10 Juli 2008

 

Medium (TV-Serie) - Season 3 - USA 2007

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Genre(s): Drama / Krimi / Mystery - Serie
Laufzeit: 22 Episoden á ca. 41 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
Allison Dubois (Patrica Arquette), Mutter von drei Kindern und verheiratet mit einem Raketenspezialisten, hat ganz besondere Fähigkeiten: Sie kann mit toten Menschen sprechen, in ihren Träumen in die Zukunft sehen und häufig die Gedanken anderer Menschen lesen.
Ihre Begabung stellt sie in den Dienst der Justiz. Als Mitarbeiterin des Bezirksstaatsanwalts kann sie ihre paranormalen Erfahrungen einbringen, um bei der Aufklärung bzw. Verhinderung von Verbrechen zu helfen.

Kritik:
Medium bietet den Fans der Serie auch in der dritten Staffel wieder solide Mystery-Unterhaltung rund um Allison Dubois und ihre Familie. Gerade die Mischung der teils düsteren Kriminalfälle mit dem Familienleben und der zunehmend stärker zutage tretenden medialen Begabung ihrer Töchter unterscheidet Medium deutlich positiv von anderen Serien.

Während man sich bei Allison mittlerweile an ihre ungewöhnlichen Träume und Visionen gewöhnt hat, sieht man doch an ihren Töchtern sehr gut, was für eine Belastung diese Gabe sein kann. Hier variieren die Autoren die Grundthematik auch sehr schön, so gibt es z.B. eine Folge, wo Bridget ihre Träume in Form von Zeichentrickfiguren empfängt (3x01). In einer anderen Folge erleben Ariel und ihre Mutter denselben Mordfall aus unterschiedlichen Blickpunkten (Mutter / Tochter) (3x07).

Die Qualität der Episoden ist dabei im Durchschnitt weiterhin recht gut. Für mich persönlich gab es eigentlich nur zwei Episoden, die ich als sehr langweilig empfunden habe.
Kritik möchte ich allerdings schon äussern, denn ein Grundelement vieler Folgen stösst mir mittlerweile doch etwas sauer auf. Nämlich Allison's impulsiver Drang jedem Traum sofort nachzugehen, obwohl nicht nur der Zuschauer, sondern auch sie mittlerweile zur Genüge weiss, dass sich viele Träume im Verlauf der Episode in eine ganz andere Richtung entwickeln, als zunächst gedacht bzw. zuächst nur Bruchstücke eines Falls zu erkennen sind.

Das ist wohl auch den Autoren bewusst. So erinnert sie ihr Ehemann in einer Folge eindringlich daran, doch nicht nach jedem Traum zu nachtschlafener Zeit ihren Verbindungsmann bei der Polizei wachzuklingeln, um ihm sehr vage Andeutungen zu übermitteln.
Dieses Element wirkt für ein erfahrenes Medium, die praktisch ihr ganzes Leben schon mit diesen Träumen leben muss, oft etwas unglaubwürdig.

Auch kann man sicher kritisieren, dass es manchmal nicht allzu schwer fällt, sich den "Clou" einiger Folgen schon sehr schnell zusammenzureimen. Als Beispiel nehme ich da mal die "Exorzist"-Episode (3x16), wo ich nach wenigen Minuten schon ahnte, was in Wirklichkeit vorgeht.

Natürlich gibt es auch wieder einige Episoden, die man als Highlights bezeichnen kann. Zuerst fällt einem natürlich das dreiteilige Staffelfinale ein, was sehr spannend gemacht ist und mit einem leichten Cliffhanger endet. Sehr gut gefiel mir auch die Episode, wo man Allison in einer zweiten Zeitebene als junges Mädchen sieht, die wiederum von ihrer Zukunft mit Mann und Kindern träumt (3x15).

Fazit: Medium bietet weiterhin recht abwechlsungsreiche und solide inszenierte Mystery-Unterhaltung. Auch wenn man sich mittlerweile als Zuschauer an so manche falsche Fährte gewöhnt hat, bleibt die Serie weiterhin bei meinen Favoriten, was zum einen an dem tollen Cast liegt und zum anderen an der ungewöhlich guten Mischung aus Krimi, Mystery und Familie.

Screenshots: Allison Dubois (Patrica Arquette) und der Staatsanwalt bei einer Anhörung.


Episode 3x07: Ein Mordfall aus Sicht von Mutter und Tochter.


Serien-Wertung: 7 von 10 Punkten

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02 Juli 2008

 

Masters of Horror S02E08 - Valerie on the Stairs - USA 2006

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Genre(s): Horror
Laufzeit: ca. 60 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung

Inhalt:
Nachwuchsschriftsteller Rob schreibt zwar viel, aber bis jetzt noch ohne Verleger. Da kommt ihm das Angebot des Highberger House gerade recht, wo er solange umsonst logieren kann, bis er eines seiner Werke veröffentlicht. Während Rob sich in seine Arbeit vertieft bemerkt er plötzlich die wunderschöne und mysteriöse Valerie, die ihn um Hilfe anfleht. Auf die Frau angesprochen reagieren sämtliche Mitbewohner des Hauses mit Verschlossenheit...

