05 April 2008

 

Das Geheimnis von Green Lake - USA 2003

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Genre(s): Drama
Laufzeit: ca. 112 Min.
Alterseinstufung: FSK 6

Inhalt:
Basierend auf dem preisgekrönten Buch "Löcher" von Louis Sachar erzählt „Das Geheimnis von Green Lake“ die Geschichte des jungen Stanley Yelnats (Shia LaBeouf), der aufgrund eines Diebstahls, den er nicht begangen hat, in das Jugendstraflager Green Lake geschickt wird. Dieses Schicksal geht angeblich auch auf einen alten Familienfluch zurück, der schon Generationen vor ihm Unglück beschert hat.
Noch ahnt Stanley nicht, dass ihm das Abenteuer seines Lebens bevorsteht. Mit seinen Gefährten Torpedo, Deo, ZigZag, Magnet, Durchblick und Zero besteht seine Hauptaufgabe darin, Löcher in den Boden zu graben. Das soll den Charakter bilden, zumindest sehen das der „Boss“(Sigourney Weaver) und ihre rechte Hand Mr. Sir (Jon Voight) so.
Aber schon bald wird Stanley klar, dass die anscheinend sinnlose Buddelei sehr wohl einem ganz bestimmten Zweck dient. Und der hängt eng mit der Vergangenheit von „Green Lake“ zusammen und mit einer Banditin namens „Kissing Kate“ (Patricia Arquette)...

Kritik:
Transformers und Disturbia haben mich zum Shia LaBeouf-Fan gemacht, weswegen jetzt mal ein Frühwerk von ihm auf dem Programm stand...
Nein, ist natürlich komplett gelogen. ;-)

Mich interessierte dann doch eher der restliche Cast dieses Kinderfilms, bestehend aus Sigourney Weaver, Patricia Arquette und Jon Voight. Die letzteren beiden liefern eine prima Vorstellung ab, während Sigourney Weaver für ihre Rolle als beinharte Boot-Camp-Leiterin einfach zu nett rüberkommt.

Wobei man das dem gesamten Film unterstellen kann. Früher durfte es in Kinderfilmen doch noch etwas grausamer zugehen. Die Härte bleibt hier etwas im Verborgenen, auch wenn es zum Schluss um Leben und Tod geht.

Die Story selber war dabei zweigeteilt zwischen dem typischen Kinderfilm-Material über Freundschaft, Familie und Selbstbewusstsein, sowie einem eher an Erwachsene ausgerichteten Teil über Rassismus und Rache, der in Rückblicken präsentiert wird.
Da dieser Teil die Kleinen doch etwas überfordern dürfte, sollte man die Altersfreigabe nicht als Massstab nehmen, für wen der Film wirklich geeignet ist - 10 Jahre sollten es schon sein.

Mir gefiel dann auch der Teil der Geschichte um Kissing Kate am besten, bietet er nicht nur eine toll aufspielende Patricia Arquette, sondern auch schöne Bilder aus dem wilden Westen.
Ansonsten hätte man sich vielleicht lieber etwas kürzer fassen sollen, denn so weist der Film doch einige Längen auf.
Mit den jungen Darstellern kann man durchaus zufrieden sein, einzig Hauptdarsteller Shia LaBeouf fand ich nicht allzu überzeugend.

Insgesamt ein solider Kinderfilm, den man auch Erwachsener ertragen kann...

Screenshots: Lager-Kumpels: Zero und Stanley (Shia LaBeouf).


Boss (Sigourney Weaver) und ihre rechte Hand Mr. Sir (Jon Voight).


Normale Wertung: 5 von 10 Punkten

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08 Februar 2008

 

Achtung, Fertig, Charlie! - SWI 2003

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Genre(s): Komödie
Laufzeit: ca. 87 Min.
Alterseinstufung: FSK 12

Inhalt:
Gerade in dem Moment, als Antonio Carrera seiner Braut das Ja-Wort geben will, tauchen zwei Militärpolizisten auf und führen ihn ab in die nächste Kaserne. Der Grund: Antonio ist seinem Marschbefehl nicht nachgekommen und jetzt ist erst einmal Drill angesagt. Doch der Rekrut wider Willen entwickelt schnell einen Plan, um hier wieder herauszukommen. Wenn Antonio nämlich die hübsche Tochter des cholerischen Kommandanten verführen könnte, dann stünde einer unehrenhaften Entlassung wohl sicher nichts mehr im Wege.

Kritik:
Nach Breakout schon mein zweiter Film aus der Schweiz und vom dortigen Erfolgsregisseur Mike Eschmann. Allerdings sind in dieser Komödie aus 2003 die Schwächen noch etwas deutlicher sichtbar als bei Breakout (2007).

Am schwerwiegendsten ist dabei das äusserst schwache Drehbuch. Vieles wirkt unheimlich konstruiert und unglaubwürdig. So z.B. wenn Antonio vom Traualtar weggezerrt wird, der komplette Verführungsplan oder die Mafia-Einlage zum Schluss. Die amerikanischen Vorbilder werden leider nur unzureichend kopiert. Gags sind Mangelware und wenn man einer kommt, dann ist es meist ein Rohrkrepierer, wie man beim Militär wohl sagen würde. Auch in Sachen "Gross-Out" passiert nicht allzuviel. Sex mit einer Gummipuppe - ansonsten geht es sehr züchtig zu...

Einziger Lichtblick ist wieder mal die schnuckelige Melanie Winiger, die nicht nur optisch die Sympathien auf sich zieht, sondern auch ihre Rolle am natürlichsten rüberbringt. Die anderen Hauptdarsteller versagen da leider und wirken aufgesetzt und unsympathisch.
Ähnlich wie bei Breakout setzt man hier auch wieder auf Klischeefiguren vom Reissbrett.

