06 Juni 2008

 

Das Kovak Labyrinth - ESP 2006

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Genre(s): Mystery / Thriller
Laufzeit: ca. 104 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
David Norton (Timothy Hutton) ist Romanautor und reist nach Mallorca zur Schriftstellerkonferenz, doch sein Aufenthalt wird von einer furchtbaren Todesserie überschattet. Seine Lebensgefährtin stürzt sich nach einem mysteriösen Telefonanruf von dem Hotelbalkon in den Tod. War es Selbstmord oder gezielter Mord? Auf der Suche nach Antworten muss David allmählich feststellen, dass die Spur direkt zu ihm führt. Gemeinsam mit Silvia (Lucía Jiménez), einer der Überlebenden, beginnt ein tödliches Katz- und Maus-Spiel...

Kritik:
Direkt zu Beginn des Films gibt es im Flugzeug eine Szene, die man nur als Referenz zu David Cronenberg Filmen wie z.B. eXistenZ deuten kann. David beobachet einen Mann, der durch eine Art Nabelschnur mit seinem Laptop verbunden ist. Das entpuppt sich zwar nur als Traum des SciFi-Autors, doch ist man als Zuschauer ab diesem Punkt vorbereitet, dass hier mehr als nur gewöhnliche Thrillerkost zu erwarten ist.

So zieht einen die Story schnell in ihren Bann und weiss für gut 60 Minuten zu faszinieren und eine ausweglos-bedrohliche Atmosphäre zu erschaffen. Man ist wirklich gespannt, was hinter allem steckt und von den Wendungen teilweise doch sehr überrascht.
Leider lässt der Film im Schlussdrittel dann spürbar nach. Die Geheimnisse sind gelüftet und das Finale lässt sich leicht vorhersehen.

Das Kovak Labyrinth ist trotzdem gut, aber hier wäre unter Umständen mehr dringewesen. Im Nachinein betrachtet wirkt vieles doch recht konstruiert und es fehlt beim Erzählfluss der manchmal etwas holprig daherkommt.

Dem Cast kann man dabei kaum einen Vorwurf machen. Timothy Hutton's Figur kommt etwas emotionslos daher, aber das dürfte auch so gewollt sein. Sehr gefreut hat mich das Wiedersehen mit Lucía Jiménez, die vor allem in "ihrem" Handlungsstrang überzeugen kann. Nicht unerwähnt bleiben darf auch David Kelly als greiser Wissenschaftler, dessen diabolische Rolle schauspielerisch am meisten hergibt.

Sehr loben muss man die technische Umsetzung. Die Kameraarbeit ist wirklich sehr gut gelungen und der Score ist exzellent. Da kann auch ein Hollywood-Blockbuster nicht mehr bieten.

Kurzum ein packender Mystery-Thriller, der statt auf Effekte lieber auf eine gute Geschichte setzt und nicht nur Genrefreunden gute Unterhaltung bietet.

Screenshots: David Norton (Timothy Hutton) lässt der Tod seiner Lebensgefährtin keine Ruhe.


Auch Silvia (Lucía Jiménez) trachtet man nach dem Leben.


Gemeinsam untersuchen die beiden die Vorfälle und...


...gelangen bald zu einem mysteriösen Wissenschaftler (David Kelly).


Normale Wertung: 7 von 10 Punkten

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27 März 2008

 

DunkelblauFastschwarz - ESP 2006

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Genre(s): Drama
Laufzeit: ca. 105 Min.
Alterseinstufung: FSK 12

Inhalt:
Als Jorge (Quim Gutiérrez) sein BWL-Studium beendet, winkt ihm endlich die Freiheit, von der er immer geträumt hat. Da erleidet sein Vater einen Schlaganfall und Jorge, der sich daran schuldig fühlt, gibt seine Träume auf, um ihn zu pflegen und dessen Hausmeisterposten zu übernehmen. In dieser Krise eröffnet ihm sein inhaftierter Bruder Antonio (Antonio de la Torre) ein unmoralisches Angebot: Er soll seine Gefängnisgefährtin Paula (Marta Etura) schwängern, weil er selbst zeugungsunfähig ist. Jorge verliebt sich in die seelenverwandte Grazie.

