11 Februar 2008
Irène - FRA 2002
OFDB-LinkGenre(s): Drama / Komödie / Liebe
Laufzeit: ca. 96 Min.
Alterseinstufung: FSK 12
Inhalt:
Mit ihren 30 Jahren befindet sich die in Paris lebende Irène (Cécile De France) auf dem emotionalen Tiefpunkt: Was nützen ihr schicke Wohnung und cooler Job, wenn sie beziehungstechnisch nur Flops landet? Die Typen sind entweder verheiratet, verlassen die Stadt oder entdecken urplötzlich ihre verschüttete Homosexualität. Einziger Mann in Irènes Leben ist der Handwerker François, der gerade ihre Wohnung renoviert und ihr gehörig auf die Nerven geht. Für Irène eindeutig ein Exemplar der Kategorie „Langweiler“. Fast zu spät bemerkt sie, dass François mehr kann, als nur Wände streichen...
Kritik:
Irène gehört leider zu der Sorte von Filmen, bei denen die Spannungskurve im Verlauf des Geschehens zunehmend absinkt. Anfänglich ist es noch ganz nett der Singlefrau Irène zuzusehen, wie sie mit ihrer leicht schrulligen Art mögliche Beziehungen verhindert. Doch spätestens wenn sie sich mit Handwerker François zofft und der das mit Engelsgeduld erträgt, ahnt man, wohin sich das Ganze entwickelt.
In das vorhersehbare Schema passt es dann auch, dass sie partout für einen Kollegen schwärmt, der angeblich in Tokio weilt und ihr deshalb eine Beziehung per Internet-Webcam anbietet. Diese komplette, überlange Webcam-Episode fand ich unheimlich lästig und letztlich unpassend.
Statt modern wirkt das Ganze nur peinlich und bietet einen aufgesetzten Gegensatz zum bodenständigen Handwerker François.
Letztlich ist es nur Hauptdarstellerin Cécile De France zu verdanken, dass der Film nicht völlig zur belanglos-uninspirierten Katastrophe mutiert. Sie schafft es nämlich ihre Attraktivität immer wieder mit einer schrullig-abweisenden Art zu verdecken und wirkt dadurch sehr glaubhaft.
Trotzdem ist Irène auch für Hardcore-Romantiker nichts, was man gesehen haben müsste.
Screenshots: Irène (Cécile De France) wäre auch gerne so verliebt, wie ihre Freundinnen.

Doch während sie verzweifelt sucht, übersieht sie die Möglichkeiten in ihrer Nähe...

Normale Wertung: 4 von 10 Punkten
24 August 2007
24 (TV-Serie) - Season 2 - USA 2002
OFDB-LinkGenre(s): Drama / Action/ Thriller / Serie
Laufzeit: 24 Episoden zu je ca. 42 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Ein dringender Anruf des US-Präsidenten ruft den beurlaubten CTU-Agenten Jack Bauer auf den Plan. Eine unvorstellbare Katastrophe droht: In den nächsten 24 Stunden soll in Los Angeles eine Atombombe explodieren. Jack versucht, sich in eine Gruppe von Terroristen einzuschleusen.
Kritik (spoilerfrei):
24 bleibt natürlich auch in der zweiten Staffel seinem Konzept treu, einen Tag im Leben des Jack Bauer quasi in Echtzeit zu zeigen. Mehr dazu auch in meinem Review zur ersten Staffel.
Diese Staffel schafft es das Konzept zu perfektionieren. Man hält sich nicht lange mit Vorgeplänkel auf, sondern steigt sofort in das actiongeladene Geschehen ein. Fast jede Episode endet dabei mit einer (unerwarteten) Wendung, die es schwer macht, die Serie zu unterbrechen. So eignet sich 24 perfekt, um von DVD genossen zu werden - nach dem eigenen Rhythmus.Da diesmal nicht nur Jack Bauer bzw. Präsident Palmer bedroht werden, wie in Staffel 1, sondern der Großraum Los Angeles einer Atombombe zum Opfer fallen soll, ist auch das Bedrohungsszenario noch einen Tick heftiger, als in der ersten Staffel.
Den Drehbuchautoren gelingt es sehr glaubwürdig das Szenario rüberzubringen (auch wenn sich Jack manchmal zu schnell erholt) und in jedem der Handlungsschauplätze Hochspannung zu erzeugen.
Neben dem gewohnt guten Stamm-Cast sind auch die Nebencharaktere toll besetzt und tragen ihren Teil dazu bei, dass ich Staffel 2 die Höchstwertung gebe.
Allen voran gefiel mir am besten Sarah Wynter als Kate Warner (siehe Screenshot rechts), die ihre Rolle sehr glaubwürdig rüberbringt. Aber auch ihre Filmschwester Laura Harris kann überzeugen und immer wieder gerne sieht man auch Michelle Forbes, diesmal als Beraterin des Präsidenten.
Alles in allem kann Staffel 2 die erste Staffel noch leicht übertreffen und stellt für mich in Sachen Hochspannung mit das Beste dar, was ich in einer Serie bisher gesehen habe.
Höchstwertung und uneingeschränkte Empfehlung von mir.
Screenshots: Die wichtigsten Cast-Mitglieder auf einen Blick.

