23 November 2006

 

Zum Glück geküsst - USA 2006

OFDB-Link
Genre(s): Komödie / Liebe
Laufzeit: ca. 102 Min.
Alterseinstufung: FSK 0

Inhalt:
Ashley Albright (Lindsay Lohan) scheint vom Glück verfolgt zu werden. Was immer sie anfasst, wird zu Gold. Bildlich gesprochen. Und bis gestern jedenfalls. Seither wurde sie verhaftet, gefeuert und aus der Wohnung geschmissen. Ob's was mit jenem Kuss zu tun hat, den sie auf einer Party mit Ultrapechvogel Jake (Chris Pine) austauschte? Der kann sich jedenfalls seither vor glücklichen Zufällen kaum retten.

Kritik:
Wurden bei Herbie Fully Loaded noch Lindsay Lohans Brüste mit Computertechnik verkleinert, so darf sie hier ein paarmal ihr Dekolleté zeigen, was sicher ihre männlichen Fans im Publikum freuen dürfte.

Ansonsten aber konzentriert sich der Film auf eine feste Zielgruppe, nämlich junge Mädchen, wahrscheinlich unter 14 Jahren. Denen präsentiert man erstmal ziemlich lange Fräulein Lohan, wie sie, vom Glück gesegnet, ihr Leben in New York lebt. Da fing es bei mir allerdings schon mit den Überlegungen an: Ist sie mit geschätzen 18 oder 19 Jahren nicht viel zu jung, um schon eine bedeutende Stellung in einer Werbefirma zu übernehmen? Sie wirkt, auch im späteren Verlauf, nicht mal selbstständig genug, um überhaupt von zu Hause auszuziehen.

Nun, wie dem auch sei, der Anfangsteil präsentiert uns ausladend und viel zu lang Lohan als Glücksmädel und ihr männliches Gegenstück, der die ganze Zeit ein riesiges Pech hat. Letzterer ist mal wieder ein Loser von der Sorte "wir setzen einem klasse aussehenden Typen eine dicke Brille auf und ziehen ihm eine schmuddelige Armeejacke an".
An Freaky Friday erinnernd, kommt es zum Aufeinandertreffen der beiden, sie küssen sich und Glück und Pech wechseln auf die andere Person.
Praktisch, denn quasi ab dem nächsten Moment ist der Loser seine Brille los und trägt schicke Klamotten.

Fortan läuft es also umgekehrt zum Anfangsteil. Lohan passiert ein Missgeschick nach dem anderen und der Loser steigt zum Super-Produzenten auf.
Klingt die Story dünn? Ist sie auch.
Man konzentriert sich darauf, seinen Star ins rechte Licht zu rücken. Allerdings bleibt die Figur, wie auch alle anderen, ein wandelndes Stereotyp, zu dem man keine Beziehung aufbauen kann.
Problematisch fand ich hierbei die Aufteilung des Drehbuchs. Denn durch den langen Anfang, wo Lohan nicht wirklich sympathisch rüberkommt, tut man sich etwas schwer mit ihr mitzufühlen.

Die zweite Hälfte verhindert dann aber schlimmeres. Man kann sich mit Hilfe der allseits bekannten RomCom-Rezepte noch steigern und auf ein Happy-End zusteuern.
Was zwischendrin ziemlich nervt sind die Auftritte der Boyband McFly, die in einer dreisten Product-Placement-Masche hier gepusht werden sollen. Ok, passt auch zur Zielgruppe.

Darstellerisch kann Shooting-Star Lindsay Lohan hier nicht wirklich ihr Talent beweisen. Dafür sind alle Figuren einfach zu flach angelegt. Auch Chris Pine als Loser-Gegenstück ist nett, aber ohne jegliche Tiefe.
Vom Nebencast fiel mir Samaire Armstrong auf, die als weniger erfolgreiche Freundin sehr sympathisch rüberkommt. Schade, dass ihre Rolle eher klein ist.

Eine routinierte Inszenierung nennt man das euphemistisch, wenn einem das Übliche geboten wird.
Ich fand es diesmal über lange Strecken sehr unterdurchschnittlich. Man hat sich erkennbar zu wenig Mühe gegeben und einfach darauf verlassen, dass die Zielgruppe den neuen Lohan-Film auf alle Fälle ansehen wird. Nun, diese Rechnung dürfte aufgehen.
Je nachdem, ob man zur Zielgruppe gehört, dürfte sich dann auch die Wahrnehmung des Films ändern.

Screenshots: Noch ist alles in Butter für Ashley und ihre Freundinnen (rechts: Samaire Armstrong).


Doch nachdem sie auf einer Party den Pechvogel Jake küsst...


...hat sie fortan nur noch Pech.


angeschaut am: 17.11.2006
Normale Wertung: 4 von 10 Punkten

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