Kritik:
Deprimierende Lebenssituationen sind ortsunabhängig. Denn auch wenn oft z.B. in skandinavischen Filmen das graue Wetter seinen Teil dazu beiträgt eine deprimierende Grundstimmung zu erzeugen, so sieht es hier im sonnigen Spanien nicht viel besser aus.

Die Figuren haben alle ihr Scherflein zu tragen. Jorge kümmert sich um seinen Vater, der nach einem Schlaganfall intensiver Pflege bedarf. Dadurch ist er in seinen Möglichkeiten sehr eingeschränkt. Um beide durchzubringen hat er die Pförtner-Stelle seines Vaters übernommen, wodurch er sich nach eigener Aussage 20 Stunden am Tag in dem Hochhaus aufhält. Im Gegensatz zu anderen kann er deswegen auch nur nebenbei ein Fernstudium absolvieren, für dass er natürlich auch länger braucht.

Bei den Vorstellungsgesprächen wird er damit konfrontiert. Wobei das noch das geringste Problem wäre, denn man lehnt ihn auch wegen der Pflege seines Vaters ab, die den Arbeitgebern zu gefährlich für seine Produktivität zu sein scheint oder bietet ihm gleich nur eine andere Stelle als Pförtner an.

Und auch in der Beziehung läuft es nicht wie gewünscht. Denn seit der Pubertät hat er mit Natalia zwar eine Freundin, doch schwebt über ihm ständig ein Klassenunterschied zu ihr, da sie aus besseren Verhältnissen stammt.
Und das war erst die Lebenssituation einer der Hauptfiguren des Films. Daneben gibt es noch seinen Kumpel Israel, der Probleme mit seiner sexuellen Orientierung hat und Paula, die im Gefängnis sitz und dort regelmässig misshandelt wird.

Starker Tobak, der im Film längst nicht so deprimierend rüberkommt. Denn die Figuren haben Träume und Hoffnungen und versuchen ihre Lebenssituation zu verbessern.
Auch ohne gross zu spoilern kann sich aber jeder denken, dass sich zum Schluss nicht alle Probleme in Wohlgefallen auflösen werden.

Das Ganze ist in schönen Bildern eingefangen und wird überzeugend dargestellt.
So ganz wollte der Funke bei mir allerdings nicht überspringen, dafür war mir die Geschichte dann teilweise zu unfokussiert - vor allem in dem Israel-Nebenstrang, der mir ziemlich als Lückenfüller erschien.

Wer also vor Dramen nicht zurückschreckt, die den deprimierenden Alltag thematisieren, der sollte DunkelblauFastschwarz auf jeden Fall mal eine Chance geben.

Screenshots: Eigentlich will Jorge (Quim Gutiérrez, rechts) seinem Bruder nur einen Gefallen tun, ...


...doch er verliebt sich in Paula (Marta Etura).


Normale Wertung: 6,5 von 10 Punkten

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06 September 2007

 

The Machinist - ESP 2004

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Genre(s): Drama / Thriller
Laufzeit: ca. 101 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
Fabrikarbeiter Trevor Reznik (Christian Bale) hat Probleme. Das größte davon: Seit gut einem Jahr hat er nicht mehr geschlafen. Kein Wunder, dass Arbeit wie Gesundheit mittlerweile mächtig darunter leiden und Trevor Dinge und Personen wahrzunehmen glaubt, die außer ihm keiner sieht. Wenigstens gibt es noch die Prostituierte Stevie (Jennifer Jason Leigh), bei der er sich von Zeit zu Zeit entspannen kann. Als sich die bedrohlichen Zeichen in seinem Privatleben häufen, vermutet Trevor eine Verschwörung und nimmt den Kampf auf.

Kritik:
Hut ab vor Christian Bale! Sehr beeindruckend, wie er sich für diese Rolle zum Skelett heruntergehungert hat und in jeder Minute ausgebrannt und erbarmungswürdig rüberkommt. Seine Leistung ist wirklich sehr stark und empfiehlt ihn endgültig für Hollywoods erste Liga.

Der Rest des Films kann da leider nicht ganz mithalten. Denn nach diversen Psycho-Thrillern ähnlicher Couleur mit Halluzinationen des Protagonisten fehlt einfach das Überraschungsmoment, was solche Filme in die oberste Liga katapultieren kann.
Die schlussendliche Enthüllung ist nicht besonders schwer zu erahnen und das Ende dürfte für so manchen Zuschauer etwas unbefriedigend sein.