Kritik:
Für diese Episode nimmt Mick Garris, seines Zeichens der Schöpfer der Reihe Masters of Horror, nach dem schwachen Beitrag Chocolate aus Season 1 wieder selbst im Regiestuhl Platz.
Diesmal kann er sich dank einer Vorlage aus der Feder Clive Barkers und eines ordentlich-guten Casts steigern, doch wäre sicher mehr dringewesen.

Störend ist dabei vor allem der schleppende Beginn, wo fast eine halbe Stunde damit zugebracht wird, uns in die Geschichte einzuführen.
Ein echtes Highlight des Films ist Clare Grant als Valerie, die bei ihren Auftritten meistens nackt herumläuft und viel zur sexuell-aufgeladenen Stimmung dieser Episode beiträgt. Es braucht nicht viel Phantasie, um zu glauben, dass Rob sich für sie in höchste Gefahr begeben würde.

In der zweiten Hälfte gesellen sich dann zu der Nacktheit noch ein paar nette Splattereinlagen und Christopher Lloyd sowie Tony Todd können ihre sehenswerten Performances abliefern.
Richtig spannend wid es allerdings nie und auch der Schluss lässt doch einige Fragen offen.

Trotzdem stimmt die Atmosphäre dieser Episode. Somit kann ich über die Schwächen hinwegsehen und trotzdem 6 Punkte vergeben.

Screenshots: Valerie (Clare Grant) schlägt Rob sofort in ihren Bann.


Der Dämon (Tony Todd) bearbeitet ein Opfer.


Normale Wertung: 6 von 10 Punkten

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28 Juni 2008

 

Masters of Horror S02E13 - Dream Cruise - USA 2006

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Genre(s): Horror
Laufzeit: ca. 60 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
Seit er als Kind aus nächster Nähe seinem Bruder beim Ertrinken zusah, fühlt sich Jack im und am nassen Element nicht so recht wohl. Jetzt aber wird der in Tokio tätige Anwalt von seinem wichtigsten Klienten zur Jachtpartie eingeladen, und das sagt man nicht so einfach ab. Zumal sich Jack gerade eine Affäre mit der Frau eben dieses Klienten genehmigt. Leider stellt sich erst auf hoher See heraus, dass der Betrogene Bescheid weiß. Doch das ist beileibe nicht das einzige Problem für Jack, den Wasserscheuen.

Kritik:
Vorweg muss ich sagen, dass ich ein wenig verwirrt bin, ob der Tatsache, dass es von dieser Episode scheinbar noch eine lange Version mit 82 Minuten Laufzeit gibt.
Wo die Unterschiede zur regulären Version liegen, entzieht sich leider meiner Kenntnis, doch kann ich mir kaum vorstellen, dass dadurch die Episode merklich besser wird.

Denn hier werden äusserst einfallslos zum x-ten Mal die asiatischen Rachegeister auf den Plan gerufen. Langes schwarzes Haar, welches sich um die Schiffsschraube wickelt, ein fahler Junge (The Grudge), der aus der Meerestiefe grüsst und ein grün-fluoreszierender Abklatsch von Samara (The Ring) - das alles gab es schon oft in gelungenen Horrorfilmen zu sehen.

Hier kommt statt Gruselstimmung allerdings eher Langeweile auf und man bewegt sich auf einem schmalen Grat zu unfreiwilliger Komik. Wenn etwa Jack mit dem abgetrennten Unterarm des eifersüchtigen Klienten raufen muss, dann ist das keineswegs gruselig, sondern einfach nur peinlich.
Auch die Story um die rachsüchtige Ermordete ist völlig platt und gibt wenig Sinn.

Einzig positiv kann man die Makeup-Effekte der "Geister" vermerken, die ganz gut rüberkommen.
Ansonsten ist Dream Cruise als eine der schwächsten Episoden der gesamten Reihe einzustufen. Auch für Genrefans gilt: Muss man keinesfalls gesehen haben.

Screenshots: Schon beim gemeinsamen Essen sind die Spannungen kaum noch zu kontrollieren.


The Ring lässt grüssen.


Normale Wertung: 2 von 10 Punkten

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22 Juni 2008

 

Masters of Horror S02E07 - The Screwfly Solution - USA 2006

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Genre(s): Horror
Laufzeit: ca. 60 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung

Inhalt:
Wissenschaftler Alan kehrt gerade aus Südamerika zurück, wo er und Kollege Barney auf kreative Weise Insektenplagen bekämpften. Jetzt kommt ihm eine plötzliche, irrationale und irgendwie epidemische Welle massiver Gewalt von Männern gegen Frauen spanisch vor. Alan soll die Sache für das Militär bewerten, die Frau und die Tochter vorübergehend hinter Kasernenmauern ziehen. Dort sitzen die beiden, als die Entwicklung auch ihr Gebiet erreicht, zwischen lauter Männern bald bös in der Falle.