Trotz sehr kurzer Laufzeit von 87 Minuten schleicht sich Langeweile ein.
Letzendlich hätte man aus der Mischung Militär & Liebe weit mehr herausholen können.
Somit eine Komödie, die nur für Fans von Melanie Winiger von gewissen Interesse sein mag.

Screenshots: Direkt vom Traualtar wird Antonio geholt und gedrillt.


Rekrut Bluntschi (Melanie Winiger) träumt von einer Karriere als Soldatin.


Normale Wertung: 3 von 10 Punkten

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17 Januar 2008

 

Der Fluch von Darkness Falls - USA 2003

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Genre(s): Horror / Thriller
Laufzeit: ca. 82 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
Als Kind daheim im Dörfchen Darkness Falls musste Kyle (Chaney Kley) mitansehen, wie die Zahnfee aus der gleichnamigen Legende höchst horrible Gestalt annahm und seine Mutter umbrachte - was ihm natürlich kein Mensch glaubte. Nun ereilt ihn an seinem neuen Wohnort in Las Vegas der Anruf einer besorgten Schulfreundin aus der alten Heimat, deren verstörtes Kind von ähnlichen Beobachtungen berichtet wie seinerzeit Kyle. Der sieht nun ein, dass er sich dem Schrecken der Vergangenheit stellen muss.

Kritik:
Darkness Falls gehört zu der Kategorie von Filmen, bei denen ich mich eine Woche später kaum noch erinnern kann, um was es eigentlich ging.
Lieblos klaut man sich aus verschiedenen Horrorfilmen einige Elemente zusammen und verbindet sie mit einem extrem löchrigen Plot.
Für Grusel muss dann viel Dunkelheit und ein mässiger CGI-Geist sorgen.

Am ärgerlichsten fand ich dabei den Plot, der viele wichtige Fragen unbeantwortet lässt und stattdessen ein Kaninchen nach dem anderen aus dem Hut zaubert. Da fragt man sich, warum die Zahnfee zuerst ziemlich wählerisch mit ihren Opfern zu sein scheint, um dann im Verlauf des Films etliche Unbeteiligte (darunter ein komplettes Polizeirevier, wie in Jeepers Creepers) zu meucheln und auch unerklärlicherweise plötzlich den Strom abstellen kann.
Unfreiwillig komisch wird es dann, wenn in einem Krankenhaus von einem spärlich beleuchteten Treppenabschnitt zum nächsten gesprungen wird, um nur ja nicht in die Dunkelheit zu kommen und die Zahnfee dabei trotzdem einen Nebendarsteller nach dem anderen aus der Luft fischt.

So quält man sich dem Finale entgegen, dass dann in dieselbe Kerbe schlägt.
Man bleibt enttäuscht und fragt sich, warum Kyle, der sich angeblich ja schon jahrelang gegen die Zahnfee wehren muss, nicht schon früher mal auf die simple Methode gekommen ist, um sie auszuschalten.

Ein paar Gnadenpunkte gibts für die Produktion, die abgesehen vom Drehbuch ganz ordentlich geraten ist.
Fazit: Einfalls- und liebloser Billig-Horror, der weder genug Grusel noch Trash bietet, um auch nur annähernd zu unterhalten. Für Genrefreunde völlig uninteressant und auch sehr schreckhafte Naturen dürften sich eher langweilen.

Screenshots: Gott schütze uns vor diesem Film!


Normale Wertung: 2 von 10 Punkten

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23 Oktober 2007

 

Memories of Murder - SKOR 2003

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Genre(s): Drama / Krimi
Laufzeit: ca. 130 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
In den 80ern Jahren kommt der akademisch gebildete Cop Seo Tae-Yoon von Seoul in die koreanische Provinz, um die örtliche Polizei in einem Serienkillerfall zu unterstützen. Schnell fällt ihm auf, dass der Dorfdepp, auf den sich die Ermittlungen bislang bequemerweise konzentrierten, gar nicht der Täter sein kann, auch enttarnt er Vorgehensweisen als fragwürdig und ineffektiv, was nicht jeder neue Kollege gerne hört. Doch auch Seo Tae-Yoon kommt trotz fortschrittlicher Methoden und neuer Erkenntnisse kaum weiter.

Kritik:
Nach vielen positiven Reviews im Netz waren meine Erwartungen an Memories of Murder recht hoch. Vielleicht liegt es auch mit daran, dass mich der Film letztlich enttäuschte.

Denn anstatt eines spannenden Krimis, der auf einer wahren Serie von Morden beruht gibt es eine langgezogene und streckenweise schlicht langweilige Mischung aus Krimi, derber Komödie und Sozialstudie.
Die Ermittlungsmethoden der koreanischen Polizisten sind dabei fast schon als mittelalterlich anzusehen, wenn man unliebsame Gestalten einfach so lange verhört/foltert, bis sie alles gestehen, was von ihnen verlangt wird.

Auf der Strecke bleibt bei dieser "Polizeiarbeit" und bei dem derben Humor, der sich vor allem in ständigen Prügeleien äussert, was leider in vielen koreanischen Filmen zu finden ist, die Ernsthaftigkeit der zugrundeliegenden Mordserie.
Zu keinem Zeitpunkt ist man als Zuschauer betroffen bzw. an der Aufklärung interessiert, da die Morde sich dem drumherum schlicht unterordnen müssen.

Dafür gibt es in aller Breite das Aufeinandertreffen zweier völlig unterschiedlicher Polizisten zu sehen, was zwar schauspielerisch durchaus lobenswert ist, aber mich von der Aussage nicht unbedingt überzeugen konnte. Der Studierte versucht dabei seine eher trotteligen Provinzkollegen von den Vorzügen einer logischen Herangehensweise an die Verbrechen zu überzeugen, macht aber nur langsam Fortschritte, um schlussendlich fast doch deren Verhaltensweise zu übernehmen.