Serien-Wertung: 10 von 10 Punkten
25 Juni 2007
Breakaway - Ein knallharter Coup - USA 2002
OFDB-LinkGenre(s): Action / Thriller
Laufzeit: ca. 87 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Eigentlich hatte sich Gangster Jimmy Scalzetti (Eric Roberts) aus dem Geschäft zurückgezogen. Um aber das Leben seines Sohnes zu retten, der an einer tödlichen Krankheit leidet, entscheidet er sich zu einem letzten großen Coup: Er will die gesamten Weihnachtseinnahmen des exklusivsten Einkaufcenters der Stadt 12 Millionen Dollar! Zu dumm nur, dass Ex-Cop Cornelius Morgan (Dean Cain) hier gerade seine schöne Frau Kate (Erika Eleniak) abholen will, als Scalzettis Killertruppe losschlägt. Allein und entschlossen stellt sich Morgan zum Kampf. Doch im gefährlichen Katz- und Maus-Spiel hat Scalzetti noch ein Ass im Ärmel: Er hat Kate als Geisel. Ein gnadenloses Duell beginnt.
Kritik:
Breakaway ist ein TV-Klon von Stirb Langsam. Statt Weihnachtsfeier im Bürogebäude gibt es den Weihnachts-Schlussverkauf im Kaufhaus, das von Gangstern ausgeraubt wird. Dean Cain spielt einen wegen übertriebener Härte suspendierten Cop, dessen Frau (Erika Eleniak) als Geisel genommen wird.
Die Action ist für TV-Verhältnisse ordentlich inszeniert und weiss vor allem innerhalb des Kaufhauses zu Gefallen. Bei den Shootouts und Kloppereien geht diverses Inventar lautstark zu Bruch, auch die Kameraführung mit kurzen Zeitlupensequenzen gefiel mir hier recht gut.
Leider lässt die Action zum Finale hin aber nach. Eine Verfolgungsjagd mit kleinen Buggies, die durch die Kanalisation (?) heizen wirkt unfreiwillig komisch. Auch ein kleiner Twist, der die fehlende Polizeiunterstützung erklärt, kommt nicht wirklich überraschend.
Eric Roberts muss nicht viel tun, um seine Rolle ordentlich rüberzubringen. Dean Cain fehlt etwas die Coolness für Rolle des toughen Cops. Erika Eleniak als seine Frau ist wie immer hübsch anzusehen, dient aber über weite Strecken nur als Love Interest, um die sich der Held sorgt.
Alles in allem bietet Breakaway recht solide Unterhaltung, die für TV-Verhältnisse gut gemacht ist. Für den Actionfreund, der grade keinen Blockbuster zur Hand hat, durchaus zu empfehlen.
Screenshots: Kate (Erika Eleniak) wird von den Gangstern als Geisel genommen.

Die Farbe der Kleidung ist schon fast wie beim Original McClane - Dean Cain als Cop Cornelius Morgan.

Auch die Konversationen zwischen Gangster und Cop über Walkie Talkie hat man bei Stirb Langsam kopiert. - Eric Roberts als Gangster Jimmy Scalzetti.