Kritik:
Nach Joe Dante's letztem MoH Beitrag Homecoming, der zugleich einen der Tiefpunkte der ersten Staffel markierte, steuert er mit The Screwfly Solution eine der besseren Episoden der (insgesamt schwächeren) zweiten Staffel bei.

Uns erwartet eine nette Variation der Zombie-Thematik. Der männliche Sextrieb wird manipuliert und führt fortan dazu, dass Männer auf Frauen insofern reagieren, dass sie sie ermorden wollen.
Das gibt mehr als genug Material, um die Episode zu füllen. Genauergesagt kommt vieles sogar zu kurz, während sich das Szenario allmählich in Richtung einer apokalyptischen Vision entwickelt. Eine der wenigen Episoden, die man gut auf Spielfilmlänge hätte ausdehnen können.

Dadurch wirkt die Handlung ein wenig abgehackt - ausserdem fehlt ein Übergang von der mehr schwarzhumorigen ersten Hälfte zur düsteren Vision vom Untergang der Menschheit in der zweiten Hälfte, die sich vor allem auf Kerry Norton als sympathische und attraktive Heldin konzentriert.

Ein guter Beitrag zu der Reihe, bei dem aber durchaus noch mehr dringewesen wäre.

Screenshots:
Darf in keinem guten Katastrophenszenario fehlen: Anhörung der Wissenschaftler vor Regierungsangehörigen.


Mutter (Kerry Norton) und Tochter lernen schiessen, um sich vor aggressiven Männern zu schützen.


Normale Wertung: 6 von 10 Punkten

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20 Juni 2008

 

Masters of Horror S02E12 - The Washingtonians - USA 2006

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Genre(s): Horror
Laufzeit: ca. 60 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung

Inhalt:
Die verschrobene alte Tante hat das Zeitliche gesegnet, weshalb Familie Franks aufs Land zur Beisetzung fährt und so nebenbei die von der alten Dame hinterlassene Villa in Augenschein nimmt. Dort findet sich im Rahmen hinter einem Portrait von George Washington, des ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten, eine scheinbar von eben diesem handschriftlich verfasste Notiz, die sich Kochrezept für jungfräuliche Mädchen entpuppt. Als die Franks mit dem Dokument das Licht der Öffentlichkeit suchen, ist für die Nachbarn Schluss mit lustig.

Kritik:
Die Grundidee von The Washingtonians, über eine gross angelegte Geschichtslüge, fand ich gar nicht so schlecht. Doch auch bei dieser Episode der MoH will das Timing nicht so recht stimmen. Viel zu lange dauert es, bis die Geschichte in Fahrt kommt und viel zu lange walzt man alles aus, um die 60 Minuten füllen zu können.

Zu keinem Zeitpunkt gelingt es, eine bedrohliche Atmosphäre aufzubauen. Stattdessen kommen einem die Washingtonians oft wie verschrobene Witzfiguren vor, bei denen es wie ein Wunder erscheint, dass sie nicht schon viel früher aufgeflogen sind.
Dazu passt dann auch das gehetzte Finale, was meiner Ansicht nach nicht besonders viel Sinn ergibt.
Es liegt auf der Hand, dass sich die Macher nicht entscheiden konnten, ob diese Episode mehr in Richtung Horror oder Comedy gehen sollte.

Passend hierzu auch der obligatorische "tastes like chicken" Kommentar eines Kannibalen und der extrem plumpe Epilog, wo es mal wieder einen Seitenhieb auf George W. Bush gibt.
Zusammenfassend leider ein gutes Beispiel dafür, warum die Masters of Horror in der zweiten Staffel deutlich abgebaut haben. Kein Totalausfall, aber eine zähe Episode.

Screenshots: Die Washingtonians begehren Einlass.


"Tastes like chicken."


Normale Wertung: 4 von 10 Punkten

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16 Juni 2008

 

Masters of Horror S02E10 - We All Scream for Ice Cream - USA 2006

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IMDB-Link zu dieser Episode
Genre(s): Horror
Laufzeit: ca. 60 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung

Inhalt:
Anlässlich des rätselhaften Todes eines gemeinsamen Freundes treffen 25 Jahre nach ihrer großen Zeit die Mitglieder einer dörflichen Jugendbande zusammen und fragen sich, was den Kumpel wohl dahinraffte. Als in den folgenden Tagen weitere Ehemalige das Zeitliche segnen, verdichtet sich der Verdacht, nach dem ein vor einem halben Jahrhundert bei einem Streich in Mitleidenschaft gezogener Eiscremeverkäufer sein Unwesen treibt und auf Rache sinnt. Mitbetroffen sind die Kinder der Kinder von damals.

Kritik:
Es gibt ja Leute, für die gehören Clowns zum Gruseligsten, was sie sich vorstellen können. Zu dieser Gruppe gehöre ich nicht, und Stephen King's Es konnte daran auch nichts ändern - genausowenig wie diese Episode der MoH.