Um es abzukürzen: Mir war Memories of Murder zu lang und zu wenig spannend. Liegt sicher auch daran, dass ich mir ein Krimi-Highlight erhoffte. Stattdessen gibt es ein unbefriedigendes offenes Ende und einen tiefen Einblick in die wenig erbaulichen Verhältnisse im Korea der 80er Jahre.
Wer allerdings weniger an dem Krimi, als vielmehr an einem Porträt der ermittelnden Polizisten und der Stimmung im Korea der 80er Jahre interessiert ist, der dürfte an dem Film mehr Freude haben.

Screenshots: Die Polizisten besichtigen einen Tatort.


Man versucht den Dorftrottel daon zu überzeugen seine Schuld zu gestehen.


Die Polizisten sind sich untereinander nicht grün...


angeschaut am: 20.10.2007
Normale Wertung: 5 von 10 Punkten

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01 September 2007

 

24 (TV-Serie) - Season 3 - USA 2003

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Genre(s): Drama / Action/ Thriller / Serie
Laufzeit: 24 Episoden zu je ca. 42 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
Drei Jahre sind vergangen, seit CTU-Agent Jack Bauer einen Terroranschlag vereitelte, der die Vereinigten Staaten in den Krieg stürzen sollte (Staffel 2). Jetzt ist er wieder in L.A., nachdem er nach sechs Monaten Undercover-Arbeit den Drogenbaron Ramon Salazar dingfest machen konnte. Doch da bekommt das FBI einen Drohanruf, demnach ein tödlicher Virus in Los Angeles freigesetzt wird, wenn Salazar nicht innerhalb von sechs Stunden aus dem Gefängnis entlassen wird. Als sich die CTU fieberhaft daran macht, den Virus aufzuspüren, wird Jack klar, dass es nur eine Möglichkeit gibt, weitere Forderungen der Terroristen abzublocken: Er muss die Herkunft des Virus ermitteln - indem er Salazar selbst aus dem Gefängnis befreit...

Kritik (SPOILER sind gekennzeichnet):
Wer mit dem Konzept der Serie noch nicht vertraut ist, dem empfehle ich zunächst meine Kritik zu Staffel 1.

Die grundlegenden Stärken der Serie sind auch in Staffel 3 noch voll da. Das hohe Tempo und die Wendungen am Ende fast jeder Folge sorgen für Spannung, genau wie das bedrohliche Terrorszenario.
Leider machen sich inzwischen aber erste Abnutzungserscheinungen bemerkbar. So kann man den Autoren schon vorwerfen, dass man zu stark am Konzept der Vorgänger-Staffeln klebt.

Dadurch sind einerseits manche Wendungen nicht mehr so wirklich überraschend (man rechnet aber inzwischen sowieso mit allem) und andererseits haben mich manche Storyelemente mittlerweile etwas gestört.
Das wäre zum einen die extrem schlechte Atmosphäre im CTU-Büro, wo es scheinbar zum guten Ton gehört, seine Kollegen ständig vor dem Chef schlecht zu machen und andererseits jeder sein eigenes Süppchen kocht.
Zum anderen ist das die Storyline um Präsident Palmer, die wenig mit der Terrorbedrohung zu tun hat und mir ziemlich aufgesetzt vorkam, als wollte man Serien-Zeit schinden.

Dazu kommen einige logische Fehler, die bei Kleinigkeiten anfangen, die den zeitlichen Ablauf betreffen, bis hin zu grösseren Ungereimtheiten.
SPOILER ANFANG
Da wäre zum einen Jacks Drogenentzug, der in den ersten Folgen noch stärker thematisiert wird, dann aber keinen Einfluss mehr auf seine Fitness zu haben scheint, obwohl nur wenige Stunden vergangen sind. Zum anderen die Sache mit Michelle im virenverseuchten Hotel. Anstatt ihre Nicht-Ansteckung mit Immunität zu erklären, hätte man sich ruhig etwas besseres einfallen lassen können - schliesslich ist das Virus für jeden anderen hochansteckend, und sie hat ständig mit Erkrankten zu tun.
SPOILER ANFANG

Nichtsdestotrotz ist das Niveau der Serie weiterhin hoch - Produktion, Schauspieler, Soundtrack passen rundherum.
Somit fällt Staffel 3 zwar gegenüber den Vorgängern etwas ab, ist aber trotzdem noch unbedingt empfehlenswert.

Screenshots: Die wichtigsten Cast-Mitglieder dieser Staffel auf einen Blick.


Serien-Wertung: 8 von 10 Punkten

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28 Juli 2007

 

Body Snatch - Schatten der Vergangenheit - FRA 2003

Originaltitel: Corps à corps
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Genre(s): Drama / Thriller / Horror
Laufzeit: ca. 96 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
Stripperin Laura (Emmanuelle Seigner) möchte aus dem Gewerbe aussteigen. Wie passend, dass der reiche Landschaftsarchitekt Marco sich in sie verliebt. Doch nach ihrem letzten Abend im Stripclub hat sie einen schweren Verkehrsunfall, dem ein sechsmonatiges Koma folgt.
Doch zum Glück ist Marco trotz ihrer Taubheit und flächendeckenden Narben auch danach noch für sie da, man zeugt einen Sohn und lebt sechs Jahre ungetrübtes Familienleben. Dann eines Tages stößt Laura auf Hinweise, die sie an ihrer und der Identität ihres Traummannes zweifeln lassen.

Kritik:
Nach einem guten Anfang folgt im Mittelteil eine verwirrende Odyssee von Laura, bis schlussendlich einigermassen Klarheit herrscht, was denn nun in der Vergangenheit passiert ist. Leider nervt diese Odyssee, wo Laure nur auf Ablehnung stösst. So fand ich es schon ziemlich unrealistisch, wie herablassend die Frau auf einer Polizeiwache behandelt wurde, nur weil sie früher im Rotlichtmilieu gearbeitet hat.