Mässige Verfolgungsjagd im Buggy durch irgendwelche Tunnel...

angeschaut am: 12.06.2007
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten
09 Mai 2007
Killing Me Softly - GB 2002
OFDB-LinkGenre(s): Erotik / Thriller
Laufzeit: ca. 96 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Die amerikanische Webdesignerin Alice (Heather Graham) lebt in London. Eigentlich könnte ihr Leben in bester Ordnung sein, wenn im Alltagstrott mit Job und liebem, aber langweiligem Freund nicht der gewisse Kick fehlen würde. Den erhält sie, als sie eines Tages über den geheimnisvollen, doch höchst attraktiven Adam (Joseph Fiennes) stolpert. Ohne lang zu zögern, lässt Alice ihr bisheriges Leben hinter sich und heiratet ihren "Beautiful Stranger". Der jedoch hat neben ein paar aufregenden auch ein paar weniger angenehme Geheimnisse in petto.
Kritik:
Vorweg ein paar einleitende Worte zum Genre der Erotik-Thriller. Die Highlights in diesem Bereich sind ja eher spärlich gesät. Denn allzu oft wird statt Erotik einfach nur auf nackte Haut gesetzt und der Thriller-Anteil bewegt sich in bewährten Gewässern. Innovationen findet man äusserst selten, was dazu führt, dass man nach Genuss einiger Genrevertreter immer wieder die gleichen Rezepte vorfindet.
So ging es mir letztendlich auch hier. Die Thrillerstory ist sehr dünn und der Schlusstwist bzw. Hintergrund der dunklen Geheimnisse lässt sich frühzeitig erahnen. Dass Alice zwar Hals über Kopf ihren unbekannten Traummann heiratet, danach aber bald schon anfängt hinter seinem Rücken über seine Vergangenheit zu ermitteln, ohne ihn jemals mal konkret zu fragen, scheint mir wenig schlüssig.
Erfreulicherweise wird das aber durch zahlreiche Sexszenen aufgelockert, wo wir Heather Grahams tolle Figur bewundern können. Aber auch die weiblichen Zuschauer kommen mit Joseph Fiennes nicht zu kurz.
Schauspielerisch sind beide allerdings zu sehr an ihre klischeehaften Figuren gebunden. So ist Fiennes entweder super-euphorisch oder eifersüchtig-böse. Auch Grahams Figur ist im Prinzip auf das naive, gutherzige Mädchen festgelegt.
Geht man mit niedriger Erwartungshaltung (die bei diesem Genre meistens angebracht ist) an den Film ran, so bekommt man durchschnittliche Unterhaltung, die sich auf bewährten Genrepfaden bewegt.
Wer allerdings Heather Graham nichts abgewinnen kann bzw. dem ganzen Genre, der sollte den Film lieber vermeiden.
Screenshots: Obwohl ihre Freundin ihr eindringlich von Adam abrät...

...gibt Alice (Heather Graham) sich ihm völlig hin.

Nachdem jedoch die anfängliche Leidenschaft abnimmt, stellen sich ihr immer mehr Fragen...

...über Adams Vergangenheit, die auch seine Schwester (Natascha McElhone) betreffen...

angeschaut am: 8.05.2007
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten
11 Januar 2007
Dark Blue - USA 2002
OFDB-LinkGenre(s): Krimi / Thriller / Action
Laufzeit: ca. 113 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
1991 am Vorabend der Rassenunruhen nach dem Rodney-King-Urteil. Sergeant Eldon Perry (Kurt Russell) kann es nicht fassen, dass seine Kollegen wegen Bagatellen angeklagt werden, hat aber momentan andere Sorgen mit seiner unzufriedenen Frau, den miesen Jobperspektiven und einem unreifen Juniorpartner (Scott Speedman). Der stellvertretende Chef des LAPD (Ving Rhames) möchte derweil das korrupte Geflecht rassistischer Seilschaften innerhalb der Polizei zerschneiden und könnte dazu einen aussagewilligen Cop gut gebrauchen....
Kritik:
Basierend auf einer Romanvorlage von James Ellroy geht es mal wieder um korrupte Cops, die nicht viel besser als die Verbrecher sind, die sie eigentlich bekämpfen sollen.
Dark Blue ist ein routinierter Thriller, der aber kaum echte Höhepunkte bieten kann. Dafür ist die Story teils zu überzogen (die korrupten Cops scheinen überhaupt keine Sorgen zu haben, dass sie mal erwischt werden; ebenso Kurt Russell's Geständnis-Ansprache) und letztendlich zu vorhersehbar. Schon früh kann man sich denken, dass der Neuling das Kartenhaus zum Einsturz bringen wird.
Darstellerisch weiss Kurt Russell nach langer Leinwandabstinenz zu überzeugen. Wirklich eine tolle Leistung. Der Rest des Casts ist ok, kann aber keine grossen Akzente setzen.
Die wenige Action ist ganz gut gemacht, aber der Krimi-Teil mit vielen Dialogen überwiegt doch.
Aus dem Background mit den Rodney-King-Unruhen hätte man hier mehr machen können.
Screenshots: Kurt Russell überzeugt als korrupter Cop.