Dabei ist die Nähe zu King'schen Storyelementen wie z.B. die Gruppe von Kindern, die ein traumatisches Erlebnis viele Jahre später wieder zusammenkommen lässt, und natürlich dem gruseligen Clown unübersehbar.
Doch gelingt es nie sowas wie Spannung aufkommen zu lassen. Der Clown schnappt sich einen nach dem anderen und verwandelt ihre Körper in Eiscreme, was sicher mal was Neues ist, aber in Sachen Gore doch ziemlich enttäuscht. Man geht in der Beziehung einfach mit einer gewissen Erwartungshaltung in eine Episode der MoH.

Am meisten Spass macht es noch William Forsythe als Clown zuzusehen, der schauspielerisch diese Episode beherrscht.
Trotzdem zieht sich die einstündige Handlung zäh dahin und auch die Auflösung reisst einen nicht vom Hocker.
Alles in allem eine enttäuschend langweilige Episode, die für mich zu den Tiefpunkten der Serie zählt.

Screenshots: William Forsythe als Clown.


Normale Wertung: 2 von 10 Punkten

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14 Juni 2008

 

Terminator: The Sarah Connor Chronicles (TV-Serie) - Season 1 - USA 2008

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Genre(s): SciFi / Action / Horror / Serie
Laufzeit: 9 Episoden á ca. 41 Min.
Altersempfehlung: FSK 16
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung

Inhalt:
Die Serie spielt nach den Ereignissen aus Terminator 2 und beginnt im Jahr 1999:
Sarah Connor (Lena Headey) und ihr Sohn John (Thomas Dekker) werden von den Behörden gesucht und verstecken sich mal hier, mal da. Nachdem sie wieder einmal an einen neuen Ort gezogen sind, werden sie aber von einem Terminator aufgespürt, der vom Computernetzwerk Skynet geschickt wurde, um John zu töten.
Allerdings wurde aus der Zukunft auch erneut ein Terminator geschickt, um die Connors zu beschützen. Diesmal in Form von John's hübscher Klassenkameradin Cameron (Summer Glau).
Gemeinsam entschliessen sie sich zur Flucht in die Zukunft. Im Jahr 2007 wollen sie verhindern, dass Skynet entstehen kann und 4 Jahre später die Apokalypse über die Menschheit bringt.
Doch das FBI und Skynet verfolgen ihre Spur...

Kritik:
An T:TSCC gibt es einiges zu kritisieren, aber eines hat perfekt geklappt: Das Timing der Ausstrahlung in den USA.
Dort startete die Serie nämlich mitten im Autorenstreik und war damit fast die einzige Serie, die zu dieser Zeit neue Episoden auf den Bildschirm brachte. Das, und natürlich das kultige Kino-Franchise, dürfte mit entscheidend dafür gewesen sein, dass der Pilotfilm eine sensationelle Einschaltquote erzielte.

Allerdings unterscheiden sich Pilot und Rest der Serie aber merklich voneinander. Denn während ersterer die altbekannte Geschichte um die zwei Terminatoren, der eine gut, der andere böse, die in John Connors Umfeld gelangen, neu erzählt und den Zuschauer vornehmlich an die anderen Schauspieler gewöhnen will, so sind die restlichen Episoden deutlich düsterer und dabei auch inhaltlich besser als der Pilot.

Die Serie hat erkennbare Schwächen: Das fängt beim Cast an. Dass man den Pilot-Terminator nicht mehr auftreten lässt ist gut so, denn der Kerl war furchtbar.
Lena Headey ist durchaus ok, auch wenn ihr die Toughness einer Linda Hamilton fehlt.
Warum man John Connor (Thomas Dekker) vom umtriebigen Problemkid zum intelligenten Weichei umgepolt hat, ist mir da schon eher ein Rätsel.

Am interessantesten ist mit Sicherheit Summer Glau als Terminatrix. Auch wenn ihre physischen Auseinandersetzungen mit anderen Terminatoren nicht so überzeugend sind, wie man das aus den Kinofilmen gewöhnt ist, so ist doch ihre weltfremde Art und die unterdrückte Erotik der "Maschine" unterhaltsam.

Abgesehen von den grundlegenden Problemen des Terminator-Universums mit der Zeitreise-Logik (warum schickt Skynet keinen Terminator in die Zeit vor Terminator 1 ?), wirkt die Serie in den ersten Folgen noch etwas planlos, wohin die Reise gehen soll. Man will zwar wieder einmal die Apokalypse aufhalten, doch wird das nur mässig rübergebracht. Auch wird sich wieder gerne mit völlig nutzlosen Handfeuerwaffen gegen die bösen Terminatoren zur Wehr gesetzt...

Die Serie ist dabei technisch einwandfrei produziert und in praktisch jeder Folge verwertet man bekannte Effekte aus der Filmreihe, so z.B. wenn Cameron's "Gehirn", ihre zentrale CPU, ausgebaut und an einen PC angeschlossen wird, um sich so besser in ein Computersystem zu hacken, oder wenn es kurze Einblicke in die Zukunft gibt - nach dem Armageddon.