Die Auflösung ist zwar ziemlich schockierend, jedoch geht sie auf Kosten der Logik. Wenn man schon so eine Story zusammenkonstruiert, dann sollte man die vielen Logiklöcher stopfen.
SPOILER Anfang
So passt z.B. das Alter des Mädchens, welches im Nebenhaus im künstlichen Koma gehalten wird überhaupt nicht zu dem Alter des Sohns. Logisch gesehen müsste sie viel älter sein, denn Marco hat ihren Stiefbruder ja erst nach ihrem schweren Unfall gezeugt, als sie ca. 4-5 Jahre alt war.
Negativ auch, dass man sich zwar ein einigermassen zusammenreimen kann, was der "Mad Scientist" Marco eigentlich vorhatte, dies jedoch nie in angemessener Tiefe erklärt wird.
SPOILER Ende

Emmanuelle Seigner's reichliche Nacktszenen entschädigen nicht für die konstruierte Handlung. Und wenn man ehrlich ist, dann wirkt das Übermass an Nacktheit nicht nur nicht erotisch, sondern ist sogar kontraproduktiv für den eigentlich bedrohlichen Ansatz des Films.
Über die schauspielerischen Leistungen kann man sonst nicht meckern. Hauptkritikpunkt ist das Drehbuch, was in Sachen Logik ein löcheriger Flickenteppich ist.

Fazit: Das übliche Schema des "Feindes im eigenen Bett", angereichert mit einigen Nacktszenen und schockierenden Entwicklung - doch leider zündet dieser Cocktail aufgrund der unübersehbaren Schwächen des Drehbuchs nie, sondern schleppt sich mühsam ins Ziel...

Screenshots: Laura (Emmanuelle Seigner) kommen immer mehr Zweifel an ihrem einst so idyllischen Familienleben.


Immer öfter gibt es Streit mit ihrem Mann Marco, ...


...der auch für ihren gemeinsamen Sohn eine zunehmende Bedrohung darstellt.


angeschaut am: 27.07.2007
Normale Wertung: 2,5 von 10 Punkten

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17 Mai 2007

 

The Call - JAP 2003

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Genre(s): Horror
Laufzeit: ca. 107 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
Eine fatale Anrufserie terrorisiert Tokios Teenager. Wenige Tage, nachdem man einen Anruf auf dem Handy von der eigenen Nummer und mit der eigenen Stimme erhält, schlägt der Sensenmann zu. Yumi (Kou Shibasaki), deren beste Freundin eben erst zu Tode kam, will nicht tatenlos auf das Ende warten und macht sich mit dem geheimnisvollen Hiroshi (Shinichi Tsutsumi) auf, das Mysterium in Eigenregie zu lüften.

Kritik:
The Call setzt auf altbewährte Gruselzutaten, wie sie schon bei The Ring und The Grudge präsentiert wurden. Vornehmlich ist das die Ankündigung des eigenen Todes für die Figuren und peinlicherweise mal wieder ein Geister-Mädchen mit langen, schwarzen Haaren.

Leider wird hier von Regisseur Takashi Miike (Audition) völlig ideenlos von den grossen Vorbildern abgekupfert. Man wundert sich schon ein wenig - ich vermute mal dass er sich für diese Auftragsarbeit keine Mühe machen wollte.
Problem ist, dass man einerseits keine Beziehung zu den Hauptfiguren aufbauen kann (und will) und einem somit ziemlich egal ist, was mit ihnen passiert und andererseits die Todesfälle selber ziemlich unspektakulär und unblutig rüberkommen.

Dadurch macht sich schnell Langeweile breit, die sich stetig verstärkt. Erst zum Schluss wird es in einem von der Aussenwelt abgeschlossenen Krankenhausbereich wieder etwas spannender. Leider kommt die Auflösung nicht besonders überraschend und den Schluss fand ich ziemlich unbefriedigend.
Zwischendrin gibt es eine völlig unrealistische Episode, die die Sensationslust der Medien aufs Korn nimmt. In einer Livesendung wird eine der Todeskandidatinnen von ihren eigenen Gliedmassen enthauptet, was dann schon wieder typisch Miike ist. An einer Reaktion des Publikums auf diesen mysteriösen Tod fehlt es im Film allerdings völlig.

Fazit: Völlig ideenlos und über weite Strecken langweilig. Somit nur für Genrefans geeignet.
Nichtsdestotrotz war der Film in Asien erfolgreich und hat 2 Sequels nach sich gezogen.

Screenshots: Mit einem Anruf fängt das Grauen an.


Ein sensationslüsternes Fernsehteam verfolgt die Todgeweihten.


Zusammen mit Hiroshi versucht Yumi (Kou Shibasaki) das Rätsel zu lösen.


angeschaut am: 29.04.2007
Normale Wertung: 3 von 10 Punkten

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28 Dezember 2006

 

Detonator - Spiel gegen die Zeit - USA 2003

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Genre(s): Action / Thriller
Laufzeit: ca. 87 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
Eine Serie mysteriöser Bombenanschläge erschüttert Los Angeles. Inspector Beau Stoddard hätte schon eine Idee, doch seit er vor Jahren dem damaligen Bomb-Squad-Boss und heutigen Polizeichef das Nasenbein brach, ist seine Meinung nicht mehr gefragt. Ex-Freundin und Kollegin Jane sieht das anders, auf eigene Faust recherchiert man gemeinsam weiter, als die Behörden unter Erfolgsdruck ein rechtsradikales Verschwörerfähnlein zu Schuldigen erklären. Tatsächlich hat der Terror andere Gründe, und sein Höhepunkt steht erst noch bevor.

Kritik:
Mal wieder ein B-Film, der seine "spektakulären Momente" aus Stock Footage und schlechter CGI bezieht. Die Inszenierung ist aber solide geraten und die Darsteller schlagen sich ordentlich, was den Film dann doch einigermassen unterhaltsam macht.
Aus deutscher Sicht gibt es das US-Debüt von Susan Stahnke zu bewundern, die ihre Filmkarriere mit einem Sekunden-Auftritt am Anfang erheblich nach vorne bringt.