Brendan Gleeson und Ving Rhames als Antagonisten im Polizeiapparat.

Das Rodney-King-Urteil löst schwere Ausschreitungen aus.

angeschaut am: 30.12.2006
Normale Wertung: 6 von 10 Punkten
06 Januar 2007
Whale Rider - NZL/BRD 2002
OFDB-LinkGenre(s): Drama / Familie
Laufzeit: ca. 101 Min.
Alterseinstufung: FSK 6
Inhalt:
Vor Jahrtausenden kam der Legende nach der Urahn der Whangara, eines Stammes vom Volke der Maori, auf dem Rücken eines Wales von Polynesien nach Neuseeland geritten. Seither gilt jeder Erstgeborene eines Häuptlings automatisch als Reinkarnation jenes mythischen Whaleriders - bis auf Paikea (Keisha Castle-Hughes), denn die ist ein Mädchen. Insbesondere ihr strenger Großvater Koro (Rawiri Paratene) weigert sich, die Kleine anzuerkennen. Paikea aber will sich nicht geschlagen geben und es den Machos zeigen...
Kritik:
Einerseits thematisiert der Film die Probleme der neuseeländischen Ureinwohner, die vergleichsweise arm leben und allmählich ihre Wurzeln vergessen. Dies versucht Stammeschef Koro zu verhindern. Obwohl seine Enkelin nichts lieber möchte, als ihn dabei zu unterstützen, wird sie von ihrem Großvater nicht respektiert, weil sie ein Mädchen ist. Dies ist die andere, familien- und frauenrechtsorientierte Komponente.
Leider gelingt es nicht die beiden Komponenten zu einer homogenen und spannenden Mischung zusammenzufügen. In beiden Bereichen bleibt der Film hinter den Möglichkeiten zurück. Die Story ist mässig spannend - zu früh ist der Verlauf absehbar.
Zum Schluss wird noch mal ordentlich auf die Tränendrüse gedrückt, was ich aber recht positiv fand. Da gibt es bewegende Momente.
Loben muss man natürlich die junge Hauptdarstellerin, wie überhaupt die grossenteils unbekannten Darsteller ihre Sache gut machen.
Alles in allem nette Unterhaltung mit etwas Anspruch. Allerdings nicht ganz der große Wurf.
Screenshots: Um ihren Großvater Koro (Rawiri Paratene) zu beindrucken...

...lässt sich Paikea (Keisha Castle-Hughes) von ihrem...

...Onkel heimlich in den Traditionen der Ureinwohner unterrichten.