Mir gefiel die düstere Atmosphäre, die einem oft ein realistisches Gefühl vom Zustand der Hauptfigur vermittelt, die schon ein Jahr nicht mehr richtig geschlafen hat und immer nur kurz wegdöst und zunehmend desorientiert wirkt.
Neben dem hervorragenden Christian Bale gibt es eine tolle Vorstellung von Jennifer Jason Leigh zu sehen.

So ist The Maschinist ein gelungener Psycho-Thriller mit vielen tollen Bildkompositionen, dem allerdings zur Oberklasse des Genres noch die grossen Überraschungen im Grundkonzept fehlen.

Screenshots: Trevor Reznik (Christian Bale) kann nicht schlafen und magert immer mehr zum Skelett ab.


Die einzigen Freuden in seinem Leben sind die Prostituierte Stevie (Jennifer Jason Leigh)...


...und Gespräche mit der Nachtkellnerin des Flughafen-Cafés.


angeschaut am: 17.08.2007
Normale Wertung: 7 von 10 Punkten

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22 August 2007

 

Eyes of Crystal - Die Angst in deinen Augen - GB/ITA/ESP 2004

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Genre(s): Thriller / Horror
Laufzeit: ca. 107 Min.
Alterseinstufung: Keine Jugendfreigabe

Inhalt:
Einst ermordete man des Kommissaren Amaldis (Luigi Lo Cascio) Freundin, weshalb der Cop heute zu rabiaten Selbstjustizakten neigt. Jetzt sucht die Studentin Giuditta (Lucía Jiménez) Schutz in einer Stalking-Sache, und Amaldi verliebt sich erneut. Derweil treibt in der Stadt ein Serienmörder sein Unwesen, entwendet jungen Frauen mit fachkundiger Hand hier einen Fuß und dort einen Kopf, als ob er sich irgendwo eine neue Frau aus den Einzelteilen bauen wollte. Und Amaldi fürchtet zu Recht, dass sich das Schicksal wiederholen könnte.

Kritik:
Eine ziemliche Rarität stellt in diesen Tagen ein moderner Vertreter des Giallo-Genres dar, welches in den 70er und 80er Jahren seine Hochzeit hatte und gemeinsam mit der italienischen Filmindustrie darniederging.

Occhi di cristallo, wie der Film im Original heisst, besinnt sich auf die typischen Merkmale des Giallo: Ein psychisch-sexuell gestörter Mörder, dessen Identität bis zum Schluss unklar bleibt, schöne Frauen und visuelle Spielereien.
Von Anfang an herrscht eine düstere Atmosphäre, die manchmal zwar etwas gezwungen wirkt (warum macht nie mal jemand das Licht an?), die einen aber in ihren Bann zieht.

Geschickt wird die Mordserie mit der Romanze zwischen Kommissar und schöner Studentin verwoben. Der hübschen Lucía Jiménez ist es dann auch zu verdanken, dass man bis zum Schluss mitfiebert, ob sie heil aus der Sache rauskommen wird.
Die Spannung wird dabei durch neue Enthüllungen und Morde stets auf einem guten Level gehalten, und schlussendlich fügen sich alle Puzzleteilchen ineinander.

Zu kritisieren gibt es wenig, bis auf ein paar klischeehafte Elemente der Story. So gehört der Polizist zu der Sorte, die bevorzugt alleine ermitteln, anstatt vernünftigerweise Verstärkung anzufordern. Auch die Geschichte mit Amaldis Trauma wegen seiner ermordeten Freundin musste nicht unbedingt sein.

Alles in allem ein solide inszenierter, moderner Giallo, der Freunde des Genres sicher nicht enttäuschen dürfte.

Screenshots: Kommissar Amaldi (Luigi Lo Cascio).


Die schöne Studentin Giuditta (Lucía Jiménez).