Die Story ist dabei durchschnittlich. Eigentlich simpel, aber etwas kompliziert rübergebracht, um die Spannung bzgl. der Identität des Bombers etwas zu steigern.
Dabei weist der Plot natürlich ein paar Logiklöcher auf, die sich zum Schluss hin verstärken. Da wird dann schon mal ein Eishockey-Stadion mit 16.000 Besuchern innerhalb weniger Minuten geräumt.
Fast schon üblicher Blödsinn ist, dass sich ein Nerd innerhalb von Stunden in geheime FBI-Akten einhackt oder das Wellblechzäune Schutz vor einem Kugelhagel bieten sollen.

Von der Action gibt es neben diversen Explosionen eigentlich nur einen Shootout zu bewundern. Der ist solide inszeniert. Elizabeth Berkley als FBI-Agentin wirkt dabei an der Waffe aber nicht wirklich glaubhaft. Überhaupt fragt man sich schon, ob das FBI nicht Spezialteams zur Erstürmung stark befestigter Gebäude hat.

Ganz spassig fand ich den Einfall, dass der Held bei der Postkontrollbehörde arbeitet, was zu ständigen Witzen über ihn führt. Randall Batinkoff kommt dabei sympathisch rüber. Der Film nimmt sich an diesen Stellen gottseidank selber nicht allzu ernst.
Insgesamt sicher nichts besonderes, aber wie gesagt ganz unterhaltsam.

Screenshots: Der Beginn von Susan Stahnke's Hollywood-Karriere.


Inspector Beau Stoddard (Randall Batinkoff, Mitte) betrachtet eine Explosion.


Als FBI-Agentin gibt es die sehr attraktive Elizabeth Berkley zu sehen, die im Gegensatz zu Showgirls hier aber keinen vollen Körpereinsatz bringen muss...


angeschaut am: 27.12.2006
Normale Wertung: 4,5 von 10 Punkten

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18 November 2006

 

My Tutor Friend - SKOR 2003

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Genre(s): Komödie / Liebe
Laufzeit: ca. 113 Min.
Altersempfehlung: FSK 12
Bemerkung: Koreanischsprachige Originalfassung mit engl. Untertiteln

Inhalt & Kritik:
Ji-hoon (Kwon Sang-woo) ist 21 Jahre alt und hat seinen Schulabschluß immer noch nicht in der Tasche. Statt zu lernen zettelt er an seiner neuen Schule lieber Streit an und prügelt sich. Seine einzige Sorge ist, dass der reiche Papa ihm den Geldhahn abdreht. Dieser zwingt ihn dann auch ständig dazu Nachhilfeuntericht zu nehmen. Doch wegen seiner ablehnenden und frechen Einstellung hält es kein Lehrer lange bei ihm aus. Seine neue Nachhilfelehrerin Su-wan (Kim Ha-Neul) ist als Studentin dringend auf
den Verdienst angewiesen und lässt sich deshalb nicht so schnell ins Bockshorn jagen.
Nachdem Ji-Hoon wieder mal Ärger mit der Polizei hatte setzt ihm sein Vater ein Ultimatum: Lernen oder Exil. Von da an strengt er sich an. Ausserdem erkennen Ji-hoon und Su-wan, dass hinter dem alten Sprichwort "Was sich liebt, das neckt sich" mehr Wahrheit steckt, als sie sich eingestehen wollen.

Wie auch Oh! My God und diverse andere Filme setzt man auf das Rezept von zwei Liebenden, die sich zunächst gar nicht leiden können und erst zueinander finden müssen. Die erste Hälfte mit den wechselnden Anfeindungen der beiden Charaktere ist dabei durchaus unterhaltsam. Doch leider gelingt es nicht den Wandel von Feindschaft zu Freundschaft zu Liebesbeziehung befriedigend darzustellen.

Es braucht schon einiges an romantischer Grundeinstellung beim Zuschauer, um sich vorzustellen, dass die strebsame Su-wan Gefallen an dem überheblichen und keinesfalls einfühlsamen Ji-hoon finden könnte. Er dagegen erkennt angeblich bei einer Tanzvorführung von ihr, dass er sich in sie verliebt hat. Beides wirkt, selbst für eine RomCom, nicht besonders glaubhaft.

So lässt der Film in der zweiten Hälfte denn auch merklich nach. Ji-hoon's Schulprobleme lösen sich zu schnell auf und für Su-wan zaubert man auf einmal einen Freund aus dem Hut, der praktischerweise zum Priester geweiht wird, so dass sich Ji-hoon nur kurz mit dem Rivalen befassen muss.
Auch Ji-hoon's Probleme mit der örtlichen Gang werden immer nur dann aufgewärmt, wenn man mit gutgemachten Martial-Arts-Szenen der schleppenden Handlung wieder auf die Sprünge helfen will.

Das Drehbuch konnte mich leider nicht überzeugen. Es fehlt ein roter Faden in der Beziehung der beiden Hauptcharaktere, ausserdem hätte man einiges an Nebenhandlung kürzen können und zudem gibt es für eine Komödie zu wenig Gags.
Die beiden Hauptdarsteller sind sehr gut besetzt und können in ihren Rollen wirklich überzeugen. Auch der Nebencast weist kaum Schwächen auf.

Insofern bleibt diese RomCom leider unterdurchschnittlich, aber doch deutlich besser als der ähnlich gelagerte Oh! My God.

Screenshots: Die Tutorin und ihr Schüler.


Nachdem sie nach einem Kampf seine Wunden versorgt...


