
Screenshots: Terminatrix Cameron (Summer Glau) beschützt John (Thomas Dekker).

Später gesellt sich noch Brian Austin Green als Widerstandskämpfer aus der Zukunft zum Cast dazu.

Serien-Wertung: 7 von 10 Punkten
Labels: 2008, ab16, Originalsprache, Serie, USA
04 Juni 2008
Juno - USA 2007
OFDB-LinkGenre(s): Komödie / Drama
Laufzeit: ca. 96 Min.
Alterseinstufung: FSK 6
Inhalt:
Die 16-jährige Juno (Ellen Page) ist ein aufgeweckter Teenager, der vor einer großen Herausforderung steht: Sie ist ungewollt schwanger von ihrem Klassenkameraden Paulie (Michael Cera). Mit Hilfe ihrer besten Freundin Leah (Olivia Thirlby) sucht sie für ihr Ungeborenes die perfekten Eltern: Das Vorstadt-Pärchen Mark (Jason Bateman) und Vanessa (Jennifer Garner), die seit Jahren ein Kind adoptieren wollen. Junos Eltern (J.K. Simmons, Allison Janney) stehen hinter ihrer Entscheidung.
Kritik:
Juno ist eine Independent-Komödie, die sich in den USA zum Kassenschlager entwickelt hat und bei den diesjährigen Oscars den Preis fürs beste Drehbuch absahnen konnte.
Doch auch wenn die Figuren allesamt ziemlich originell wirken und die Dialoge pointiert gesetzt sind, so scheint mir dieser Oscar unverdient. Denn es fehlt einfach an Drama im Film, und an Authentizität.
Kaum ist die Schwangerschaft festgestellt und den Eltern gebeichtet (prima Szene), da findet sich auch schon das Adoptivpärchen und vor allem der Mittelteil des Films plätschert vor sich hin, ohne die Probleme der minderjährigen Schwangeren deutlicher zu thematisieren. Die vermittelt vielmehr eine "Piece of Cake"-Einstellung, die dann doch etwas zu locker rüberkommt. In jedem 08/15-Highschool-Film werden Leute wegen weit geringerer "Andersartigkeit" zu Aussenseitern und Geächteten.
Zum Thema Glaubwürdigkeit: Bei den nerdigen Treffen von Juno mit dem zukünftigen Adoptivpapa des Kindes freut sich zwar der Mittdreissiger über diverse popkulturelle Feststellungen, aber so richtig abnehmen will man Juno ihre Vorliebe für 70er Jahre Punkrock und Gore-Filme nicht. Was sicher vor allem auch an ihrer Ausdrucksweise liegt, die man in dieser Form ansonsten am ehesten bei den Figuren von Dawson's Creek antrifft - dort haben sich Teenager auch bereits wie Mittdreissiger artikuliert.
Ellen Page zeigt zum wiederholten Male, was sie jetzt schon drauf hat (auch wenn das sicher ebenfalls nicht Oscarreif ist). Neben ihr gefiel mir Michael Cera als stiller Vater (sehr authentisch), aber vor allem Jennifer Garner, die als stockkonservative Adoptivmama in spe mal eine andere Rolle als ihre Üblichen spielen und etwas Schauspieltalent zeigen darf.
Auch der Soundtrack wusste mir zu gefallen mit vielen Gitarren-Nummern - das dürfte allerdings deutliche Geschmackssache sein.
Die genannten Kritikpunkte sollen jetzt nicht zu negativ klingen, denn Juno ist trotzdem unterhaltsam und für Fans etwas anderer Komödien durchaus empfehlenswert.
Aber für den Komödien-Olymp reicht es beiliebe nicht. Ich hatte mir jedenfalls deutlich mehr erwartet...
Screenshots: Die zukünftigen Adoptiveltern (Jennifer Garner, Jason Bateman).

Eine gute Szene: Die starken Frauen bei der Schwangerschaftsuntersuchung.