Wie erwähnt fehlt mir bei den bisherigen 9 Episoden noch ein packender roter Faden. Praktisch erst in der Schlussfolge gibt man etwas Gas, was dann auch dringend nötig ist, denn zwischenzeitlich wirkt die Handlung unfokussiert und teilweise sogar recht langweilig.

Aber trotz alledem reicht der Zauber des Terminator-Franchise, um den Fan bei der Stange zu halten. Zudem traue ich der Serie ein gewisses Potential zu, dass sich hoffentlich in der zweiten Staffel zeigen wird, für die vom Sender FOX bereits grünes Licht gegeben wurde.
Denn auch wenn wir in den letzten Jahren mit tollen Serien verwöhnt wurden, die vom Start weg begeisterten, so muss man als Serienfan zugeben, dass viele 1. Staffeln schwach gestartet sind und nur Wegbereiter und Basis für packende spätere Seasons waren.

Screenshots: Terminatrix Cameron (Summer Glau) beschützt John (Thomas Dekker).


Später gesellt sich noch Brian Austin Green als Widerstandskämpfer aus der Zukunft zum Cast dazu.


Serien-Wertung: 7 von 10 Punkten

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06 Juni 2008

 

Das Kovak Labyrinth - ESP 2006

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Genre(s): Mystery / Thriller
Laufzeit: ca. 104 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
David Norton (Timothy Hutton) ist Romanautor und reist nach Mallorca zur Schriftstellerkonferenz, doch sein Aufenthalt wird von einer furchtbaren Todesserie überschattet. Seine Lebensgefährtin stürzt sich nach einem mysteriösen Telefonanruf von dem Hotelbalkon in den Tod. War es Selbstmord oder gezielter Mord? Auf der Suche nach Antworten muss David allmählich feststellen, dass die Spur direkt zu ihm führt. Gemeinsam mit Silvia (Lucía Jiménez), einer der Überlebenden, beginnt ein tödliches Katz- und Maus-Spiel...

Kritik:
Direkt zu Beginn des Films gibt es im Flugzeug eine Szene, die man nur als Referenz zu David Cronenberg Filmen wie z.B. eXistenZ deuten kann. David beobachet einen Mann, der durch eine Art Nabelschnur mit seinem Laptop verbunden ist. Das entpuppt sich zwar nur als Traum des SciFi-Autors, doch ist man als Zuschauer ab diesem Punkt vorbereitet, dass hier mehr als nur gewöhnliche Thrillerkost zu erwarten ist.

So zieht einen die Story schnell in ihren Bann und weiss für gut 60 Minuten zu faszinieren und eine ausweglos-bedrohliche Atmosphäre zu erschaffen. Man ist wirklich gespannt, was hinter allem steckt und von den Wendungen teilweise doch sehr überrascht.
Leider lässt der Film im Schlussdrittel dann spürbar nach. Die Geheimnisse sind gelüftet und das Finale lässt sich leicht vorhersehen.

Das Kovak Labyrinth ist trotzdem gut, aber hier wäre unter Umständen mehr dringewesen. Im Nachinein betrachtet wirkt vieles doch recht konstruiert und es fehlt beim Erzählfluss der manchmal etwas holprig daherkommt.

Dem Cast kann man dabei kaum einen Vorwurf machen. Timothy Hutton's Figur kommt etwas emotionslos daher, aber das dürfte auch so gewollt sein. Sehr gefreut hat mich das Wiedersehen mit Lucía Jiménez, die vor allem in "ihrem" Handlungsstrang überzeugen kann. Nicht unerwähnt bleiben darf auch David Kelly als greiser Wissenschaftler, dessen diabolische Rolle schauspielerisch am meisten hergibt.

Sehr loben muss man die technische Umsetzung. Die Kameraarbeit ist wirklich sehr gut gelungen und der Score ist exzellent. Da kann auch ein Hollywood-Blockbuster nicht mehr bieten.

Kurzum ein packender Mystery-Thriller, der statt auf Effekte lieber auf eine gute Geschichte setzt und nicht nur Genrefreunden gute Unterhaltung bietet.

Screenshots: David Norton (Timothy Hutton) lässt der Tod seiner Lebensgefährtin keine Ruhe.


Auch Silvia (Lucía Jiménez) trachtet man nach dem Leben.


Gemeinsam untersuchen die beiden die Vorfälle und...


...gelangen bald zu einem mysteriösen Wissenschaftler (David Kelly).


Normale Wertung: 7 von 10 Punkten

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02 Juni 2008

 

Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe - ITA/BRD 1970

Internationaler Titel: The Bird with the Crystal Plumage
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Genre(s): Krimi / Thriller
Laufzeit: ca. 90 Min. (ungeschnittene Version)
Altersempfehlung: FSK 16

Inhalt:
Der amerikanische Schriftsteller Sam Dalmas, der seit Jahren in Rom lebt, wird eines Abends Zeuge eines Mordversuches in einer Kunstgalerie. Ein Mann in schwarzem Mantel und schwarzen Handschuhen versucht, die Galeriebesitzerin Monica Ranieri umzubringen.
Dalmas versucht, der jungen Frau zu Hilfe zu kommen, gerät aber dabei selbst in eine Falle. Die Polizei verdächtigt Dalmas und nimmt ihm seinen Pass ab, um ihm die Rückreise nach Amerika unmöglich zu machen. Er ist gezwungen, an der Aufklärung des geheimnisvollen Falles mitzuwirken.
Es geschehen weitere mysteriöse Morde, denen immer junge, hübsche Frauen zum Opfer fallen. Dalmas und seine Freundin stellen sich freiwillig als Spürhunde zur Verfügung.