angeschaut am: 19.12.2006
Normale Wertung: 7 von 10 Punkten
Labels: 2002, Rest der Welt
19 Dezember 2006
Jackass: The Movie - USA 2002
OFDB-LinkGenre(s): Dokumentation / Komödie / Trash
Laufzeit: ca. 88 Min. (Unrated Version)
Alterseinstufung: FSK 18
Bemerkung: englischsprachige Originalfassung
Inhalt:
Junge Menschen testen Selbstverteidigungswaffen an ihren Kumpels, rasen auf Einkaufswagen sitzend vereiste Steintreppen hinab, spielen Football mit (falschen) Babies oder stürzen sich in Fettsack-Kostümen auf Rollstühlen ins Verkehrsgewirr einer belebten Straßenkreuzung. Selbstmordversuche? Rinderwahnsinn? Der Untergang des Abendlandes? Nicht doch, es ist bloß Johnny Knoxville mit seiner lustigen "Jackass"-Bande. Was Zensoren ärgert, Bedenkenträger ängstigt und Medienwuffis zu Brandreden veranlasst, ist längst zum erfolgreichsten Showkonzept geworden, mit dem die ehemalige Clip-Abspielstation MTV je reüssierte.
Kritik:
Eine weitreichende Argumentation zum Für und Wider von Jackass spare ich mir an dieser Stelle. Ich gehe mal dasvon aus, dass die meisten die Sendungen von MTV kennen und sich deshalb ihre eigene Meinung gebildet haben. So wird es von vielen vehement abgelehnt, während andere sich über die Stunts amüsieren können.
Ich gehöre zur letzteren Gruppe. Wobei sich auch hier die Vorlieben aufteilen dürften. So finde ich manche Gags nicht wirklich witzig. Dazu zählen viele, die dritte Personen beinhalten. So z.B. der Convenience Store Joust, wo ein Laden verschrottet wird, oder das Rent-a-Car Crash-Up Derby. Zu offensichtlich ist es hier doch, dass die Crew im Nachhinein (oder schon vorher) für die Schäden aufkommt - sprich alles nur gestellt ist.
Gut gefallen mir wiederum die Stunts der Jungs. Sowas wie Rocket Skates, Roller Disco Truck oder Butt X-ray.
Der Härtegrad ist dabei natürlich auch vom Betrachter abhängig. So werden viele wohl Wasabi Snooters, wo Steve-O seine eigene Kotze isst, oder Yellow Snowcone, wo ein Eis mit Urin "gewürzt" und dann verzehrt wird, ziemlich übel finden.
Mit das krasseste fand ich die Paper Cuts. Immerhin ist das Schneiden mit Papier eine gebräuchliche Foltermethode, und jeder dürfte schon mal solch unangenehme Schnitte erlebt haben.
Eine wichtige Frage stellt sich noch: Ist der Film krasser als die Show?
Nun ja, auch das dürfte davon abhängen, was man für sich selbst als krass definiert. Es gibt auf jeden Fall zeimlich viel Kotze und Fäkalien zu sehen (die Unrated-Version ist hier noch nen Tick genauer).
Letztendlich zählt der Unterhaltungswert und den setze ich mal mit 6 Punkten an.
Alle Stunts auf einen Blick
Screenshots: Ich bin Schnappi, das kleine Krokodil...

...und das ist der große Bruder.

Ryan Dunn führt sich ein Spielzeugauto rektal ein.

Steve-O schnupft Wasabi und kotzt dem Japaner anschliessend das gute Sushi wieder auf den Teller.

Manchmal wirds auch den Kameraleuten zuviel des Guten.