Juno (Ellen Page) und der Kindsvater Paulie (Michael Cera).

Normale Wertung: 6,5 von 10 Punkten
31 Mai 2008
Mr. & Mrs. Smith (Director's Cut) - USA 2005
OFDB-LinkGenre(s): Action / Komödie
Laufzeit: ca. 119 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Nach außen sind Mr. John (Brad Pitt) und Mrs. Jane Smith (Angelina Jolie) ein ganz normales Ehepaar mit Häuschen in einer typischen amerikanischen Vorstadt - und augenscheinlich eher langweiligem Leben. Aber der Schein trügt, denn beide haben ein Geheimnis, das sie sogar voreinander verbergen: Es handelt sich bei ihnen tatsächlich um die zwei gefährlichsten Auftragskiller der Welt, die für konkurrierende Organisationen arbeiten. Eines Tages werden sie beide aufeinander angesetzt.
Kritik:
Es ist schon etwas komisch, wenn man sich selber widersprechen muss. Denn in meiner ersten Kritik zur Kinofassung gab es damals "7 Punkte mit Tendenz nach oben".
Nun habe ich mir knapp 2 Jahre später den Director's Cut angesehen und war doch ziemlich ernüchtert. Denn ich hatte den Film viel positiver in Erinnerung.
Aber haken wir zunächst das Thema Special Edition/Director's Cut ab. Mir fielen nach der langen Zeit keinerlei Änderungen auf. Vor allem das Wort "Unzensiert" auf dem Cover ist sowieso ein Hohn, denn es geht um eine brave Sexszene, die um ein paar Sekunden verlängert wurde. Mehr zu sehen gibt es deswegen aber nicht, worauf man bei den attraktiven Hauptdarstellern ja durchaus gehofft hat.
Somit besteht keinerlei Anlass den Film nochmal zu sehen, wenn man die "Kinoversion" schon kennt.
Der Film selber wirkte auf mich beim zweiten Ansehen überaus träge. Vor allem der Beginn schleppt sich doch deutlich dahin, wenn die Beziehungsprobleme der beiden thematisiert werden. Dabei entwickeln beide Figuren aber bis zum Schluss keinerlei Profil bzw. Seele - sie bleiben austauschbare Pinup-Klischeefiguren.
Scheinbar ewig dauert es, bis die Ehepartner sich auf die Schliche kommen und beim Essen belauern, bevor sie das Haus auseinandernehmen. Ab hier geht es bergauf.
Denn nun bewegt sich das Ganze offen in Richtung einer überzogenen Action-Persiflage, was dann im Finale kulminiert, wo das Ehepaar die Gegner gleich dutzendweise erledigt.
Trotz der deutlich besseren zweiten Hälfte kann ich den Film aus heutiger Sicht aber auch nicht höher als durchschnittlich einstufen.
Fazit: Beim ersten Ansehen fällt die überaus dünne Handlung und die flachen Charaktere nicht so stark auf. Beim zweiten Durchgang gab es etliche Längen durchzuhalten und auch das Dauergeballere im Schlussdrittel kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Mr. & Mrs. Smith zur Zeit seines Kinostarts vom Hype um seine Hauptdarsteller und ihre angehende Beziehung profitiert hat. Inzwischen ist das verpufft und beim Film kaum Substanz zu finden.
Deswegen 5 Punkte - mit Tendenz nach unten...
Screenshots: Es kriselt in der Ehe, wenn man mit solchen Kalibern aufeinander losgeht.

Darunter sollten aber die guten Ming-Vasen nicht leiden müssen.

Letztendlich wird das schöne Haus aber doch dem Erdboden gleichgemacht.

Angelina Jolie ist einfach nur heiss... *lechz*

angeschaut am: 8.05.2008 im KellerKino, insgesamt 2x gesehen
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten
Labels: 2005, USA, Wiederholungen