Der Killer bastelt bevorzugt mit menschlichen Gliedmaßen...


angeschaut am: 22.07.2007
Normale Wertung: 7 von 10 Punkten

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11 September 2006

 

The Nun - ESP 2004

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Genre(s): Mystery / Thriller
Laufzeit: ca. 97 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
Evas Mutter ist verstorben. Bei einem Haushaltsunfall, glaubt die Polizei - durch die Hand einer aus Leitungswasser materialisierten Killernonne, glaubte Eva zu sehen. Nun stellt sich heraus, dass ihre Mutter einst in einer gestrengen spanischen Klosterschule unterrichtet wurde. Eva gedenkt, der Angelegenheit hinterher zu forschen. In Spanien stößt sie auf Mitschülerinnen ihrer Mutter, die sich seit neustem alle sehr unsicher fühlen. Mit gutem Grund, wie sich bald auf drastische Weise heraus stellt.

Kritik:
Im Stile eines klassischen Horrorfilms kommt The Nun daher. Der Geist einer Ermordeten dürstet viele Jahre später nach Rache und knöpft sich eine ehemalige Klosterschülerin nach der anderen vor.
Das ist über weite Strecken recht unterhaltsam in Szene gesetzt.

Schade fand ich, dass die Morde für Horror-Verhältnisse grösstenteils ziemlich zurückhaltend präsentiert wurden. Splatter-Elemente sind rar gesät. Hätte es davon mehr gegeben, dann hätte The Nun auch Potential zu einem richtig guten Horrorfilm gehabt.
Denn anstatt die Fun-Schiene, die mittels ironischer Kommentare der Protagonisten durchaus ab und zu aufblitzt, zu betonen, nimmt sich der Film leider etwas zu ernst.
So wird die Enthüllung der offensichtlichen Ursache des Spuks unnötig lange herausgezögert.

Insofern schleichen sich leider ein paar Längen ein. Dazu kommen die üblichen Dummheiten des Drehbuchs. So erfahren die Protagonisten z.B., dass sie alle genau auf dieselbe Weise wie ihre katholischen Heiligen-Namenspatrone sterben werden. Anstatt sich jedoch von kritischen Räumen fernzuhalten marschiert man ziemlich unverblümt ins Verderben.
Dazu kommt zum Ende eine wirklich überraschende Wendung, die im ersten Moment zwar gefällt, jedoch spätestens nach dem Abspann und der Analyse nicht mehr so recht zur vorherigen Handlung passen will. Storytechnisch bleibt also einiges holprig und unbeantwortet.

Dafür kann der Film mit einer ordentlichen Atmosphäre punkten, zu der vor allem die Animationen der Nonne beitragen, die sich stets aus Wasser materialisiert und dann ihren Opfern zu Leibe rückt. Die Optik ist einwandfrei gelungen.
Die schauspielerischen Leistungen gehen in Ordnung. Allerdings bleiben die Figuren, wie bei solchen Horrorfilmen typisch, sehr klischeehaft und austauschbar.

Kurzum: Für Genrefreunde sicher einen Blick wert. Ich empfehle ein paar Freunde und Bierchen dazu, um einige langatmige Stellen zu überbrücken, und ansonsten Spass an einem netten, altmodischen Horrorfilm haben.

Screenshots: Die "unzüchtigen" Klosterschülerinnen fallen...


...viele Jahre später der Reihe nach der Horror-Nonne zum Opfer.


Eva (Anita Briem, rechts) und ihre Freunde machen sich auf...


...den Morden auf den Grund zu gehen.


angeschaut am: 4.09.2006
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten
Promille-Wertung: 6 von 10 Punkten

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01 April 2006

 

Rojo Sangre - ESP 2004

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Genre(s): Horror
Laufzeit: ca. 85 Min.
Alterseinstufung: FSK 18

Inhalt:
Pablo Threnet (Jacinto Molina) durchlebt den Albtraum seines Lebens: Seine Tochter wurde ermordet. Zu allem Unglück geht auch noch seine Karriere als Schauspieler zu Ende, denn er ist alt und nicht mehr gefragt. Die neuen, jungen Regisseure wollen nun jüngere, frische Gesichter. Vollkommen am Boden zerstört, beschließt Pablo Rache zu nehmen. In der Verkleidung berühmter Charaktere, allesamt Mörder, die er in seinen Filmen spielte, macht er sich auf, um seinen blutigen Feldzug zu beginnen...