Kritik:
The Bird with the Crystal Plumage, wie der internationale Titel lautet, stellt Dario Argentos Regiedebüt dar. Und auch wenn seine spätere Kunstfertigkeit nur vereinzelt durchblitzt, so bringt er doch einen routinierten Giallo auf die Leinwand, der die genreüblichen Vorgaben erfüllt. Als da u.a. wären: ein bis zum Schluss unerkannter Mörder, der aus einem psychologischen Trauma heraus bervorzugt Frauen ermordet - und zwar mit Stich- bzw. Schneidwerkzeugen.

Was mir sehr gut gefällt ist das Set für den ersten Mord: eine Kunstgalerie, die mit ziemlich ungewöhnlichen Skulpturen bestückt ist. Auch sehr clever die Idee mit der Glastür, die den Helden einfängt und zum untätigen Zusehen verdammt.
Insgesamt ist die Atmosphäre recht ordentlich: Musik, Nebel und einsame Strassen sorgen für leichtes Unbehagen.

Als Schwachpunkt erweist sich aber das Drehbuch, dass immer wieder kleine Längen aufweist und neben einigen kleineren Ungereimtheiten leider den Schlusstwist nicht so richtig stimmig rüberbringt.
Auch der Gewaltanteil ist (trotz ungeschnittener Version) vergleichsweise niedrig - ein paar Morde mehr hätten da sicher nicht geschadet.

Von den schauspielerischen Leistungen fand ich Mario Adorf in einer eher unwichtigen Nebenrolle als durchgeknallten Maler ganz unterhaltsam. Dieser hält jede Menge Katzen... um sie zu essen!
Ansonsten bewegen sich die schauspielerischen Leistungen im Rahmen.
Wie immer optisch sehr ansprechend: die gezeigten Damen. Auch wenn Suzy Kendall's Konfrontation mit dem Killer leider gar nicht so gut ausfällt, wie bei Torso, sondern bedauerlicherweise klischeehaft hilflos.

Alles in allem ein netter Giallo, der trotz einiger Längen von Argento solide umgesetzt wurde und den Genrefreund auch heute noch unterhalten kann.

Screenshots: Zur Untätigkeit gezwungen, muss Sam Dalmas (Tony Musante) mitansehen...


...wie in einer Kunstgalerie ein Mordanschlag geschieht.


Der Polizei-"Computer" spuckt sogar eine "Phantomstatur" des Täters auf Endlos-Papier aus! (leider nur teilweise im Bild, deswegen kein Screenshot davon)


Der Killer fällt über ein weiteres Opfer her.


Auch Dalmas' Freundin Julia (Suzy Kendall) muss bald um ihr Leben fürchten.


Normale Wertung: 6 von 10 Punkten

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29 November 2006

 

Simple Lies - USA 2004

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Genre(s): Drama / Thriller
Laufzeit: ca. 83 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
Drei US-Kids fahren auf einen Wochenendtrip nach Mexiko, wo eine Technoparty das feierwütige Jungvolk aus Kalifornien lockt. Melissa ahnt nicht, dass ihr Freund Andrew in Geldschwierigkeiten steckt und den Ankauf einer größeren Pillenmenge für den heimischen Drogenmarkt plant.
Doch das Drogenschmuggeln, was Johnny, der Dritte im Bunde, bislang nur in kleinen Mengen gemacht, ist im großen Stil weitaus nervenaufreibender, als gedacht...

Kritik:
Bei Simple Lies überwiegt der Drama-Teil der Geschichte. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, die sich mit dem Thema Kids und Drogengeschäfte behandeln geht es hier eher realistisch zur Sache.
Ohne hier zuviel spoilern zu wollen kann man verraten, dass etwas grob schief läuft und sich von da an eine tragische Eskalation der Ereignisse ergibt.

Man fokussiert sich voll auf die Hauptpersonen, die einem dann auch ans Herz wachsen. Umso mehr kann man mitfühlen, wenn es bergab geht.
Colin Hanks, Eric Balfour (Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre) und Lauren German überzeugen in den Hauptrollen.

Leider fehlt es aber dem Script letztendlich an Originalität, um dem Film höhere Weihen zu ermöglichen. Es bleibt schlicht und einfach zu realistisch, was ich letztlich nicht so unterhaltsam fand. Das Ende ist dabei auch zu früh absehbar.
Aber das ist natürlich ein subjektiver Eindruck - wer gerne mal einen bitter-realistischen Dorgenfilm sehen will, der dürfte daran seine Freude haben.