angeschaut am: 15.12.2006
Unterhaltungswert: 6 von 10 Punkten
Labels: 2002, Originalsprache, USA
14 Dezember 2005
Haus der 1000 Leichen - USA 2002
OFDB-LinkGenre(s): Horror
Laufzeit: ca. 88 Min.
Alterseinstufung: FSK 18
Inhalt:
Zwei junge Paare auf der Suche nach dem ultimativen Kick reisen durch das amerikanische Hinterland, um der Legende vom Serienkiller Dr. Satan auf die Spur zu kommen. In einer gottverlassenen Kleinstadt treffen sie auf den geheimnisvollen Captain Spaulding, der den Teenagern auf einer Geisterbahnfahrt durch sein bizarres Kuriositätenkabinett der Grausamkeiten allerhand über Dr. Satan erzählt.
Wegen einer Autopanne auf ihrer Weiterfahrt suchen sie Hilfe in einem nahegelegenen Haus. Dort treffen sie auf eine Familie, die sich noch während des gemeinsamen Halloween-Mitternachtsgelages als ein mordlustiger Psychopathen-Clan entpuppt. Begleitet von der Musik des Regisseurs Rob Zombie erleben die Teenager brutal und erbarmunglos die Hölle auf Erden.
Kritik:
Gerüchteweise als der härteste Horrorfilm aller Zeiten geplant und dann vom Studio um über 40 Minuten gekürzt. Regisseur Rob Zombie, der Leadsänger der Gruppe White Zombie, hat sich auf jeden Fall mit diesem Film einen Traum erfüllt.
Dass er seine Erfahrung bisher aus Videoclips gesammelt hat, merkt man dem Film an, denn er ist mit vielen visuellen Effekten versehen, die nicht unbedingt immer passen.
Die Story ist eine Hommage an den Horror-Klassiker The Texas Chain Saw Massacre von 1974. Die Charaktere werden dabei nur sehr oberflächlich vorgestellt, konzentriert sich der Regisseur doch vor allem auf die Freaks der Familie Firefly und Umgebung. Und diese ausgefallenen Charaktere sind dann auch eindeutig das Beste am Film. Da wären zum einen B-Movie Ikone Karen Black als Mother Firefly sowie Sheri Moon als Baby Firefly als die weiblichen Mitglieder der Familie, die ihren männlichen Verwandten in Sachen Sadismus in Nichts nachstehen.
Vor allem Sheri Moon (siehe Screenshot rechts) macht eine tolle Figur und ist das heimliche Highlight des Films - kein Wunder dass Rob Zombie sein "Living Dead Girl" geheiratet hat.Ist der Film anfangs noch recht schwerfällig kommt er mit Verlauf der Handlung zunehmend in Fahrt. Bald kommen dann die Horrorfreunde auf ihre Kosten, wenn es zur Sache geht. Die gezeigten Splattereffekte sind dabei gar nicht besonders hart im Vergleich zu anderen Filmen, doch der gezeigte Sadismus ist doch übermässig heftig. Vor allem in Verbindung mit dem kruden Humor, der den Film durchzieht, kommt dabei eine derbe Mischung raus.
Erwähnenswert finde ich noch die Szene, als die Polizei der Familie auf die Schliche kommt. Die Szene ist komplett mit Musik unterlegt und scheint mir künstlerisch am besten im Film gelungen. Zombie zieht hierbei die Erschiessung des zweiten Polizisten fast schon unerträglich lange, was einem Zeit gibt das Geschehen zu reflektieren.
Zum Ende hin wird es immer ausgeflippter, was Zombie auffährt, bis er uns mit einem konventionellen Horrorfinale entlässt.
Was wirklich nervt sind manche visuellen Effekte (Verfremdungen und Einblendungen), die sinnlos erscheinen und den Film wie einen Drogentrip daherkommen lassen.
Bei einem Erstlingswerk ist das aber verständlich - und insgesamt hat Rob Zombie seine Sache auch recht gut gemacht.
Fazit: Sicher überhaupt kein Film für das Mainstream Publikum. Ich fand ihn persönlich beim ersten Mal ansehen nicht besonders, doch beim zweiten Mal mit ein wenig Alkohol intus machte er um einiges mehr Spass.
Erwartet eine Hommage an die Ur-Version von TCM - auf Drogen - und ihr seid richtig beraten.
Screenshots: Mother Firefly beäugt ein späteres Opfer...

...ebenso wie ihre Tochter.

Das Familienoberhaupt.

Rob Zombie und Crew beim Dreh.