...steht der gemeinsamen Romantik bald schon nichts mehr im Weg.


angeschaut am: 12.11.2006
Normale Wertung: 4 von 10 Punkten

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09 November 2006

 

Oldboy - KOR 2003

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Genre(s): Drama
Laufzeit: ca. 115 Min.
Alterseinstufung: FSK 16

Inhalt:
Oh Dae-Su, ein durchschnittlicher Geschäftsmann und Familienmensch, wird von Unbekannten scheinbar grundlos entführt und in ein fensterloses Zimmer gesperrt. Es vergehen viele Jahre ohne jeden menschlichen Kontakt. Jahre, in denen sich Oh Dae-Su immer wieder fragt, wer sein Peiniger ist. Von Hass getrieben fängt er an, seine nackte Fäuste an der Zellenwand abzuhärten. Einzig der Gedanke an Rache zählt noch. Plötzlich, nach 15 Jahren, findet sich Oh Dae-Su in Freiheit wieder. Doch sein Alptraum ist damit längst nicht am Ende... er fängt gerade erst an.

Kritik:
Nach Sympathy for Mr. Vengeance ein erneuter Film um Rache von Regisseur Park Chan-wook, der übrigens auch in seinem aktuellen Film Sympathy for Lady Vengeance wieder dieses Thema behandelt. Oldboy wurde auf dem Festival von Cannes ausgezeichnet, was nicht unbedingt auf leichte Kost schliessen lässt, und das ist er auch nicht.

Die Geschichte ist äusserst ungewöhnlich, aber sehr spannend inszeniert. Je weniger man weiss, umso besser, denn es gibt einige Dinge, denen man in Verlauf auf die Spur kommt.
Nur soviel: Genau wie bei seinen früheren Filmen müssen die Charaktere wieder extrem leiden. Das kommt locker an das Maß von griechischen Tragödien heran.
Das Ausmaß der gezeigten Gewalt ist für einen Film ab 16 sehr hoch und beinhaltet eine wirklich tolle und lange Kampfszene, die ohne einen Schnitt gedreht wurde. Ein schwieriges Unterfangen für jeden Filmemacher. Ausserdem gibt es eine Szene, die ich schon als Tiersplatter bezeichnen möchte, wo ein lebendes Tier verspeist wird.

Der Film fasziniert durch wunderbare Bilder und einen hervorragenden Soundtrack, sowie seine Hauptdarsteller, allen voran Choi Min-sik als Oh Dae-Su. Seine Performance ist sehr intensiv und sicher auszeichnungswürdig.
Als Vergleich fallen mir nur David Lynch Filme wie Lost Highway oder Mulholland Drive ein, bei denen man rätselt was dahintersteckt, die aber vor allem von einer sehr düsteren Atmosphäre leben. Dies ist hier auch der Fall, obwohl es auch schöne Momente gibt und vor allem gibt es zum Schluss eine Aufklärung über die Zusammenhänge.

Kurum ein Film, den man schwer beschreiben kann, den man selbst erlebt haben muss. Sicher nicht für jedermann, weil er doch recht anspruchsvoll und ungewöhnlich ist. Trotzdem eine absolute Empfehlung von mir und 9 Punkte.
Sehr gut gefiel mir übrigens die deutsche Synchronisation - hier hat man sich viel Mühe gegeben, um die Atmosphäre zu erhalten.

Update zum Ansehen am 9.11.2006:
Gefiel mir beim zweiten Mal auch wieder sehr gut. Die Geschichte um die starken Gefühlspole von Liebe und Hass, und wie sie die Charaktere antreiben, ist einfach hervorragend gelungen. Und beim wiederholten Ansehen kann man sich etwas mehr zurücklehnen und die Komposition aus Bilder, Sound und tollem Schauspiel betrachten.
Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann vielleicht nur den Anfang, der rückblickend betrachtet, Dae-Su's Charakter vor der Entführung zu wenig beleuchtet. Man kann nur erahnen, welch heftigen Wandel dieser Mann in 15 Jahren Gefangenschaft durchmacht. Allerdings wäre es nur schwierig umzusetzen gewesen, ohne das Publikum zu sehr zu langweilen.

Ein faszinierender Film, der gleichzeitig radikal und einfühlsam ist. Eine ungewöhnliche Mischung, wie sie in den letzten Jahren anscheinend die Asiaten am besten hinbekommen.
Mal sehen, was Hollywood in einem Remake (angekündigt für 2008) mit dem Stoff anfängt.
Das Bollywood-Remake Zinda hat sich ja neulich erfolgreich um den heiklen Teil der Story rumgedrückt, und trotzdem ein passables Remake geboten.

Screenshots: Oh Dae-Su teilt gleich aus...


...muss aber auch viel einstecken.


angeschaut am: 9.11.2006 im KellerKino (insgesamt 2x gesehen)
davor zuletzt angeschaut am: 13.9.2005
Normale Wertung: 9 von 10 Punkten

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18 Februar 2006

 

Haute Tension / High Tension - FRA 2003

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Genre(s): Horror / Thriller
Laufzeit: ca. 87 Min.
Alterseinstufung: FSK 18
Bemerkung: In Deutschland offiziell nicht erhältliche Uncut-Version

Inhalt:
Ein einsames Haus, eine vereinte Familie, zwei unzertrennliche Freundinnen. Ein brutaler Mörder, der vor nichts zurückschreckt. Und die Nacht: Eigentlich wollte Alex (Maïwenn Le Besco) nur mit Freundin Marie (Cécile De France) ihre Familie auf dem Land besuchen. Doch als die Nacht einbricht, dringt ein brutaler Fremder (Philippe Nahon) in das Haus, und ein gnadenloser Kampf ums Überleben beginnt.

Kritik:
Haute Tension ist sicherlich der Film, der mich im vergangenen Jahr 2005 am meisten beeindruckt hat.

Seit er auf DVD in Europa erhältlich ist, hat er sich stetig vom Geheimtipp zu immer grösserer Bekanntheit hochgearbeitet. Und die Aufmerksamkeit hat er auch verdient.
Der junge, französische Regisseur Alexandre Aja hat mit diesem Film nicht nur das Horrorgenre generell auf eine neue Ebene gebracht, sondern auch bewiesen, dass in Europa auch Filme gemacht werden, die sich mit Hollywood messen können.