Screenshots: Auf dem Weg zum Rave in Mexiko...


...machen die Jungs einen Abstecher zum Dealer.


angeschaut am: 22.11.2006
Normale Wertung: 5,5 von 10 Punkten

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25 September 2006

 

Unwiderstehlich - AUS 2006

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Genre(s): Thriller
Laufzeit: ca. 98 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
Eigentlich könnte das Leben von Sophie (Susan Sarandon) und ihrem Mann Craig (Sam Neill) und den zwei Töchtern nicht besser laufen. Er ist erfolgreicher Architekt und sie hat einen großen Auftrag als Illustratorin. Doch hat sie das Gefühl, dass ihre Umwelt sich gegen sie verschwört. Kinderspielsachen verschwinden spurlos, sie glaubt, ihr Mann habe eine Affäre mit seiner jungen Mitarbeiterin, die ihr auch noch einen Wespenschwarm in einem Geschenk unterjubelt. Selbst Craig zweifelt schließlich an der Zurechnungsfähigkeit seiner Frau.

Kritik:
Überraschend an diesem Psycho-Thriller ist vor allem die Besetzung. Zumindest Susan Sarandon sieht man für gewöhnlich in etwas anspruchsvolleren Filmen.
Denn was hier abgespult wird, ist der übliche Psycho-Thriller, in dem jemand in den Wahnsinn getrieben werden soll. Das gab's ja nun wirklich schon ziemlich oft.
Doch normalerweise sind solche Produktionen nicht so hochkarätig besetzt.

Der psychische Stress äussert sich anfänglich in einer Horrorfilm-mässigen Machart mit lauten Schockmomenten, die ich ziemlich billig finde und in einem solchen Film auch nicht für angebracht halte.
Was hier wirklich vor sich geht, dürfte für Genrefreunde nicht schwer zu erraten sein. Nach ungefähr 25 Minuten habe ich die Auflösung schon geahnt.

Die Story ist somit das Übliche, deshalb kommen wir gleich zu den Darstellern. Susan Sarandon kann überzeugen, wenn ihr auch das Drehbuch ein paar Ungereimtheiten aufdrückt. So landet sie z.B. auf der Suche nach ihrer Katze sehr weit weg von ihrer Nachbarschaft... aber ich will nicht spoilern.
Sam Neill hat spätestens seit Event Horizon eine unheimliche Ausstrahlung, die einen stets rästeln lässt, was für eine Rolle er in der Geschichte spielt. Emily Blunt's Rolle als Verführerin gibt schauspielerisch nicht soviel her.

Fazit: Ein Psycho-Thriller nach Schema F, wie wir schon so viele gesehen haben. Auch wenn der Schlusstwist ganz nett ist, so ist einzig die Besetzung ein guter Grund um sich den ansonsten durchschnittlichen Film auf TV-Niveau anzusehen, was auch an diversen unglaubwürdigen Konstruktionen seitens des Drehbuchs liegt.

Screenshots: Anfänglich ist bei Sophie (Susan Sarandon) alles prima, ...


..doch je mehr sich Mara (Emily Blunt) ...


...in ihr Leben drängt...


...desto verzweifelter wird ihre Lage.


angeschaut am: 22.09.2006
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten

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26 Juni 2006

 

Das Omen - USA 2006

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Genre(s): Horror / Thriller
Laufzeit: ca. 110 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
US-Botschafter Robert Thorn (Liev Schreiber) und seine Frau Katherine (Julia Stiles) kratzen sich am Kopf: Warum bloß sterben im Umkreis ihres reizenden Adoptivrackers Damien stets die Leute weg wie die Fliegen? Vielleicht ist ja doch etwas dran an dem hartnäckigen Gerücht, die leibliche Mutter des Knaben sei ein Schakal und der Vater der Teufel gewesen. Thorn recherchiert ein wenig nach und gerät ins Schwitzen.

Kritik:
Wenn Hollywood nichts einfällt, dann werden halt Remakes von erfolgreichen Filmen produziert. Dies geschieht in letzter Zeit öfter und nun hat es auch den Horror-Klassiker Das Omen von 1976 erwischt.

Wer das Original schon kennt, der tut sich mit Remakes meistens etwas schwer. Vor allem mit solchen, die sich stark an die Originalstory halten, was zwangsläufig mit Langeweile aufgrund der bekannten Handlung einhergeht. Idealerweise funktioniert ein Remake als eigenständiger Film, der sich vom Original abhebt und auch Kennern des Originals etwas neues bietet.
Insofern ist es natürlich von Vorteil, wenn man das Original gar nicht erst kennt, was ich allerdings von mir nicht behaupten kann.
Für mich zählt Das Omen von 1976 zu den Horrorklassikern überhaupt, mit einer vorbildlich gruseligen Atmosphäre, die auch nach 30 Jahren nichts eingebüsst hat.