Kritik:
Paul Naschy, spanische Horrorlegende, spielt eine auf seinen Leib zugeschnittene Rolle - einen verbitterten Schauspieler, dessen Glanztage nie besonders zahlreich waren und inzwischen längst vorrüber sind.
Diese Hauptfigur ist auch das Problem des Films, denn sie ist sehr unsympathisch und man will sich nicht besonders um sie kümmern. Zudem kommt eine Story, die zu früh schon erkennen lässt, wer der geheimnisvolle Gönner ist, der dem Schauspieler für einen Abend 10.000 Euro zahlt. Diese hohe Summe für einen Arbeitslosen ist nur einer der Punkte, die jeden stutzig machen müssten.
Besser wäre es wohl gewesen, man hätte den hasserfüllten Mann seine Morde verüben lassen, ohne sich in Verschwörungsgeschichten um gefallene Engel zu verstricken.
Denn leider ist auch wenig Spannung enthalten, denn Threnet geniesst den Schutz der dunklen Mächte vor der Strafverfolgung und verfügt über gesteigerte Körperkraft. So konzentriert sich alles auf ein recht unbefriedigendes Ende.
Leider werden diese Mängel nicht durch entsprechende Sex- oder Splatterszenen ausgeglichen. Es geht bis auf einige Ansätze recht brav und FSK16 mässig zu.

Positiv hervorheben kann man sicher die gelungenen Szenerien im Bordell und in dem Verlies, wo Snuff-Filme gedreht werden. Letztere Sequenz ist hervorragend gelungen und hätte noch stärker in die Handlung eingebaut werden sollen, anstatt nur als mässige Motivation für weitere Morde zu dienen.
Naschy spielt seine Figur sehr glaubhaft und fies. Die anderen Darsteller bleiben im eingeschränkten Rahmen des Drehbuchs zurück.

Fazit: Ein Horrorfilm, der sich zu sehr verrennt. Eine Fokussierung wäre besser gewesen. Am ehesten noch für Fans von Paul Naschy zu empfehlen.

Screenshots: Threnet's geheimnisvoller Gönner und seine Assistentin.


Pablo Threnet (Jacinto Molina aka Paul Naschy) beim Dreh des Snuff-Films.


angeschaut am: 27.03.2006
Normale Wertung: 4 von 10 Punkten

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14 November 2005

 

Who Is Watching - Im Auge des Todes - ESP 2003

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Originaltitel: Más de mil cámaras velan por tu seguridad
Genre(s): Thriller / Horror
Laufzeit: ca. 109 Min.
Altersempfehlung: ab 12

Inhalt:
Als eine Gruppe von Studenten, unter ihnen Toni und Susana, eine geisterhaft verlassene U-Bahnstation betreten, sticht ihnen sofort das Schild „Mehr als 1000 Kameras garantieren für ihr Sicherheit“ ins Auge, doch ist das die sichere Realität oder fataler Zynismus? Sie haben das Gefühl, dass jemand ihre Schritte kontrolliert, sie beobachtet und ihre Grenzen in einer Art makabrem Spiel, dessen Beginn niemand von ihnen rekonstruieren kann und dessen Sinn nicht erkennbar ist, testet. Die Studentengruppe ist durch einen Anruf in den Zoo bestellt worden, doch alle Gehege sind leer. Surreale Ereignisse passieren und die Schlinge zieht sich immer enger um die Studenten.

Kritik:
Dieser Thriller aus Spanien setzt einmal mehr darauf eine Gruppe junger Leute fertigzumachen. Der Clou sind diesmal die erwähnten Kameras, die unser tägliches Leben überwachen und hier von geheimnisvollen Fremden mißbraucht werden.
Der Film hat leider riesige Logikfehler in seiner Handlung. Da wirkt vor allem nach der Auflösung am Schluss vieles konstruiert bzw. völlig unglaubwürdig. So zB eine U-Bahn-Station die in einem Moment belebt ist und im nächsten völlig verlassen.
Nichtsdestotrotz fand ich ihn ganz ok. Die mitwirkenden Babes sind alle sehr lecker und auch die Jungs machen ihre Sache gut. Sprich, die Beziehungen untereinander sind fast interessanter, als der Thriller-Teil.
Wer sich nicht daran stört, wenn Geschichten total konstruiert sind, um dann den Aha-Effekt auszulösen, der sollte einen Blick riskieren, alle anderen müssen nicht unbedingt.

Screenshots:




angeschaut am: 6.11.2005
Normale Wertung: 4 von 10 Punkten

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