Achtung! Kleinere Spoiler folgen:
Aja setzt dabei auf eine neue Härte, die einerseits Splatterfreunde erfreut, aber andererseits zu weiten Teilen sehr realistisch daherkommt. Das erste Drittel, als die Familie von Alex abgeschlachtet wird, ist schon einem Schlag in die Magengrube gleichzusetzen. Unangenehm lange bleibt die Kamera bei der Ermordung der Mutter dabei und der Killer setzt noch eins drauf, als er ihr die Hand abtrennt. Auch die Erschiessung des Kindes (welche man nur hört) ist starker Tobak, selbst für Horrorfilme.

Auch danach wird die Härte beibehalten und im Finale noch mal richtig Gas gegeben.
Hochspannung baut sich auf alle Fälle Stück für Stück auf, wenn die beiden Mädchen dem Killer gegenüberstehen. Obwohl sich Aja in manchen Szenen viel Zeit lässt, kommt zu keiner Zeit Langeweile auf.

Es wird im Verlauf sehr wenig gesprochen, viele Passagen laufen nur mit Geräuschen und Soundtrack-Untermalung ab. Diese Tonregie ist sehr gut gelungen, wird doch durch "Störgeräusche" und ähnliches das unbehagliche Gefühl noch verstärkt.
Auch die Musikuntermalung ist äusserst stimmig, vor allem New Born von Muse passt hervorragend, um vom 2. Drittel zum Finale überzuleiten.

Auch die Kameraführung möchte ich sehr loben, die äusserst professionell gemacht ist. Die Qualität fällt einem bei wiederholtem Ansehen erst so richtig auf, wenn man sich nicht mehr vor Spannung in seinen Sitz krallt.
Schauspielerisch liefern alle drei Hauptdarsteller tolle Leistungen ab, die voll überzeugen können.

Zum Schluss gibt es noch einen Knaller, der sehr überraschend kommt, und den Film dann (für mich) unvergesslich macht. Ich werde es an dieser Stelle nicht verraten, aber mir hat es für 5 Minuten nach dem Film regelrecht die Sprache verschlagen.
Die meiste Kritik entzündet sich denn auch an dieser Überraschung - ich persönlich schätze aber die tolle Idee dahinter höher ein, als mögliche Ansatzpunkte für Kritik.
Ich habe mir den Film auf alle Fälle in den vergangenen 12 Monaten schon 4x angesehen und bin immer wieder begeistert.
Deswegen gibt es an dieser Stelle auch erstmalig die Höchstwertung: 10 von 10 Punkten für diesen Horrorthriller.

PS: Die in Deutschland erhältliche SPIO/JK Version ist um 67 Sekunden geschnitten und seit dem 30.09.2005 indiziert.

Screenshots: Die beiden Studentinnen Marie (Cécile De France) und Alex (Maïwenn Le Besco) .


Marie versteckt sich vor dem sadistischen Killer (Philippe Nahon).


Blut fliesst (nicht nur hier) in rauhen Mengen.


angeschaut am: 18.2.2006 (insgesamt 4x gesehen)
davor zuletzt am: 1.9.2005 im Kellerkino
Normale Wertung: 10 von 10 Punkten

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06 Februar 2006

 

Apokalypse Eis - BRD/USA 2003

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Genre(s): Abenteuer / Action / SciFi
Laufzeit: ca. 91 Min.
Alterseinstufung: FSK 12

Inhalt:
Die Welt im Jahre 2013. Ein Meteorit rast auf die Erde zu. Errechneter Aufschlagspunkt: Europa. Berlin wird evakuiert... Ganz Europa ist von Eis- und Schneemassen bedeckt. Die Welt, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr. Für die Menschheit geht es um Leben und Tod. Hat die menschliche Spezies eine Chance, diese globale Katastrophe zu überleben? 3 Jahre nach dem Impact: Den wenigen Überlebenden wird in Tanger/Afrika das Gastrecht gewährt. Unter ihnen auch die Wissenschaftlerin Anna Starndorf. Die Menschen in Tanger stehen aber bereits vor der nächsten Katastrophe. Durch die Verschiebung des SolStar2-Satelliten wird Tanger und somit 4,5 Millionen Menschenleben von dessen Laserstrahl bedroht. Deshalb macht sich Anna Starndorf mit einer Expedition auf den Weg durch das zerstörte Berlin, um den Code des Satelliten zu knacken. Dabei trifft sie auf ihrer abenteuerlichen Reise unerwartet auf Überlebende...

Kritik:
Im Schatten von The Day after tomorrow versuchte RTL hier einen TV-Erfolg mit dem Thema Klimawandel zu landen. Und weil man längst nicht so viel Geld wie Hollywood für Spezialeffekte hat, hält man sich kaum mit der Katastrophe auf, sondern beschäftigt sich vielmehr mit dem Leben danach.
Und dies ist für C-Movie Verhältnisse ein echter Knaller!

So sitzt in Berlin ein verrückter Wissenschaftler am Steuer-PC des Satelliten und möchte aus einem unerfindlichen Grund die überlebenden Amerikaner in Tanger töten. Unterstützt wird er dabei von wenigen Überlebenden der Eis-Katastrophe, deren Motivation ebenso völlig unklar bleibt.

Uns erwarten dann auf der Reise nach Berlin so spannende Momente wie ein plötzlich emporwachsender Eisberg, der eines der Transportfahrzeuge beim Überqueren einer Rheinbrücke während der Fahrt aufspiesst (!) und mehrere Meter in die Höhe hebt. Ja, es ist Winter in Deutschland.

Ein Highlight des Films sollten wohl die authentischen Schausplätze sein, z.B. ein schneeverwehtes Brandenburger Tor oder der Reichstag als Hauptquartier des Professors. Nun ja, ein Schmunzeln entlockt einem sowas allemal, ebenso wie die restlichen Tricks, die vor 20 Jahren sicher noch der Hammer waren.
Besonders witzig ist der verückte Wissenschaftler Hinze, der von einem englischsprachigen Schauspieler mit deutlichen amerikanischem Akzent gespielt wird - was sowas soll, würde mich schon mal interessieren.