Lange Rede, kurzer Sinn... ich komme natürlich nicht drum herum, die beiden Filme zu vergleichen und stelle fest, dass sich dieses Remake fast schon sklavisch an die Originalversion hält.
Nicht nur die Handlung, sondern auch ganze Dialoge und Kamerafahrten wurden 1:1 übernommen. Neu sind nur ein paar neumodische Schockeffekte, wenn die Zuschauer durch überlaute Soundeffekte aus ihren Sitzen gerissen werden sollen.
Das ist auch dringend nötig, denn dem Film gelingt es nie eine vergleichbar gruselige Atmosphäre, wie im Original, aufzubauen und durch die gleiche Handlung kam bei mir in der zweiten Hälfte dann auch ganz schön Langeweile auf.

Technisch ist der Film wirklich gut gemacht und auch prominent besetzt. Highlight ist sicher Mia Farrow als Kindermädchen, die 1967 in Rosemaries Baby noch selber von teuflischen Mächten bedroht wurde, und nun witzigerweise eine Erfüllungsgehilfin aus der Hölle ist.
Die anderen Schauspieler sind ok - Liev Schreiber und Julia Stiles als Eltern können allerdings auch nicht mit den Eltern aus dem Original mithalten.

So haken wir den Film dann ab als Remake, das eigentlich niemand gebraucht hat, da das Original auch heute noch gut funktioniert. Wie gesagt technisch gut gemacht, deswegen für alle einen Blick wert, die das Original nicht kennen. Alle anderen sollten sich den Kinobesuch sparen.
Meine Wertung berücksichtigt in diesem Fall, dass ich die Handlung kannte und mich doch stark gelangweilt habe, deswegen nur 4 Punkte.

Screenshots: Die jungen Eltern (Julia Stiles und Liev Schreiber)...


...von Damien, dem Sohn des Teufels.


Der Teufel schickt ein Kindermädchen (Mia Farrow), um ihn zu beschützen.


Gemeinsam mit dem Fotografen Jennings (David Thewlis) macht sich der Vater an die Recherche über seinen Adoptivsohn.


angeschaut am: 23.06.2006
Normale Wertung: 4 von 10 Punkten

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23 April 2006

 

Weiblich, ledig, jung sucht…2 - USA 2005

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Genre(s): Thriller
Laufzeit: ca. 88 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
Mit der besten Freundin findet PR-Agentin Holly Parker ihren Verlobten im Bett und könnte nun dringend eine neue Bleibe gebrauchen. Fündig wird sie bei der lieb wirkenden Tess, die gerne ihre Altbauwohnung mit ihr teilen und sofort ihre beste Freundin werden möchte. Daß mit Tess nicht alles koscher ist, dämmert Holly spätestens, als Tess beginnt, sich wie sie zu kleiden, zu schminken und ihre privaten Konflikte auszufechten. Als Tess wiederum Hollys wachsendes Misstrauen bemerkt, wandelt sich Freundschaft in nackten Hass.

Kritik:
Leider handelt es sich hier nicht wirklich um eine Fortsetzung zu Barbet Schroeder's Thriller aus 1992. Stattdessen ging es hier wohl um ein optimales Kosten/Nutzen-Verhältnis für die Produzenten.
So handelt es sich hier um ein billiges Remake des Originals. Das uninspirierte Drehbuch ist absolut vorhersehbar (vor allem natürlich, wenn man das Original kennt). Spannung? Fehlanzeige!
Die Figuren wirken sehr klischeehaft und unglaubwürdig. (unterstützt von grusligen Perücken)

Einzig positiv sind die hübschen Darstellerinnen, die sich vor allem anfangs auch ein wenig erotisch gebärden, aber passenderweise auch beim Sex nicht wirklich etwas von sich zeigen - der Film soll ja schliesslich im amerikanischen Fernsehen laufen dürfen. Ebenso niedrig ist auch Gewaltfaktor.
Die schauspielerischen Leistungen, wie der gesamte Film, bewegen sich dabei auf dem Niveau eines TV-Movies.
Besonders enttäuschend fand ich das schwache Finale in einem Hausflur. Auch ein (obligatorischer) Schlusstwist wirkt nur peinlich statt überraschend.

Fazit: Ein Remake das sich als Fortsetzung bezeichnet. Auch sonst wird man mit dem schönen Schein gelockt, ohne etwas zu bekommen.
Spart euch das Geld und eure wertvolle Zeit für vernünftigere Filme. 2,5 Punkte, die es hauptsächlich für die hübschen Darstellerinnen gibt, die wenigstens in Sachen Optik für diese Billigproduktion punkten können.

Screenshots: Holly Parker (Kristen Miller, rechts) und ihre...


...Kollegin Jan Lambert (Brooke Burns) liefern sich einen Zickenkrieg...


...um Beförderung und Holly's Freund.
(Mehr als hier gibt's übrigens nicht zu sehen).


Holly sucht für ihre neue Freundin Tess (Allison Lange) etwas zum Anziehen raus.


Die entpuppt sich nach kurzer Zeit als SM-Fan und Psycho-Bitch.


angeschaut am: 18.04.2006
Normale Wertung: 2,5 von 10 Punkten

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