angeschaut am: 8.12.2005 im KellerKino (insgesamt 2x gesehen)
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten
Promille-Wertung: 7 von 10 Punkten
09 November 2005
Red Skies - USA 2002
OFDB-LinkGenre(s): Action / Thriller
Laufzeit: ca. 77 Min.
Alterseinstufung: FSK 16
Inhalt:
Malcom Cross (Shawn Christian) und Riley (Kadeem Harrison) sind Partner bei einer Sondereinsatzgruppe des FBI. Nicht lange fragen, handeln – so könnte ihr Wahlspruch lauten. Die Erfolge sprechen für sie, auch wenn ihre Methoden nicht immer den Statuten entsprechen. Nach einem Einsatz, bei dem die zwei mal wieder alle Vorschriften und Vorgesetzten umgangen haben, werden sie, sozusagen als Strafe, der Einwanderungsbehörde zugeteilt. Vor der Küste liegt ein Frachter mit illegalen Einwanderern, der aufgebracht werden soll. Beim Einsatz wird jedoch schnell klar, dass nicht alle an Bord nur harmlose Flüchtlinge sind. Unter ihnen befinden sich auch zwei Undercover-Ermittler der Militärpolizei und ein Mitglied der chinesischen Mafia, Zhao Lo (Roger Yuan).
Zhao gelingt die Flucht vom Schiff, und dabei tötet er einen der Ermittler. Dessen Partnerin, Wu Wen Li (Vivian Wu), wird erst einmal vom FBI mitgenommen und soll das Land verlassen - der Einsatz war nicht abgesprochen. Doch Li, die schon seit Jahren hinter Zhao her ist, will nicht kampflos aufgeben, sondern den Tod ihres Partners rächen. Zhaos Pläne an der Westküste gehen weit über Menschenschmuggel hinaus. Er lässt die Flüchtlinge in Drogenfabriken für sich arbeiten und baut in den USA die Position der Triaden gezielt auf. Also, so finden Cross und Riley, sei dies keineswegs Sache von Li alleine, sondern auch Aufgabe des FBIs. Mehr oder weniger eigenmächtig beschließen Cross und Riley, ihr zu helfen – und stechen dabei in ein Wespennest, bei dem sie jede Hilfe gebrauchen können...
Kritik:
So inhaltsvoll, wie sich die Beschreibung liest, kommt einem der Film gar nicht vor. John Woo als Produzent hat hier einen Film abgeliefert, der offensichtlich als Pilotfilm für eine Fernsehserie dienen sollte, die dann aber nicht entstand.
Dabei setzte man voll auf das Konzept "Style over Substance" - soll heissen es gibt gute Kamerashots, fast permanente Musikbeschallung und Zeitlupenkämpfe - dafür aber eine superdünne Handlung und klischeehafte Charaktere.
Beispiele für die Unglaubwürdigkeit sind z.B. der Vorgesetzte, der plötzlich chinesisch spricht oder der Fahnder mit dem fotografischen Gedächtnis, der früher als Profiler gearbeitet hat. Hier wäre weniger mehr gewesen. Das wirkt übertrieben.
Einzig das Konzept einer chinesischen Militärpolizistin, die in USA ihren Dienst tut und dabei gerne mit den Amis stichelt, fand ich interessant.
Den Rest hat man schon Minuten später vergessen.
Screenshot: Malcom Cross (Shawn Christian) und Wu Wen Li (Vivian Wu).

angeschaut am: 6.11.2005
Normale Wertung: 3 von 10 Punkten
22 August 2005
2LDK - 2 Zimmer, Küche, Bad - JAP 2002
Inhalt:Eine Wohnung - 2 Zimmer, Küche, Bad - und zwei junge Schauspielerinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber für die gleiche Rolle vorsprechen: Das sind die Rahmenbedingungen, unter denen Nozomi, die gerade aus Ihrer Kleinstadt nach Tokyo gezogen ist, und die chaotische Lana, die versucht ihre Pornovergangenheit ungeschehen zu machen, zum ersten mal aufeinander treffen. Nach anfänglichen Begrüßungs- und Höflichkeitsfloskeln beginnen die beiden bald erste Feindseligkeiten auszutauschen. Streitigkeiten über den Inhalt des Kühlschranks eskalieren schnell in einem brutalen Cat Fight...
Kritik:
Mal wieder so ein Film, der nur aus Japan stammen kann. Anfänglich wirkt alles sehr ruhig, wenn die beiden Frauen ihre erzwungene WG durchziehen. Doch bei den Gesprächen lässt uns der Regisseur die Gedanken der beiden hören und der Hass aufeinander wird sichtbar. Dies bleibt zuerst alles unter der Oberfläche, doch als es kurze Zeit später die ersten Konflikte über das Zusammenleben gibt ("Du hast von meinen Sachen genascht...") eskaliert in der zweiten Hälfte des Films die unterschwellige Aggression. Die beiden tragen einen Zickenkrieg aus, bei dem sie alles aufbieten, was sich in der Wohnung finden lässt. Praktischerweise z.B. eine elektr. Kettensäge, Samurai-Ausrüstung oder auch der Toilettenreiniger.
Der Film ist ein Beitrag zum "Duel Project" der Regisseure Yukihiko Tsutsumi und Ryuhei Kitamura. Der 2.Film heisst Aragami und wird demnächst hier besprochen.
Kurzweiliger (75 Min.) Zickenkrieg der derberen Art.
angeschaut am: 22.8.2005
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten
Promille Wertung: 7 von 10 Punkten