Die schauspielerischen Leistungen braucht man angesichts eines Drehbuchs, was auf vorgefertigte Klischeecharaktere wie z.B. biestige Soldatin, edle Wissenschaftlerin oder stummes Waisenmädchen zurückgreift, eigentlich kaum erwähnen. Die Akteure, u.a. Dean Cain und Bettina Zimmermann (siehe Screenshot rechts), haben aber genug Erfahrung (aus Serien) um es ordentlich und ansehnlich rüberzubringen.

Positiv kann man verbuchen, dass der Film zu Anfang ein hohes Tempo vorlegt und nicht langweilig wird - erst das Finale wurde dann wieder in die Länge gezogen bis zum unvermeidlichen Happy End.
Vom Trashfaktor her ist dies auf jeden Fall eine totale Perle, für den Normalzuschauer sicher nicht so unterhaltsam. Deshalb ein hoher Unterschied zwischen Normal- (3 Punkte) und Promillewertung (7 Punkte).

Screenshots: Der Reichstag als zugeschneite Computer-Animation.


RTL weiss, was es seinen Zuschauern schuldig ist.


Ein plötzlich emporschiessender Eisberg spiesst den Schneepanzer auf!


Dean Cain schiesst...


...und der Statist mimt den sterbenden Schwan.


angeschaut am: 6.01.2006
Normale Wertung: 3 von 10 Punkten
Promille-Wertung: 7 von 10 Punkten

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31 Januar 2006

 

Was das Herz begehrt - USA 2003

OFDB-Link
Genre(s): Drama / Komödie / Liebe / Romantik
Laufzeit: ca. 123 Min.
Alterseinstufung: FSK 0

Inhalt:
Harry (Jack Nicholson) ist zwar selbst 63, Frauen über 30 rührt er aber nicht an. Als er im Strandhaus von Erica (Diane Keaton), der Mutter seiner jüngsten Flamme, einen Herzanfall erleidet, geschieht das Unglaubliche: Während Erica ihn widerwillig pflegt, entdeckt Harry Gefühle für die Mittfünfzigerin. Doch die hat noch einen anderen Verehrer: Harrys jungen Arzt (Keanu Reeves).

Kritik:
Die zugrundegliegende Story kennt man schon von anderen Filmen: 2 Leute, die sich anfangs gar nicht mögen, verlieben sich langsam ineinander.
Doch wurde dies hier grandios und ohne Kitsch umgesetzt. Das Kitschigste am Film ist noch der deutsche Titel.

Jack Nicholson als alt gewordener Schürzenjäger hat wieder eine unglaubliche Präsenz, die gleichermassen von Diane Keaton erwidert wird. Letztere sieht dazu noch wirklich sehr gut aus für ihr Alter.
Das Drehbuch und die Dialoge sind sehr, sehr gut gelungen. Sehr witzig, nie platt und dabei erstaunlich glaubhaft und einfühlsam ohne kitschig zu werden - so wird uns diese Liebesgeschichte präsentiert.
Alleine die Chats zwischen Nicholson und Keaton sind um Welten besser als der komplette Film E-m@il für Dich.

Auch die unterstützenden Rollen sind hervorragend besetzt mit Keanu Reeves, Frances McDormand und Amanda Peet. Ich finde es schon erstaunlich, wie Frances McDormand sich immer sehr gute Drehbücher aussucht um sie durch ihr Spiel zu bereichern, ein Talent oder Glück, was leider wenige Schauspieler haben.
Wie gesagt ein Superfilm, der witzig, romantisch und generell absolut unterhaltsam für Singles und Paare jeden Alters ist. Deshalb 9 von 10 Punkten!

Screenshots: Die drei Frauen der Familie Barry (Frances McDormand, Diane Keaton, Amanda Peet).


Zunächst interessiert sich Harry nur für die junge Marin (Amanda Peet).


Der Arzt (Keanu Reeves) und sein schwieriger Patient (Jack Nicholson).


angeschaut am: 31.12.2005
Normale Wertung: 9 von 10 Punkten

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03 Januar 2006

 

Evil never dies - Rückkehr des Bösen - USA 2003

OFDB-Link
Genre(s): Mystery / Thriller
Laufzeit: ca. 85 Min.
Altersempfehlung: FSK 12

Inhalt:
Die Frau des Polizisten Mark Ryan (Thomas Gibson) ist von einem Serienkiller ermordet worden. Ryan kann den Mörder stellen und wenig später mit ansehen, wie dieser hingerichtet wird. Doch dann wird ausgerechnet der tote Killer in einem heimlichen Universitätsexperiment zu neuem Leben erweckt. Prompt startet er einen raffinierten Rachefeldzug gegen den Cop.

Kritik:
Generell sollte man von Mystery-Thrillern, die fürs TV produziert wurden, nicht zu viel erwarten. Doch dieser unterbietet selbst niedrige Erwartungen.
Eine langweilige Geschichte, bei der die einzige Wendung relativ leicht zu erahnen ist. Spannung ist keine vorhanden und Glaubwürdigkeit wurde von vorneherein über Bord geschmissen.
Unter den Darstellern erfreut einen Katherine Heigl durch ihr attraktives Äusseres, doch sonst ist auch hier nichts Interessantes geboten.
Regie hat Uli Edel geführt, der sicher nicht stolz auf dieses Werk sein kann.
Ein Film für die Tonne - 1 Punkt plus 1 Bonuspunkt für die sehr attraktive Katherine Heigl.

Screenshots: Katherine Heigl (I)


Der suspendierte Cop (Thomas Gibson).


Katherine Heigl (II)


angeschaut am: 15.12.2005
Normale Wertung: 2 von 10 Punkten

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